Also, das die 8 Bit Area zu ende geht glaubt doch keiner selbst.
Es gibt so viele 8051 Derivate mit spezial Hardware wie ADC und DAC.
Es müssen erst die Hersteller darauf einschwenken und den Core mit
solcher Hardware (Peripherie) anbieten.
Es gibt sehr viele Tools (auch freie) für 8051 usw. aber für ARM und
dann auch noch M0/M1 wird es sehr dünn.
Für viel Geld gibts halt auch viel.....(Compilerpreise...)
Und für die meisten Entwicklungen braucht man auch nicht gleich einen 16
Bit oder 32 Bit Prozessor.
Ich selbst arbeite mit 8...32 Bit Controllern und alles hat seine
Anwendung.
Wenn es nur um den Stromverbrauch geht schau mal bei Silicon
Laboratories rein oder so....
Dann ist die Spannung noch entscheident, was bringt mir ein 3V Typ wenn
ich 5V Hardware habe ?
Gruß Sascha
Wer kommt denn auf die Idee, dass NXP den M0 benuetzen wuerde? M0 ist
auf minimale Groesse und minimalen Stromverbrauch ausgelegt. Die Cortex
von NXP werden die schnellsten auf dem Markt sein (mindestens bisher)
und somit weder die kleinsten noch die lowest Power sein.
Also alles andere als M3 waere eine Riesenueberraschung.
M0 hat sicher low cost low pincount, low power im Visier, das betrifft
vor allem die Einstiegsmodelle von ST und Luminary bzw. deren
zukuenftige Mitbewerber. Es ist richtig, dass der M0 die 8-bit Umsteiger
ansprechen will, besonders die, die eigentlich keinen 32-bit Rechner
brauchen.
Robert Teufel
Partner fuer US-Buero in Silicon Valley gesucht ?
Ich stehe gerne zur Verfuegung.
-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-
http://www.lpc2000.comhttp://www.mcu-related.com
>Also alles andere als M3 waere eine Riesenueberraschung.
Auf Deiner Homepage ist doch ein Link auf die entsprechende Seite von
NXP. ???
Ist doch klar, daß NXP jetzt auch im "Mx"-Markt versucht, die gesamte
Performance-Bandbreite abzudecken und den Markt zu dominieren.
Meiner Meinung nach wird das auch klappen, wenn sie
a) sich jetzt nicht allzuviel Zeit lasssen
b) nicht so einen Schrott abliefern wie mit den ARM7-Teilen damals
Andreas wrote:
> Ist doch klar, daß NXP jetzt auch im "Mx"-Markt versucht, die gesamte> Performance-Bandbreite abzudecken und den Markt zu dominieren.
So wie ich das sehe, will NXP erstmal den alten Philips-Kundenstamm
vergraulen, indem viele Chips abgekündigt werden.
Z.B. die ganze P89C66x-Familie ist abgekündigt.
Und ich werde definitiv keine neuen Chips von nem Hersteller kaufen, der
mich einfach im Regen stehen läßt.
Außer den I2C-Anschlüssen ist ja der AT89C51RE2 kompatibel, also werde
ich NXP den Rücken kehren.
Ob man mit einer solchen Kundenpolitik den Markt dominieren kann, wage
ich zu bezweifeln.
Ich hoffe mal, daß Atmel verläßlicher bleibt, der Microchip-Deal ist ja
zum Glück gescheitert.
Peter
Hallo Peter, genau das sehe ich auch, man sollte nicht auf allen
Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
Übrigens nehme ich kein NXP Bauteil für meine Neuentwicklung, weil die
UART keinen 9Bit-Modus richtig untersdtützt, somit auch keine RS485, und
der Errata sheet sehr lang ist.
Ich bin da von ATMEL von der neuen SAM9XE Familie sehr angetan und die
Dinger sind mal richtig schnell.
Es wird in Zukunft eher entscheident sein, wer eine gute preiswerte oder
sogar freie Entwickleroberfäche anbietet. Wo Assembler (Compiler) und
ein guter Debugger mit Hardware Tools enthalten ist.
Da kann ich nur Silicon Laboratories mal richtig loben. Der Debugger und
auch die neue 2-Draht Schnittstelle geht wunderbar.
Aber es wundert mich immer, das man versucht in den low cost Markt
einzusteigen, als wäre er nicht schon genug aufgeteilt.
>Das Ende von 8 (4,16,...) Bit µCs wurde schon so oft ausgerufen, dass>das wohl keiner mehr glaubt.
