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Forum: Platinen Argumente für das selbermachen von Platinen!


Autor: raoul4 (Gast)
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hallo,
erstmal vorweg, ich bin 15 jahre alt. ich habe meinen eltern gesagt,
dass ich mir mal selber platinen ätzen will. ich habe ihnen das dann
erklärt, wie das funktioniert und so. dann haben sie nur gesagt, dass
das eigentlich zu gefährlich sei und das das eine "panscherei" ist
mit den "vielen" ;-) flüssigkeiten und so. bla bla. außerdem sei es
doch besser lochrasterplatinen zu nehmen....

also was ich von euch brauche sind gute argumente die für das ätzen
sprechen. (ihr könnt mir ja auch ein paar negative sachen des ätzens
sagen, damit ich weiß, was ich verpasse, wenn ich trotz der guten
argumente nicht ätzen darf ;-) )


mfg raoul4

Autor: Stefan Kleinwort (Gast)
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Was gegen das Selber-Ätzen spricht, sind die Dämpfe, die sich überall im
Raum verteilen. Nach eine Weile rosten alle Metallteile im Raum munter
vor sich hin.
Ausserdem ist es viel Arbeit, vor allem das Bohren (nimm SMD ...) ;-)

Ich hatte früher das Glück, dass es an der FH ein Ätzlabor gab, da habe
ich ziemlich viel durchgezogen. Gefährlich fand ich das nicht, und
passiert ist auch nie was, aber ich war froh, dass ich den Dreck nicht
zuhause hatte.

Stefan

Autor: J.K. (Gast)
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Ich glaube, da ist Eisen-Drei-Chlorid (orange-rötlich) eine große
Schweinerei... Mir ist mal die Soße auf den Teppichboden getropft,
mußte den Teppichboden austauschen.

Ammoniumpersulfat (durchsichtig bläulich)  scheint mir da die bessere
Wahl zu sein - oder?

Oder, wenn es nur alle paar Wochen mal eine Platine ist, beim
"PCB-Pool" machen lassen - ohne Werbung machen zu wollen.

Gibt es da nicht solche Ätzbeutelchen, in der die Flüssigkeiten sind,
und man tut die Platine hinein, neigt die Tüte einige Minuten hin und
her, und die geätzte Platine kommt heraus? Weiß da jemand was?

J.K.

Autor: Michael d. (Gast)
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@raoul4: Selbst schuld, wenn du deinen Eltern gegenüber das Wort
"ätzen" benutzt ;)

Also wir haben das auch in der Schule gemacht, so in der 7ten Klasse.
Vielleicht zieht das als Argument? Kann doch nicht gefährlich sein,
wenn die Lehrer sowas machen.

Ich habe glaub ich so mit 12 das erste mal Leiterplatten geätzt.
Natürlich ohne die Eltern zu fragen ;)

Erklär ihnen doch, dass das ein vieeeel besseres Hobby als Drogenkonsum
und wilde rumpimperei ist!

Autor: ERDI - Soft (Gast)
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Eltern haben wohl generell was gegen Gefahrstoffe im Haus. (Dürfte aber
wohl vielen nicht bewusst sein, wie viele solcher Stoffe sie schon
haben. Und Entwickler und die Säure zum Ätzen sind nicht soooo heftig.
Bei richtigem Gebrauch kein Problem.)

Der Vorteil des Selbstätzens liegt  wohl in der schnellen Verfügbarkeit
der Leiterplatte und dem günstigen Preis. Und sieht dabei schon relativ
professionell aus.
Frag doch mal deine Eltern, ob die dir mal nen größeren SMD-Baustein
auf ne Lochraster draufklatschen und verdrahten. Oder ob sie dir die
Platinen zahlen wollen, die du dann bei irgend einem
Leiterplattenfertiger machen läßt. Kann ganz schön ins Geld gehen, wenn
die ersten Prototypen nicht funktionieren.

