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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Verdienstmöglichkeiten bei Projekten in der Schweiz


Autor: gast (Gast)
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Für alle, die die Nase voll haben von Deutschland, die arbeitslos 
geworden sind oder mal raus wollen, empfiehlt sich die Schweiz als 
Projektort. Die Schweizer zahlen recht ordentlich und da der Franke 
stark ist, bleibt richtig was übrig:

Ingenieur FH, C-Entwicklung für FreeScale, Kanton Thurgau, CHF 100,-/h
Hardwareingenieur FH, Entwicklung mit Eagle, St. Gallen, CHF 110,-/h
Hardware+Software, Entwicklung mit Microprozess. in Bern, CHF 120,-/h
HW + SW, Entwicklung mit Microprozessoren in Zürich, CHF 1000,-/tag
HW + SW, Projektleitung für Medizintechnik in Basel, CHF 1100,-/tag
HW + SW, Projektleit. Medizingerätefertigung in Zürich, CHF 1200,-/tag

und aehnliche mehr!

120,- Franken sind derzeit 80,- Euronen. In Deutschland nur schwer zu 
erzielen.

Autor: Peter (Gast)
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Hallo Anonymer Gast

Ich arbeit seit 15 als Ing. in der Schweiz. Dein Angebot/Aufruf ist sehr 
suspekt und die angegebenen Löhne für FH Ing. sind illusorisch!

Ich vermute Du bist bloss ein Christoph Blocher treuer SVP-Dummy, der 
hier miese Simmung machen will, gegen die Volksabstimmung vom kommenden 
Wochenende, zur erweiterten Personenfreizügigkeits-Abkommen mit der EU!

ADMIN: Wegen Verdacht auf politischen Missbrauch diesen Thread bitte 
löschen. (Da völlig annonym, macht dieser Thread absolut keinen Sinn)

Autor: Namtam (Gast)
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Vorallem wenn man bedenkt, dass diese Angaben vor sicherlich vor Steuern 
und den 10% Abzügen für AHV/IV/EO usw. sind.
Uuund die Lebenshaltungskosten hierzulande auch noch höher sind als in 
Deutschland ;)

Alles Dinge die man gerne vergisst, wenn man nur diese Zahlen sieht ^^

Autor: David (Gast)
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@Peter
äh gegen eine Volksabstimmung stimmung machen? will man die 
volksabstimmung denn verhindern?

P.S. dein satement ist natürlich politisch absolut äh neutral ggg

Autor: Gast (Gast)
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>angegebenen Löhne für FH Ing.
Das sind keine Löhne denke ich!

------> Schweiz als Projektort <------ hört sich sehr nach Freiberufler 
an. Da kann man mal getrost gedanklich die Hälfte ansetzen, um auf eine 
Vergleichsgehalt zu kommen.

@Peter
Der Blocher ist doch eher gegen den Zuzug
In dem Fall ist auch nichts mit AHV etc.!

@All:
100 Franken die Stunde ist nichts Besonderes: Ich war selber schon in 
der Schweiz aktiv und habe über den deutschen Dienstleister schon 70,- 
gehabt. Das waren damals (Faktor 1,7) schon mehr. Heute würde ich 75,- 
nehmen was freilich aufgrund des guten Kurses (1,5) für die Schweizer 
billiger wäre.

>120,- Franken sind derzeit 80,- Euronen.
Ja, aber eine Hardwareingenieur mit Vollbüro und Lizenzen stellt in 
Deutschland Rechungen mit 90,- die Stunde.

>HW + SW, Projektleit. Medizingerätefertigung in Zürich, CHF 1200,-/tag
Wären bei 8h etwa 100,- die Stunde. Das ist durchaus viel, würde ich 
sagen, wenn es eine Dauerbeschäftigung ist. Bei den höheren Kosten in 
der Schweiz geht da aber auch noch einiges ab.

@Peter
Der Blocher ist doch eher gegen den Zuzug von Ausländern oder?
Soweit ich mich erinnere war es doch so, daß man damals per Abstimmung 
versucht hatte, die Entscheidung Freizügigkeit EU mit dem der neuen EU 
Bürger aus z.B. Rumänien zu trennen, da man ein GEsamt-Ja befürchtet und 
so wenigsten die Neuen draussen halten kann, was dann gescheitert ist.

Überraschenderweise haben die Schweizer aber schon das abgeschmettert! 
Offenbar sehr wohl in der Erkenntnis, dass es ein weiteres Ja zur 
Freizügigkeit geben wird und man aus Gerechtigkeitsgründen die Neuen 
nicht ausschließen will.

In Deutschland hätte das sicher funktioniert - die Schweizer sind aber 
trotz macher gegenteiliger Berichte offenbar ein hochdemokratisches 
Stimmvolk!

Autor: fast so (Gast)
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Ja. Die ueblichen Schemata greifen nicht mehr so wie frueher. Waehrend 
Blocher auf national macht, ist er auch Unternehmer mit 
Verwaltungsratskollegen. Das heisst guenstige Arbeiter nimmt er sofort. 
Ein landesweites Monopol nimmt er auch. Man muss hier eben zwei-drei 
sekunden ueber die ueblichen Schlagworte hinaus weiterdenken. Und beim 
Weiterdenken die Parteien durch Leute mit Sekundaerabsichten ersetzen.
Und waehrend man vom vom Europagedanken her zur Personenfreizuegigkeit 
kommt, so waer aber auch mal ein Nein passend um in den Club der 
Europa-Detailablehner zu kommen.
-Deutschland und Frankreich lehnen die Euro Waehrungsvorgaben effektiv 
ab
-Irland sagt nein zur Verfassung
-England sagt nein zum Euro
-Italien macht eh was es will
usw.

Die Schweiz waer langsam bloed, ueberall ja zu sagen.

Autor: Gast mit Schweizerfahrung (Gast)
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Um ehrlich zu sein, ist es auch aus meiner Sicht für die Schweizer eher 
von Nachteil, so viele Ausländer ungeprüft ins Land zu lassen. Die 
Grenzen sind ja praktisch für jeden offen. Die EU-Bürger würden sich 
auch immer mehr wieder mal Kontrollen wünschen, so mein Eindruck.

Allerdings kann es nicht mein Thema sein, Entscheidungen für die 
Schweizer zu fällen und Tipps abzugeben, die müssen schon selber wissen, 
was sie tun. Dabei sollten sie sich durchausmal einmal vergegenwärtigen, 
daß es seit einem Jahr EU-weit praktisch kaum noch Grenzen gibt und man 
sogar von Russland und der Ukraine aus über Litauen/Lettland per 
Schmiergeld ohne Probleme sogar ganz ohne einen Pass oder Visum direkt 
nach Polen kommt und dann über Deutschland und Österreich innerhalb von 
weniger als 10h an der ostschweizer Grenze steht. Wenn man dann noch 
unterwegs ein deutsches Nummernschild geklaut hat, ist man drin in der 
schönen Schweiz, beklaut den Rolexladen und ist am nächsten Tag wieder 
in Riga oder Minsk! Schon von daher sollten die Schweizer die Grenze 
eher wieder etwas "verdichten" :-).

Aber zurück zur Frage nach Projekteinsaätzen: Die Schweiz erlaubt nur 90 
Tage im Jahr Auffenthalt für Selbständige aus der EU, was mit etwas 
Streckung und home-office für 4-5 Monate reicht, bei entsprechendem 
Umsatz, versteht sich. Alles, was darüber hinaus geht, muss speziell 
genehmmigt werden und mündet in der Regel in einer (zumindestes 
temporären) Festanstellung, für welche dann Steuern und Sozialabgaben 
fällig werden, weshalb sich das erst bei einem Totalumzug oder einem 
Langzeitauffenthalt wieder lohnt.

Diese Kurztripps bringen dann den Selbständigen zwar punktuell einen 
ähnlich hohen Umsatz, wie in Deutschland, sie sind aber auch 
entsprechend teuer, da sie Touristenpreise zahlen, weil sich eine 
Wohnugsmietung nicht lohnt. Da bleibt im puncto Stundensatz gerade in 
der Schweiz wenig Spielraum für Nachlässe: Man muss schon einiges 
fordern, will man so abschneiden, als in Deutschland. Die Firmen müssen 
also schon etwas Hinlegen, wenn sie einen Freelancer einkaufen. So 
schützt die Schweiz aber ihre Arbeitsplätze und ermöglicht den Firmen 
trotzdem noch, mal eben schnell einen Ausländer zu beschäftigen, wenn 
sie kurzfristig erhöhten Bedarf haben.

