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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bose IR-Dongle analysieren


Autor: Aike T. (biertrinker)
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Hallo,

ich stehe gerade vor einem kleinen Problemchen, bei dem ich mal etwas 
unterstützung gebrauchen kann. Mein Vater hat sich so ein nettes Bose 
5.1 System gekauft, das eine eigene Funk-Fernbedienung hat, mir der man 
dann alle Übringen Geräte steuern können soll. Leider funktioniert das 
beim Fernseher nicht ganz so, weil der zum An und Ausschalten erwartet 
das man die An/Aus Knopf an der Fernbedienung etwas länger drückt, das 
Bose Gerät schickt aber immer nur einen kurzen Impuls. Leider scheint 
das bei Bose keinen zu Interessieren.
Daher habe ich nun überlegt eine kleine Schaltung zu bauen, die ich 
zwischen Bose-Anlage und IR-Dongle stöpsel mit nem ATtiny drin. Der 
könnte dann das Signal Dekodieren und weiterleiten, so wie das ON/OFF 
Signal etwas verlängern.

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich mit meiner Planung dafür 
richtig liege. Ich will doch eher vermeiden diese extrem Günstige Anlage 
zu beschädigen ;-) Also, ich habe den IR-Dongle mal gegen das Licht 
gehalten, sieht aus als wäre nur eine einfache IR-Led drin. Der stecker 
ist aber ein dreipoliger Klinkenstecker. Vermutlich also ein Kontakt 
ohne Funktion. Mal angenommen es ist eine einfache IR-Diode, dann würde 
ich einen 1Ohm Wiederstand zwischenschalten und darüber mit dem Oszi 
nachmessen, mit wie viel Strom die Led versorgt wird.

Nun zu meinem Problem, wo ich nicht ganz klar sehe was passieren kann. 
Wenn ich davon ausgehe, das Bose hier einen einfachen Vorwiderstand für 
die LED verwendet, dann könnte ich ja einfach einen weiteren Widerstand 
hinzufügen und an einen Portpin legen. Was aber, wenn dahinter eine 
Konstantstromquelle verwendet wird? Was wäre das Ergebniss?

viele Dank im Vorraus

Aike

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Der stecker ist aber ein dreipoliger Klinkenstecker. Vermutlich also ein
>Kontakt ohne Funktion.
Nachmessen. Ich vermute mal es könnte auch
-5V
-GND
-Signal
sein

>Was aber, wenn dahinter eine Konstantstromquelle verwendet wird?
Eher unwahrscheinich da unnötig.

>Was wäre das Ergebniss?
Die Spannung steigt.

Also erst mal mit dem Oszi messen was wirklich am Stecker los ist. Dann 
sehen wir weiter.

Autor: Aike T. (biertrinker)
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Jörg S. wrote:

> Nachmessen. Ich vermute mal es könnte auch
> -5V
> -GND
> -Signal
> sein

Wäre ja eigentlich noch besser, dann hätte ich ja auch gleich noch die 
Versorgungsspannung für den µC. Werde das Morgen mal nachmessen.

>>Was wäre das Ergebniss?
> Die Spannung steigt.

Ok, das ist was ich auch vermutet habe. Darauf kann man dann ja mal 
Vorsichtig testen.

Autor: let (Gast)
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Und wenn du es optisch machst? Ein TSSOP1736 am AVR hat
auch den Vorteil das da gleich ein sauberes Signal
rauskommt (die IR-LED bekommt ja einen getasteten Träger).

Wenn deine Schaltung könnte also einfach alles außer dem
Off-Signal ignorieren. Sobald ein 'Off' kommt schickst
du selbst nochmal fünf Befehle über eine eigene LED hinterher.

Problematisch könnte es werden wenn der TV über die original
FB ein- oder ausgeschaltet werden soll. Dann überlappen sich die
Signale der zwei Sender. Aber auch dem ließe sich beikommen
indem der AVR etwas wartet bevor er sendet. Kommt kurz nach einem
'Off' ein weiterer Befehl darf nicht gesendet werden.
Wenn sich das Bose Ir-System programmieren läßt, könntest du
die Anlage auch mit einem ganz anderen 'off' Befehl programmieren
auf den dann nur deine Schaltung hört.

Autor: Aike T. (biertrinker)
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Hallo,

das Optisch zu lösen habe ich auch schon überlegt, finde ich aber nicht 
so schön. Wäre aber wohl meine zweite Wahl, wenn es nicht anders geht.

viele Grüße

Aike

Autor: Aike T. (biertrinker)
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So, bin mit dem Messen durch. Erstmal zur Steckerbelegung. Gemessen habe 
ich dort GND und "Signal". +5V gibt es da schonmal nicht. Das Signal 
gibt es 2 mal.

So, nun zu meinen weiteren Erkenntnissen.

Diode angeschlossen, Spannung und Strom gemessen: ca. 2,2V, 90mA

Dann habe ich einen Ersatzwiderstand angeschlossen mit 30Ohm. Ergebniss 
etwa gleich, wie erwartet.

habe ich mal 40R und 100R versucht, so wie 1k. Das Ergebniss habe ich 
angehängt. Für mich sieht das ganz deutlich nach KSQ aus. Nun bin ich 
mir halt nicht ganz sicher, wie ich da meinen µC anschließen sollte?

Das sicherste wäre wohl einen Optokoppler zu suchen, der 90mA vertragen 
kann, dann wäre ja wieder eine LED angeschlossen. Was gäbe es denn für 
alternativen?

viele Grüße

Aike

Autor: Aike T. (biertrinker)
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Hallo nochmal,

ich will meine Frage eher etwas präzisieren. Spräche etwas gegen 
angehängte Lösung?
Ich komme dabei auf folgende Werte:

R1,2 = ca 38,5 Ohm

Die KSQ regelt auf 90mA, macht also 38,5 * 0,09mA = ca. 3,5V, was 
reichen sollte um den Portpin sicher auf High-Pegel zu bringen.

Steht zu erwarten, das ich damit die KSQ überlassten könnte, oder sind 
eigentlich immer so ausgelegt, das sie bis zur höhe der 
Versorgungsspanung sicher regeln können?

viele Grüße

Aike

Autor: Aike T. (biertrinker)
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ach ja, der Anhang...

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