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Forum: Offtopic Deutschland und deutsche verstehen


Autor: michi (Gast)
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Ist ein ziemlich langer Text, aber ganz gut.


http://dasmagazin.ch/index.php/warum-es-keinen-spa...

Autor: Gast (Gast)
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Tja, das "Deutschsein" hat man uns ja seit 60 Jahren aberzogen.
Wen wunderts dann noch ?

Autor: Henry (Gast)
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Die Deutschen haben 1945 ihre Identität in tiefer Scham abgelegt und 
dafür die Identität der "Befreier" angenommen.

Das ist so wie das Stockholm-Syndrom bei Geiseln. Erst versucht man die 
Geiselnehmer zu verstehen, dann  versetzt man sich an ihre Stelle und 
sucht ihre Handlungen zu rechtfertigen. Am Ende macht man sich Eins mit 
den Geiselnehmern.

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Passt auch gut zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=X4GjLsPS_MA
Finde ich einfach köstlich...

Autor: Gerhard (Gast)
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Genau, man hat uns "umerzogen" und die "Befreier" vergleicht man am 
besten mit Geiselnehmern. Lachhaft.

Dein Geschichtswissen ist zudem mangelhaft. "Die Deutschen" (sprich die 
meisten Deutschen) haben nämlich zunächst mal weitergemacht, als wäre 
nichts geschehen. Viele Nazi-Verbrecher sind weiterhin in der Politik 
und Justiz tätig gewesen - die meisten bis zur Pensionierung.

http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Prozesse
http://de.wikipedia.org/wiki/Entnazifizierung

Außer den Nürnberger Prozessen und der "Entnazifizierung", beide von 
außen aufgezwungen und wenig effektiv, gab es keine echte Aufarbeitung 
der Geschehnisse. Warum auch. Der Krieg war vorbei, die Wirtschaft 
boomte, der einzelne hatte wichtigeres zu tun, als sich um die Schuld zu 
kümmern, die er mit Schweigen oder Mitmachen auf sich geladen hatte.

"Außerdem konnte man ja gar nicht anders als in die HJ eintreten. 
Blablabla."

Erst die kommenden Generationen haben es gewagt, deutliche Fragen zu 
stellen. Der daraus entstehende Konflikt mündete dann in das, was man 
heute pauschal und meist abwertend als "die 68er" bezeichnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Befreiung_vom_Nationa...

Zitat:

> Im 8. Mai 1945 einen Tag der Befreiung zu sehen,
> gehört heute zum politischen Konsens. Andere Einschätzungen,
> die den 8. Mai 1945 vorrangig als Tag der Kapitulation und
> Beginn der Besatzungszeit interpretieren, gelten heute als
> Geschichtsrevisionismus. Ihre Vertreter werden dem
> Rechtsextremismus zugeordnet.

Die "Amerikanisierung" unserer Sprache und Kultur ist kein deutsches, 
sondern ein europäisches Phänomen, das übrigens erst viel später 
eingesetzt hat. In Zeiten des Friedens und des Wohlstandes. Man könnte 
es auch als "freiwillig" bezeichnen.

Autor: Rik (Gast)
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Der von michi genannte Artikel ist doch ein schlechter Witz. Das Modell 
der Nationalstaaten ist überholt und damit der Gedanke vom 
Nationalstolz. Wieso zum Teufel sollte ich auf einen Germanen stolz 
sein, der vor 2000 Jahren (!) irgendeine Schlacht gewonnen hat? Warum 
sollte ich mich dafür schämen, was meine Vorfahren in den vergangenen 
Kriegen angerichtet haben? Warum sollte ich stolz sein auf das 
Wirtschaftswunder und den Mauerfall? Ich_ habe _nichts dazu 
beigetragen. Meine Nation bedeutet mir nur soviel, dass sie mir den 
Rahmen für mein eigenes Leben setzt, also politisch und sozial, im Hier 
und Jetzt. Es macht für mich keinen Sinn auf meine Nation oder 
"Volksgemeinschaft" stolz zu sein, aufgrund der Geschehnisse der 
Vergangenheit. Die Frage ist: Was tun wir als Gemeinschaft jetzt, um 
allen Bürgern ein schönes Leben zu ermöglichen und die Weichen für ein 
ebenso schönes Leben für unsere Nachfahren zu stellen?

Was tun wir und können wir darauf stolz sein?

Autor: A. K. (prx)
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Nimm dir die Schweizer zum Vorbild. Die gehen auf Nummer sicher und tun 
ihren Nationalhelden vorsorglich erfinden. Hat den definitiven Vorteil, 
dass keine negativen Charaktermerkmale auftauchen können (wie bei 
besagtem Arminius). Einziger Nachteil: Es brauchte eine Deutschen, um 
daraus was Präsentables zu machen ;-).

Autor: Dussel (Gast)
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Bei dem Thema muss man sich nur mal klar machen, dass ein Großteil der 
Russen noch Stalin verehrt. Man stelle sich vor, was los wäre, wenn hier 
jemand Hitler Denkmäler aufstellen wollte...

