Frage zur FFT

Gast #1127672
Lesenswert?

Hallo @ all

Ich habe 1024 Abtastwerte. Diese übergebe ich an einen FFT-Funktion. 
Zurück bekomme ich die wieder 1024 Werte. --> 512 Werte für den Realteil 
und 512 Werte für den Imaginärteil. Wie kann ich denn jetzt das Spektrum 
davon zeichnen?

Ist die Amplitude r = Wurzel aus (R^2+I^2) ? --> Kann ich die Amplitude 
aus Realteil zum Quadrat und Imaginärteil zum Quadrat berechnen?
Gast #1127813
Lesenswert?

Naja, Matthias stellt ja schon die richtige Frage.

Das Ergebnis bei der Diskreten Fouriertransformation sind Koeffizienten, 
mit denen sich mit Hilfe der Einheitswurzeln wieder die ursprünglichen 
Abtastwerte rekonstruieren lassen.

Einer der Witze bei Einheitswurzeln ist, dass ihr Betrag = 1 ist ist. 
Insbesonders kann also die Amplitude nicht in den Einheitswurzeln 
stecken.

Insofern hast Du mit deiner Vermutung recht, der Betrag der 
Koeffizienten beschreibt die Amplitude. Allerdings gibt es durchaus 
verschiedene Formulierungen der DFT, ggf. musst Du noch durch N oder 
srqt(N) teilen, das hängt von Deiner Implementation ab.

Insofern: gucken was bei deiner FFT rauskommt und ggf. Doku lesen.

Grüße,
        Simon
Gast #1127948
Lesenswert?

Ich versuche gerade die FFT auf einer Grafikkarte berechnen zu lassen. 
Da brauch ich sehr viele coole Tricks. ^^

Dies steht leider nicht in der Doku drin. Ich verwendet die cuFFT von 
NVIDIA. Dort berechne ich aus reellen Abtastwerten eine complexe FFT. 
Die ist bis jetzt ohne Fensterrung.
Gast #1127955
Lesenswert?

Ich habe mir mit dem Programm Labview ein Testsignal erzeugt (kann 
später noch einige Screenshots bereitstellen) Das Signal stelle ich auf 
einem Graphen da. Anschließend berechne ich mit einer Labview Funktion 
die spektrale Leistungsdichte und gebe diese auch auf einen Graphen aus. 
Dann übergebe ich meine bekanntest Testsignal an die Grafikkarte und 
lasse mir da die FFT ausrechnen. Das Ergebnis verrechne ich dann wie 
oben beschrieben und stelle es in einem Graphen da.

Die beiden FFT-Graphen unterscheiden sich jetzt nur noch in der 
Amplidtude und ich weiß halt nich woran dies leigt.
Gast #1128283
Lesenswert?

Naja, siehe mein Posting von oben. Wenn die sich nur in der Amplitude 
unterscheiden, dann finde doch mal raus, um welchen Faktor die sich 
unterscheiden.

Wenn dieser Faktor N oder sqrt(N) (bzw. 1/N oder 1/sqrt(N)) ist, würde 
ich letztlich darauf tippen, dass die FFT leicht unterschiedlich 
aufgefasst wird.

Hintergrund hinter dem sqrt(N) ist, dass man die FFT auch mit dem Faktor 
1/sqrt(N) formulieren kann, dann sind Hin- und Rücktransformation fast 
identisch und man kann sich ggf. etwas Code sparen.

Grüße,
       Simon
Gast #1128337
Lesenswert?

Ich werde mal versuche verrauszufinden um welchen Faktor sich die 
Amplitude unterscheidet. Und dann werde ich mal testen wie lange eine 
FFT Berechnung auf einer Grafikkarte dauert. Hierzu werde ich eine FFT 
von 1000 Signalen mit je 4096 Abtastpunkten machen.
Gast #1133489
Lesenswert?

Ich möchte eine FFT von 4096 Werten machen. Ist es jetzt ratsam das 
Fenster über die 4096 Werte zu legen und dann die FFT zu berechnen, oder 
einen Ausschnitt von z.B. 512 Werten nehmen die Fensterung machen, 
anschließend die FFT berechnen und dann das ganze 8 mal durchführen?
Gast #1133659
Lesenswert?

Hi Johann,

das haengt davon ab, welche Frequenzen/Zeiten dich interessieren. Je 
kleiner das Fenster, desto weniger tiefe Frequenzen nimmst Du dabei mit, 
dafuer nimmt offensichtlich die Aufloesung der zeitlichen Veraenderung 
des Spektrums zu.
Also 1x4096 und 8x512 kommt nicht aufs Selbe raus. Ausser, Du hast die 
entsprechenden Algorithmen parat, das eine ins andere umzurechnen (was 
mich, sofern ich mich recht erinnere, eine recht fiese Sache war und 
natuerlich nicht mit gewichteten Window-Funktionen ohne Artefakte geht).

Gruss,

- Strubi
Persönliche Seite #1135617
Lesenswert?

Johann wrote:
> Ich möchte eine FFT von 4096 Werten machen. Ist es jetzt ratsam das
> Fenster über die 4096 Werte zu legen und dann die FFT zu berechnen, oder
> einen Ausschnitt von z.B. 512 Werten nehmen die Fensterung machen,
> anschließend die FFT berechnen und dann das ganze 8 mal durchführen?

Ersteres kann man machen. Zweiteres ist - zumindest in der angedachten 
Version - nur wenig sinnvoll. Sag uns mal was du vor hast, dann können 
wir dir Ratschläge geben. Noch ein paar Stichworte zum nachschlagen: 
"Spektrogramm", "Short-Time-Fourier-Transformation (STFT)", 
"Modifizierte diskrete Kosinustransformation (MDCT)".

Strubi wrote:
> Je kleiner das Fenster, desto weniger tiefe Frequenzen nimmst Du dabei
> mit [...]

Das ist so nicht ganz richtig und auch nicht der eigentliche Punkt. Der 
eigentliche Punkt ist die schlechtere spektrale Auflösung.

> Also 1x4096 und 8x512 kommt nicht aufs Selbe raus. Ausser, Du hast die
> entsprechenden Algorithmen parat, das eine ins andere umzurechnen (was
> mich, sofern ich mich recht erinnere, eine recht fiese Sache war und
> natuerlich nicht mit gewichteten Window-Funktionen ohne Artefakte geht).

Ich bezweifle stark, dass das so überhaupt geht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren