Hallo zusammen
Ich möchte über eine ganz einfache Schaltung die Versorgungsspannung von
einem Mega32 messen.
Ich habe mir das folgendermaßen überlegt:
Die Versorgungsspannung des Mega32 wird über einen 10:1-Spannungsteiler
aus zwei Widerständen abgesenkt. Diese analoge Spannung die sich bei
4...5,5V Versorgungsspannung dann zwischen 0,4...0,55V bewegt wird an
einem ADC-Eingang des Mega32 gemessen. Als Referenzspannung nutze ich
die intern zuschaltbare 2,56V-Referenzspannung.
Wenn die Versorgungsspannung nun in dem oben beschriebenen Intervall
schwankt sollte sich dies doch linear im gemessenen Wert an dem
ADC-Eingang wiederspiegeln, oder?
Es geht mir nur um die grundsätzlich Funktionsweise dieser Schaltung.
Kann das so funktionieren, oder hab ich da etwas nicht bedacht?
Oder gibt es noch eine andere, noch einfachere Möglichkeit um die
Versorgungsspannung zu messen?
Gruß,
Felix
Das wird schon so gehen, wie Du dir überlegt hast.
Die interne Referenz ist weitestgehend unabhängig falls die VCC
schwankt...
Eine einfachere Schaltung fällt mir auch nicht ein, ausser Du möchtest
nur den Ausschalt Moment triggern, dann könnte man den Analog Komparator
benutzen - braucht zwar auch 2 R's für die Triggerspannung, aber spart
in dem Fall halt Rechenzeit (IRQ kommt dann automatisch...)
MfG
form
Eigentlich braucht man dafür überhaupt keine externe Beschaltung. Das,
was Du vorhast, geht komplett mit Bordmitteln. Man muss nur seine
Denkweise umkehren: Man kann die interne Bandgap-Referenz auf den
ADC-Eingang legen. Wenn Du die Betriebsspannung AVCC als Referenz
nimmst, dann bekommst Du als Ergebnis einen Wert, der dem Verhältnis der
Referenz zur Betriebsspannung entspricht. Das lässt sich alles intern
einstellen. Es braucht keinen externen Spannungsteiler.
Das Problem an dieser Schaltung ist aber, daß du ständig einen gewissen
Strom über den Spannungsteiler verbrätst.
Einfacher und ohne externe Beschaltung geht das so:
Schau mal in der Setup-Tabelle für den ADC nach wo die Quellen drin
stehen. Da gibt es die sog. Bandgab-Referenz. Diese liegt bei irgendwo
1,1-1,2V. Jetzt konfigurierst du den ADC mit Vref=Vcc und als
Eingangssignal eben diese Bandgab-Ref. Da die Bandgab-Ref ja konstant
ist, ist dein ADC-Wert umso höher, je niedriger Vcc liegt. Bei Vcc = 5V
sollte dein ADC-Wert so ca bei 240-250 liegen. Du musst dann nur noch
einmal die Sache "kalibrieren", weil die BG-Ref halt recht große
Fertigungstoleranzen hat. (Keine Angst, schwanken tut sie im Betrieb
nicht)
Die Methode spart Pins, Bauteile und Strom.
Gruß
Fabian
Fabian B. wrote:
> Du musst dann nur noch> einmal die Sache "kalibrieren", weil die BG-Ref halt recht große> Fertigungstoleranzen hat.
Wenn es so genau sein soll, dann muss es auch bei anderen Methoden
kalibriert werden. Die "normale" 2,56 V-Referenzspannung wird nämlich
aus besagter Bandgap-Referenz abgeleitet, so dass die beiden sich von
der (Un)Genauigkeit her nichts tun...
BTW:
Bist ganz schön langsam...;-}
klar, denn die Reaktion entscheidet in dem Fall über die Art und Weise
wie ich das tue. Oder fällt die Spannungsüberwachung in die Rubrik,
hilfe mein µP hat gerade nichts zu tun. Dann ist es berechtigt, solche
Übungen zu machen:)
dann hast du folgende Anordnung zu tun:
Batterie(spg zu messen) -> Spgsregler für µC Versorgung hält die µC Spg
konstant -> µC selbst hat konstante Spg und überwacht die Batt Spg.
Als Spgregler (Schaltregler) kannst Du StepUp von AIC oder Torex nehmen,
die sind ok
@wt:
Natürlich. Oben wurde grad beschrieben, wie man das ganze komplett ohne
zusätzliche externe Komponenten machen kann, und Du kommst jetzt mit nem
Schaltregler an. Ne, ist klar...
Wenn Du immer noch nicht verstanden hast, daß Du µC Spg. konst. halten
muß dann JETZT aber. Die Jungs haben dir lediglich beschrieben wie man
Vcc vom µC messen kann.
wt wrote:
> Die Jungs haben dir lediglich beschrieben wie man> Vcc vom µC messen kann.
Und genau danach hat der OP ja auch gefragt! Um das Konstanthalten ging
es überhaupt nicht.
Abgesehen davon ist es in den meisten Anwendungen gar nicht nötig, die
Spannung wirklich 100%ig konstant zu halten. Es muss nur dafür gesorgt
werden, dass bei einem eventuellen Einbruch der Versorgungsspannung
unter einen Wert, bei dem der µC und seine Peripherie nicht mehr stabil
laufen (und das kann nicht nur bei batteriebetriebenen Geräten
passieren) bestimmte Daten gerettet werden und das System kontrolliert
abgeschaltet wird.
Und zumindest die AVR-µCs haben einen relativ weiten
Versorgungsspannungsbereich, in dem sie stabil laufen, wenn man sie
nicht grad im Grenzbereich taktet.