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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik kurzschluss unter wasser folgen?


Autor: Roland (Gast)
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Hi Leute

ich bastel grad an einem Unterwassersensor rum und spiel grad mit dem 
Gedanken was passiert, wenn in das eigentlich wasserdichte Gehäuse 
Wasser eintritt. Dass es zu einem Kurzschluss mit entsprechender 
Hardware-Zerstörung kommen kann ist soweit klar. Die Frage ist kann das 
für einen Menschen gefährlich werden. Wir sprechen zwar nur von 5 V und 
die Spannungsversorgung befindet sich ausserhalb des Wassers mit samt 
Strombegrenzung, aber ist es potentialtechnisch möglich dass sich 
Spannungen im Wasser überhaupt aufbauen? Oder bildet sich wirklich nur 
ein Kurzschluss in der Leitung?

Alles unter dem Aspekt: Wasser als idealer Leiter. Das ist zwar 
realitätsfern aber zumindest der Worst Case und den will ich 
einkalkulieren.

Thx.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Wenn deine 5V nirgendswo geerdet sind, kann nichts passieren:

Beide Pole im Wasser: Kurzschluss, Strom fliesst auf dem kürzesten Weg 
durch deinen Idealen Leiter Wasser.

Nur ein Pol hat Wasserkontakt: Keine Gefahr, es kann kein Strom 
fliessen:

übrigens ist der Worst Case nicht "Wasser ist idealer Leiter", sondern 
"Wasser Leitet, aber schlechter als Du", denn nur dann nimmt der Strom 
den Weg durch dich und nicht den Weg aussenrum.

Autor: mr.chip (Gast)
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Alles ist möglich, pauschal kann man das nicht sagen.

So lange du nur die 5 V im Wasser hast, passiert sicher nichts. Sollte 
aber aus irgend einem Grund deine Schaltung derart kaputt gehen, dass 
die Netzspannung ins Wasser gerät, dann wird es gefährlich. Also: Wenn 
du nur 5 V, und zwar gegenüber dem Erdpotential (man weiss ja nie...) 
ins Wasser lässt, musst du dir keine Sorgen machen.

Autor: Jürgen R. (hobbyloeter)
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> aber ist es potentialtechnisch möglich dass sich
> Spannungen im Wasser überhaupt aufbauen?

Aber sicher doch, wenn dein Wassergefäß mit der Masse verbunden ist oder 
die Spannung zwischen Fehlerstelle und Gefäß nur groß genug wird, kann 
auch Wasser leiten.
Deshalb sollte man ja auch bei einem Gewitter das Schwimmbecken im 
Freibad verlassen.

Das mit der Stromgrenze ist eine gute Idee. Stell sie auf einen Wert, 
der unterhalb dem für den Menschen kritischen Stromwert liegt, ein. Wenn 
dann ein Fehlerfall (Kurzschluß, Wassereintritt ins Gehäuse o.ä.) 
passiert und die Stromgrenzenüberwachung folgerichtig und schnell genug 
auslöst, SOLLTE eigentlich nix passieren.

Ich will mich da aber auf nix festlegen. Meine Meinung stellt auch nur 
die eines Amatuers dar.
Wenn Dir das alles nicht ganz "koscher" ist, laß es lieber bleiben mit 
dieser Bastelei.
Strom gepaart mit Feuchtigkeit kann einige ganz unangenehme Auswirkungen 
haben !!!

Autor: Jürgen R. (hobbyloeter)
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> Beide Pole im Wasser: Kurzschluss, Strom fliesst auf dem kürzesten Weg
> durch deinen Idealen Leiter Wasser.

Jenachdem, wie hoch die Spannung ist, kann aber auch noch ein mehr oder 
weniger großer "Leckstrom" von der Fehlerstelle zum Wassergefäß fließen. 
Sonst könnte man ja auch eine blanke Leitung der Hausinstallation 
berühren, mit der Begründung daß das Kupfer doch einen viel geringeren 
Widerstand als der menschliche Körper besitzt.


> Nur ein Pol hat Wasserkontakt: Keine Gefahr, es kann kein Strom
> fliessen.

Auch hier gilt das oben gesagte!

Wasser ist halt doch ein mehr oder weniger guter Leiter!

Autor: Roland (Gast)
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ich sollte dazusagen, das ganze ist natürlich galvanisch von der 
Netzspannung getrennt (durch Optokoppler/DCDC).

Aber es macht Sinn, sobald der Körper besser leitet ist es passiert. Ich 
schaue mal ob ich das irgendwie noch absichern kann, falls nicht, lass 
ich diesen Sensor raus.

Autor: Mensch_Z (Gast)
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Du hast ja Probleme....pass auf,dass du nicht ins Wasser faellst und 
nass wirst.
Eine Erkaeltung ist 100 Mal schlimmer als schnoede 5 Volt unter 
Wasser...da grinsen ja sogar die Fische !

Autor: Klaus (Gast)
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ja so einen ...

"idealer Leiter." (Chef)

... hatte ich auchmal mal, der gab auch nur 5V ab.
Von dem geht keine Gefahr aus.  :)

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

es gibt aber noch eine überhaupt nicht beachtete Gefahrenquelle. Wenn 
Wasser und Gleichspannung zusammen kommen, kann sich der Leiter auflösen 
(-> Galvanisieren). Wenn sich dein Dings in einem Trinkwasserbehälter 
befindet, kann das ziemlich giftig werden.

Autor: Jürgen R. (hobbyloeter)
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> Galvanisieren

Ja ne, oder?! Das ist jetzt nicht Dein Ernst?

Ich glaub nicht, das man mit dieser Andordnung ein Galvanikbad betreiben 
kann. Außerdem müßte hierfür ein Metallsalz (z.B. Kupfersulfat CuSO4, 
glaub ich) im Wasser gelöst sein. Es reicht also nicht, daß sich eine 
Metallelektrode im Wasser befindet, um eine Galvanisierungsreaktion in 
Gang zu bringen. Außerdem braucht man hierfür viel(!) höhere Ströme!

Autor: Gast (Gast)
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Naja, Galvanisieren nicht, aber Elektrolyse schon....
Viel Spaß bei den Knallgas-Effekten..... ;)

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