Meine Eltern hatten damals auch was dagegen. Hab dann das Zeug gekauft
und sie vom Gegenteil überzeugt. (Glücklicherweise war das
Eisen-III-Chlorid gut in nem Eimer verpackt. Da kann nix
rausschwappen.)

Autor: Christian Kreuzer (Gast)
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Hab auch mit 15 zuhause angefangen Platinen zu ätzen
(Salzsäure+Wasserstoffperoxid), meine Eltern waren auch nicht umbedingt
begeistert, haben sich dann allerdings damit abgefunden.
Heute bin ich froh nichts mehr ätzen zu müssen, da ich meine Platinen
zuhause graviere, geht viel schneller und ist mir weniger arbeit
verbunden. Man darf die Anschaffungskosten für eine CNC- Fräse nicht
rechnen ;-))

http://members.telering.at/kreuzers/

Autor: Dominic Thomé (Gast)
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Gibt es von Deiner Seite auch 'ne html Version ohne das unnötige
Java-Gerümpel ? Wollte mir mal Deine CNC-Fräse ankucken....

Autor: raoul4 (Gast)
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@Michael d.

hallo, auf was für einer coolen schule bist du denn da gelandet?

mfg raoul4

Autor: Reiner (Gast)
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@Raoul

Eigentlich spricht eine ganze Menge dafür - zuletzt auch weil es sicher
kreativer ist als auf dem PC Männchen abzuschießen. Vielleicht wird die
Elektronik ja sogar mal zum Beruf.

Vor einigen Jahren (40) habe ich auch damit angefangen Platinen selbst
herzustellen.  Das einzige was es damals gab war Eisen-Drei-Chlorid,
Photoschalen, Filzstifte, Klebebänder und (mit Pinsel)
selbstbeschichtete Pertinaxplatten. Meine Mutter schlug die Hände über
dem Kopf zusammen als sie meine gelben Kleidungsstücke entdeckte.

Sei Dir darüber klar, daß das Ätzen mit kaltem Eisen-Drei-Chlorid in
der Photoschale eine ganz große, langwierige Schweinerei ist.  Das
Ätzmittel greift alles an was metallisch ist (auch Edelstahlspülbecken)
und auf Porzellanspülbecken hinterläßt es ebenso schöne dauerhafte
gelbe Spuren wie auf Textilien. Darüber hinaus sind die Kugeln extrem
hygroskopisch, d.h. bei nicht luftdichter Lagerung ziehen sie Wasser
an.  Meist hat man einen gelben Matsch in der Tüte, und in der Umgebung
ist alles verrostet.

Laß Dir zu Ostern eine kleine Ätzmaschine schenken. Es muß keine
Schaumätzanlage sein. Eine Anlage mit Luft und Heizung (ca 109 Euro bei
Reichelt) funktioniert bestens sofern man keine Leiterbahnbreiten unter
0.2mm braucht. Ätzflüssigkeit ist Natriumpersulfat, was nicht so
kritisch in der Anwendung ist. (Bitte nicht in geschlossenen
Glasgefäßen aufbewahren!!) Mit so einer Anlage wird das Ätzen eine sehr
saubere Angelegenheit.  Entwickeln ist völlig unkritisch (auch in und
für die Küche).

Kauf Dir Einmalhandschuhe und benutze diese für alle Arbeiten!
Entwickelt wird mit Ätznatron (heißt auch Abflußreiniger) in geringer
Konzentration.  Die Haut auf den Händen mag dies aber gar nicht. (Ich
hab's leidvoll probiert).

Damit das Ganze auch zum Erfolgserlebnis wird, versuche zum Belichten
eine Schmalfilm oder Videoleuchte aufzutreiben.  Diese Leuchten haben
2*1000 Watt Halogenbirnen.  Die Belichtungsdauer ist damit ca 90 - 120
Sekunden bei 50cm Abstand.  Eine Dunkelkammer braucht man auch nicht,
und das Deckenlicht darf gerne eingeschaltet bleiben.

