mikrocontroller.net

Forum: Platinen Löcher vom Lot befreien


Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Von einer dicht bestückten Platine habe ich zwei HP-Pfostenstecker 
abgelötet. Nun bekomme ich nicht alle Löcher wieder frei. Es sieht so 
aus, ob ziemlich schwer schmelzbares Lot vom Bestücker verwendet wurde. 
Trotz mehrmaligen vorsichtiger Zugabe von neuem Lot bekomme ich die 
Löcher nicht mit der Lötpumpe frei. Nun habe ich Angst, dass die 
Lötaugen sich lösen können.

Hat jemand für mich einen Tipp, wie ich vorgehen kann um die Löcher 
freizubekommen?

Autor: Peter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mit einem kleinen Bohrer von Hand leicht gedreht...?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Einseitig oder zweiseitige Platine mit Dukos?

Bei einseitig könnte der alte Trick noch funktionieren.
Lot aufschmelzen und mit einer Bleistiftspitze ins Loch
fahren. Der Graphit stößt das Lötzinn ab und das Loch ist sofort frei.

Wie sich da die neuen bleifreien Lote verhalten, weiß ich allerdings 
nicht.

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

wenn es eine mehrlagige Leiterplatte ist und die betreffenden Löcher 
z.B. an innenliegenden GND oder sonstigen großflächigen Lagen hängen, 
brauchst Du viel Wärme.

Das Zinn innen wird einfach nicht flüssig, weil die Innenlage zuviel 
Wärme abführt.

Kräftiger Lötkolben? Heißluft? Platine vorwärmen?

Ich laß das immer einen Bekannten machen, der kann sowas besser als 
ich.....

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Eine sehr spitze Lötspitze ins Loch pieken und von der anderen Seite 
eine Lötsaugpumpe, das hilft normalerweise, allerdings sieht das Lötauge 
anschließend nicht mehr ganz neu aus.

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Peter, Karl & Michael

Es ist eine zweiseitige Platine mit Durchkontaktierungen. Die Idee mit 
dem Bleistiftspitze bzw. Bohrer werde ich gleich ausprobieren.

Vielen Dank für eure Beiträge!

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Alternativ eine möglichst dunkelbraune Büroklammer aufbiegen, die nimmt 
das Lot nur unwillig an, und damit aufstochern

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Christoph Danke. Auch das werde ich versuchen.

Autor: BillX (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kanülen(die spitzen für spritzen) die man in der Apotheke bekommt lassen 
sich auch sehr gut verwenden! aber vorsicht die dinger sind spitz ;)

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stecknadel. Die nimmt kein Lot an, ist ist jeder Dicke verfügbar und oft 
schon im Haushalt vorhanden. Sollte dünn genug sein, dass sie nicht 
steckbleibt, sonst kommt u.U. die Duko mit raus.

Autor: ●● pit ●● (pit)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
1. schnell heiss machen (400° Lötkolben)
2. frisches Lot oder nur Flussmittel
3. Platine fest auf den Tisch klopfen

Klappt bei mir fast immer.

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Alle

Es hat mit der Mine eines Drehbleistifts sofort funktioniert.

Vielen Dank an die ganze Runde. Ihr habt mich aus einer kleinen Not 
befreit!

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich puste immer fest in auf das flüssige Lot. Das funktioniert oft 
besser als mit der Entlötsaugpumpe, da das Luftvolumen größer ist. Mit 
richtiger Pressluft geht das noch besser. Aber aufpassen, wenn das 
Lötzinn dann durch die Gegend spritzt!

Autor: Route_66 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Benedikt
Ja, auch meine Methode. Ich habe dafür sogar ein "Werkzeug": ca. 30 cm 
Isolierschlauch 5mm Durchmesser in den Mund mit einem passenden Stück 
Gewebeschlauch als hitzebeständiges anderes Ende zum Aufsetzen auf die 
Leiterplatte. Das Ausfransen mit der Zeit dichtet zudem gut ab. 
Leiterplatte hochkant in einen Maschinenschraubstock auf dem Tisch. 
Schlauch auf der Betückungsseite aufsetzen und auf der Lötseite den 
Lötkolben. Wenn Zinn flüssig -> Lötkolben weg -> Pusten!
Achtung! Zinnspritzer überall !!! Loch aber perfekt frei.

Autor: Reinhard S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Entlötlitze?

Autor: SoLaLa (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
die Injektionsnadeln (Spitze sollte man vorher planschleifen) nehm ich 
immer, wenn in der Durchkontaktierung nicht nur das Lot sondern zufällig 
auch noch n Bauteilpin steckt :-)
Funktioniert mit n bischen Übung wirklich gut und ist schneller als 
extra den IRheizer anzuschmeißen

Autor: AC/DC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Optimal wäre, die Platine, deren Bauteil man auslöten will,
über eine Lötwelle(sofern vorhanden) selektiv zu halten und
wenn das Zinn der Pads geschmolzen ist einfach das Bauteil
raus ziehen.
Das geht am schonensten. Wenn das Bauteil nicht mehr
benötigt wird kann man auch alle Pins abknipsen und
lötet dann jeden einzelnen Pad frei.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.