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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Relais- AVR stürzt ab


Autor: Andreas Wiese (Gast)
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Hallo zusammen,

Ich habe für einen Bekannten eine Heizungssteuerung für den Putenstall
mit dem At90s2313 gebaut, wo ich auch mittels Relais einen
netzbetriebenen Mischermotor ansteuere. Zuhause funktionierte alles
wunderbar, nur jetzt, wo alles angschlossen und eingebaut ist, gibt es
das Problem, dass der AVR beim Ausschalten des Relais manchmal einen
Reset macht. Der einzige Unterschied zum Testen zu Hause ist, dass das
Verbidungskabel zum Motor jetzt nur noch ca. 20cm lang ist. Hat einer
eine Idee, woran das liegen könnte, bzw. wie ich das einfach beheben
kann. Alles wieder auszubauen und zu Hause zu testen wäre ein sehr
großer Aufwand.
Da der Motor und der AVR an der gleichen Netzleitung hängen, kann ich
mir eigentlich nur vorstellen, dass es durch die Netzversorgung kommt.
Ich habe aber ganz normal Trafo, Spannungsregler und recht groß
dimensionierte Elkos mit 100n Abblockkondesatoren dazwischen.
Vielleicht liegt das Problem auch ganz wo anders.
Wäre sehr dankbar, wenn einer eine Idee zu dem Problem hätte.

Gruß
Andreas

Autor: andré (Gast)
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Schalt parallel zur Spule mal ne Diode ("falschrum" so, dass das
Relais trotzdem noch schalten kann).

mfg

Autor: Marko B. (Gast)
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Hast du ne Freilaufdiode am Relais? Desweiteren - wenn's störungsarm
sein soll, dann sollte man im Nulldurchgang schalten, geht ganz einfach
z.B. mit MOC3063 + Triac. Dann entfallen auch fehleranfällige
Mechanische Teile.

Autor: Till (Gast)
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wenn keine freilaufdiode --> rückspannung aus dem ausschaltenden relais

wenn mit freilaufdiode: durch spule und diode fließt beim abschalten
sehr kurz ein heftiger strom,so kann  eine spannung in nahe genug
liegende leiterbahnen induziert werden. Abhilfe: langsamer ausschalten,
relais mit nicht zu niederohmiger wicklung nehmen.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

hast du einen Snubber über die Relaiskontakte?
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-fa...

Matthias

Autor: Andreas Wiese (Gast)
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Danke für die vielen Tipps.

Also eine Freilaufdiode habe ich über dem Relais, mit dem Snubber das
werde ich dann wohl mal ausprobieren, war mir noch nicht bekannt.

Gruß
Andreas

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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Hört sich für mich ganz klar nach einem EMV-Fall an. Die üblichen
Maßnahmen sollten Abhilfe schaffen:
- Bessere Filterung der Eingangsspannung (LC-Eingangsfilter)
- Bessere Filterung der Sensoren
- Abschirmung der Leiterplatte: GND-Fläche einfügen, zur Nut tuts auch
eine Kupferplatte unter der Platine, an GND angeschlossen.
- bessere Anordnung der Bauteile auf der Platine, denn jede Leiterbahn
ist auch eine Antenne
- Reset-Generator verwenden.
- Ist an dem Relais eine Freilaufdiode, liegt es in der Regel nicht am
Relais selbst sondern an den Störungen, die durch den Schaltvorgang auf
der Leistungsseite in die Schaltung gelangen.

Autor: Virtual Art (Gast)
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Hallo,

meiner Meinung nach liegt das Problem an dem geschaleten Relaiskontakt.
Ich hatte auch mal so ein ähnliches Problem,
und habe parallel zum Schließer des Relais einen VDR angeschlossen.
Das Problem ist dort der Abreißfunken beim ausschalten. Dieser ist
besonders bei Induktivitäten (Motoren) vorhanden.

VDR ----> Voltage dependent resistor
Hervorragender Überspannungsschutz gegen
ESD, Blitzschlag und induktive Schaltlasten.

Dieses Bauteil hat normalerweise bei Nennspannung einen großen
Widerstand. Bei Überspannung wird dieser sehr viel kleiner, so dass
sich die Spannung abbauen kann.

Bitte den richtigen Typ auswählen!!!


cu

Autor: Jens-Erwin (Gast)
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Hallo,

habe gerade solch ein Problem erfolgreich behoben für eine
Brunnensteuerung mit 5 mal 230V ~ Ventilen
und ein kurioses Klangkunstprojekt mit 50 Staubsaugern, die permanent
ein- und ausgeschaltet wurden.

Am Anfang habe ich mit Relais und allen Vorsichtsmaßnahmen gearbeitet
-- alles erfolglos - der Abreißfunken stört die Schaltung.

Beste Lösung heißt -- Solid-State-Relais -- Input ist eine Led, die
einen Ausgangstriac steuert und das in einem einzigen Baustein

S102S12,S202S12 ---- 400V, 8A
mit Nulldurchgangsschaltung und Snubber (Kond und Wid über dem
Schalter)

kosten bei Reichelt ca. 6.60
Achtung, unbedingt einen Vorwiderstand am Eingang anlegen (bei 5V ca.
390 Ohm).

Der WGA 5-6D25 schaltet 25 A hat auch Snubber und Nulldurchgangs...
kostet aber 16.90 (Staubsaugerschaltung 1600W ohne Probleme und ohne
Absturz)
hier ist kein Vorwiderstand nötig - direkt 3-30 Volt (Strombegrenzung
intern)

Autor: Virtual Art (Gast)
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Hallo,

ja gut, Solid-State-Relais ist auch eine Lösung aber wenn das Layout
steht, sind VDR`s einfacher zu implementieren.
Noch etwas zu Solid-State-Relais:
leider bieten diese Bauteile keine galvanische Trennung zwischen dem
Netz und in diesem Fall dem Motor. Auch ist die hohe induktive
belastung bei der Auswahl zu berücksichten!

cu

Autor: wolli (Gast)
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Also es gibt durchaus solid-state Relais mit galvanischer Trennung.
Vielmehr sind so ziemlich alle Halbleiter-Wechselstromrelais mit einem
internen Optokoppler getrennt. Und die haben teilweise höhere
Isolationsspannungen als Standardrelais.

Solid-state Relais haben bei induktiven Lasten aber ähnliche Probleme
wie mechanische Relais, da nützt auch der Nullspannungsschalter wenig.
Bevor man irgendwelche Schaltungstechnische Maßnahmen unternimmt,
sollte man überprüfen, woher der Störimpuls überhaupt kommt, d.h. aus
dem Steuerkreis oder von der Versorgungspannung.

Autor: Dirk (Gast)
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Hi,

ich hatte bei einem Projekt die gleichen Probleme. Bei mir kamen die
Stoerungen durch die Netzspannung. Ich habe dazu die Betriebsspannung
ueber LC Filter gefiltert.

Die genannten Solid State Relays sind von der Firma Sharp und snd z.B.
bei Reichelt erhaeltich S202 ....


Mfg

Dirk

Autor: Virtual Art (Gast)
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Hallo,

ich meinte ja auch nicht die galvanischer Trennung zwischen Steuer und
Lastkreis (üblich durch Optokoppler), sondern zwischen Netzspannung und
Motor im ausgeschalteten Zustand!!!!

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