Zum Schneiden der Platten kann man eine Laubsäge benutzen (kleine
Bandsäge ist natürlich besser und schneller).

Gefährliche Gase, die sich entwickeln sollen, habe ich bisher auch
überlebt, da ich keine Massenproduktion betreibe.

Angst habe ich vor dem Backen von Laugenbrezeln oder Laugenbrötchen.
Die Chemikalien, die man hierzu braucht (und auch hinterher isst) sind
erheblich gefährlicher

Reiner

Autor: Michael d. (Gast)
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@raoul4: Es war ein Gymnasium mit Elektronik Arbeitsgemeinschaft...
Allerdings fanden die meisten Schüler dort Elektronik eher "uncool"
und "langweilig"... egal, selbst schuld. Ist halt nur was für harte
Männer ;)

Autor: Marco B. (Gast)
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@raoul4:

Deine Eltern sollen sich mal nicht so anstellen ! Nur wer selber was
ausprobiert hat, weiss hinterher auch wie es wirklich funktioniert!

Ausserdem kann man mit Eisen-III-Clorid und NaOH in schwacher
Konzentration lange nicht soviel "rumusseln" wie Beispielsweise mit
WC-Reinigern, handelsüblichen Lösemitteln, Unkrautvertilgungsmitteln,
Treibstoffen usw.

Vielleicht hift als Argument ja auch ein "Es wird Sommer, mach ich
dann sowiso im Garten/ ..Balkon... Garage...

Sollten sich deine Eltern aber nicht erweichen lassen, so suche doch
z.B. hier mal den Kontakt zu Hobby-Elektronikern in deiner Nähe. Der
eine oder andere wird dir mit entsprechendem Equipment und/oder
Hilfestellungen sicherlich zu deiner gewünschten Leiterplatte verhelfen
- ohne dass du zuhause rummatschen musst......


Gruß

Marco

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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... hab früher immer den Fondue-Topf meiner Eltern benutzt. Aber
plötzlich hatte der unerklärlicherweise auf einmal ein Loch ;-)

Aber Spass beiseite. Solltest Du einen Garten oder Balkon haben, kannst
Du ja dort ätzen. Ich ätze meistens auf dem (eigenen) Dachboden.
Worauf die meisten Eltern hören, ist die Preisfrage. Rechne ihnen
einmal vor, was eine Platine professionell bestellt kosten würde und
was sie kosten würde, wenn man sie selber ätzt. Ganz besonders, wenn
man vielleicht doch mal einen kleinen Fehler auf der Platine entdeckt
hat und alles nochmal machen muß...

Ammoniumpersulfat ist allerdings nicht ungefährlicher als
Eisen-III-Chlorid. Gibt auch herrliche orange Flecken in schwarzer
Kleidung. Also auf jeden Fall alte Klamotten an. Die Ätzflüssigkeit
nicht in fest verschlossenen Behältern lagern, sonst hast Du bald ne
prima Bombe, weil das ausgast. Beim Entwickeln ne Brille auf, weil die
Dämpfe (und eventuell Spritzer) nicht gut für das allgemeine
Sehvermögen sind. Handschuhe sind da auch nicht schlecht und vielleicht
mehrere Lagen alte Zeitung unterlegen. Dann ist die Gefahr von Flecken
schon mal verringert.

Viele Grüße
Kai Markus

Autor: Christian Kreuzer (Gast)
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@ Dominik,

nein hab leider keine Version ohne Java.
Versuch mal den direkten Link zur Seite der Fräse:
http://members.telering.at/kreuzers/christian/cnc/cnc.htm

Vielleicht kommst du doch irged wie mit Java zurecht, da die Seite mit
der Fräse der schwächste Teil meiner HP ist ;-)

MfG,
Christian

Autor: Rene (Gast)
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Hoi!
Hab damals auch mit 13 Meine erste Platine geätzt. Damals in
Plastikschale mit Eisen-III-Chlorid bei Zimmertemperatur.
War damals sehr frustrierend und habs gelassen. Mittlerweile hab ich
mir so ein Ätzgerät wie es sie bei Reichelt gibt selbst gebaut. Geht
einfach schneller und sauberer.

