Hallo!
Kurze Frage:
Weiß jemand, wie es bei EnOcean mit der Sicherheit der übertragenen
Daten aussieht? Sind die irgendwie verschlüsselt oder könnte theoretisch
jeder meine Lampen zu Hause ein-bzw. ausschalten? Vor allem, weil
EnOcean ja auch so hohe Funkreichweiten angibt...
Danke und Gruß
Christian
Damit der Nachbar was machen kann muss der entsprechende Schalter ja
erst mal angelernt werden. Er könnte natürlich mitloggen und die
Übertragung "kopieren". Das ein normaler Nachbar soviel kriminelle
Energie und Wissen besitzt ist aber wohl eher unwahrscheinlich :)
Na gut. Ich glaube nicht, dass irgendein Nachbar hier zu so etwas in der
Lage wäre. Es sei denn sie haben Skriptkiddis als Nachwuchs, die sich
auch mit so einer Thematik beschäftigen. :-)
Eine Sache interessiert mich noch:
Wie schlägt sich denn das EnOcean-System im Vergleich zu üblichen
Funksteckdosen (FS20 usw. ), was das erfolgreiche Steuern eines Aktors
schon beim ersten Tastendruck angeht?
Teilweise muss ich bei meinen Funksteckdosen mehrmals drücken, bevor da
überhaupt etwas passiert. Soweit ich weiß, arbeitet EnOcean bei
einfachen Funkgeschichten ja auch nur unidirektional und wiederholt ein
Telegramm vorsichtshalber mehrmals.
Danke und Gruß
Christian
>Soweit ich weiß, arbeitet EnOcean bei einfachen Funkgeschichten ja auch>nur unidirektional und wiederholt ein Telegramm vorsichtshalber mehrmals.
Richtig, unidirektional, 3-fache Wiederholung.
Christian wrote:
> Wie schlägt sich denn das EnOcean-System im Vergleich zu üblichen> Funksteckdosen (FS20 usw. ), was das erfolgreiche Steuern eines Aktors> schon beim ersten Tastendruck angeht?
Hier gehen die Lichter per EnOcean. Läuft alles sauber beim ersten
Druck, allerdings kann ich nichts zum Empfänger-Sender-Abstand und der
Anzahl der Empfänger sagen. Bin nur User ;-)
Aber geil ist das schon - so ohne Batterien...
Hört sich ja gut an. Und irgendwelche Latenzzeiten spürt man vermutlich
auch nicht, oder?
Ich denke, ich werde mir mal ein Set bestehend aus einem Schalter und
einem Dimmer bestellen. Evtl. dann noch ein einzelnes Transceiver-Modul
für den PC...
Hat jemand eine günstige Einkaufsempfehlung?
Christian wrote:
> Hört sich ja gut an. Und irgendwelche Latenzzeiten spürt man vermutlich> auch nicht, oder?
Doch. Aber das ist unwesentlich. Ich würde so um 100 ms schätzen.
Was ich nicht versteh' ist wieso ein schnöder Taster dieses Systems fast
100 Euro kosten muß?
Vergleichbare Systeme kosten ca. 70% weniger (z.B. Kopp), also hab ich
auf Lebenszeit ca. 70 Euro für Batterien übrig. Das macht 218 Stück
12V-Batterien (Reichelt: GP 23A). Selbst wenn jede Batterie nur einen
Monat hält sind das immernoch 18 Jahre ...
Bidirektionalität ist ohnehin schwer ohne Energiespeicher zu machen, es
sei denn man rennt täglich durch die Wohnung und drückt mal überall und
macht alle Fenster auf und zu.
Sinn macht ein solches System nicht, aber Marketing ist ja bekantlich
alles!
>Vergleichbare Systeme kosten ca. 70% weniger (z.B. Kopp), also hab ich>auf Lebenszeit ca. 70 Euro für Batterien übrig.
Jetzt zähl mal, wieviele Schalter Du zu hause hast... Willst Du bei
denen wirklich alle xx Monate die Batterie wechseln, und das bei ALLEN
Sendern? Und das Wichtigste: Was meint Deine Frau dazu, wenn Du mal
nicht da bist, und das Licht geht nicht an, weil eine winzig kleine
Batterie alle ist? ;o)
Also ich find die batterielosen Teile einfach genial!
