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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik welcher Mikrocontroller ist der beste


Autor: Martin Schöler (Gast)
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Hallo!

Ich habe zwar den Mikrocontroller "C-Control", nenne mich
jedoch trotzdem Anfänger in der Mikrocontroller-Technik.

Der C-Control-Mikrocontroller ist zwar ideal für Anfänger,
ich habe auch schon ein Programm darauf programmiert,
jedoch suche ich einen sehr billigen Mikrocontroller, den
man mal eben für irgendetwas investieren kann.
Am besten wäre es natürlich, wenn Brenner und Löschgerät
nicht auf dem Mikrocontroller inclusive sind, damit ich
beides nicht pro Mikrocontroller neu kaufen muss.
Gibt es eigentlich einen Mikrocontroller für 5 Euro z.B.?
Oder muss ich dafür in Ebay die EProms,
Controller und Arbeitsspeicher kaufen und zusammenbauen, um
auf diesen Preis zu kommen?

Wenn ich ein Programm in C schreibe und mit einem Cross-Compiler
auf einen EProm brenne, ist es dann egal, welcher Controller
den Code ausführt, oder gibt es nur bestimmte für verschiedene
Sprachen und EProms? Den EProm kann man doch als kleine Festplatte
ansehen, oder?

Zusammengefasst:
Wie kann ich am billigsten in die Mikrocontroller-Welt einsteigen,
wenn ich viele Mikrocontroller programmieren will?

Ich kenne mich leider nicht sehr gut mit Mikrocontrollern aus,
dafür aber sehr gut mit der Programmiersprache C.

Ist egal, wie

Autor: Henning (Gast)
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hmm, da kann man eigentlich nur auf das tutorial hier verweisen. avr´s
kosten nicht die welt, gibt in unterschiedlichen größen und sind sehr
schön zu programmieren. es gibt natürlich noch ne menge anderer
controller & welcher der beste ist ist wohl eine glaubensfrage, aber
ich würde dier hier zu den avr raten, weil man hier viel hilfe bekommen
kann, wenn man sich ein wenig mühe gibt.

avr´s gibt ab 2 euro und ein "programmiergerät" kann man selbst
bauen, ohne viel bezahlen zu müssen.

schaue dich einfach ein wenig hier um.

und die zeiten mit eeprom, controller (prozessor) und arbeitsspeicher
zusammenbauen sind vorbei. alles was du brauchst ist ein chip. der
mikrocontroller.

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Hallo Martin

das ist schon eine ganz schön provokante Frage, die geeignet ist z.B.
einen Streit zischen AVR- und PIC-Lager anzuzetteln. Aber damit hab ich
auch schon gesagt was vielleicht für dich geeignet ist: ATMEL'S AVR's
und/oder Microchip's PICs. Ich kenn mich nur den PIC's ein bisschen
aus: Also dafür gibts einen kostenlosen Assembler von Microchip und
diverse kostenlose Demo-Verionen von C-Compilern. Weitere Informationen
unter microchip.com und z.B. www.sprut.de.
Zum Brennen gibts einiges zum kaufen (klar) oder zum Selberbauen
(www.sprut.de)
Zu den Pics: die gibts ab 8 Pin z.B bei Reichelt, Standard PIC 16F627
(18-pinner) für 3,30 Euro.

Ein AVR-Fan gibt hier sicher auch was zum Besten. Da siehts wohl
ähnlich aus.

Gerhard

Autor: Malte Marwedel (Gast)
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Sehr billig ist der AT90S2313 aus der AVR Familie (bei Reichelt 2,10€).
Sitzt in einem 20 Pol DIL Gehäuse. Extern werden noch 2 Kondensatoren
und ein Quartz benötigt (Flash ist bereits im Controller). Der
Programmer besteht aus ein paar Widersänden und einem LPT Stecker + 5 V
Spannungsversorgung. Das ganze ist also für 10-15 € zu haben.
Allerdings empfehle ich einen etwas leistungsfähigeren Controller, der
c.a. das Doppelte kostet (z.B. AT90S4433 oder ATMEGA8).

Schau mal hier ins AVR Tutorial, da findest du alles nötige.

Autor: Till (Gast)
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den besten gibts nicht, kommt immer auf die anforderungen an.

ein programmiergerät für PICs kann man für 5€ einzelteile bauen,
anleitung z.B. bei http://www.sprut.de/electronic/pic/index.htm
teile bei http://www.reichelt.de/ einen 16F628 gibts da z.B. für 2,65€
einen 16F630 für 1,45€

Mit eine Universitäts - oder Firmen -emailadresse gehts auch als
kostenloses muster über den hersteller.

natürlich gibt es immer leute die behaupten "ihr" MC wäre der beste,
ich schätze aufgrund der altersstruktur der anwender trifft dieses
besonders auf atmel - user zu.

