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Forum: Offtopic 100%Ökostrom - und trotzdem KKW?


Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Hiho,

ich habe mir schon desöfteren folgenes Szenario vorgestellt:

Alle Deutschen buchen "Ökostrom" aus rein regenerativen Energien.

D.h.: Alles, was beim Stromzähler an kWh entnommen wird, wird an Wasser 
/ Solarkraftwerken auch wieder eingespeist.

Jetzt wissen wir aber, dass höchstens 50 % der Eingespeisten Leistung 
bei den Kunden ankommt.

Das hieße aber, dass zusätzlich noch einmal die gleiche Menge 
eingespeist werden muss, um die Leitungsverluste auszugleichen.

Das machen die Schlauen Versorger mit KKWs, weils günstig ist.

=> Alle Kunden beziehen Ökostrom, trotzdem wird in der Erzeugung noch 50 
% mit KKWs eingespeist.

Stimmt das so?

Oder werden, wenn ich Ökostrom bestelle, die Verluste mit einberechnet?

Autor: Punktrichter (Gast)
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>>Jetzt wissen wir aber, dass höchstens 50 % der Eingespeisten Leistung
>>bei den Kunden ankommt.

woher beziehst Du diese Aussage?

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Lass es 90 % oder 10 % sein. Tut nichts zur Sache. Das Kernproblem 
bleibt.


<EDIT> Sind wohl nur 5%. Ist mir aber egal, wie schon gesagt: Die Frage 
ändert sich dadurch ja nicht. </EDIT>

Autor: Laderegler (Gast)
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Wenn du ganz sicher sein willst, musst du den Dynamo selbst drehen!

Autor: Pemil (Gast)
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> Wenn du ganz sicher sein willst, musst du den Dynamo selbst drehen!

Und der Dynamo wurde mit Atomstrom hergestellt.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Ne, Leute. Die Frage war ernst gemeint.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Karl-heinz Strunk wrote:
> Ne, Leute. Die Frage war ernst gemeint.

Mal von den Verlusten abgesehen:
da Solar- Wind- und Wasserkraft nicht rund um die Uhr zur Verfügung 
stehen, muss immer ein Kohle- oder Gaskraftwerk für die 
Leistungseinbrüche bereit gehalten werden (verursacht extreme Kosten). 
Zur Deckung der Grundlast reichen die regenerativen Energieen bei Weitem 
nicht, diese wird durch KKWs und Kohlekraft gedeckt.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Thilo M. wrote:
> Karl-heinz Strunk wrote:
>> Ne, Leute. Die Frage war ernst gemeint.
>
> Mal von den Verlusten abgesehen:
> da Solar- Wind- und Wasserkraft nicht rund um die Uhr zur Verfügung
> stehen, muss immer ein Kohle- oder Gaskraftwerk für die
> Leistungseinbrüche bereit gehalten werden (verursacht extreme Kosten).
> Zur Deckung der Grundlast reichen die regenerativen Energieen bei Weitem
> nicht, diese wird durch KKWs und Kohlekraft gedeckt.

Darum geht es doch gar nicht!

(Außerdem gibts Pumpspeicherwerke / Wasserwerke)

Autor: nemon (Gast)
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kalle, schonmal überlegt, wie pumpspeicherkraftwerke funktionieren?
wenn etwas mehr leitung im netz verfügbar ist, als nachgefragt wird, 
schmeißen die pumpspeicherkraftwerke ihre pumpen an und pumpen das 
wasser den berg hoch. wenn KURZZEITIG (<30 minuten) mehr strom 
nachgefragt wird, als zur verfügung steht, springen die 
pumpspeicherkraftwerke ein, da kohle- und gaskraftwerke länger zum 
hochfahren brauchn. kkw laufen das ganze jahr auf quasi 100% durch, von 
wenigen wochen jährliche revision abgesehen. kohlekraftwerke sind in der 
regel auch solche grundlastkraftwerke. wind- und solarenergie lässt sich 
aus bekannten gründen nicht permanent abfragen.
und nein, die leitungsverluste bis zur steckdose sind nicht 50%, das 
sind deutlich weniger, ich habe keine konkreten zahlen zur hand, denke 
aber mal, es müssten auch noch deutlich unter 10% sein. und wer sagt dir 
in deiner etwas seltsamen überlegung denn, dass diese verluste deines 
imaginären stromversorgers nicht auch aus solarenergie, oder kuhfurz 
stammt? außerdem: diesen energieversorger würde wohl jeder möglichst 
schnell verlassen, weil recht bald der ganze raps verfeuert ist, eine 
windflaute ist, die sonne nicht scheint und so weiter. dann gibt es eine 
sehr dunkle nacht und keinen heißen kaffee am frühstückstisch.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> da Solar- Wind- und Wasserkraft nicht
> rund um die Uhr zur Verfügung stehen