Aber ich habe da mal eine Frage zu den Dämpfen:
Also bis jetzt ätze ich immer mit Natriumpersulfat in meinem Zimmer auf
einem kleinen Tischchen. Hinterher füllte ich die Säure immer in einen
Kanister (so einen wo destilliertes wasser drinn war) und habe auch 3
kleine Löcher in den Deckel gebohrt.

Da der Teppich mittlerweile köstlich aussieht, wollte ich mir im Keller
einen festen Ätzplatz einrichten und die Ätzmaschine auch wenn sie
nicht gebraucht wird befüllt stehen lassen. Wie schädlich wird das denn
für die Gas & Wasser Rohre in dem Raum?

Autor: Pfi (Gast)
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Hallo!
Das mit den Dämpfen con Ammonium / Natriumpersulfat würde mich auch mal
wundern. Ich irgendwo mal gelesen, dass wenn vom Bad etwas verdampft,
könne man einfach mit Waser nachfüllen ohne dass die Konzentration
verringert wird. Dann frage ich mich, weshalb die Dämpfe so stinken,
wenn da kein Natrium oder so drin sein soll... Ich habe im Raum wo cih
ätze einen Wäschetrockner, der mit einem Kondensator (nicht ein
elektronischer) die Feuchtigkeit aus der Luft nimmt. Ich könnte mir
vorstellen, dass dieser schwer beschädigt werden könnte durch die
Dämpf, vorallem wenn sie dann dort Kondensiert. Für Tipps bin ich immer
dankbar...
Wie lagert man eigentlich den Entwickler am besten, damit er möglichst
lange hält??

Grüsse


P.S. @Raoul14: mach deinen Eltern klar, dass wenn du in dieser Zeit
sonst was anstellst auch viel passieren könnte. Wo gehobelt wird fallen
Späne, will heissen, dass schon mal ein Kleidungsstück kaputt gehen
kann, oder dass man sich einen braunen Daumen von der Säure einfängt,
aber man kann ja auch beim Fussballspielen sich ein Band zerren, ist
schnell passiert und ist sehr schmerzhaft und unschön, und trotzdem
verbieten es einem die Eltern nicht (ich kenne auf jeden Fall keine
solche Eltern)

Autor: Claus Poltermann (Gast)
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@Raoul4:
Ich habe auch mit ca. 15 angefangen, Platinen selber zu ätzen. Das ging
natürlich nicht ohne Interessenkonflikt mit meiner Mutter, deren
Backofen ich verwendet habe, um die mit Fotopositivlack beschichteten
Platinen bei 70 Grad zu trocknen ... das stinkt durchs ganze Haus ;-)
Aber ich habe versprochen, das Waschbecken, in dem ich die Platinen
gespült habe, hinterher gründlich zu putzen, das hat schon zur
Verbesserung der Stimmung beigetragen.

"Ätzen" klingt schon irgendwie ätzend, aber so schlimm ist es gar
nicht. Vielleicht solltest du von "baden" sprechen ? Ich "bade"
schon immer (d.h. seit 25 Jahren) mit FeCl3, und habe noch keinen
Teppich und keinen Sonntagsanzug runiert. Beim ätzen mit FeCl3
entstehen keine Dämpfe und es spritzt auch nichts und es stinkt auch
nicht. Die Platine liegt einfach in einer Kunstoffschale in der
FeCl3-Lösung, wird ein wenig bewegt und je nach Konzentration und Alter
der Lösung ist der "Bade"vorgang in einer halben Stunde beendet. Die
Lösung giesse ich dann zurück in die Kunstoff-Flasche (ein
Plastiktrichter hilft ungemein!), Platine und Schale werden unter
fliessendem kalten Wasser abgespült - das wars. Wenn mal was an die
Haut kommt - kein Problem, einfach abspülen, die Haut wird nicht
"angeätzt" (es ist ja keine Säure oder Lauge). Flecken in der
Kleidung lassen sich kaum restlos entfernen, dennoch: keine Angst vorm
Ätzen, bei ein wenig Vorsicht ist es einfach und ungefährlich.