Autor: Chauvi (Gast)
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Die Russen haben eben niemand anderen den sie verehren könnten. Oder 
fällt dir auf Anhieb ein berühmter Russe ein?

Autor: Siegfried (Gast)
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... Tja, das "Deutschsein" hat man uns ja seit 60 Jahren aberzogen. ...

... Die Deutschen haben 1945 ihre Identität in tiefer Scham abgelegt und
dafür die Identität der "Befreier" angenommen. ...

Gut, dass das der Führer nicht mehr erleben muß.

Autor: Igor (Gast)
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Entschuldigung, dass ich mir mich mal kurz in eure Diskussion 
einzumischen erlaube. Ist echt interessantes Thema fuer mich, um so 
mehr, dass es sich schon um Russen handelt, d.h. um mich auch. Also, bin 
Russe und lebe in Russland. Finde keinen Grund um stolz zu sein, dass 
ich Russe bin, finde aber keine besondere Ursache mich dafuer zu 
schaemen. Was meine russische Mentalität betrifft, stimme ich der 
Meinung von Rik vollkommen zu.

 Dussel schrieb:
> ein Großteil der Russen noch Stalin verehrt.
Weiss nicht, weiss nicht. Es gibt wohl eine gewisse Menge von 
Vollidioten oder politischen Provokateurn. Ich selbs habe keinen Bock 
darauf und kenne persoenlich in meinem Kreis niemanden, der diesen 
blutigen Henker verehrt.
Uebrigens, Stalin war kein Russe, sondern Georgier.

 Chauvi schrieb:
> Die Russen haben eben niemand anderen den sie verehren könnten.
Naja, einige Russen kennen wohl auch keinen berühmten Deutschen, ausser 
Adolf Schicklgruber.

Autor: Dussel (Gast)
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Ok, das war eine Aussage, die ich irgendwo mal gehört habe (Zeitung, 
Dokumentation...), dass laut Umfrage ein Drittel der Russen Stalin 
verehrt. Kann es leider selber nicht nachprüfen.
Mir fallen aber auch bekannte russische Namen ein: Gamov, Kalashnikow, 
Theremin...
Ich wollte nicht 'die Russen' schlecht reden, mir ist das nur in dem 
Zusammenhang wieder eingefallen.

>Uebrigens, Stalin war kein Russe, sondern Georgier.
Sowas Ähnliches kann ich über Hitler auch sagen... ;|

Autor: Chauvi (Gast)
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Außer Kalaschnikow sagen mir deine Beispiele nichts. Wobei die AK47 eine 
Weiterentwicklung des deutschen Sturmgewehrs 44 ist.

Autor: Dussel (Gast)
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Gamov war Physiker und Theremin hat das erste elektronische 
Musikinstrument gebaut. Und dass die nicht bekannt sind ist wohl eher 
ein Qualitätskriterium. Tatu (oder wie die hießen) kennen viele, aber 
die würde ich qualitativ nicht mit den oben Genannten gleichstellen

Autor: Arc Net (arc)
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Wenn dort schon Schopenhauer zitiert wird, hätte der Autor auch das dazu 
passendere Zitat nehmen können:
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er 
verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen 
Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, ... Wer bedeutende 
persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen 
Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. 
Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er 
stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er 
gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun 
dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit 
Händen und Füßen zu verteidigen."
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Und zum Rest des Artikels:
Die Kaiser taugen nichts: Dem kann man mit wenigen/einer Ausnahme 
(Friedrich II. von Hohenstaufen) durchaus zustimmen.
Wenn schon Heine zitiert wird, warum wird dann nicht auf die gesamte 
Entwicklung in dieser Zeit (Vormärz, Märzrevolution, Frankfurter 
Nationalversammlung) verwiesen?
Den Aussagen zu Berlin, zur überbordenden Bürokratie und dem Gefasel 
Merkels kann man dagegen durchaus wieder zustimmen.

p.s. welche Russen man noch kennen könnte
Tolstoi, Solschenizyn, Kolmogorov, Sikorsky, Tupolev, Bakunin, 
Chebyshev,
Rachmaninoff, Tchaikovsky, Prokofjew(?)
allerdings fallen mir ausser einigen Zaren, keine Personen aus der 
früheren Geschichte Russlands ein.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Der Artikel ist Mist.

Wenn Schweizer über Deutsche schreiben, kommt der gleiche Mist raus, wie 
wenn Deutsche über Schweizer schreiben oder Russen über Deutsche und 
Deutsche über Russen und Franzosen über Engländer usw.

Jedesmal meint ein Autor ihm wahnwitzigem Größenwahn, er hätte die 
Weisheit mit Löffeln gefressen um eine ganze Nation mit wenigen Sätzen 
zu katalogisieren und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren.

Die Schweizer jodeln den ganzen Tag auf der Alm, die Deutschen fressen 
ständig Sauerkraut und saufen Bier, die Russen saufen ständig Wodka, 
Engländer können nicht kochen, Franzosen sind arogant, Italiener haben 
den Längsten, Afrikaner sind faul, Amerikaner sind fett.

Es lebe das banale Weltbild, und alles wird gut!