Bei Solar- und Windenergie sehe ich's ja noch ein, aber warum sollte das 
die Wasserkraft nicht tun? Spontane Dürreperioden?

Autor: JetztAber (Gast)
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>100%Ökostrom - und trotzdem KKW?

Atome sind ja natuerlichen Ursprungs. Daher ist AKW Strom schon mal 
biologisch.
Nein ?

Autor: *.* (Gast)
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Und radioaktive Abfälle sind auch ökologisch abbaubar - dauert nur etwas 
:)

Autor: Thilo M. (Gast)
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Rufus t. Firefly wrote:
>> da Solar- Wind- und Wasserkraft nicht
>> rund um die Uhr zur Verfügung stehen
>
> Bei Solar- und Windenergie sehe ich's ja noch ein, aber warum sollte das
> die Wasserkraft nicht tun? Spontane Dürreperioden?

Wo sollte das ganze Wasser denn herkommen?
Die Flüsse (andere Kraftwerke haben wir nicht, Pumpspeicher sind für 
andere Zwecke, s.O.) führen nicht immer gleichmäßig Wasser. Die 
Kapazitäten in Deutschland sind da eh' ausgeschöpft.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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So.

Hat sich irgendwer mal die Frage durchgelesen?

Auch nur einer?

Vielleicht sollte ich sie anders ausdrücken:

Werden bei dem "Energiemix", den ich als Verbraucher buche, die 
Leitungsverluste miteingerechnet oder gilt der Mix ab dem Hauszähler?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Alle Deutschen buchen "Ökostrom" aus rein regenerativen Energien.
Ich würde gern 60% Wasserkraft und 40% Atomstrom haben wollen.


>D.h.: Alles, was beim Stromzähler an kWh entnommen wird, wird an Wasser
>/ Solarkraftwerken auch wieder eingespeist.
Halte ich für sehr unwahrscheinlich, eher unmöglich.


>Das hieße aber, dass zusätzlich noch einmal die gleiche Menge
>eingespeist werden muss, um die Leitungsverluste auszugleichen.
50% Netzverluste ist sicherlich "etwas" übertrieben. Ausserdem: Durch 
die hohe Spannung der Überlandleitungen (110/220/330kV) fallen 
(gegenüber der übertragenen Leistung) relativ wenig 
Verlust(wirk)leistung an. Ein Teil ist Verlustblindleistung, zur 
Umladung der Leitung.


>>Das machen die Schlauen Versorger mit KKWs, weils günstig ist
Ein AKW ist ein klassische Grundlastkraftwerk. Genauso wie Kohle. Das 
speist immer die gleiche Leistung ein.


>(Außerdem gibts Pumpspeicherwerke / Wasserwerke)
Das sind Energiezwischenspeicher. Die können keinen Strom aus 
Primärträgern erzeugen. Pumpspeicherwerke werden nachts aktiviert, um 
die Grundlast im Netz aufrechtzuhalten (damit Grundlastkraftwerke 
gleichmäßig weiterlaufen können). Sie verbrauchen Strom und Pumpen 
Wasser auf den Berg. Bei Spitzenlast (zB vormittags 9Uhr, Mittags) 
werden diese als Erzeuger aktiviert, indem das Wasser den Berg 
runterläuft...


>Werden bei dem "Energiemix", den ich als Verbraucher buche, die
>Leitungsverluste miteingerechnet oder gilt der Mix ab dem Hauszähler?
Das Thema mit dem Mix lasse ich mal weg.
Gegenfrage:
Wo befindet sich denn der Hauszähler? Denn ab dort bezahlst du!

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Matthias Lipinsky wrote:
> Das Thema mit dem Mix lasse ich mal weg.
>
> Gegenfrage:
>
> Wo befindet sich denn der Hauszähler? Denn ab dort bezahlst du!


Jahaaa. Aber darum geht es nicht.