Von mir aus könnten die Schweizer die Grenzen wieder komlett schließen 
und nur für Touristen nach Hinterlegung einer Sicherheitsprämie ins Land 
lassen - und selbstredend die angeforderten Fachkräfte: Wenn man in der 
Schweiz arbeiten will, muss man sich auch für so einen Kurztripp beim 
kantonalen Wirtschaftsamt im Internet anmelden. Man bekommt dann per 
mail eine Erlaubnis, die man z.B. an der Grenze vorzeigen könnte.

So ist man z.T. mit der Ablehnung der Schweizer gegenüber den Zuströmern 
konfrontiert, weil die die Schweizer Geld kosten und ihnen noch die 
Arbeitsplätze in der breiten Masse wegnehmen, wenn sie billger sind. 
Wenn die wegfielen, wäre man als Edelzügling sicher noch eher 
willkommen, weil auch die Schweizer wissen, dass die gutverdienenden 
Fachkräfte aus der EU viel Geld zusättzlich im Land lassen. Bei mir 
waren es (Hotel+Essen+Freizeitkosten wie Theater und Sportstadeon + 
Kleidung und Souverniers) satte 3500 Franken im Monat!

Autor: Schweizer (Gast)
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@Gast mit Schweizerfahrung

du hast recht, hochqualifizierte arbeitskräfte aus der EU bringen der 
schweiz in zeiten der hochkonjunktur sicher einiges an 
wirschaftswachstum und direkt oder indirekt an steuereinnahmen, etc

doch der hund liegt anderswo begraben...
Fact ist, dass nunmal nicht nur hochqualifizierte fachkräfte kommen, 
sondern massenhaft personen, welche ein ausbildungsnivau haben, welches 
der schweizer arbeitsmarkt ebenfalls mit genügend freien arbeitskräften 
decken könnte. Meine wenn ich in der Schweiz in ein Spital, eine 
Tankstelle, etc gehe, sind die Frauen (oder in spitälern die ärzte) 
vilfach aus dem EU Ausland....). Naja die propagandalavine der EU-Fan's 
in der schweizer politik versucht zwar dauernd von spezialisten zu 
reden, die sichern sogar noch unsere sozialwerke mit ihren abgaben, 
etc... aber hey, es kommen menschen, menschen aus einem anderen 
kulturkeies (auch Deutschland ist ein anderer kulturkreis, die 
unterschiede sind grösser als man denkt...), menschen die auch alt 
werden... :-)

die schweiz hatte die letzten 2 jahre eine massive zuwanderung von 
personen aus der EU. Studien belegen, dass das wirtschaftswachstum und 
die steuereinnahmen der letzten 2 jahre zwar höher ausgefallen wären, 
als ohne personnenfreizügigkeit, ABER gleichzeitig wäre ohne diese die 
arbeitslosigkeit stärker gesunken...
nun wo die wirtschaft nicht mehr so läuft, stellt man fest, dass die 
sogenannten speziellisten auf einmal rheienweise auf die strasse 
gestellt werden, dass die arbeitslosigkeit unter ausländern massiv 
stärker steigt als unter schweizern...
--> ergo wird sich die arbeitslosenrate auf dauer jener von deutschland 
und umliegender länder angleichen...

ich arbeite auch mit einigen deutschen zusammen, ist grundsätzlich sehr 
angenehm mit ihnen (wenn man über gewisse deutsche eigenheiten die hier 
nicht so gern gesehen werden, hinwegsehen kann).
Aber ich bin der meinung, die schweiz erträgt die hohe zuwanderung der 
letzen jahr schlicht nicht, mit einem ausländeranteil von weit über 20% 
mit schulen, wo scheizer kinder in der unterzahl sind, sehe ich gewisse 
probleme auf die schweiz zukommen, zwar nicht wegen der personen die 
zuwandern, sondern wegen deren anzahl...