Diese Autoren, egal auf welcher Seite, sollten sich stattdessen mal um 
Bekanntschaften und echte Freundschaften mit anderen Nationalitäten 
kümmern damit sie feststellen: Es sind alles nur Menschen und jeder ist 
anders. Arschlöcher gibt es überall, und die größten sind die, die 
ständig meinen andere in einen Topf nach ihrer Herkunft werfen zu 
müssen.

Autor: Chauvi (Gast)
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Wobei die meisten Vorurteile nicht aus der Luft gegriffen sind. Um auch 
mal Schopenhauer zu zitieren:

"Jede Nation spottet über die Andere und alle haben Recht."

Autor: faraday (Gast)
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>das "Deutschsein" hat man uns ja seit 60 Jahren aberzogen.

sowas kann man nicht aberziehen.

>Die Deutschen haben 1945 ihre Identität in tiefer Scham abgelegt und
>dafür die Identität der "Befreier" angenommen.

Würde ich auch so sehen.

>der einzelne hatte wichtigeres zu tun, als sich um die Schuld zu
>kümmern, die er mit Schweigen oder Mitmachen auf sich geladen hatte.

Die meisten Deutschen hatten diesen sinnlosen Krieg nie gewollt und 
wollten einfach vergessen.

>Wieso zum Teufel sollte ich auf einen Germanen stolz
>sein, der vor 2000 Jahren (!) irgendeine Schlacht gewonnen hat? Warum
>sollte ich mich dafür schämen, was meine Vorfahren in den vergangenen
>Kriegen angerichtet haben?

Als Mensch ist man ein soziales Wesen und sollte sich zu seinen Wurzeln 
bekennen. Tut man das nicht, ist das meist ein Ausdruck von mangelndem 
Selbstbewußtsein und Identitätsproblemen.
Ich fühle mich als Teil meiner Familie, meines Dorfes und meines Volkes. 
Und wenn mein Sohn besoffen Auto fährt oder jemand aus dem Dorf eine 
Frau vergewaltigt oder im Namen des Volkes Kriegsverbrechen begangen 
werden, dann schäme ich mich dafür. Genauso bin ich stolz, wenn die o.g. 
Personen gute Taten vollbringen.

Autor: guest (Gast)
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Es gibt eine Defintion des "Deutschseins" von Friedrich Nietzsche:

Blond, Gehorsam, kurzer Verst...

Autor: Gast (Gast)
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>Es gibt eine Defintion des "Deutschseins" von Friedrich Nietzsche:
>
>Blond, Gehorsam, kurzer Verst...


Das stammt nicht von Nietsche (1844-1900) sondern von den Nazis die es 
so interpretiert haben wollten.

Autor: Koleriker (Gast)
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naja, typisch deutsch wäre wohl auch die Korrektheit und Genauigkeit

Nicht wie im Artikel - Rechtschreibfehler, Gramatikfehler, Tippfehler 
von dem geplenke ganz zu schweigen :(

Autor: sepp (Gast)
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> Nicht wie im Artikel - Rechtschreibfehler, Gram(m)atikfehler, Tippfehler
> von dem geplenke ganz zu (S)chweigen :(

:-)

Autor: Koleriker (Gast)
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das "m" gestehe ich ein, aber "ganz zu schweigen" schreibt mal klein!

3. Klasse Grundschule - es ist ein "Tun-Wort" ;)

Autor: juppi (Gast)
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> es ist ein "Tun-Wort"

ist das sowas wie tun-fisch?

Autor: Gast (Gast)
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Fische tun nichts! Fische die etwas tun sind gefährlich

Ersetzte schweigen durch rennen, fliegen, stinken, blöd sein - schreibt 
man alles klein ! **plenk*

Autor: juppi (Gast)
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>juppi (Gast)
>Datum: 09.02.2009 16:14

>> es ist ein "Tun-Wort"

>>ist das sowas wie tun-fisch?

Na ..Falscher  , du scheinst schon zu stinken

Autor: sepp (Gast)
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http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,516474,00.html
"...zu Schweigen"

Die deutsche Sprache beinhaltet sehr viele so genannte "Ausnahmen", die 
mit der Tun-Regel im Widerspruch stehen: Es ist schade, dass so viele 
Deutsche ihre eigene Sprache nicht richtig beherrschen.

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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sepp wrote:
> http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,516474,00.html
> "...zu Schweigen"
Da hat der Spiegel aber einen kapitalen Bock geschossen, wenn ich mich 
nicht irre! Es heißt entweder "das Recht, zu schweigen" (mit Komma und 
kleinem "s"! "schweigen" ist hier ein nicht substantiviertes Verb) oder 
"das Recht zum Schweigen" (in diesem Fall ist das  Schweigen ein 
Substantiv). Ich würde die erste Variante vorziehen. Abgesehen davon 
schreibt manch einer in Überschriften alle Wörter bis auf Artikel, 
Konjunktionen usw. (den Kleinkram eben) groß.

BTW:
Seit wann ist der Spiegel eigentlich die deutsche Rechtschreibreferenz? 
Habe ich was verpasst, oder hat Spiegel mittlerweile den Duden-Verlag 
aufgekauft?

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