Einschaltspike bei Stromquelle unterdrücken

Gast #1149940
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Hallo,

ich habe eine Stromquelle nach:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/currop.htm

Bild 1.3 rechts gebaut. R2 ist meine Last. Das Problem ist, wenn R2 
nicht beim Einschalten des ganzen bereits verbunden ist, regelt der 
Transistor voll auf. Steckt man dann R2 rein, liegt erstmal volle 
Spannung an und es gibt einen kurzen Stromspike. Sobald der OPA 
nachregelt legt sich der Spike und der Nennstrom fließt. Hat jemand eine 
Idee, wie ich den Spike unterdrücken könnte?
#1149955
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Hi,

das hängt ein wenig davon ab welche sonstigen (vor allem dynamische) 
Eigenschaften die Stromquelle haben soll.

Eine Möglichkeit ist es eine Induktivität in Serie zur Last zu schalten. 
Die begrenzt dI/dt. Wenn das lange genug dauert (sprich groß genuge 
Induktivität) hat der OPV auch kein Problem das ohne Überschwinger 
auszuregeln.

Irgendeine Schutzbeschaltung die hohe Selbstinduktionsspannungen im 
Falle einer Unterbrechung verhindert würde ich auch noch vorsehen, z.B. 
eine Freilaufdiode.

Gruß
Reinhard
Gast #1151734
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Wenn der Kollektor des Transistors keine Last hat, dann versucht der 
vorgeschaltete OPV ihn über die Basis maximal anzusteuern. Er geht also 
an den "Anschlag" am Ausgang (latch up). das kann man mit einem zweiten 
OPV erkennen, und entsprechend auswerten (z.B. den Basisstrom 
abschalten). Es muss nur so geschickt gemacht werden, dass das ganze 
Gebilde sich nicht selbst verriegelt - oder eine Rücksetztaste vorsehen.
#1151920
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Gast wrote:
> Ähm, wie soll diese Schaltung funktionieren? Die beiden Rs steuern den
> Transistor durch und gut. Was soll dann der Rest machen?


Das ist nur ein Ausschnitt aus dem oben genannten Link. Hier noch mal 
vollständig. Der zusätzliche Widerstand und die Dioden sorgen dafür, 
dass der Konstantstrom auch bei entfernter Last weiterfließt. Der 
Kollektor liegt hier bei entfernter Last ungefähr auf Basispotential, 
damit arbeitet der Transistor aber immer noch linear. Sobald eine Last 
zugefügt wird, steigt das Kollektorpotential, und das Hilfsnetzwerk wird 
funktionslos.

MFG Peter
Angehängte Dateien:
#1152908
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So könnte es gehen. Ich habs aber nicht getestet. Der Dummywiderstand 
Rdummy soll dafür sorgen, dass der Transistor noch etwas Strom bekommt. 
Kann man u.U. weglassen, weil ja etwas Strom über den Bypasstransistor 
fließt. Wenn der Emitterwiderstand RE sehr klein ist, müßte der 
Reststrom ungefähr
(6V-2*UD)/Rdummy betragen.
Angehängte Dateien:
#1153029
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Peter Hoppe wrote:
> Peter Hoppe wrote:
>> So könnte es gehen.
>
> Ne, geht nicht:( Der Kollektor vom Bypasstransistor liegt niedriger als
> seine Basis.


Mach es Dir nicht so schwer Peter, und versuche mal folgenden Weg:

Sorge dafür das Re so groß ist das bei Nennstrom +10% ca. 0.6 V 
abfallen.

Dann nimm einen npn Kleinleistungstranssitor, Emitter an GND.
Collektor an die Basis des Leistungstransistors der Stromquelle.
Basis an den Emitter des Leistungstransistors der Stromquelle.


Der zusätzliche Transsitor ist wesentlich schneller als der OP und sorgt 
dafür das der Leistungstranssitor zügig aberegelt wird. D.h. der 
Strompeak geht bei passender Dimensinierung von Re  so ca. 5 bis 15 % 
über den Nominalstrom.

Das ist wesentlich weniger als die Originalschaltung des TE hat. Der TE 
kann hoffentlich damit leben.

Wenn Du das Design noch etwas profesioneller machen willst, spendierst 
Du dem npn Kleinleistungstransistor noch einen Basisiwiderstand (einige 
zig Ohm). Du ahnst sicher, warum.


hth,
Andrew

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