Es geht ja gerade um den Mix. Sind da die Leitungsverluste von den 
Kraftwerken zu den Haushalten mit drinne oder nicht?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Es geht ja gerade um den Mix. Sind da die Leitungsverluste von den
>Kraftwerken zu den Haushalten mit drinne oder nicht?

Der Mix ist an der Stelle egal. Du bezahlst pro kWh einen Betrag. Punkt.
Und die Anzahl kWh werden am Zähler gemessen. Also bezahlst du ab dort. 
Also alle Leitungsverluste hinter dem Zähler.

Das hat nichts mit dem Mix zutun! Zumal ich das eh für Unsinn halte.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Matthias Lipinsky wrote:
>>Es geht ja gerade um den Mix. Sind da die Leitungsverluste von den
>>Kraftwerken zu den Haushalten mit drinne oder nicht?
>
> Der Mix ist an der Stelle egal. Du bezahlst pro kWh einen Betrag. Punkt.
> Und die Anzahl kWh werden am Zähler gemessen. Also bezahlst du ab dort.
> Also alle Leitungsverluste hinter dem Zähler.
>
> Das hat nichts mit dem Mix zutun! Zumal ich das eh für Unsinn halte.

Lippy, lies dir bitte die Frage noch einmal durch. Auch die Frage ganz 
oben im Thread.

Danke.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Lippy, lies dir bitte die Frage noch einmal durch. Auch die Frage ganz
>oben im Thread.

>Danke.

Habe ich. Und ich habe sie beantwortet.
Falls nicht (so scheint es, da du an allen Antworten was auszusetzen 
hast), solltest du sie halt nochmal unmissverständlich stellen..

Autor: Punktrichter (Gast)
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Die 5% Leitungsverlust sind immer noch weit übertrieben.
Ich habe mir Deine Frage schon durchgelesen und diese auch verstanden.
Aber wenn Du vollkommen weltfremde Voraussetzungen postulierst:
...Jetzt wissen wir aber, dass...
dann nehme ich so eine Frage auch nicht weiter ernst.

Trotzdem zu Deiner Frage, auch wenn sich diese m.E. aufgrund der 
minimalen Leitungsverluste erübrigt:
Die Anbieter garantieren, unter Zuhilfenahme vieler Ausschlussklauseln 
(falls wirklich nicht soviel Ökostrom produziert wird), dass DEINE 
ENTNOMMENE LEISTUNG mit Hilfe von regenerativen Mitteln erzeugt wurde, 
also Dein Zählerstand wird gleichgesetzt mit woanders eingespeister (z.B 
von dem Zähler der Photovoltaik-Anlage des Bauern Hasenstrumpf).

Damit ist klar, dass das, was Du hören willst, auch tatsächlich von 
diesen hundsgemeinenm Versorgern betrieben werden kann (aber nicht 
muss), nämlich dass sie ein Scheißerle Atomstrom mit auf die Leitung 
schicken könnten.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Punktrichter wrote:

> Die Anbieter garantieren, unter Zuhilfenahme vieler Ausschlussklauseln
> (falls wirklich nicht soviel Ökostrom produziert wird), dass DEINE
> ENTNOMMENE LEISTUNG mit Hilfe von regenerativen Mitteln erzeugt wurde,
> also Dein Zählerstand wird gleichgesetzt mit woanders eingespeister (z.B
> von dem Zähler der Photovoltaik-Anlage des Bauern Hasenstrumpf).

Ah, ok. Das ist eine Antwort. Danke Schön.

> Damit ist klar, dass das, was Du hören willst, auch tatsächlich von
> diesen hundsgemeinenm Versorgern betrieben werden kann (aber nicht
> muss), nämlich dass sie ein Scheißerle Atomstrom mit auf die Leitung
> schicken könnten.

Das ist mir egal. Es ging mir nur ums Verständnis.

Autor: Trafowickler (Gast)
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"Die 5% Leitungsverlust sind immer noch weit übertrieben."

Die Übertragungsverluste dürften im Mittel > 10 % sein:

Beispiel unter ( keine Gewähr, Seite 6 ):

http://www.zit.tu-darmstadt.de/cipp/tudzit/lib/all...

liefert: 39%/45% = 87 %

Also gehen 13 % bei der Übertragung vom EVU als Wärme verloren.