Autor: gast (Gast)
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An Peter:
>Dein Angebot/Aufruf ist sehr suspekt
in welcher Weise ist er dies?

> und die angegebenen Löhne für FH Ing. sind illusorisch!
Wir sprechen nicht von Löhnen sondern von Projektaufträgen für 
Freischaffende, gfs. hätte ich das besser herausstellen sollen

>Naja die propagandalavine der EU-Fan's in der schweizer politik
>versucht zwar dauernd von spezialisten zu reden,
TJa das scheint mir dasselbe, wie in Deutschland der angebliche 
Fachkräftemangel, der eigentlich nur ein Versucan h ist, an billige 
Leute ranzukommen.

>die schweiz erträgt die hohe zuwanderung der letzen jahr schlicht nicht,
>mit einem ausländeranteil von weit über 20% mit schulen, wo scheizer
> kinder in der unterzahl sind
Das haben wir in Deutschland schon lange, hier sind z.T. 70% 
Ausländerkinder im Kindergarten.

>(wenn man über gewisse deutsche eigenheiten die hier nicht so gern
> gesehen werden, hinwegsehen kann
Da würde ich gerne mehr zu hören, für meinen nächsten Schweizaufenthalt

???

Autor: fast so (Gast)
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>>(wenn man über gewisse deutsche eigenheiten die hier nicht so gern
>> gesehen werden, hinwegsehen kann
>
>Da würde ich gerne mehr zu hören, für meinen nächsten Schweizaufenthalt


Naja. Der erste Reflex ist, anzunehmen, wenn man die Sprache versteht, 
dass somit alles klar ist, resp wie in Deutschland ist. Dem ist generell 
nicht so, resp nicht ganz so. Und das betrifft die gesammte Fuelle der 
Lebenssituationen. Viele Dinge, die zwischen Deutschland und Italien 
gegensaetzlich sind, sind in der Schweiz schon etwas anders. Viele 
Dinge, die zwischen Deutschland und Frankreich gegensaetzlich sind, sind 
auch in der Schweiz schon anders. Nicht dass die Schweiz in allen Dingen 
irgendwo dazwischen waere, aber in Vielen.

Autor: schwiizer (Gast)
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vom politischen mal ganz abgsehen: unterdessen sind so viele Deutsche 
hier, dass deren art immer mehr leute nervt. versteht das nicht falsch, 
aber wenn schweizer miteinander in dieser art reden würden wie die 
deutschen untereinander, gäbe es ständig zank, denn die deutsche art zu 
kommunizieren kommt den schweizern sehr arrogant und vor allem agressiv 
rüber. man kann sich also vorstellen, wie schweizer einem mit der zeit 
begegnen, wenn man ständig so rüberkommt. ein paar vandaleakte gegen 
deutsche autos gabs ja auch schon, v.a. in Zürich, wo der deutsche 
ausländeranteil extrem(!) hoch ist.
also abgsehen vom attraktiven lohn, täten sich viele deutsche gut daran, 
den umgang mit schweizer zu lernen, wenn sie schon in unserem land leben 
wollen. leider habe ich einen solchen noch nie kennen gelernt. ist das 
zu viel verlangt, sich dem land und dessen mentalität anzupassen in das 
man geht?

Autor: Namtam (Gast)
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@schwiizer:
Vorsicht ;) Ich kenne im Gegenteil zu dir nur Deutsche, die eben NICHT 
so sind. Sie haben eine sehr direkte Art zu kommunizieren, das ist klar. 
Dafür entstehen aber auch weniger Missverständnisse als bei der 
schweizertypischen Art, immer um den heissen Brei zu reden ;)
Und im Vergleich zu vielen anderen sind die Deutschen sehr 
anpassungsfreudig.
Natürlich, es ist immer Definitionssache, was man unter Anpassung 
versteht ;) Die meisten hier (die SVP-Freunde) verstehen darunter eine 
vollständige Übernahme aller Gebräuche, am besten so, dass man nie 
erkennen würde, dass das Gegenüber aus Deutschland kommt. Das ist aber 
definitiv nicht unter Anpassung oder Integration zu verstehen.