Skeptiker wrote:
> Sinn macht ein solches System nicht, aber Marketing ist ja bekantlich> alles!
Leider ist es auch mit dem Design der Aktoren nicht weit her. Ein RCM250
(Einkanalfunkschalter) frisst permanent 9 Watt (das entspricht ca. 15
Euro Strom im Jahr und das je Aktor)! Das ist mehr als der
Funkschalter-Krempel vom Wühltisch (6Watt) oder FS20 (4Watt). Für den
Preis eines RCM250 (ca. 60Euro) hätte man etwas anderes als ein
Kondensatornetzteil erwarten können (z.B. Homatic: <1Watt).
So ganz "umweltverträglich" ist EnOcean demnach wohl keinesfalls.
Insofern: Zustimmung - Marketing ist alles!
Moin ...
EnOcean ist ein reines Maketingprodukt .. die bekommen Millionen und
verlieren immerwieder Kunden. Weil zum Beispiel die Reichweite nicht
passt, oder die Umgebungsbeding (Gewächshaus) nicht passt. Da gehen die
doch liebe zu Produkten die halt als Steckdosen empfänger nur 0,5 bis
0,2 Watt verbrauchen. Und auch nicht so unverschämt teuer sind.
Gruß Micha
Jörg S. wrote:
>>Ein RCM250 (Einkanalfunkschalter)...> RCM250 ist ein Aktor für maximal 30 PTM Module
Das schliesst sich ja nicht aus, oder?
>>...frisst permanent 9 Watt..> Laut Datenblatt 1,25W
Lt. meinem Energiemesser: 9Watt. Vielleicht ist meins ja kaputt? Die
9Watt werden auf jeden Fall gut in Wärme umgewandelt. Ist was fürs
Passivhaus :-D
Ich habe mir die Enocean-Teile vor unserem Hausbau damals auch
angesehen.
War allerdings enttäuscht und habe mich für EIB entschieden.
Knackern die immer noch so brachial laut wie Knallfrösche?
Damals auf der Roadshow hatten die Taster von etlichen Herstellern
ausgestellt, aber durchweg alle waren aufgrund der akustischen
Belästigung allenfalls für Industrieanwendungen geeignet.
Auch war der Sensor für die Fenster ein Riesenklotz, mit dem man
sicherlich Elefanten erschlagen konnte.
Hat sich da mittlerweile etwas getan?
Andernfalls ist das für den Haus- und Wohnungsbau unbrauchbar und nur zu
empfehlen, wenn es billig sein soll.
Jürgen wrote:
> Knackern die immer noch so brachial laut wie Knallfrösche?
Gut das Du es ansprichst: Mein Testtaster (PTM200) ist so laut, daß
meine Tochter beim Schalten aufwacht. Für Ruheräume definitiv nicht
geeignet.
>Weil zum Beispiel die Reichweite nicht passt,...
Welches Funksystem funktioniert immer in allen Umgebungen so wie es der
Kunde gerne hätte?
>Da gehen die doch liebe zu Produkten die halt als Steckdosen empfänger>nur 0,5 bis 0,2 Watt verbrauchen.
Wen interessieren die Empfänger? Das interessante bei EnOcean sind die
Sender.
>Und auch nicht so unverschämt teuer sind.
Welche Batterielosen Sender sind billiger?
es ist sehr wohl nicht uninteressant was ein Empfänger auf dauer in
Wärme umsetzt, ist ja nun mal bares Geld und wenn ich Empfänger habe die
halt deutlich weniger verbraten kann ich das wiederum in Batterien
investieren und das Komplettpaket ist dann einfach mal günstiger.
Mit Deiner Aussage welches System funzt schon überall hast Du natürlich
recht. Allerdings häufen sich diese Aussagen bei EnOcean .. was direkte
Mitbewerber natürlich freut. Diese Aussagen kommen übrigens nicht von
irgendwelchen Endkunden, sondern von Personen wo solche System in etwas
größeren Stückzahlen laufen.
Grundsätzlich ist das System von EnOacen schon garnicht verkehrt aber
halt an manchen Stellen noch nicht so ausgereif um solche Preise
verlangen zu können.
Gruß Micha
Jörg S. wrote:
> Wen interessieren die Empfänger? Das interessante bei EnOcean sind die> Sender.