Autor: Martin Schöler (Gast)
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Hi!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich innerhalb von 13 Minuten 4 Antworten
bekomme. Echt SUPER Seite!

Cool!
avr's für 2 Euro.
Was ist eigentlich genau ein avr? Ist das ein "Chip"?
Wenn ich einen avr programmiert habe, kann ich ihn
direkt ohne zusätzliches mit einer Batterie
ausführen? Also, ist der EProm, Prozessor und Arbeitsspeicher
im avr standartmäßig eingebaut?

Danke für eine Antwort
Martin

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Die AVR'S und die Pics gehören zu einer Kategorie von
Mini-Microcontrollern, die RAM, FLASH (EPROM) EEPROM und diverse
Peripheriefunktionen eingebaut haben. Alles was du zum Gebrauch noch
brauchst, ist ne Stromversorgung und ein Quarz. Bei den PIC'S gibts
welche, die haben die Takterzeugung schon eingebaut, da brauchst noch
nicht mal einen Quarz (gibts vielleicht auch bei den AVR's, weiß ich
aber nicht).

Gerhard

Autor: Malte Marwedel (Gast)
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>gibts vielleicht auch bei den AVR's, weiß ich aber nicht.
Alle aktuellen AVRs (MEGA Serie) bieten die Möglichkeit den Takt intern
zu erzeugen.
Übersicht über alle aktuellen AVRs: (Reichelt verkauft zusätzlich auch
noch welche, die laut Atmel nicht mehr aktuell sind)
http://www.atmel.com/dyn/products/param_table.asp?...

Autor: ...HanneS... (Gast)
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Der BESTE MC ist wohl der, der die gestellte Aufgabe am preiswertesten
(also mit minimalem Aufwand) erfüllen kann...

Mit den AVRs der AT90-Serie (inzwischen auch "Classic" genannt) würde
ich heute nicht mehr beginnen. Die Tiny-AVRs und Mega-AVRs haben da
entscheidende Vorteile (z.B. brauchen sie keinen Quarz) und sind auch
nicht teurer.

Schau dir mal bei www.atmel.com die Datenblätter zu Tiny15, Tiny26,
Mega8, Mega8515, Mega8535, Mega16(x) und Mega32 an und z.B. bei
Reichelt (www.reichelt.de) die Preise und Verfügbarkeit.

Zum Einstieg in die AVR-Technik erfährst du hier im Tutorial und Forum
eine ganze Menge.

Bit- & Bytebruch...
...HanneS...

Autor: Henning (Gast)
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wie gesagt... wieder ist der glaubenskrieg ausgebrochen.

beschäftige dich einfach ein wenig mit der materie, durch die vielen
sites kann man viele möglichkeiten kennenlernen und suche dir dann ein
tutorial, mit dem´s dann losgehen kann. ich selbst habe mir zum anfang
ein Buch gekauft, das kostet natürlich viel geld & die infos gibt´s
auch alle im internet, aber es hat mir trotzdem viel geholfen, den so
kann ich schnell nachschlagen, wenn ich was brauche.

Viel Erfolg!

PS: ich würd dir natürlich zu den AVR´s raten :)

Autor: edi.edi (Gast)
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kannst auch fragen...

.....welche frau ist die beste ?

ed

PS: bitte 10 antworten in 5 minuten (falls moeglich)

Autor: Henning (Gast)
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hmm. scheint so, als gäbe es kein ideal.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Für den Einstieg ist das beste eine umkomplizierte 8-Bit Architektur wie
z.B. der AVR.

Wenns billig sein soll, ist der ATTiny26 schon sehr leistungsfähig.

Ich rate aber dazu, zum Entwickeln den etwas teueren ATMega8 zu nehmen,
da hast Du auch genug Platz um in C zu programmieren.

Vor allem, Du kannst einen Bootloader (siehe Codesammlung) reinbrennen
und ihn dann ganz bequem in der Schaltung über die COM programmieren.
Ein neues Programm ist dann in etwa 2,5s in den Flash (EPROM-Steinzeit
ist vorbei) reingebrannt (darf man mindestens 10.000 mal).


Die AVRs sind für Anfänger sehr gut geeignet, da sie im Gegensatz zum
PIC lineare Adreßräume, getrennte Interruptvektoren, mehrere
Datenpointer, je einen Codepointer und Stackpointer und die gleiche
Architektur haben. Die ATMegas haben lediglich einige Instruktionen
mehr.

Auch haben sie einen leicht zu erlernenden Befehlssatz.
Und der GCC-Compiler WINAVR ist auch sehr leistungsfähig.



Die 8051-er sind zwar auch sehr leistungsfähig (bis 100MIPS, 4MB Code-,
Datenspeicher) aber am Anfang sind die verschiedenen Speichertypen
nicht leicht zu verstehen. Sie sind allerdings das Geheimnis für sehr
schnelle und Speicher sparende Programme.
Sehr klein und billig ist die LPC-Serie von Philips.

