Gast
#1139587
Ich habe mir gerade mal ein klassisches Schaltregler-Beispiel vorgenommen und durchkalkuliert. Die Anwendung, ein klassisches Embedded System, benötigt 1,8V und 3,3V bei etwa 1 Ampere Strombedarf pro Leitung. Die Eingangsspannung darf zwischen 5 und 15 Volt liegen. Als Beispiel nehme ich mal die Schaltung aus dem Grasshopper AVR32-Board. Sie basiert auf dem LM2717, ein zweikanaliger Step-Down-Schaltregler mit integrierten Schalttransistoren. Rechnen wir für den Anfang mal mit einer Stückzahl von 1000 (Digikey-Preise): 1000 x LM2717MT-ADJ = 4.994,00 € 1000 x Sprague 293D 20V 100µF = 811,40 € 2000 x Sprague 594D 6,3V 100µF = 218,53 € 2000 x CDBB240-G = 312,86 € 2000 x DR1040-150-R = 2.195,40 € Das sonstige Hühnerfutter setze ich mit 500 Euro an, die Platinen- und Bestückungskosten für diesen Schaltungsteil mit 1000 Euro. Damit wären wir, zugegeben mit Markenbauteilen, bei einem saftigen Preis von ziemlich genau 10 Euro für dieses Schaltnetzteil. Bei den typischen Consumer-Massenanwendungen muß das noch deutlich billiger werden, Faktor 5 bis 10! Wie machen die das? Kann man durch Multiplizieren der Stückzahl mit 100 so viel rausholen? Selbstverständlich kaufen die nicht bei Digikey, sondern bei den Stückzahlen direkt vom Hersteller. Da geht einiges. Aber sicherlich nicht mehr als Faktor drei... Nehmen die billigste Low-Cost-Tantals, die dann den Kunden nach drei Monaten um die Ohren fliegen? Wohl kaum... Dimensionieren sie die Schaltung absolut auf Kante, testen die solange, bis sie den geringstmöglichen Wert für Induktivität der Speicherdrossel und Filterkapazität gefunden haben? Sicherlich... Aber wieviel spart man damit? Wer kennt das Geheimnis?