Dirk wrote:
> Hallo zusammen,
> ich betreibe gerade zwei RGB’s an einem MAX6966. Die RGB’s sind von
> LED1.de . Ich habe mich für diese entscheiden da diese wirklich recht
> günstig waren. Allerdings muss ich auch eingestehen dass die
> Farbmischung echt nicht so der Hit ist. Sieht überhaupt nicht gut aus.
Schön, wenn man dann wüßte, welche genau du dir angelacht hast ...!?!
> Wenn ich auf eine gerade Fläche leuchte habe ich die drei Farbpunkte
> nebeneinander. Gibt es da einen Trick wie das besser aussieht? (Linse
> etc.)
Meistens haben die (super-)hellen LEDs einen bescheidenen Öffnungswinkel
von um die 30°. Eine vernünftige Mischung ergibt sich selten, da die
Lichtquellen nicht dicht genug beisammen sitzen. Z.B. könnte eine
Milchglasscheibe da helfen, verschlechtert aber logischerweise die
Lichtausbeute.
> Mich würde auch interessieren ob die unterschiede von RGB’s wirklich so
> gravierend sind. Sieht das Licht bei teuren RGB’s besser aus?
Kommt drauf an was du als 'besser' bezeichnest. Charakteristika sind die
abgestrahlten Wellenlängen bei den entsprechenden Farben und natürlich
ganz allgemein die Lichtmenge, die mittlerweile üblich in 'Lumen'
angegeben wird. Hierin unterscheiden sich die LEDs üblicherweise. Dies
sind jedoch keine Qualtitätsmerkmale, was kein 'besser' oder
'schlechter' sondern nur ein 'anders' bedeutet. Bei der (vorhergesagten)
Lebensdauer unterscheidet sich dann die Spreu vom Weizen. Aber auch hier
gilt es, daß Datenblatt zu lesen und die Bedingungen genau zu
vergleichen - die Temperatur ist bei LEDs ausschlaggebend für ihre
Lebensdauer. Je kühler sie bleiben, desto länger leben sie, dies gilt
insbesondere bei den Hochleistungs-LEDs ab ein Watt. Es gibt schon
welche mit 100(!) Watt, die einen Kühlkörper wie bei
High-End-Grafikkarten für'n PC brauchen, um die Hitze abzuführen.
> Gibt es
> noch andere, nicht ganz so teure alternativen zu meinem billigen?
> Der MAX6966 kann 20mA. Aber wie viele LED’s kann man denn nun an einem
> Port anschließen? Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt?
Hier gilt immer, daß komplette Datenblatt zu lesen. Nach meinem kurzen
'Überfliegen' kann man die Ausgänge entsprechend programmieren. Entweder
mit 10mA oder 20mA Konstantstrom oder als Open-Drain-Ausgang (mit
allerhöchstens 24mA). Das parallelschalten von LEDs ohne einen
Serienwiderstand würde ich mir verkneifen, obwohl man es häufig in
vielen Billigtaschenlampen so vorfindet. Das kann man nur dann (mehr
oder weniger) zuverlässig machen, wenn man die LEDs bezüglich ihrer
Durchflußspannung selektiert und dann auch irgendwie thermisch
miteinander koppelt.