Und im übrigen find ich's super, dass du dich für Elektronik
interessierst und Platinen selber ätzen willst. Deine Eltern sollten
froh sein, dass du Gehirnschmalz in Elektronik investierst und dieses
Interesse fördern!

PS: die verbrauchte Lösung gehört natürlich, gut beschriftet, in die
Sondermüll-Sammlung und nicht ins ins Abwasser.

Autor: raoul4 (Gast)
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hallo,
danke für die vielen anregungen, tipps und das lob!!
aber noch eine frage: wie oft kann ich denn so eine lösung benützen?
also wie oft kann ich mit der gleichen lösung ätzen?

mfg raoul4

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Das kommt auf verschiedene Faktoren an:

1. Menge des Ätzbades
2. Layout
3. Schichtdicke der Kupferschicht
4. Zusammensetzung des Ätzbades

Bei mir siehts ungefähr folgendermaßen aus:

1. ca. 1,5l (eine Küvettenfüllung vom kleineren ISEL-Ätzgerät)

2. So planen, daß möglichst wenig weggeätzt werden muss, d.h. große
   Masseflächen beim Layout mit einplanen, desto länger hält die
   Lösung.

3. je dicker die Kupferschicht, desto schneller ist die Lösung
   verbraucht. Normal sind (glaube ich) 35µm.

4. lt. Betriebsanleitung von der Ätzmaschine

Damit schaffe ich ohne weiteres 10 Platinen in 100*160mm Größe.
Verbrauchte Ätzlösung (Natriumpersulfat) ist tiefblau und braucht sehr
lange zum Ätzen. Daran erkennst Du, dass die Lösung gewechselt werden
muss. Bei mir "normale" Ätzzeit ist bei 45°C Temperatur ungefähr 10
Minuten.

Gruß
Kai Markus

Autor: gast354 (Gast)
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ich habe es probiert
würde es lassen da es doch eine ziemliche sauerrei ist
und die platinen gut durchdacht herstellen lassen.

man kann sich schon mal die zunge oder das auge damit beschädigen,
da sich spritzen nicht kontrollieren lässt
und man die flüssigkeiten auch kaum sieht

ja deine eltern haben da schon recht.

wenn es unbedingt sein muß dann kauf dir doch eine cnc fräse.

wenn es trotzallem unbedingt gewollt wird,
ist eisen3clorid und naoh-freier entwickler
immernoch am besten

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> man kann sich schon mal die zunge oder das auge damit beschädigen

Wie um alles in der Welt ätzt du, so dass was in die Zunge und/oder
Auge kommt?

Alte Laborregel: Beim Hantieren haben die Finger nichts
im Gesicht verloren.

> da sich spritzen nicht kontrollieren lässt

? Ich ätze jetzt schon einige Zeit und da spritzt gar nichts.

> und man die flüssigkeiten auch kaum sieht

Fe3Chlorid ist kaum zu übersehen.

Im übrigen: Mit ein bischen Sorgfalt (muss gar nicht viel sein)
wird das überhaupt keine Sauerei. Aus der Vorratsflasche in
eine Ätzschale giessen (5 cm hoher Tupperdose von Frau/Mutter,
ca 1 cm hoch Flüssigkeit) ist kein Problem, wenn man etwas
aufpasst. Beim Zurückleeren in die Vorratsflasche einen
Trichter verwenden und da passiert nebenher absolut gar
nichts.
Nachher Hände waschen und alles ist wieder paletti.