Fakt ist: Trotz Bilateralen wächst die Schweiz kontinuierlich. Dank den 
Einwanderern haben unsere Sozialwerke bis heute überlebt, da die 
Schweizer anscheinend ganz und gar nicht "gebärfreudig" sind. Wären wir 
Schweizer unter uns, würden wir innert kurzer Zeit aussterben.
Ebenso kamen trotz Bilateralen nicht wesentlich mehr Zuwanderer als 
bisher. Die Arbeitsplätze, die die Unternehmen nicht besetzen können (da 
wir Schweizer ja sehr wählerisch bezüglich Berufswahl sind), werden 
durch Ausländer besetzt, ergo Wirtschaftswachstum, ergo neue 
Arbeitsplätze, ergo mehr Investitionen. Das wissen auch Blocher und 
Konsorten (die ja auch zuerst für ein Ja gestimmt haben, danach aber 
durch die "unwissende" Nachwuchs-SVP zu einer Planänderung gezwungen 
wurden).

Man darf auch nicht vergessen: So wie früher über die Italiener 
gelästert wurden, wurde bis vor kurzem noch über die Leute aus dem 
Balkan gelästert und mittlerweile über die Deutschen. Von den Italienern 
spricht aber heutzutage keiner mehr ;) Das wird auch in einigen 
Jahrzehnten bezüglich der aktuellen Zuwanderer so sein..

Autor: Deutscher (Gast)
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>täten sich viele deutsche gut daran, den umgang mit schweizer zu lernen,
>wenn sie schon in unserem land leben wollen.

Absolut richtig, aber wie lernt man den am Besten?

So was z.B. mag ja stimmen, aber weiter bringt mich das nicht:

>Viele Dinge, die zwischen Deutschland und Italien gegensaetzlich sind,
>sind in der Schweiz schon etwas anders. Viele Dinge, die zwischen
>Deutschland und Frankreich gegensaetzlich sind, sind auch in der Schweiz
>schon anders.

Als Deutscher :-) muss ich hier messerscharf denken und fragen:
"WELCHE Dinge sind WIE anders"?

>die Deutschen sehr anpassungsfreudig.
Ha! Guck an, sag ich doch. Ich glaube, das Problem liegt darin, dass der 
Schweizer einfach zu zurückhaltend ist, um die Dinge klar zu benennen, 
die der Deutsche infolge seiner mangelnden Sensibilltät nicht erkennt. 
Wenn nur nur wüssten, was wir falsch machen, würden wir uns sofort 
anpassen. :-)

>Dafür entstehen aber auch weniger Missverständnisse als bei der
>schweizertypischen Art, immer um den heissen Brei zu reden ;)
Danke, Dass DU das gesagt hast :-)

Autor: schwiizer (Gast)
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das mit den italiener stimmt schon: man lästert halt immer über das, was 
schlimmer ist

ich habe mich auch an die deutsche art gwöhnt, viele schweizer aber noch 
nicht. ich denke nur, dass wenn sich die einen an die anderen anpassen 
"müssen", dies nicht die schweizer an den ausländern sollten wie das 
z.b. von vielen gspührschmi-fühlschmi-verständnis-kurse indirekt 
gewissen personen (z.b. lehrern) aufgedängt werden um besser mit 
ausländern umgehen zu können ^^.

ich wollte eigentlich nur mögliche deutsche einwanderer sensibilisieren, 
darauf ein auge zu halten - mehr nicht. es ist nichts grosses, es zeigt 
sich im kleinen. z.b. am frühstückstisch:
D: reich mir mal die konfitüre rüber
CH: chönti d'gunfi mal ha. merci.
klein aber fein: in der CH verwenden wir oft die höflichkeitsform, wo 
die deutschen den imperativ verwenden - nur als ein beispiel. ich sage 
nicht, was besser und was schlechter ist (auch nicht möglich), ich 
möchte nur sensibilisieren wie hier gelebt wird und dass viele 
fettnäpfchen bereit stehen. entweder man versucht sie zu sehen oder - 
was ich zu oft erlebt habe - eben nicht.

