Das Problem kenne ich nur zu gut, da auf den Unis jetzt im Bereich
Software-Entwicklung alle praktischen Übungen hauptsächlich als
"Teamarbeit" (meistens in Gruppen zu viert) durchgeführt werden.
Meine Erfahrungen dabei sind folgende: Durchschnittlich sind von vier
Personen in einer Gruppe
- 3 Personen per Handy, e-mail oder sonstige Kommunikationswege
erreichbar;
das bedeutet, man sieht eine Person während der gesamten Übung nie.
- Pünktlichkeit gibt es nicht, die Leute kommen im Durchschnitt ca. eine
halbe Stunde zu spät
- Von den 2 Personen, die man tatsächlich zu Gesicht bekommt,
kann eine Person definitiv nicht programmieren (-> wird zum
Pizzaholen eingeteilt)
- Summa sumarum können dann zwei Personen effektiv etwas zur Lösung der
Projektaufgabe beitragen.
Diese Erfahrungen sind keineswegs Übertrieben, sondern DURCHSCHNITT; ich
habe schon bessere, aber auch schlechtere Erfahrungen gemacht.
@Jammerlappen:
> Das lässt sich nur in prof. Umgebungen machen, auf Uni-Niveau bei
> Projektarbeiten ist man teilw. freundschaftlich mitgefangen.
Bei mir sind schon etliche Freundschaften zerbrochen (leider), weil man
mehr oder weniger brutal ausgenutzt wird. Einer dieser Bekannten von mir
steht kurz vor seiner Diplomarbeit (Studium Softwareentwicklung) und hat
noch nie ein Programm in C,C++ oder Java geschrieben (sic!).
Ich habe bis heute noch kein "Rezept" gefunden, "Teammitglieder" zur
Mitarbeit zu motivieren, wenn sie nicht wollen. Erstaunlich ist nur,
dass kurz vor den Projektpräsentationen alle urplötzlich motiviert für
eine Besprechung sind (sie haben Angst etwaige Fragen dann nicht
beantworten
zu können).
Ist es in der Arbeitswelt auch so extrem? Wenn ja, dann werde ich
Skilehrer. Die neureichen Russen sollen ja viel Trinkgeld geben ;-)
Ad Rechschreibfehler: Das scheint in technischen Berufen mittlerweile
akzeptiert zu sein. Ich habe schon viele DIs und Dr erlebt, die wirklich
schwerwiegende RF machen (von der teils beinahe kindlichen
Ausdrucksweise ganz zu Schweigen...)
Ingenieur quo vadis? Ich sehe schwarz.