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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Reflow-Selbstbau


Autor: Weide (Gast)
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Hallo,

ich habe mir einen ausgedienten Toaster zur Reflow-Lötanlage umgebaut.
Dabei habe ich mir eine kleine Schaltung gebaut (mit Tiny26), die über
eine selbstgeschriebene PC-Software via RS232 angesteuert wird und
Toasterheizung bzw. einen Lüfter zum Abkühlen ansteuert. Die Temperatur
wird über einen (wahlweise zwei) pt100-Messfühler aufgenommen und die
Temperaturkurve kann beliebig mit der Software vorgegeben werden.

Hier ein paar Bilder

http://www.weidinger-online.de/div/regler.jpg

http://www.weidinger-online.de/div/toaster.jpg

http://www.weidinger-online.de/div/shot.gif

Jetzt habe ich erste Tests durchgeführt, zunächst einmal mit einer
unbestückten Platine. Hmm, es klappt zwar einigermaßen gut, aber es
stank und qualmte mit Platine doch recht stark. Nun kann es natürlich
sein, dass die Temperatur womöglich höher ist als gemessen, was ich
allerdings nicht glaube.

Meine Frage ist nun, ob das vielleicht normal ist. Hat jemand
Erfahrungen mit Reflow-Löten? Qualmt und stinkt es immer so?

Des Weiteren wollte ich fragen, ob Interesse an der Schaltung und an
der Software besteht (natürlich nur, wenn das Ganze hier auch gut
funktioniert - ich bin noch am Eperimentieren). In dem Fall würde ich
Baupläne und Software auf meiner Homepage (frei) zur Verfügung
stellen.

Viele Grüße

Autor: Ratber (Gast)
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Zu deiner Frage:

Ja,es Stinkt und Qualmt immer einwenig beim Reflow (Auch bei Welle).
Das läast sich nie ganz vermeiden.

Bevor die Frage kommt woher ich das wissen will:


Ich Arbeite in nem Automobilzulieferer wo wir den lieben langen Tag für
Verschiedene Marken Von VW über BMW,Toyota usw. bis Rolsroyce (zb.
Kühlerfigursteuerung ua. )herstellen.

Natürlich gibt es da einige Automaten zur Bestückung und Verlötung der
selben.

Da so in etwa jeder mal überall ghearbeitet haben sollte (Einerseits
Zwecks Verständnis und andererseits um mal bei Personalmangel einfach
einspringen zu können) hab ich auch schon etliche Tage direkt an den
Automaten verbracht und trotz Abzug öfters mal gerochen wie es stinkt
gg


Etwas Qualmentwicklung ist ok,fette Schwaden nicht.

Wenn der Lötstoplack angegriffen ist (An den Lötaugen gut mit ner 10x
Lupe zu erkennen)dann war es zu Heiß.

Wichtig ist langsam Vorheizen,Schnell aufheizen,kurz Löten (Nur solange
wie nötig) und schnell abkühlen.

Autor: Ratber (Gast)
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Hmpf,wieder was vergessen (Wann kommt das neue Forum endlich damit man
Editieren kann ?)


Wollt noch erwähnen das es bis jetzt schon ganz gut aussieht.
Mach weiter so.


PS: Man sollte natürlich beim Lötgut drauf achten Reflowfähige
Bauelemente zu nehmen sonst qualmts fürchterlich ;)

Autor: Weide (Gast)
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Hallo Rather,

vielen Dank erstmal für Deine Hinweise. Das beruhigt mich natürlich
erstmal. Ich muß jetzt noch ein wenig die Kühlung optimieren. Der
Lüfter erreicht leider momentan überwiegend die Platinenunterseite und
es gelingt noch nicht, schnell genug abzukühlen.

viele grüße

Weide

Autor: Ratber (Gast)
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Besorg dir mal nen Radiallüfter (Schneckenförmig) mit passendem Antrieb
(Kann ja ruhig für einige Sekunden richtig Leistung ziehen und lärmen)


Der bläst dann richtig ab.

Mit den Temperaturen kannste ja auch noch etwas Experimentieren.

Bei den Großen Geräten bekommen wir für neue Produkte oder Sonderserien
(Einmalige Sonderwünsche von Kunden) manchmal gleich Passende
Kurvenverläufe aber oft dürfen wir erstmal etliche Bleche lang
rumexperimentieren (Kunde Zahlt das natürlich) bis es Optimal ist aber
da haben wir natürlich den Vorteil das unsere Spezis die ja meist am
Gerät arbeiten schon aus dem Gefühl heraus fast perfekte
anfangseinstellungen vorlegen so das nur wenig korrigert werden muß.

Privat mit nem selbstbau is das natürlich Essig.

Autor: Jochen (Gast)
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Interessant ist das. Ich würde gerne mal BGAs löten.
Womit hast Du das denn getestet?

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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Der Link-of-the-Day dazu :)
http://wwwbode.cs.tum.edu/~acher/bga/index.html

Gruß,
Matthias

Autor: Badguy (Gast)
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@Weide

Hi, wie ich sehe scheint dein Steuerungsprogramm in Delphi geschrieben
zu sein. Falls dies der Fall ist, kannst Du mir bitte sagen mit welcher
Komponente oder DLL Du die RS232 ansteuerst? Da ich Delphi 7 benutze
laufen meine ganzen alten Komponenten nicht mehr und hier unter winXP
trotz passender Port-Treiber (LCD an LPT geht ja) schon garnicht.
Falls Du eine DLL verwendest, könntest Du mir auch die Procedure-Rümpfe
geben um auf die DLL zugreifen zu können?

Ich hoffe Du kannst mir Helfen.

Danke schonmal im Voraus!

Gruß Badguy

Autor: Weide (Gast)
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Hallo Badguy,

für RS232 verwende ich die "SerialNG"-Komponenten von "domis.de".
Die Komponenten habe ich im Prinzip fast unverändert eingebunden. Es
sind auch einige Beispiele auf deren Homepage zu finden, so dass es
eigentlich problemlos umsetzbar ist.

Ich hoffe, damit ist Dir erstmal weitergeholfen; ansonsten kann ich Dir
natürlich gerne meine Units zukommen lassen.

Gruß Weide

Autor: Badguy (Gast)
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@ Weide

**************************************
 DICKES GROßES FETTES DANKE AN DICH 
**************************************

Geht einwandfrei!!! Jetzt kann ich endlich ein neues Steuerungsprogramm
für meine PC-Lüftersteuerung proggen. Die Komponente is ja auch
supereinfach einzustellen, also echt genial.

Gruß Badguy

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