Autor: unbeschreiblicher Rahul (Gast)
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>> man kann sich schon mal die zunge oder das auge damit beschädigen

>Wie um alles in der Welt ätzt du, so dass was in die Zunge und/oder
>Auge kommt?

>Alte Laborregel: Beim Hantieren haben die Finger nichts
>im Gesicht verloren.

und erst recht nicht in der Hose...

Man muß sich eben nur an ein paar Grundregeln halten.

Übrigens ist es nicht schlimm, seine Schaltungen auf Lochraster-Platinen 
aufzubauen.
Während der Ausbildung zum Elektroniker baut man so grundsätzlich 
Schaltung auf (gehört in Deutschland sogar zur Abschlußprüfung).

Den "Ätzbeutel" gibt es scheinbar nicht mehr.
Aber hier im Forum werden hübsche Selbstbau-Schaumätzanlagen besprochen.

Wenn man sich das Datum des letzten Thread anguckt, stellt man auch 
einiges fest: Ist das lange her... und die Forensuche läuft falsch 
herum.

Autor: Jorge (Gast)
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Ätzmaschinen sind ja schon was für Kleinserien...

Ich habe aus der Zoohandlung (Fressnapf) eine Blubbermaschine nebst 
Schlauch und Blubbersteinen für unter 10 Euro erstanden. Zuerst hat mich 
die Verkäuferin darüber aufgeklärt, dass damit der Sauerstoffgehalt im 
Aquarium eher nicht erhöht wird und das nur dekorativen Zwecken dient.

> Iss mir egal ich will damit "Platinen" ätzen...

Und das funzt super im Plastikeimer in der warmen Spüle. Ein paar 
EisenIIIchloridkügelchen werden auf diese Weise bis zum letzten Rest 
ausgenutzt. Kurze Ätzzeiten lange Nutzung.

Eisen3chlorid wird auch zur Blutstillung verwendet.

Giftig ist nur der kupferhaltige Abfall. Den lasse ich am sicheren Ort 
auf Küchenkrepp eintrocknen und damit zum Sondermüll.

Ist auch schon 40 Jahre her seit der ersten Platine.

Ich will jetzt aber nicht mit ollen Kamellen nerven...





Autor: Thorsten (Gast)
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Und selbst wenn es spritzt und saut und was an die Finger kommt, so 
Vorschläge wie

> [...] und die platinen gut durchdacht herstellen lassen.

> wenn es unbedingt sein muß dann kauf dir doch eine cnc fräse.

sind ja wohl völlig indiskutabel. Schließlich hat man keinen 
geldscheißenden Esel im Keller. Zwar gibt es günstige Platinenfertiger, 
übers Jahr kommt da einiges zusammen.

Autor: mouz (Gast)
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NaPS-Ätzen und Entwickeln mit NaOH ist besser als Fe3Cl, ätzt dir nicht 
das ganze Metall in der Bude weg.

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Ich kann mich den meisten meiner Vorredner absolut anschliessen.

Platinen ätzen ist absolut unproblematisch, wenn man ein bisschen 
ordentlich vorgeht.

Ich mache das bei mir in der Küche. Dabei habe ich mir einige Regeln 
selber auferlegt.

- Ich verwende Natriumpersulfat, kein Eisen-III-Chlorid. (Das ist 
übrigens per se nicht bläulich, sondern weiss resp. klar. Der Blaustich 
kommt erst mit dem gelösten Kupfer rein.)
Eisen-III-Chlorid ist schon eine recht wüste Sache.