Autor: Axel (Gast)
Datum:

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Die Rechnung ist doch die:

Es wird eine bestimmte Menge Ökostrom erzeugt. Das ist jetzt völlig 
unabhängig von der Anzahl von Ökostrombezieher. Nehmen wir mal an, 15% 
der Gesamtstrommenge.

Nun hat man Kunden, die Ökostrom bezahlen und etwa 10% der 
Gesamtstrommenge beziehen. Denen erzählt man nun, dass die (sowieso 
vorhandenen) 15% Ökostrom extra für sie erzeugt werden und zockt sie 
wegen der ach so hohen Kosten ordentlich ab. Tatsächlich ist Wasserkraft 
sowieso vorhanden und sogar relativ billig, aber das muss man denen ja 
nicht sagen.

Du kannst Dir jetzt einbilden, dass die 5% Differenz zwischen der 
produzierten Ökostrommenge und der abgenommenen Ökostrommenge zur 
Deckung der Leitungsverluste der Ökostrombezieher draufgehen.

Damit kannst Du im Rahmen der Ökostrom-Illusion davon ausgehen, dass 
auch die Leitungsverluste selbstverständlich auch durch Ökostrom gedeckt 
werden.

Spannend wird es natürlich, wenn mehr Leute Ökostrom wollen, als 
produziert wird. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Stromkonzerne 
dann den Ökostrom so teuer machen, dass sich das einpendelt.

Gruss
Axel

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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@ Axel:

So siehts aus.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Darum ging's mir doch gar nicht. Herrschaftszeiten.

"Ökostrom" = "Jehova"?

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Axel wrote:
> Spannend wird es natürlich, wenn mehr Leute Ökostrom wollen, als
> produziert wird. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Stromkonzerne
> dann den Ökostrom so teuer machen, dass sich das einpendelt.

Die Wahrheit ist: Der Strom kommt aus der Steckdose. Alles andere ist 
eine Frage der Etikettierung. In Norwegen gibt es viel Strom aus 
Wasserkraft, weil diese nun einmal in großen Mengen vorhanden ist. 
Nehmen wir einmal an, der dort produzierte Strom wird (teuer) an 
Deutschland verkauft, dafür kauft Norwegen seinen Strombedarf als 
Atomstrom in Frankreich ein. Glaubt ihr wirklich, dass dafür das 
Verbundnetz so geschaltet wird, dass der Strom von Frankreich 
tatsächlich nach Norwegen und der Strom aus Norwegen tatsächlich nach 
Deutschland fließt, obwohl Frankreich und Deutschland direkt 
nebeneinander liegen?

Übrigens habe ich schon seit Jahren (nominellen) Ökostrom, ohne mehr zu 
bezahlen. Es ist vielmehr so, dass die Kosten pro kWh weniger von den 
Produktionsbedingungen als von der Bereitschaft abhängen, auch einmal 
den Anbieter zu wechseln.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Detlev T. wrote:
> Glaubt ihr wirklich, dass dafür das
> Verbundnetz so geschaltet wird, dass der Strom von Frankreich
> tatsächlich nach Norwegen und der Strom aus Norwegen tatsächlich nach
> Deutschland fließt, obwohl Frankreich und Deutschland direkt
> nebeneinander liegen?


Das sagt doch auch keiner. Lies die Posts.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Das sagt doch auch keiner. Lies die Posts.

So richtig verstehen wir dann nicht, was du eigentlich willst!

Ist doch alles breit erklärt worden..

Und "Lies die Posts" ist keine Antwort die Frage von eben.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Ich habe doch meine Antwort schon, siehe Post Nummer 1126632

Und ich wollte eben keine Diskussion über den Ökostrommarkt lostreten.

Autor: nemon (Gast)
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hast du aber...

und welcher post hat denn diese ominöse nummer? ich klicke doch jetzt 
nicht alle posts an, um herauszufinden, wann deine irgendwo vergrabene 
frage beantwortet wurde

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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nemon wrote:
> hast du aber...
>
ja, leider....