Autor: Namtam (Gast)
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@schwiizer:
Natürlich, Einwanderer müssen sich an die Gewohnheiten und Bräuche der 
Schweizer anpassen bzw. darauf Rücksicht nehmen.
Was aber bei uns Schweizern das Problem ist, ist, dass wir viel zu wenig 
Toleranz zeigen. Natürlich stehen für Einwanderer Unmengen an 
Fettnäpfchen bereit, aber wir sollten auch bereit sein, wohlwollend 
darüber hinwegzusehen, wenn diese mal öfter "besucht" werden ;)

Autor: schwiizer (Gast)
Datum:

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ich will jetzt nicht als ausländerlästerer da stehen:
wir haben 20%(?) ausländer, der ausländer anteil von gefängnisinsasen 
beträgt 50%. glaub mir, es gibt genug, die sich nicht anpassen wollen, 
weil sie wissen, dass sie's bei uns im gefängnis besser haben als in 
ihrer heimat in der freiheit.
zurück zu den deutschen: ich habe von einigen deutschen hier die 
mentalität zu spühren bekommen: "wieso seid ihr so abweisend? und ihr 
versteht ja unsere sprache, also wo liegt euer problem?" und da hört 
halt nun mal meine tolleranz auf.
so genug gesagt. ich mach jetzt feierabend. euch allen (schweizer, 
deutsche, balkan-staatler und alle vergessenen) auch!

Autor: Deutscher (Gast)
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>so genug gesagt. ich mach jetzt feierabend.
Noch ein weiterer Unterschied:

Der Deutsche arbeitet auch am Freitag bis 18.00.
Der Österreicher arbeitet am Freitag bis max 14.00

und der Schweizer liegt auch hier dazwischen :-)

>D: reich mir mal die konfitüre rüber
>CH: chönti d'gunfi mal ha. merci.

Das ist aber sehr allgemein: D = Unhöflich. Das stimmt keinesfalls.

Autor: Hans (Gast)
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Wenn deutsche mit der Einstellung zu uns kommen wie wenn sie nach 
Frankreich, USA, Schweden usw. gehen gibts meist keine Probleme. Wenn 
sie aber das Gefühl haben, nur weil hier offiziell deutsch gesprochen 
wird sei die Schweiz wie ein weiteres Bundesland, dann kommts meistens 
schief!

Also, gebt Euch mühe und probiert Euch anzupassen und dann sind wir auch 
sehr tolerant. Eigentlich wie in jedem anderen Land!!

Autor: Hans (Gast)
Datum:

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>D: reich mir mal die konfitüre rüber
>CH: chönti d'gunfi mal ha. merci.

Hehe, hat was!!

Im Restaurant:
D: Ich krieg Menü 3 und n'Bier!!!!

So kriegen sie das? Woher wissen das denn??

Autor: Namtam (Gast)
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Es kommt schliesslich auf den Tonfall an, nicht, ob das Bitte oder Merci 
am Ende ;)
Vielmals klingt die Variante "Reich mir mal die Konfitüre rüber" sehr 
viel netter als die Variante "chönti dgunfi mal ha, merci" und zwar aus 
dem Grunde, weil das Merci eher einfach antrainiert wurde und nicht 
ernst gemeint ist ;) Der Tonfall macht die Höflichkeit aus, nicht die 
verwendeten Worte ;)
zurück zu den deutschen: ich habe von einigen deutschen hier die
mentalität zu spühren bekommen: "wieso seid ihr so abweisend? und ihr
versteht ja unsere sprache, also wo liegt euer problem?" und da hört
halt nun mal meine tolleranz auf.
Wo ist da das Problem mit der Toleranz?
Das ist weder ein Pro- noch ein Kontra-Argument ^^

Autor: noch einer (Gast)
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tolleranz =! gleichgültigkeit
(v.a. die Zürcher kennen den unterschied nicht mehr)

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Hans wrote:
>>D: reich mir mal die konfitüre rüber
>>CH: chönti d'gunfi mal ha. merci.
>
> Hehe, hat was!!
>
> Im Restaurant:
> D: Ich krieg Menü 3 und n'Bier!!!!
>
> So kriegen sie das? Woher wissen das denn??

Nun ja, was soll man sagen:
Ich habe früher mal gelernt, dass es ein Zauberwort "Bitte" gibt. Das 
macht die Freundlichkeit aus. Heutzutage heisst das Zauberwort leider 
scheinbar "SCHNELL!!!".

