Hallo,
ich habe eine Stromquelle nach:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/currop.htm
Bild 1.3 rechts gebaut. R2 ist meine Last. Das Problem ist, wenn R2
nicht beim Einschalten des ganzen bereits verbunden ist, regelt der
Transistor voll auf. Steckt man dann R2 rein, liegt erstmal volle
Spannung an und es gibt einen kurzen Stromspike. Sobald der OPA
nachregelt legt sich der Spike und der Nennstrom fließt. Hat jemand eine
Idee, wie ich den Spike unterdrücken könnte?
Hi,
das hängt ein wenig davon ab welche sonstigen (vor allem dynamische)
Eigenschaften die Stromquelle haben soll.
Eine Möglichkeit ist es eine Induktivität in Serie zur Last zu schalten.
Die begrenzt dI/dt. Wenn das lange genug dauert (sprich groß genuge
Induktivität) hat der OPV auch kein Problem das ohne Überschwinger
auszuregeln.
Irgendeine Schutzbeschaltung die hohe Selbstinduktionsspannungen im
Falle einer Unterbrechung verhindert würde ich auch noch vorsehen, z.B.
eine Freilaufdiode.
Gruß
Reinhard
Hallo,
Du könntest dafür sorgen, daß der Transistor auch ohne Last seinen
Sollstrom zieht und dadurch im linearen Bereich bleibt. Z.B. eine
relativ große Z-Diode oder eine künstliche Spannungsquelle mit
Sperrdiode zwischen Kollektor und V+ legen.
MFG Peter
Wenn der Kollektor des Transistors keine Last hat, dann versucht der
vorgeschaltete OPV ihn über die Basis maximal anzusteuern. Er geht also
an den "Anschlag" am Ausgang (latch up). das kann man mit einem zweiten
OPV erkennen, und entsprechend auswerten (z.B. den Basisstrom
abschalten). Es muss nur so geschickt gemacht werden, dass das ganze
Gebilde sich nicht selbst verriegelt - oder eine Rücksetztaste vorsehen.
Gast wrote:
> Ähm, wie soll diese Schaltung funktionieren? Die beiden Rs steuern den> Transistor durch und gut. Was soll dann der Rest machen?
Das ist nur ein Ausschnitt aus dem oben genannten Link. Hier noch mal
vollständig. Der zusätzliche Widerstand und die Dioden sorgen dafür,
dass der Konstantstrom auch bei entfernter Last weiterfließt. Der
Kollektor liegt hier bei entfernter Last ungefähr auf Basispotential,
damit arbeitet der Transistor aber immer noch linear. Sobald eine Last
zugefügt wird, steigt das Kollektorpotential, und das Hilfsnetzwerk wird
funktionslos.
MFG Peter
Bei großen Srömen z.B. eher so. Das Ziel besteht lediglich darin, den
linearen Bereich nicht zu verlassen, und die eigentliche
Schaltungsfunktion möglichst nicht zu behindern.
Edit: Falsches Bild
O.K, das klingt schon ziemlich heftig. Wie hoch ist denn die Spannung?
Wie groß die Stellspannung? Ohmsche Last? Man könnte ja versuchen, den
Strom bei fehlender Last runter zu regeln. Beim Anschließen der Last
gibt es dann aber eine kurze Verzögerung, bis der Sollstrom erreicht
wird.
Jawohl, ohmsche Last, 4 V Spannungsabfall, 6 V Gesamtspannung. Spannung
vom OPA maximal 5,5 V bis max. 10 mA.
Wie könnte man das machen mit dem Runterregeln?
So könnte es gehen. Ich habs aber nicht getestet. Der Dummywiderstand
Rdummy soll dafür sorgen, dass der Transistor noch etwas Strom bekommt.
Kann man u.U. weglassen, weil ja etwas Strom über den Bypasstransistor
fließt. Wenn der Emitterwiderstand RE sehr klein ist, müßte der
Reststrom ungefähr
(6V-2*UD)/Rdummy betragen.
Peter Hoppe wrote:
> Peter Hoppe wrote:>> So könnte es gehen.>> Ne, geht nicht:( Der Kollektor vom Bypasstransistor liegt niedriger als> seine Basis.
Mach es Dir nicht so schwer Peter, und versuche mal folgenden Weg:
Sorge dafür das Re so groß ist das bei Nennstrom +10% ca. 0.6 V
abfallen.
Dann nimm einen npn Kleinleistungstranssitor, Emitter an GND.
Collektor an die Basis des Leistungstransistors der Stromquelle.
Basis an den Emitter des Leistungstransistors der Stromquelle.
Der zusätzliche Transsitor ist wesentlich schneller als der OP und sorgt
dafür das der Leistungstranssitor zügig aberegelt wird. D.h. der
Strompeak geht bei passender Dimensinierung von Re so ca. 5 bis 15 %
über den Nominalstrom.
Das ist wesentlich weniger als die Originalschaltung des TE hat. Der TE
kann hoffentlich damit leben.
Wenn Du das Design noch etwas profesioneller machen willst, spendierst
Du dem npn Kleinleistungstransistor noch einen Basisiwiderstand (einige
zig Ohm). Du ahnst sicher, warum.
hth,
Andrew
Hallo Andrew,
wenn es für die Anwendung ausreicht ist das o.k. Ansonsten bin ich kein
großer Freund von dieser Lösung (Exemplarabhängig, Übersteuerungsgefahr
des OP im Normalbetrieb, Temperaturabhängigkeit,...). Hinter den
OP-Ausgang sollte man auch noch einen Widerstand setzen.