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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 3000 Watt Audio Endstufe ohne Transformator?


Autor: michael (Gast)
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C -Mostransistoren gibt es mittlerweile bis in den kW Berreich für
wenige Euros. Leider sind  Netzteile(Trafos) bei diesen
Leistungen alles andere als Billig. Ich glaube ,das diese den
Löwenanteil an Preis in PA-Endstufen ausmachen.
Meine Überlegung währe ,könnte man nicht einfach Netzspannung
gleichrichten , puffern und dann sofort an die Endstufen leiten?
Endtransistoren die 400 V bei 15 Ampere aushalten gibt es ja ,dann
dürften 220V eigendlich kein Problem sein. Zur galvanischen Trennung
könnte man Optokoppler zur Ansteuerung verwenden.
Für derart hohe Spannungen könnte man dann bis zu 8  x 16 Ohm PA
Lautsprecher
in reihe an den Ausgang schalten ,so das sich dann die 220 V geichmäßig
wie bei Christbaumkerzen auf jede Box verteilt.
Währe doch geil ,wenn das funktionieren würde.

Autor: Benedikt (Gast)
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Dies würde vielleicht funktionieren, aber vor allem im PA Bereich würde
bei der ersten Kontrolle die Endstufe weg sein, da nicht
vorschriftsgemäß.
Weiterhin können Transistoren zwar 15A bei max 400V SCHALTEN, aber wenn
am Transistor (auch nur kurzzeitig) z.B. 200V bei 10A abfallen, wird
der Transistor intern überhitzt und brennt durch. Daher gibt es eine
Safe Operation Area (SOA). Endstufen ICs haben deshalb eine Regelung,
die die Transistoren vor diesem Problem schützt.

Autor: Dingens (Gast)
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ich denke du benötigst dennoch einen trenntransformator, da sonst den
ausgang potential gegen erde führt.

Autor: Stefan Kleinwort (Gast)
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Wirklich interessanter Ansatz. Du darfst nur nicht vergessen, den
Ausgang auch über Optokoppler anzuschliessen, sinst kann es sein, dass
das Boxenkabel auf 220V liegt, wenn der Netzstecker falsch herum in der
Dose steckt.

Stefan

Autor: Hans (Gast)
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tuts auch...nur 1. gefährlich 2. hast du da ca 10-15A fliessn... also
230*1,41 das sind irgendwas bei die 320V die du da auf die transistoren
los  lassen würdest...dann noch die 10-15A die du rechnen musst das
fliessn können...gut sagen wir mal 1% brumm..also so 2-3V brummspannung
..das währen dann mit C=Q*U und Q=i*t und unter annahme von 10A mal
eben C=10A*10ms*3V=300mF !!! das ist das 1. problem...

als 2. problem seh ich eben die galvanische trennung...wenn du pech
hast killst du leute die das lautsprecher kabel angreifn...

und wo willst du bitte 3KW einsetzen?? damit beschallst du einen ganzen
ort..wenn du das wirklich RMS haben willst...

73 de oe6jwf

Autor: michael (Gast)
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als 2. problem seh ich eben die galvanische trennung...wenn du pech
hast killst du leute die das lautsprecher kabel angreifn...

>> Warum ? Das Lautsprecherkabel ist doch mit Kunststoff
isoliert ,da kann also nix passieren.

und wo willst du bitte 3KW einsetzen?? damit beschallst du einen
ganzen
ort..wenn du das wirklich RMS haben willst...
>>
Für Großveranstaltungen sind 3 KW üblich.

Autor: crazy horse (Gast)
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Warum Transistoren? Nimm doch gleich einen Apex (PA93):-)
Allerdings: entweder müsstest du nur mit Einweggleichrichtung arbeiten
(dann sind es aber schon über +/-300V) oder Auskoppelelko (bei der
Leistung sicher auch nicht das Wahre) oder Brückenverstärker, dabei
verschärft sich das Spannungs/Strom/Verlustleistungsproblem.
Der K.O.Schlag allerdings ist natürlich die fehlende Netztrennung auf
Lautsprecherseite, mit entsprechenden Boxen (besonderen
verwechslungssicheren und berührungssicheren  Steckverbindungen und
entsprechenden Kabeln) könnte das aber gehen. Die Lautsprecherchassis
sollten dann geerdet sein - ob das wiederum geht bei den geringen
Abständen Schwingspule/Magnet?
Ich glaube, das führt zu nichts.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Eine B-Endstufe hat bestenfalls 75% Wirkungsgrad.

D.h. für 3kW Ausgangsleistung mußt Du mindestens 1kW Verlustwärme
abführen.

In solchen Leistungsklassen ist eigentlich nur ein Schaltnetzteil
ökonomisch zu betreiben.
Bei einem ungeregelten Netzteil müßtest Du nämlich noch 20% Reserve für
+/-10% Netzspannungsschwankung draufpacken und mit verheizen.

