Was ist daran so lustig?
So werden neuerdings industriell Kohlewiderstände hergestellt. Es ist
viel billiger für den Hersteller, zunächst nur eine Sorte Bauteile
(Dioden) zu produzieren und diese erst im letzten Fertigungsschritt zum
gewünschten Bauteil umzukonfigurieren (Plattformstrategie). Ein weiterer
Vorteil diese Methode besteht darin, dass der Hersteller sehr schnell
auf eine wechselnde Nachfrage reagieren kann.
Wie bereits im Originalbeiutrag beschrieben, ensteht beim Anlegen einer
hohen Spannung in Sperrichtung Kohle und damit ein Widerstand.
Aber nicht nur Widerstände lassen sich auf diese Weise herstellen:
Schickt man einen großen Strom in Flussrichtung durch die Diode,
entsteht durch die hohe Temperatur am PN-Übergang eine dünne
Keramikschicht, so dass aus der Diode ein Kondensator wird.
Aber das ist noch nicht alles: Setzt man die Diode einem starken
hochfrequenten Magnetfeld aus und legt gleichzeitig eine relativ
niedrige gleichphasige Wechelsspannung an die beiden Anschlüsse,
enstehen hohe helixförmige Wirbelströme, die die Siliziumatome in
entsprechender Weise ausrichten. Hinterher leitet das Bauteil den Strom
nur noch in Richtung dieser Helixstruktur, so dass es als Induktivität
eingesetzt werden kann.