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Forum: Offtopic Will mir ein IR-Thermometer Anschaffen


Autor: New User (Gast)
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Hallo!

Ich will mir ein Infrarotthermometer anschaffen und hätte gerne ein bar 
Informationen darüber.
Ich will mir das Thermometer für Messungen an de Heizung verwenden, ich 
will es auch für schnelle Messungen an ziemlich heißen Sachen bis zu 
600°C verwinden.
Ich habe schon ein IR-Thermometer gefunden das mir gefällt, und zwar das 
IR-280 von Voltcraft einfach auf www.conrad.at reinschauen und in die 
Suche IR-280 eintippen.
Aber mein einziges Problem damit ist der Messbereich von -30°C bis 
+270°C.
Kann man damit wirklich nicht mehr messen?
Gibt es einen Trick mit dem man mehr messen kann?

Autor: Trickser (Gast)
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>Gibt es einen Trick mit dem man mehr messen kann?
Einfach mehr Geld ausgeben.

Autor: Christoph Z. (rayelec)
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Meine Erfahrung ist, dass solche Thermometer reine Schätzeisen sind! Die 
Gemessene Temperatur hängt extrem von der zu zu messenden Oberfläche ab 
und kann bei 60°C locker +/- 15° Toleranz haben! Hat man keine 
Möglichkeit, das Resultat nachzuprüfen, ist es schlicht nichts wert! 
Montiert man diese Thermometer in einer fixen Position, kann man 
wenigstens Relativwertmessungen machen.

Meiner Meinung nach schade ums Geld. Ob die teuren Fl*ke Geräte besser 
sind, entzieht sich meiner Kenntnis, allerding ist die 
Oberflächenabhängigkeit ein physikalisches Phänomen und somit bei allen 
Geräten vorhanden.

Gruss
rayelec

Autor: Thilo M. (Gast)
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Wir haben so'n Teil von Fluke, war nicht billig aber gut einsetzbar.
Achte darauf, dass der Emissionsfaktor (K-Faktor) einstellbar ist, sonst 
ist es wirklich ein Schätzeisen!

Das Teil muss mittels K-Faktor auf die jeweilige Oberfläche kalibriert 
werden: Mattschwarze Färbung - wie auch immer - muss auf die Oberfläche 
aufgebracht werden, Temperatur mit K-Faktor 0.95 ermitteln, Messtelle 
direkt neben der Schwarzen (original-Oberfläche) anpeilen und den 
K-Faktor korrigieren, bis die gleiche Temperatur angezeigt wird.

Nun kann an beliebiger Stelle dieser Oberfläche relativ genau gemessen 
werden.

Die Messung mit diesen Teilen ist aufwändiger als mit normalen 
Anlegefühlern, macht nur Sinn, wenn es bewegliche Teile wie Walzen o.Ä. 
sind. 'Mal schnell messen' is' nich'! ;)

Autor: Tom (Gast)
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Aus der Vorauswahl eines 53€-Teil schliesse ich, dass es nicht 
super-professionell sein muss.

Mein IR-Messgerät der 20€-Klasse tuts erstaunlich genau. Kochendes 
Wasser hat fast 100 Grad. Von der Theorie her hat im interessanten 
Wellenlängenbreich von ca. 10 um sowieso fast alles ein K von fast eins. 
Nur bei blankem Metall gehts halt nicht, aber dann auch nicht für 500€ 
nit einstellbarem K.

Spektakulär übrigens: In den blauen Winterhimmel zielen.

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Spektakulär übrigens: In den blauen Winterhimmel zielen.

Noch spektakulärer: im Hochsommer bei 35°C um 12 Uhr mittags in den 
blauen Himmel zielen! ;)

Der K-Faktor hängt von der Oberfläche ab, nicht von der Wellenlänge des 
Sensors.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Tom wrote:
> Nur bei blankem Metall gehts halt nicht, aber dann auch nicht für 500€
> nit einstellbarem K.

Warum es auch mit einer 50k€ Wärmebildkamera nicht geht sieht man an 
diesem Bild von einem Mosfet Treiber + Mosfets an einem Kühlkörper:
Die Kühlkörper sind warm, erscheinen aber kalt, da sie zu sehr 
reflektieren.
Man erkennt deutlich die Spiegelung der Treiber ICs auf dem Kühlkörper.
Ein noch so teures Messgerät ist eben nur so gut wie der Benutzer sich 
damit auskennt.

Autor: Dieter Werner (dds5)
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> Der K-Faktor hängt von der Oberfläche ab, nicht von der Wellenlänge
> des Sensors.

Der Emissionsgrad ist von ziemlich vielen Faktoren abhängig, u.a. von 
Material, Oberflächenbeschaffenheit und auch Wellenlänge.

Das mit der mattschwarzen Farbe ist schonmal ein guter Ansatz, so man 
keine solche hat tut es bis ca. 200°C auch ein Stück Klebeband aus 
Polyimid.
Man darf halt nur nicht davon ausgehen, dass alles was (im sichtbaren 
Wellenlängenbereich) schwarz aussieht sich bei Betrachtung im 
längerwelligen Spektrum als schwarz erweist.
Normales Fensterglas ist z.B. bis nur bis etwa 3,5µm "durchsichtig", mit 
einem 8-14µm Pyrometer misst man dagegen die Temperatur der 
Glasoberfläche.
Einen sehr guten (hohen) Emissionsfaktor hat übrigens eloxiertes Alu, 
selbst wenn es nicht eingefärbt ist.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Benedikt K. wrote:
> Tom wrote:
>> Nur bei blankem Metall gehts halt nicht, aber dann auch nicht für 500€
>> nit einstellbarem K.
>
> Warum es auch mit einer 50k€ Wärmebildkamera nicht geht sieht man an
> diesem Bild von einem Mosfet Treiber + Mosfets an einem Kühlkörper:
> Die Kühlkörper sind warm, erscheinen aber kalt, da sie zu sehr
> reflektieren.

Deshalb sollte man auch z.B. alles vorher schwarz anmalen ;-)

Autor: Tom (Gast)
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> Der K-Faktor hängt von der Oberfläche ab, nicht von der Wellenlänge
> des Sensors.

Also meine blaue Hose hat für 450 nm (blau) ein anderes K als für 600 nm 
(rot).

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