- Ich verwende anstelle eines Heizers ein heisses Wasserbad, für welches 
ich eine ausgediente Salatzentrifuge einsetze. Die hält dann nicht mehr 
für Essensproduktion her. Dasselbe gilt natürlich für die eigentliche 
Ätzschale. Diese Ätzmaschine mit "Heizung" kostet übrigens kaum was und 
ist absolut ausreichend.
Das alles befindet sich im Schüttstein.

- Nach dem Ätzen giesse ich die Ätzflüssigkeit in eine 
Kunststoff-Flasche, die ich nicht luftdicht verschliesse. Danach (und 
auch zwischenzeitlich) spüle ich mit viel kaltem Wasser den Schüttstein 
aus.

- Das mag jetzt merkwürdig klingen, und vielleicht werde ich jetzt auch 
angegriffen: Wenn ich ätze, bin ich grundsätzlich nur mit Unterhosen und 
Socken bekleidet. Ja, richtig, das Zeug ist ätzend. Die Finger darin 
baden ist vielleicht keine sehr gute Idee (aber auch nicht sooo schlimm, 
sie stinken dann halt nach Chemie). Aber wenn ein Tropfen auf die 
Kleider kommt, dann hast Du nach dem nächsten Waschgang da keine Farbe 
mehr drauf. Ein Spritzer auf die Haut ist definitiv nicht schlimm. NICHT 
die Augen reiben! Und danach halt abduschen, dann passiert garantiert 
nichts.

Statt zu belichten und zu entwickeln benutze ich übrigens die auch in 
diesem Forum vorgeschlagene Direkt-Toner-Methode. Falls Ihr einen 
Laserdrucker habt, kannst du Deinen Eltern ja vorschlagen, Dir eine 
entsprechende Ausrüstung (Kosten: ca. 20 Euro) zu kaufen und dann selber 
zu urteilen. Die Bohrmaschine kommt dann noch dazu, aber die können sie 
Dir ja dann kaufen, wenn sie sich davon überzeugt haben, dass nichts 
Teuflisches an der Sache dran ist.


Gründe für Ätzen statt Lochraster: SMD tauglich, gut reproduzierbare 
Schaltungen, "professioneller" Touch, solide Schaltungen, Faszination, 
einfacher Schaltungsentwurf und und und.....

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Ach ja, noch was:

Stichwort gefährlich: eine Stunde lang Fussball spielen ist definitiv 
sehr viel gefählicher als ein Platine zu ätzen.
Stichwort gefährliche Dämpfe: Ich denke mal, eine Stunde in einem 
Restaurant zu verbringen, in dem geraucht wird, ist 
gesundheitsschädlicher als eine Platine zu ätzen.
Stichwort gefährliche Flüssigkeiten im Haus: Geh mal in Euren 
Putzschrank, suche alle Flaschen mit schwarzem Kreuz auf orangenem Grund 
heraus. Stell sie in eine Reihe. Dann zeig das Deinen Eltern. Alles in 
etwa gleich gefährliche Flüssigkeiten. Natriumpersulfat zu trinken ist 
ungesund. Küchenreiniger zu trinken ebenfalls.

:-)

Autor: fieser Rahul (auch Oskar genannt) (Gast)
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>Wenn ich ätze, bin ich grundsätzlich nur mit Unterhosen und
>Socken bekleidet.

Eine neue Freizaitbeschäftigung (nach naktchatten und was man noch so 
alles nackich machen kann):
Nakt-Ätzen!

Für sowas kann man sich auch einen Kittel und eine Schutzbrille...

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Ok, das wäre eine Alternative. :-)

Nur, damit das klar ist: Beweggrund ist Faulheit meinerseits, nicht 
irgendeine Perversion! :-D

Autor: fieser Rahul (auch Oskar genannt) (Gast)
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>nicht irgendeine Perversion!

Fetisch...

Wenn du jetzt noch eine Website mit deinen "Ätzbildern" machst, hättest 
du bestimmt noch mehr "Freunde".