> und welcher post hat denn diese ominöse nummer? ich klicke doch jetzt
> nicht alle posts an, um herauszufinden, wann deine irgendwo vergrabene
> frage beantwortet wurde

Schau dir mal die URLs an: topic/[thread-nummer]#[post-nummer]

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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> Die Anbieter garantieren, unter Zuhilfenahme vieler Ausschlussklauseln
> (falls wirklich nicht soviel Ökostrom produziert wird), dass DEINE
> ENTNOMMENE LEISTUNG mit Hilfe von regenerativen Mitteln erzeugt wurde,
> also Dein Zählerstand wird gleichgesetzt mit woanders eingespeister (z.B
> von dem Zähler der Photovoltaik-Anlage des Bauern Hasenstrumpf).

Das ist doch ein Widerspruch!

Wenn ich mehr Strom entnehme, als durch "umweltfreundliche" Technik 
produziert wird, wo kommt er dann her, wenn nicht von AKWs oder Kohle?

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Ich denke, dass das nicht zeitnah geschieht. Sprich: Am Ende des Jahres 
werden die kWh gezählt ;-)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Wenn ich mehr Strom entnehme, als durch "umweltfreundliche" Technik
> produziert wird, wo kommt er dann her, wenn nicht von AKWs oder Kohle?

Das täte er, wenn Du es schafftest. Tust Du aber nicht, denn die vom 
"Öko"-Stromanbieter gekaufte Gesamtstrommenge ist so kalkuliert, daß sie 
den durchschnittlichen Verbrauch aller Kunden des Anbieters ausreichend 
abdeckt - Margen für Ausreißer sind einkalkuliert.

Warum schreibst Du 'umweltfreundliche' in Anführungszeichen?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Warum schreibst Du 'umweltfreundliche' in Anführungszeichen?

Damit meinte ich diese Quellen, die landläufig als regenerativ bzw. 
umweltfreundlich angepriesen werden.
Ich bin da etwas geteilter Meinung.


>gekaufte Gesamtstrommenge

Aha. Also wird das sozusagen im Durchschnitt pro zB Jahr betrachtet.
Aber dennoch ist es möglich, dass mehr Ökostrom verbraucht wird (kWh pro 
Jahr zB), als in diesem Jahr zB wegen Wetter (wenig Wind, nur Wolken..) 
produziert wurde..

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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So beschreibt ein Öko-Stromanbieter die Angelegenheit:
Tageszeitliche Abweichungen entstehen im ¼-Stundenrhythmus 
durch das individuelle Verbrauchsverhalten der Kunden und 
werden durch sogenannte Ausgleichsenergie gedeckt. 
Im Falle eines Mehrbedarfs der Kunden erfolgt ein Bezug 
undefinierter Herkunft aus dem Markt für Ausgleichsenergie, 
bei einem Minderbedarf der Kunden erfolgt im Falle von 
LichtBlick eine Abgabe von regenerativem Strom in den 
Ausgleichsenergiemarkt. Ausgleichsenergie aus regenerativen 
Quellen wird derzeit nicht im Markt angeboten.

Schwankungen des Jahresstrombedarfs von Haushalten und 
fehlende Kenntnis der Verbrauchshistorie von Neukunden 
(marginaler Einfluss auf Strommix):
Die Schwankungen des Jahresstrombedarfs von Haushalten 
sowie die fehlende Kenntnis der Verbrauchshistorie der 
Neukunden, werden über finanzielle Ausgleichszahlungen 
an die Netzbetreiber ausgeglichen (sogenannte Mehr- und 
Mindermengen). 
Physikalisch werden diese Mengen durch die Netzbetreiber 
bereitgestellt. Dabei handelt es sich immer um Strom 
undefinierter Herkunft, Grünstromangebote gibt es derzeit 
von keinem Netzbetreiber.

(...)

Bei LichtBlick betrug der Fremdbezug über alle hier 
beschriebenen Marktmechanismen 0,5 Prozent bezogen auf 
das gesamte Bezugsportfolio (ohne Berücksichtigung der 
Leitungsverluste, da von LichtBlick nicht kalkulierbar). 
Die verbleibenden 99,5 Prozent entfallen auf den unter 1. 
erläuterten aktiven Einkauf von LichtBlick in ausschließlich 
regenerativer Qualität. Der Handel von LichtBlick am 
Spotmarkt stellt in diesem Kontext keine zusätzliche 
Beschaffungsquelle dar. Er ist lediglich ein Substitut 
für sonst über den Ausgleichsenergiemarkt in gleicher 
Menge und in gleicher, grauer Qualität bezogener Energie.

