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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Signal am Zündkabel abgreifen ?!


Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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Hallo Leute!

Ich würde gern für ein Simson S50 Moped (DDR) einen digitalen
Drehzahlmesser bauen. Dazu müßte ich ja einfach nur die Zünd-Impulse
zählen. Ich möchte eigentlich kein Kabel an das Zündkabel (von der
Zündspule zur Zündkerze) antüteln. Ich hätte gedacht, dass ja bei jeder
Zündung ein Magnetfeld um das Zündkabel entsteht, dass ich irgentwie
auswerten kann.

2 Sachen hätte ich mir überlegt:
1. Ein kleine Spule an das Zündkabel anlegen und mit dem ADC eins AVRs
die induzierte Spannung auswerten.

2. Einen Magnetfeldsensor (Hall-Sensor ??) an das Zündkabel anlegen.

Letzteres würde mir besser gefallen, nur leider habe ich keine Ahnung
von diesen Sensoren. Welche Typen gibt es? Welche wäre geeigent? Wie
werden diese Angeschlossen? Wie bekomme ich das Signal in den AVR?

Wäre toll, wenn Ihr ein paar Antworten hättet. Bitte versucht möglichst
"leihenhaft" zu antworten, denn ich kenne mich nicht wirklich gut
aus.

MfG
Sascha

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

Methode1 müßte klappen. Bis vor einigen Jahren wurde bei der
Abgasuntersuchung am PKW eine Zange auf's Zündkabel geklemmt und so
der Impuls abgegriffen. Vermutlich waren da einige Windungen einer
Spule darin untergebracht. Aber nicht niderohmig abgreifen, sonst
schwächst Du den Zündfunken. Primär kommt man nicht dran beim Moped
oder?
Andere Idee: Vielleicht sind auf der Bordspannung charakteristische
Pulse drauf, die sich auswerten lassen?

Gruß

Autor: Chris (Gast)
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Der ADC ist aber zu langsam, um einen dieser kurzen Zündfungen überhaupt
zu bemerken.

Autor: Benjamin Johann (Gast)
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Weitere möglichkeit wäre eine Spule auf die Zündspule zu Packen - Das
Magnetfeld reicht warscheinlich aus der Spuler heraus.
Das Signal würde ich auf jeden Fall über einen Schmitt-Trigger-Eingang
und Interrupt auswerten. Mit dem MSP430 habe ich sowas schon
hinbekommen.
Benni

Autor: Timo (Gast)
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Moin Sascha

Ich habe genau das gleiche Problem wie du. Ich wollte ebenfalls einen
Drehzahlmesser für meine Simson S53M bauen. Dabei habe ich erstmal 5
bis 10 Windungen Draht um das Zündkabel gewickelt und gehofft, dass ich
mit dem Oszilloskop was messen kann. Aber Pustekuchen. In
unregelmäßigen Abständen kam mal ein Ausschlag und das wars.
Ich hatte eigentlich vor, das Signal über einen Operationsverstärker an
den AVR zu übergeben. Aber ohne Signal wird das wohl nix. :-(
Ich bin in der Analogtechnik leider auch nicht so bewandert, dass ich
meinen Fehler auf Anhieb feststellen könnte.
Evtl. hat ja jemand von euch noch Tipps wie wir das in den Griff
bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Timo

Evtl. hilft das ja noch ein wenig weiter

http://www.enduro-stammtisch.de/module/dzm.htm
http://www.enduro-stammtisch.de/module/dzm-manual.htm

Autor: Werner (Gast)
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Hallo,

gibt's da keinen Unterbrecherkontakt? Kann mich dunkel aus meinen
2-Takt Zeiten daran erinnern dass dort (zumindest bei Zündapp,
Hercules, KTM usw.) unter dem Polrad ein Unterbrecherkontakt zu finden
war. Irgendwie muss der Zündspule ja mitgeteilt werden wann sie zünden
soll.. .

Von einem induktiven Abgriff auf der Hochspannungsseite würde ich
abraten. Die Gefahr (insbesondere bei kleineren Zweitaktern ohne
leistungsfähigen Akku) dass der Zündfunke ganz zusammenbricht ist
einfach zu groß. Auch ist nicht auszuschließen dass nicht doch ein
Funke in die Spule und somit in deinen Drehzahlmesser einschlägt.. .

Besser wäre also entweder den Unterbrecherkontakt anzuzapfen oder z.B.
mittels Reflexlichtschranke einen aufgemalten weißen Punkt am
Polrad/Schwungrad auszuwerten. Einen Hallgeber wirst du hier vermutlich
nicht einsetzen können, da die Oberfläche meist glatt ist und sich die
magnetische Feldrichtung nicht ändert. Wellen welche mittels Hallgeber
abgetastet werden sind meist entweder gezahnt oder haben einen
eingelassenen Magneten. Käme aber bei euch auf einen Versuch an, da
andererseits im Innern des Polrades ja auch starke Permanentmagnete
verbaut sind.

Gruß,
Werner

Autor: Billi (Gast)
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Hallo

Ich möchte auch bald so was machen.

Also eigentlich müsste eine Wicklung um das Zündkabel reichen dann mit
Operationsverstärker extrem verstärken und dann mit einem
Schmitttrigger auf Digital umstellen.
Vielleicht wäre noch ein Optokoppler von Vorteil um die Sache zu
schützen.

Hat das schon jemand gemacht?

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

einen Operationsverstärker halte ich für zu langsam für so einen kurzen
Impuls. Vor allem dann, wenn man extrem verstärken will. Transistoren
passen da besser.

Gruß

Autor: Billi (Gast)
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Hallo Chris

Wäre da ein Darlington gut?


Gruss

Billi

Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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Hallo!

Das hört sich alles schon recht gut an. Ich würde das gerne schon am
Zündkabel machen, denn es soll auch jemand installieren können, der
nicht erst am Unterbrecher rum fummeln will.
In diversen Motorrad-Katalogen gibt es digitale Drehzahlmesser zu
kaufen. Bei denen muss man mit einem Gummiband ein Kapsel am Zündkabel
befestigen. Da wird wohl sowas drin sein. ...Spule oder Hallsensor.

Wo find ich denn eine Seite wo ein paar Dinge zu Hallsensoren erklärt
sind? Google hat bis jetzt nix richtiges gebracht...

MfG
Sascha

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

normalerweise lassen sich Einzeltransistoren für alle Fälle günstig
beschalten, weil man überall dran kommt, und sind schneller als ein
Darlington. Wenn es schon ein Darlington sein soll, dann ein BC517 oder
ähnlich.

Gruß

Autor: Werner (Gast)
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Hi,

das Datenblatt bezieht sich zwar auf einen bereits etwas
spezialisierten Hallgeber (Drehzahlsensor), das Funktionsprinzip ist
aber stets gleich. Vielleicht hilft's ja weiter.. .

Zu bekommen ist das Ding u.a. bei Conrad.

Gruß,
Werner

Autor: Sebastian (Gast)
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Warum schließt ihr nicht einfach einen Optokopler an die Primärseite der
Zündspule?
Mache das hier an einer 6V MZ Zündung und das geht prima.
(ungenauigkeit  10U)
Alternativ wäre an der Primärseite ein Schmittrigger die bessere
Lösung.
Hier im Forum gibt es ja schon einen Drehzahlmesser und da steht auch
einiges über den Abgriff des Signals. Einfach mal in der Codesammlung
gucken.

seb

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