Hallo!
Erst einmal muss ich zugeben, dass ich keine Ahnung von Assembler habe.
Ich sollte eine Hausaufgabe zu folgendem Pseudocode machen:
1
erg:=erg*5
2
do
3
erg:=erg-1
4
whileerg>0
So sieht mein Code bis jetzt aus:
1
WAIT*Stelle1
2
Mulu#$FFFF,D0
3
SUB#$0001,D0
4
CMP#$0,D0
5
BHIWAIT
6
7
*Stelle2
8
RTS
9
ENDSTART
Mein Problem: Das Programm springt zu WAIT und damit zu "Mulu". Wie kann
man dem Programm sagen, dass es Mulu umgehen soll? Vielleicht mit einer
Zeilenangabe? (Also: springe zu Zeile "20")
Hinweis: Wir sollen Mulu, SUB und BHI verwenden! und uns stehen auch nur
die Zeilen Zwischen Stelle 1 und Stelle 2 zur Verfügung.
Schon mal vielen Dank
Susanne wrote:
> Mein Problem: Das Programm springt zu WAIT und damit zu "Mulu". Wie kann> man dem Programm sagen, dass es Mulu umgehen soll? Vielleicht mit einer> Zeilenangabe? (Also: springe zu Zeile "20")
Ähm.
Indem du ein weiteres Label einführst, das du als Sprungziel nimmst?
WAIT * Stelle 1
Mulu #$FFFF,D0
WAIT_1
SUB #$0001,D0
CMP #$0,D0
BHI WAIT_1
Susanne wrote:
> Erst einmal muss ich zugeben, dass ich keine Ahnung von Assembler habe.
Assembler ist Maschinensprache, d.h. läuft nur auf einer ganz
bestimmten.
Also zuerst mal sagen, um was für ein Target es überhaupt geht.
Peter
Hallo Susanne,
welchen Sinn soll denn der Code haben, erg ist am Ende immer null, jeder
bessere Compiler wird das einfach umsetzen in:
CLR erg;
Wenn du es unbedingt ohne Optimierung hinschreiben willst, was da
passiert, musst du schon dazusagen, was die Befehle mulu, sub und bhi
genau machen und welche Speicheradressen du verwendest.
Das ist jetzt geraten:
mulu r,d = multiply unsigned; d = d*r;
sub r,d = subtract; d = d-r;
bhi r = branch if higher; branch to r if positive flag is set;
Wenn das so ist, würde es wohl so aussehen (in D0 steht erg):
WAIT
mulu 0x05,D0;
dowhile
sub 0x01,D0;
bhi dowhile;
rts;
end start;
Der sub Befehl sollte eigentlich das positive Flag für das Ergebnis
bereits setzen. Aber wie gesagt, das so zu compilieren ist absoluter
Blödsinn, weil für erg eh immer Null rauskommt.
Grüße,
Peter
Es sollte als Zählschleife gelten. Eben eine bestimmte Zeit t=5 die
gewartet werden soll. Stand so in der Aufgabenstellung
Also es ging um Motorolla 68000...
@Läubi: Danke, genau das meinte ich :)
Okay, nun läuft es wie gewünscht!
Susanne wrote:
> Okay, danke... War mir erst nicht ganz sicher ob das so geht... Dachte> es gibt eine Möglichkeit eine bestimmte Zeile direkt anzusprechen...
Ja, die gibt es. Ist ganz einfach.
Versieh die Zeile mit einem Label und spring es an.
Das kommt mir komisch vor
SUB #$0001,D0
Ist das beim Motorola Assembler wirklich so?
Normalerweise bezeichnet doch das erste Argument immer die Quelle und
das Ziel. Umgangssprachlich gelesen: Ziehe von D0 eins ab.
In Assembler geschrieben
SUB D0, #$0001
>Das kommt mir komisch vor
Das ist wirklich so :-) Ebenfalls wird von links nach rechts bewegt:
MOV D0,D1; wobei D1 den Wert von D0 erhält.
Renesas macht dies bei den H8-Prozessoren auch so. Man gewöhnt sich
schnell daran.
Gasst wrote:
> Renesas macht dies bei den H8-Prozessoren auch so. Man gewöhnt sich> schnell daran.
Bei Vergleichsoperationen ist die Lernkurve etwas länger, weil die
dieser Logik folgend verkehrt herum dastehen.
Was dann auch manche Hersteller dazu bewogen hat, bei Vergleichsbefehlen
die Operanden wieder andersum hinzuschreiben, wodurch die eigentlich
sehr ähnlichen Vergleiche und Subtraktionen etwas auseinander laufen
(war glaube ich bei DEC PDP+VAX so). Wieder andere haben statt dessen
die Flags passend vermurkst (TI). Motorola war immerhin konsequent, denn
solche Tricks machen es summarum nicht wirklich einfacher.
Peter Diener wrote
> welchen Sinn soll denn der Code haben...
Das erste Label heißt WAIT.
Ab da kann man nur noch raten... ;-)
> jeder bessere Compiler wird das einfach umsetzen in ...
Ja, aber ein Assembler nicht.
Der hat das so umzusetzen, wie es dasteht.