Hallo,
Das kommt auf die Anwendung, die Fähigkeit und das Durchhaltevermögen
des Entwicklers an. Ein µC hat den Vorteil, daß er in vielen Dingen
schon fertig entwickelt ist. Sprich, er kann mit einfachen Befehlen dem
EVA-Prinzp folgen (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe). Du mußt Dir wenig
Gedanken um Dinge wie Programmcounter oder 'wie sieht eine ALU aus?'
machen. Rechen- und Steuerwerk sind vorgegeben. Das geht zwar zu Kosten
der Flexibilität, vereinfacht eine Entwicklung aber ungemein.
Meinen letzten FPGA habe ich zwar vor ca. 8 Jahren programmiert, aber
sehr viel hat sich an den Prinzipien nicht verändert. (Korrigiert mich,
falls ich mich irre). Ich habe damals einen Prozessor auf einem FPGA
entwickelt. Das hieß, zwei Monate Arbeit, Schaltplane malen,
Simulieren, Bücher lesen und testen. Und am Ende beherrschte der
Proessor mal gerade 16 Assemblerbefehle. Die genaue Liste habe ich
nicht mehr im Kopf, so in etwa: MOV, ADD, SUB, IN, OUT, OR, XOR, NEG...
also nur das Nötigste. Zudem gab es nur vier Register, dafür aber eine
3-stufige Pipeline.
Bei anderen Dingen ist ein FPGA sicherlich ganz gut geeignet.
Beispielsweise um ein Protokoll zu implementieren oder eine TFT- oder
LCD-Ansteuerung. (Habe ich noch nicht gemacht, also legt mich nicht
darauf fest.)
Gruß,
Chaldäer