Die 1-Bitter sind schon tot :-( (Naja eigentlich war das ein 4-Bitter)
http://freenet-homepage.de/dieter.02/m14500.htm
Meiner Meinung nach sterben die 8 bitte nicht - im Gegenteil, ST hat
gerade eine ganz neue Familie aufgelegt, die STM8 in 0,13µ - STM8A für
Automotive, STM8S für Industriebereiche. Diese Familie hält im Vergleich
locker mit einigen betagteren 16bit Micros mit (STM8 core - 10 MIPS @
16MHz mit echtem E² an Bord). Selbst die sehr betagte 8bit Familie ST6
ist immer noch gefragt und vom Hersteller lange komittet. Schwarz sehe
ich eher für die 16bit Micros, die werden es schwer haben gegen die
neuen 32bit zu bestehen, z.B. gegen die neuen STM32.
Grüße!
Luminary hat angekündigt, keine M0-Lizenz zu erwerben.
Allerdings aus Kostengründen - Luminary fertigt nicht selber, die M0s
sind nach Luminarys Meinung nur was für Firmen, die selber fertigen wie
NXP.
Aber immerhin kommt von Luminary zur Embedded World eine neue
M3-Generation mit 80-MHz, Ethernet, USB, und CAN. Man darf gespannt
sein.
@peda,
nehmen wir einfach mal an, NXP kann die 89C66x nicht mehr fertigen, weil
sie
1. woanders gefertigt wurden im Auftrag von/fuer NXP
2. Dieser "Lohnfertiger" die ensprechenden Prozesse auslaufen laesst.
3. NXP in diesem Fall gar nichts anderes uebrig bleibt als abkuendigen
Auch ich finde nicht alles so toll was NXP macht, doch in diesem Fall,
nehmen wir einfach mal an es wuerde sich wie oben beschrieben verhalten.
@Andreas,
waere schon hilfreich wenn ich die ersten Links auch gelesen haette,
sorry.
Unter dem NXP Link stehen natuerlich noch keine Produkte, d.h. die
LPC17xx werden auf M3 Basis kommen. In einer noch zu definierenden
Zukunft werden dann wohl auch M0 Teile folgen. Wie lange das noch
dauert, keine Ahnung.
Robert
Claude Schwarz wrote:
> Die 1-Bitter sind schon tot :-( (Naja eigentlich war das ein 4-Bitter)> http://freenet-homepage.de/dieter.02/m14500.htm
...ich hab' noch welche! ;-)
Zurück zum M0:
Ich hatte das so verstanden, dass der mit seinen ca. 12,5K Gattern mehr
so als add-on Prozessor für ASICs und FPGAs (als Konkurrenz zu den schon
verfügbaren aber herstellerspezifischen Soft-Cores) zielt.
@robert
du hast sicher das bessere insider wissen über nxp. ich glaube aber,
dass ein unternehmen, welches vor einiger zeit von einer heuschrecke
"geschluckt" wurde und dabei eine schönen grossen rucksack mit schulden
umgeängt bekam, einfasch sparen muss wo geht und da wird natürlich die
fertigung von "alten" technologieren als erstes eingestampft.
siehe dazu auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlberg_Kravis_Roberts_%26_Co.
gruss
gerhard
@gerhard:
Wie Du schon schreibst, NXP ist im Rückwärtsgang und ich wage
die These das die Firma in der jetzigen Form in einigen Jahren
nicht mehr existieren wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit
bis alles was noch Geld bringt verhökert ist und der Rest
zugemacht. Was mir leid tut sind die Mitarbeiter, die in diesem
Fall einfach nur unfreiwillige Mitfahrer auf dem Weg in den
Abgrund sind.
Jens
(von NXP verhökert)
>In einer noch zu definierenden Zukunft werden dann wohl auch M0 Teile>folgen. Wie lange das noch dauert, keine Ahnung.
Nix definieren, hat NXP, genauer Geoff Lees, doch auch schon
angekündigt: 4. Quartal 2009...
>Wie Du schon schreibst, NXP ist im Rückwärtsgang und ich wage>die These das die Firma in der jetzigen Form in einigen Jahren>nicht mehr existieren wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit>bis alles was noch Geld bringt verhökert ist und der Rest>zugemacht.
Gut möglich.
Standard & Poor’s hat am Dienstag schon das Kreditrating für NXP
herabgesetzt.
Zudem halten sich Gerüchte am Markt, daß NXP intern durchaus die Option
eines Insolvenzverfahrens durchspielt ("prepackaged bankruptcy").
Aber am 6. März wissen wir wohl mehr, dann gibt es die Zahlen für das
4.Quartal 2008 und einen Ausblick, wie sich die Herren Topmanager das
Unternehmen in den nächsten Monaten vorstellen...