Wer 60 Euro für einen Empfänger haben will sollte eine vernüftige und
sparsame Stromversorgung einbauen. Der Empfänger läuft nämlich immer ...
Leider kann ich nirgens eine Beschreibung des Protokolls der
Luftschnittstelle finden... Schade!
>Wer 60 Euro für einen Empfänger haben will sollte eine vernüftige und>sparsame Stromversorgung einbauen.
1,25W halte ich für recht sparsam. Ausserdem ist das Hauptgeschäftsfeld
von EnOcean wohl eher der Verkauf von Modulen an andere Hersteller und
nicht die direktvermarktung. Und ein RCM110 Modul ist z.B. mit einer
Leistung vom 145mW ja auch nicht unbedingt eine Heizplatte :)
>..und wenn ich Empfänger habe die halt deutlich weniger verbraten kann>ich das wiederum in Batterien investieren und das Komplettpaket ist dann>einfach mal günstiger.
Wie oben schon steht: Wer will schon Batterien wechseln? Das das
billiger ist ist bestimmt richtig, aber halt extrem unpraktisch.
>Wie oben schon steht: Wer will schon Batterien wechseln?
weiß jemand wie oft man die wechseln müsste
hab schon aussagen gehört dass die 10jahre halten würden
auch wenn man alle 5 jahre einmal durchs haus laufen muss die batterien
wechseln, halte ich für vertretbar...
Hallo *,
ich hab die Enocean Taster seit 3 Jahren im Haus. Hab mir damals einen
zentralen Empfänger dafür gebaut, der die Funktelegramme auswertet und
Schaltaktoren im Schaltschrank via I²C Bus ansteuert. Da ich ein
Holzhaus hab - klappts super mit der Reichweite. Ich hab nur nen 5cm
langen Draht als Antenne!
Die Teile sind genial - und der Preis war für den geringen Aufwand und
die gewonnene Flexibilität auch ok. Was wirklich ein bisschen stört ist
das Knackgeräusch vom Energiewandler. Aber hab mich dran gewöhnt - und
wenn jemand davon wach wird, dann sollte man die Wände besser dämmen ;-)
Man kann sich ja auch sonen STM Solarsender hernehmen und sich leiste
Enocean Funktaster selber bauen, die dann mit ner Solarzelle betrieben
werden.
Nun bin ich grad am Ersetzen meines 3 Jahre alten Enocean RadioSwitch
Prototyps durch ne WAGO 750-849 SPS mit Enocean Klemme und EIB Klemme.
Weil EIB hatte ich auch irgendwann mal nachgerüstet, weil ich die Triton
Taster von BuschJäger so geil fand. Eine Kombination aus Enocean und EIB
+ zentraler SPS mit Webserver und Webvisu - das ist der Traum. Das Beste
aus allen Welten vereint.
Wenn jemand Interesse hat an nem Enocean enabled AVR Systemchen - bitte
mal melden. Pack es auch bald auf meine Homepage:
http://www.mario-schwarz.net.
Ach ja - Verschlüsselung - die eigentliche Frage. Zum Protokoll auf der
Luftschnittstelle kann man nicht viel sagen - da gibts kaum Docus. Aber
was sicher ist - auf dem Protokoll am RS232 Ausgang eines RCM120 sind
die SenderIDs nicht verschlüsselt. Wenn also der Nachbar sich sonen 45€
Teil an nen PC dranfummelt, kann er deine SchalterIDs mitloggen. Und
wenn er anstatt eines RCM120 einen TCM120 nimmt, dann kann er die
mitgeloggten SchalterIDs auch wieder aussenden und dich ärgern. Aber der
Aufwand ist schon beträchtlich...
Naja aber Enocean hat grad die neue Dolphin Platform vorgestellt, wo man
einen kompletten Microcontroller auf der Senderseite zur Verfügung hat.
Mit dem kann man dann auch Verschüsselung machen und das ganze läuft
auch mit nem kurzen Energieimpuls oder ner Solarzelle...
Gruss
Mario
Jörg S. wrote:
>>...frisst permanent 9 Watt..> Laut Datenblatt 1,25W
Kannst Du mir mal den Link zu diesem Datenblatt posten. In meinen
Datenblättern und Manuals steht nichts zur Standby-Leistungsaufnahme.
Danke!