(Quelle: http://lichtblick.de/h/sichere_versorgung_234.php)

Das ist doch recht eindeutig.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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"Bei LichtBlick betrug der Fremdbezug über alle hier
beschriebenen Marktmechanismen 0,5 Prozent bezogen auf
das gesamte Bezugsportfolio (ohne Berücksichtigung der
Leitungsverluste, da von LichtBlick nicht kalkulierbar)."

Auch das beantwortet meine Frage ;-)

Autor: Thilo M. (Gast)
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>denn die vom "Öko"-Stromanbieter gekaufte Gesamtstrommenge ist so
>kalkuliert, daß sie den durchschnittlichen Verbrauch aller Kunden des
>Anbieters ausreichend abdeckt

Na, wie soll das denn gehen, bei 14% anteilgem Ökostrom?

Autor: Detlef (Gast)
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Wasserkraftwerde sind von allen Möglichkeiten elektrische Energie zu 
erzeugen die direkteste Form der Umweltzerstörung!!!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Na, wie soll das denn gehen, bei 14% anteilgem Ökostrom?

Denk mal drüber nach. Wieviele Kunden hat so ein Ökostromanbieter? Und 
wieviele Kunden hat Dein Arbeitgeber?

Na? Fällt Dir was auf?

> Wasserkraftwerde sind von allen Möglichkeiten elektrische Energie zu
> erzeugen die direkteste Form der Umweltzerstörung!!!

Aha. Sicher. Das könnte vielleicht ein kleines bisschen damit zu tun 
haben, wo man Wasserkraftwerke hinbaut, oder?

Aussagen, die mit gleich drei Ausrufungszeichen geschrieben werden, muss 
man aber sowieso nicht ernstnehmen.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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... jetzt gehts los ...

Jetzt sage ich noch "Energie kann gar nicht in Kraftwerken erzeugt 
werden" und der Thread ist ganz kaputt.

Autor: Nix-Sager (Gast)
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"Wasserkraftwerke sind von allen Möglichkeiten elektrische Energie zu
erzeugen die direkteste Form der Umweltzerstörung!!!"

Du lebst ja auch noch ??? + ?

Wasserkraftwerke:
Man könnte ja notfalls Kraft-Mühle-Kopplung machen !!! + !

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ich habe eine tolle Idee, wie man alle´Menschen ausschließlich mit 
Solarenergie versorgen kann. Ganz einfach: Wenn es weniger Menschen 
gibt, reicht der produzierte Solarstrom.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Karl-heinz Strunk wrote:
> ... jetzt gehts los ...
>
> Jetzt sage ich noch "Energie kann gar nicht in Kraftwerken _erzeugt_
> werden" und der Thread ist ganz kaputt.

Wieso denn, du hast doch Recht!
Sie wird lediglich umgewandelt.

>Denk mal drüber nach. Wieviele Kunden hat so ein Ökostromanbieter? Und
>wieviele Kunden hat Dein Arbeitgeber?

Auch mein Arbeitgeber bietet Ökostrom an.
Du kannst den Leuten alles verkaufen, wenn's nur lange genug 
schöngeredet wird.
Wir haben ein Verbundnetz mit den Anteiligen Erzeugern, die einspeisen. 
Alles Andere ist reine Vermarktung.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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@ Thilo M.

>Auch mein Arbeitgeber..

Kann man denn von denem Arbeitgeber direkt CO2-"freien" Strom beziehen?

Autor: Thilo M. (Gast)
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Matthias Lipinsky wrote:
> @ Thilo M.
>
>>Auch mein Arbeitgeber..
>
> Kann man denn von denem Arbeitgeber direkt CO2-"freien" Strom beziehen?

Mal abgesehen davon, dass der Strom selbst sowieso CO2-frei ist, einfach 
mal anfragen!
:)

Autor: Ökostrom (Gast)
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Wenn das nächste Elektron mit der Aufschrift ÖKO aus meiner Steckdose 
kommt sag ich Euch Bescheid :-)

Autor: Kevin F. (kef)
Datum:

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@ Karl-heinz Strunk (cletus)

ich kann mir gut vorstellen, dass die Leitungsverluste auch bei 
Ökostromanbietern mit herkömmlichen Strom (AKW, usw) ausgeglichen 
werden. Du bezahlst diese Verluste ja nicht direkt.

Autor: Skeptiker (Gast)
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Aber indirekt schon. Und dazu noch viel mehr.

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