Autor: Oliver N. (neufranke)
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Das Beispiel zeigt, dass das Problem auch sehr viel damit zu tun hat, 
wie gebildet = welterfahren der Schweizer ist: Wenn er jedes Wort auf 
die Goldwaage legt und alles streng schweizerisch interpretiert, dann 
kann er das "Ich bekomme eine Bratwurst" natürlich als arrogant lesen, 
klar.

Wenn er aber die Schweiz schon einmal verlassen hat oder öfters mit 
Leuten zu tun hat, die Hochdeutsch nur als Standardsprache nutzen, um 
mit ihm zu kommunizieren, dann wird er wissen, dass es da große 
inhaltliche Abweichungen bei gleich Gesagtem gibt und speziell der oben 
genannte Konstrukt in Deutschland eine ganz gängige Formulierung 
darstellt, besonders im Ruhrpott.

>Wenn deutsche mit der Einstellung zu uns kommen wie wenn sie nach
>Frankreich, USA, Schweden usw. gehen gibts meist keine Probleme

Vice Versa! Die Schweizer ohne ausreichende Deutschlanderfahrung sollten 
die Deutschen genau deshalb im Bezug auf die Sprache auch immer wie 
einen Ausländer ansehen und nicht denselben Fehler machen, wie oben 
beschrieben, nämlich sich von der gleichen Sprache täuschen zu lassen. 
Bei dem, was sie hören, sollten sie mitdenken und nicht glauben, der 
Gegenüber habe es immer exakt so gemeint, wie es für Schweizerohren 
tönt. Wenn z.B. der Schwede in gebrochenem Deutsch etwas von "geben mir 
Butter" plappert, wird der Schweizer sich hoffentlich auch nicht an der 
Formulierung stören und den Beleidigten miemen, der?

Es gibt da einige Schweizerformulierungen, die - im Deutschen verwendet 
- z.T. sehr beleidigend klingen, wie z.B. "Mul / Maul" was in D nur bei 
Tieren benutzt wird. Schweizer, die ihre Formulierungen zu direkt in 
Hochdeutsche übersetzen, erleiden da schnell ebenso Schiffbruch.

Da der durchschnittliche Schweizer so intelligent sein dürfte, dass er 
diesen beschriebenen Sachverhalt kapiert, muss es also was anderes sein: 
Wenn es immer noch einige scheinbar Irritierte hat, die mehr in einen 
Satz reinlesen, als offensichtlich reingesteckt wurde und sich dann was 
zusammenbasteln, dann sei festgestellt, dass es bei diesem Personenlreis 
irgendwelche tieferen Resentiments gibt, die sich in einer unbewussten 
Ablehnung äussern.

Gottseidank, habe ich von denen bisher nur wenige getroffen. Die meisten 
Schweizer sind weltoffen genug, um zu differenzieren, in den grossen 
Firmen mit entsprechendem Ausländeranteil sowieso. Es soll ja sogar in 
der Schweiz noch einige Italo- und Frankoschweizer geben, die im 
allemannischen Raum arbeitend, dann gezwungen sind, leidliches Deutsch 
zu sprechen, was auch nicht immer voll schweizkompliant ist.

>Verdienstmöglichkeiten bei Projekten in der Schweiz
Die Schweiz zahlt nach meinen Erkenntnissen nicht mehr so gut, wie es 
einmal war, aber es stimmt: Der Franke steht günstig für Einkäufe im 
Euroland, da kann man es mal probieren, einen entsprechenden SAtz 
durchzusetzen.

Autor: Namtam (Gast)
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Immerhin gut 60% der Schweizer sind anscheinend weltoffen genug ;) Das 
lässt hoffen..

Autor: XXX (Gast)
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>Immerhin gut 60% der Schweizer
Woher kommt diese Zahl? Ich nehme an, es gab wieder einen Entscheid?

Autor: FPGA-Vollprofi (Gast)
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>> Verdienstmöglichkeiten bei Projekten in der Schweiz
> Der Franke steht günstig für Einkäufe im Euroland, da kann
> man es mal probieren, einen entsprechenden SAtz durchzusetzen.
theoretisch ja, aber die Schweiz ht auch Krise

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