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Naja, es gibt doch auch diese Kalender für Frauen, bei denen muskulöse, 
eingeölte Halbgötter in Strings mit einer Kettensäge vor einem 
Baumstrunk posieren...

Das wäre doch mal was ganz neues: Elektroniker bei der Arbeit! :-D

So langsam wird es OT - und der Thread eignet sich immer weniger als 
Argumentquelle für den armen Raoul! :-D

Autor: fieser Rahul (auch Oskar genannt) (Gast)
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>für den armen Raoul

Guck mal, wann er nach Argument gefragt hat...
Inzwischen hat er es entweder aufgegeben oder durchgezogen...

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Ups.... stimmt - dann können wir uns ja ohne schlechtes Gewissen weiter 
über unser neues Projekt diskutieren! :-)

Autor: fieser Rahul (auch Oskar genannt) (Gast)
Datum:

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>unser neues Projekt

Deins...
Ich könnte dir zwar etwas Platz auf meinem Server vermieten, aber mehr 
würde ich nicht zu deinem Projekt beitragen.

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Tja, hast wohl nicht den Körper dazu... :-P ;-)

Autor: norad (Gast)
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@Karl heinz Buchegger

Wo bekommt man Fe3Chlorid her?

Ich benutze seit Jahren Natriumpersulfat aber Fe3Chlorid davon habe ich 
noch nichts gehört.

Kannst Du mir sagen ob bei ca 45°C die entwicklung der Platine schneller 
geht?

Ist es für Schumätzen geeignet?


mfg

norad

Autor: Karl heinz Buchegger (kbucheg)
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Eisen III Chlorid, FeCl3

Kriegst du bei jedem Elektronik Händler.


> Ich benutze seit Jahren Natriumpersulfat aber Fe3Chlorid
> davon habe ich noch nichts gehört.

Na ja, Fe3Chlorid ist auch eine schlampige Schreibweise
meinerseits. Das Zeugs heist 'Eisen 3 Chlorid' und das
chem. Symbol für Eisen ist Fe

> Kannst Du mir sagen ob bei ca 45°C die entwicklung der Platine
> schneller geht?

Weiss ich nicht, da ich Na-Persulfat noch nie benutzt habe.
Was ich aber so aus den anderen Threads rausgelesen habe:
Zeitdauer ist in etwa gleich.



Autor: Sapple (Gast)
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SUPER SUPER ICH BIN NICHT DER EINZIGE 15 Jährige, der sich mit dem 
elektronik Krams auseinander setzt :))


Bei mir fing das alles auch in der Schule an:
unser Lehrer meinte, (ein absoluter Vollblutelektroniker) das man 
mindestens einmal in seinem Leben eine eigene Platine geätzt haben 
müsse, gesagt getan.

Dann nach einiger Zeit hat mein Vater ein großen Haufen 
unterschiedlicher Platinen geschenkt bekommen, weil die Firma in der er 
arbeitete nichts mehr damit anfangen konnte.

So bekam ich eine sehr gute Platinenschneidemaschiene + einen Haufen 
Platinen mit-/ und ohne Photobeschichtung.

Dann letztenes hab ich mir bei ebay einen Gesichtsbräuner gekauft und 
nun bin ich fleißig am Platinen machen.


Ätzen tue ich mit Eisen3, weil es sehr viel Kupfer aufnehmen kann und 
weil man es nicht so stark erhitzen muss!

Ich hab meinen Eltern einfach gesagt, dass das garnicht so stark ist und 
dass ich ja immer einen Eimer wasser neben mir hab ;) (das beruhigt die 
immer enorm!)
Geätzt wir bei mir im moment noch im Eimer, doch ich habe die Absicht 
mir eine schöne Ätzmaschiene zu kaufen :)



Viel Glück ;)
Sapple

Autor: Herbert von Caravan (Gast)
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Pass nur auf, daß die Ätzmasch*ie*ne nicht bald im Eimer ist.

SCNR
Herbert

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