>bis zu welcher Taktfrequenz kann man eigentlich die Fädeltechnik...
Das hat zunächst weniger mit der Fädeltechnik (verdrahten mittels CuLack
Draht) als mit dem Layout deiner Schaltung zu tun.
Für eine 0.2mm CuLack Verdrahtung gelten die selben physikalischen
Gesetze wie für eine 1 oder 2 seitig gedruckten Schaltung, sprich die
Induktivität von 5cm Leitung ist in etwa in beiden Fällen gleich (echtes
4Lagen Design mal aussen vor gelassen).
Wenn du Maxwell verstanden hast, ist mit Fädeltechnik einiges möglich.
>Führung der Drähte auf Kämmen
Halt ich für wenig sinnvoll da es elektrisch die Dinge nur
verschlechtert, Platz weg nimmt, teuer ist und bei nachträglichen
Änderungen oder bei der Fehlersuche wegen der nicht verrückbaren Leitung
nur hinderlich ist.
(Es sei denn man ist Ordnungsfanatiker und steht auf gerade Kanten...)
>Wäre eine ungeordnete Leitungsführung kreuz und quer dabei besser
Du sagst es. Sieht zwar hässlich aus, funktioniert elektrisch aber um so
besser.
>Wäre schön wenn es 25-33Mhz erreicht
Hätte ich keine Bedenken, wenn du deine kritischen Signalpfade sehr kurz
machst, an den kritischen Stellen SMD ICs benutzt und für die R&Cs
ebenfals 805 SMDs nimmst.
Mit Kupferklebefolie kannts du, dort wo es notwendig ist, eine GND Plane
legen und mit einem Drahtstummel zur anderen Seite durchkontaktieren.
Verdrahtet wird nur auf der Rückseite, SMDs werden ebenfalls nur auf der
Rückseite Platziert, DIPs auf die Vorderseite und ebenfalls rückseitig
verdrahtet.
Mit dieser Technik mach ich in letzter Zeit öfters Schaltungen im
40-200MHz Bereich, ein 800MHz VCO hab ich damit auch schon zum laufen
gebracht.