Gast
#1133123
Hallo Zusammen Ich habe kürzlich eine Lichtkette (herrkömliche Weihnachtsbeleuchtung) bei mir zuhause installiert. Die Kette besteht aus zussamengesetzten Meterstücken, die jeweils aus seriell geschalteten Lämpchen bestehen, das heisst, man kann die Länge nach seinen Bedürfnissen anpassen (leider nur meterweise). Ich habe die Kette jedoch bei 2.5m geschnitten (ging nicht anders ;) - daraus folgte natürlich, dass der letzte halbe Meter nicht mehr leuchtete, da ich den Stromkreis mit dem Schnitt unterbrochen habe. Ich habe dann die beiden Enden einfach zusammengehängt - jetzt leuchtet es natürlich doppelt so hell, da der Widerstand des verbleibenden halben Meters fehlt. Wahrscheinlich ist das Ganze nicht für den doppelten Stromfluss ausgelegt - nebenbei sieht es auch dumm aus - daher suche ich nach einer Lösung um den Stromfluss zu halbieren und die originale Leuchtintensität wiederherzustellen. Als erstes ging mir der Gedanke durch den Kopf, einfach einen Widerstand der Grösse R/2 in Serie zu schalten. Einerseits ist das aber Energieverschwendung (ein Meter braucht 15W, das heisst der Widerstand müsste dann (230/2)^2/(R/2)=1/2*P=7.5W verbraten), anderseits stellt das auch ein Sicherheitsrisiko dar. Dann hatte ich die Idee einen Kondensator in Serie zu schalten. Meinen Überlegungen nach sollte über dem Kondensator die halbe Spannung abfallen => die andere Hälfte fällt über dem Widerstand ab, der aber nur halb so gross ist wie bei der originalen Kette (da ich sie bei 0.5m abgeschnitten habe) => es fliesst nur noch der halbe Strom, welcher dem Strom im Normalbetrieb (bei einem Meter Lichtkette) entspricht => Lichtkette wird wie vorgesehen betrieben => Lämpchen von 0.5m sind gleich hell wie die anderen! Wie aber dimensioniere ich den Kondensator? Wenn ich ihn einfach so wähle, dass seine Impedanz 1/wC = R/2 entspricht (R ist der Widerstand von einem Meter Lichtkette) dann passt das ja nicht da die Phasenverschiebung nicht berücksichtigt wurde... Ich nehme an ich muss ihn so wählen , dass abs(R/2+1/(i*w*C))=R ergibt, oder? Kann mir jemand meine Annahmen bestätigen und einen effektiven Wert für den Kondensator geben? Kann man den Widerstand überhaupt genügend genau berechnen mit den Angaben U=230V und P=15W pro Meter oder wird er in der Praxis einen ganz anderen Wert haben? Vielen Dank schon im Voraus! Gruss, Olli PS: Ich bin Student und habe von der Praxis keine Ahnung - traurig aber wahr!