Robert Teufel wrote:
> nehmen wir einfach mal an, NXP kann die 89C66x nicht mehr fertigen, weil> sie> 1. woanders gefertigt wurden im Auftrag von/fuer NXP> 2. Dieser "Lohnfertiger" die ensprechenden Prozesse auslaufen laesst.> 3. NXP in diesem Fall gar nichts anderes uebrig bleibt als abkuendigen
Das glaube ich nicht, weil nämlich der P89C668 unmittelbar nach der
NXP-Philips Übernahme schonmal abgekündigt wurde. Irgendein Großkunde
hat dann wohl Druck ausgeübt, damit er wieder produziert wurde.
Natürlich haben bei diesem Großkunden dann alle Alarmglocken geschrillt
und er hat auf Ersatz durch einen verläßlicheren Hersteller
umentwickelt.
Ich sehe ehrlich gesagt auch nicht mehr durch bei den verschiedenen
LPC-Typen. Statt die Bugs bei den älteren Typen mal zu beheben, werden
ständig neue LPC rausgebracht. Ich hab aber keine Lust, deswegen ständig
das PCB und die Software umstricken zu müssen.
Die NXP-Webseite hat sich auch nur geringfügig verbessert gegenüber dem
anfänglichen blanken Chaos. Es fällt sehr schwer, die gewünschten
Informationen zu finden.
Z.B. die Atmel-Webseite finde ich deutlich benutzerfreundlicher.
Peter
Peter Dannegger wrote:
> Robert Teufel wrote:>> nehmen wir einfach mal an, NXP kann die 89C66x nicht mehr fertigen, weil>> sie>> 1. woanders gefertigt wurden im Auftrag von/fuer NXP>> 2. Dieser "Lohnfertiger" die ensprechenden Prozesse auslaufen laesst.>> 3. NXP in diesem Fall gar nichts anderes uebrig bleibt als abkuendigen>> Das glaube ich nicht............
Da versucht man es mit einer Anwort, aber gegen Glauben bin ich
natuerlich
machtlos und fuer eine weitere Erklaerung fehlt mir einfach jeglicher
Anreiz. Werde gluecklich!
Robert
@Robert:
Die Geschichte klingt plausibel. In so einem Fall hat man halt nur
die Wahl das Teil für viel Geld auf einen anderen Prozess umzusetzen
oder man läßt es halt. Wo ich Peter allerdings zustimmen muß ist die
Geschichte mit den Fehlern. Vor vielen Jahren hat ein damaliger
Kollege in einem (damals noch Philips-) 68k-Controller einen Bug
gefunden bei dem Interrupts unter den Tisch fallen wenn mehr als
einer gleichzeitig auftritt. Damalige Aussage, 'das bleibt so'.
Scheint so als ob den nicht allzu viele Leute ernsthaft eingesetzt
hatten.(?) Wenn ich mich richtig erinnere gab es einen ähnlichen
Bug auch mal wieder bei den ARM7-Controllern. Wenn mich jetzt jemand
nach einer Empfehlung für einen Controller fragt......
Wenn wenigstens die Tendenz zur Besseung erkennbar wäre. Aber unter
der Heuschrecke wird ja alles nur noch schlimmer. Da muß ich nur
meine Ex-Kollegen fragen, die bekommen das täglich live mit. Erst
letzte Woche sind wieder Leute entlassen worden.
Jens
Naja, diese Woche, genauer der Freitag, dürfte spannend werden.
Wie oben ja schon jemand geschrieben hat, hat NXP die Insolvenz durchaus
in Betracht gezogen. Auch wenn das Thema wohl mittlerweile vom Tisch
ist, so was macht man nicht ohne große Not. Dem Laden geht es also
richtig dreckig. Möglich ist da momentan sicherlich alles. Vor allem,
wenn die Wirtschaftskrise anhält, wird es eng wie bei Inineon.
Naja, alles Spekulieren nutzt nix, Freitag ist D-Day :)
Wollte Microchip nicht letztens jemanden mit ARM-Controller-
Portfolio übernehmen? Gemäß der gängigen Heuschrecken-Rezepte
kann man doch annehmen das die Controllersparte von NXP
derzeit im Angebot ist. Ok, der Preis ist das spannende Detail.
Aber wenn der Firma das Wasser bis zum Hals steht....
Es sieht so aus als ob in wenigen Jahren nicht nur bei den
PC-Prozessoren einige sehr wenige Firmen den Markt unter sich
aufteilen.
Jens