Und natürlich die PFC nicht vergessen.


Peter

Autor: Axel Rühl (Gast)
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Warum nicht? Gelichrichten und dann ein Class-D Design rund um einen
HIP4080 (ich glaube, der hieß so). Dieser steuert x mal 4 N-Mosfet's
an, die tatsächlich nur schalten. Dann kann aber keiner mehr Radio
hören, der im näheren Umfeld sitzt.
Bleibt trotzdem _Saugefählich_.
Ich habe schon gesehen wie 8 Stk. EV18B Lautsprecher gleichzeitig mit
Anschlag aus der Sicke guckten. Und das waren +-65Volt in Brücke, ein
Endstufentransistor im negativen Zweig war gestorben und hatte
Durchgang.
Als Siebkette waren 2x12 4700uF/80V verbaut. Diese haben das meiste
gekostet bzw. würden heute das meiste kosten.
Übrigens: Die Lautsprecher haben überlebt... ob die heutigen Pappen das
auch überleben würden??
CU
Axel

Autor: Tobi (Gast)
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Also mal kurz gesprochen wenn du von groß Veranstaltungen sprichst geh
ich mal davon aus, dass du das professionel machst. dass wiedrum heißt
das du weißt wenn du sowas benutzt ohne tüv würdest du gefahrlaufen
eine mächtig teuer anzeige zubekommen. und bei groß veranstaltungen
sind auch noch besondere sicherheitsmaßnahmen zutreffen, die du mit
solchen schauerlichen Geräten nicht einhalten würdest.
Zusammen gefasst:
es ist im ende teurer die ganzen Strafen zubezahlen als die
PA-Endstufen. Ausserdem solltest du als Profi das nötige klein Geld
haben, endstufen sind ja bei weitem nicht das teuerste

MFG Tobi

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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gute endstufen schon...

Autor: tommi (Gast)
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nur mal so zur info, das was du vor hast gibt es schon längst auf dem
markt, nennt sich digitalendstufe.

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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nana, auch diese "digitalendstufen" (=classH, glaube ich) haben
immernoch ein netzteil drinnen, aus guten (und oben mehrfach genannten)
gründen.
und um auchmal meinen senf dazuzugeben:
>Leider sind  Netzteile(Trafos) bei diesen
>Leistungen alles andere als Billig. Ich glaube ,das diese den
>Löwenanteil an Preis in PA-Endstufen ausmachen.

mitnichten. ein ordentliches (trafo-)netzteil ist zwar teuer, aber
wesentlich teurer ist der entwicklungsaufwand, der hinter dem
gesamtprodukt steht. es soll ja auch nach was klingen, bis zum bitteren
ende belastbar,unzerstörbar etc. sein.
die materialkosten alleine dürften nichtmal die hälfte des endpreises
ausmachen.

Autor: tommi (Gast)
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ja sicher sind auch in digitalendstufen netzteile, allerdings sind das
heute keine trafos mehr sondern schaltnetzteile

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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nee, stimmt nicht, ist glaube ich classD (is aber eigentlich egal).
hauptsache "schaltbetrieb" an der dickstromseite...

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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ja, aber ein schaltnetzteil macht aus einer endstufe noch keine
digitale, wenn dahinter standard-transistor-betrieb geschieht. das
schaltnetzteil spart nur den dicken trafo und das elko-grab (->das ding
wird leichter zu tragen), danach kann es durchaus fröhlich analog weiter
zur sache gehen (was es meistens tut).

Autor: tommi (Gast)
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also nun noch einmal es gibt endstufen die aus einem schaltnetzteil
(anstelle des trafo) bestehen und die einen digitalen endverstärker
besitzen. z.b. mal bei hk-audio schauen

Autor: Stefan Kleinwort (Gast)
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Schonmal bemerkt, dass der Thread knappe 2 Jahre alt ist? Gab´s damals
überhaupt schon Digitaltechnik, geschweige denn Digitalendstufen ?-)

Ob der Ursprungsposter überhaupt noch lebt, bei solchen Experimenten?

Gruß, Stefan

Autor: tommi (Gast)
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hier mal ein link für alle ungläubigen
http://pro-audio.powersoft.it/an_series_list.php?u...
und der ganze verstärker passt in 1höheneinheit und wiegt gerade mal
9,5kg

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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was du nur mit ungläubig hast. ich erlaubte mir nur zu bemerken, daß ein
schaltnetzteil nicht eine endstufe automatisch zur digital arbeitenden
macht. siehe camco vortex oder crown macrotech (würg!)
den feinen unterschied versuchte ich, dir zu erläutern. das es freilich
auch digitale endstufen gibt und diese natürlich auch sinnvollerweise
kein trafonetzteil haben (warum auch moderne ENDstufe mit urtümlichen
netzteil ausstatten), hat doch hier niemand bestritten, oder?

übrigens ist hk-audio nun wirklich nur was für eingefleischte fans....
;-)

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