Aber die guten Entwicklungstools sind leider sehr teuer, was wohl in
deren massenhaften industriellen Einsatz begründet ist.
Die 8051-Familie ist nämlich diejenige unter den 8-Bittern die weltweit
am meisten eingesetzt wird und die größte Typenvielfalt (einige 1000
von über 40 verschiedenen Herstellern) hat. Z.B. in jedem PKW und PC
findest Du mehrere davon.



Die PICs sind eigentlich keine Familie, sondern nur die Zusammenfassung
der verschiedensten 8-Bitter eines Herstellers.
D.h. je nach Typ unterscheiden sich die Möglichkeiten der einzelnen
PICs schon sehr extrem.
Die Kleinen haben keinerlei der oben angesprochenen Vorteile des AVR,
die Großen haben auch schon einige davon.
Bei einem PIC Programm muß man also immer wissen, für welchen Typ es
geschrieben ist bzw. die Anpassung auf einen anderen Typ kann schon
manchmal in größerer Arbeit ausarten.



Peter

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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Die Frage ist absoluter Quatsch. Da könnte man auch fragen:
WELCHE IST DIE EINZIG WAHRE RELIGION ?
Es gibts von jeder Familie günstige Einsteigermodelle, freie Assembler
und Compiler sind auch für fast jede Familie erhältlich. Der freie
Support im www gibt sich auch nichts mehr. Deshalb: Werfe eine Münze.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Matthias

"Die Frage ist absoluter Quatsch."

Diese Antwort ist absoluter Quatsch.

Auch wenn das Subjekt vielleicht etwas unglücklich formuliert ist,
würde ich nach Lesen des Beitrags die Frage eher so deuten:

"Welchen MC würdet Ihr zum Einstieg empfehlen ?".

Und da sind ja auch schon einige Antworten in genau diese Richtung
gegeben worden.


Bleib einfach locker und lege nicht immer gleich alles auf die
Goldwaage :-)

Peter

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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So wars auch nicht gemeint :)
Die Sache ist einfach die, dass wahrscheinlich 100 Leute 100
verschiedene Antworten auf diese Frage geben werden, durchaus
berechtigt.

Es gibt keine Patentlösung für den besten Einstieg in die faszinierende
Welt der Micrcontroller, sie liegt von Person zu Person etwas anders.
Mit einem 8051/AVR/PIC/MSP430/LPC2100 kann man für den Anfang
eigentlich nichts falsch machen. Jeder Controller hat seine Vor und
Nachteile.
Mein Tip: Informier Dich im www über die µC und entscheide dann aus dem
Bauch heraus.

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Wenn es nicht um ein konkretes Projekt geht, sondern um das
experimentieren (basteln) und das programmieren-lernen kann man sicher
mit jedem der oben genannten Prozessoren anfangen.
Hier würde ich mich aber auch um die verfügbare Software kümmern.
Für die PIC's gibt es bei Microchip das kostenlose MPLAB, aber nur für
Assembler, C-Compiler gibt es kostenlos nur mit Einschränkungen.
Wer in C programmieren will, findet für AVR und MSP430 kostenlos den
wirklich sehr leistungsfähigen GNU Compiler. Bei den AVR's ist auch
die Programmierhardware minimal.
Für den Low-cost Einstieg wäre meine Empfehlung ein Steckbrett, einen
AVR ATmega8 (ca 4 Euro) und ein selbstgestricktes Prorammiergerät (wie
STK200). Dazu WinAVR als C-Entwicklungssystem.
Unumgänglich ist natürlich das Datenblatt zum Prozessor, ohne das man
ihn garantiert nicht zum laufen bringt...

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Apropos Datenblatt:

Wie gross wäre eigentlich das Interesse an einer deutschen Übersetzung?
Man müsste natürlich bei Atmel um Erlaubnis fragen. Wenn sich hier
10-20 fleissige Leute zusammentun, wär das ja zu machen.
Oder besser: gleich zusammen ein Mikrocontroller Buch für Atmel
schreiben, dann ist man freier in der Forumlierung und kann als Stoff
neben einer Einführung hauptsächlich eine frei formulierte
Datenblattübersetzung zum Nachschlagen reinmachen.

Wer würde sowas gerne nutzen und wer würde da gerne mitarbeiten?

Format soll am Schluss natürlich wieder PDF sein, lässt sich mit
Openoffice recht schön machen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Anmerkung:

Was ich unter 8051 als Philips LPC angeführt habe, ist die LPC900
Serie, also 8-bittige 8051-er.

Nicht zu verwechseln mit der Philips LPC2100 Serie, das sind nämlich
32-bittige ARM.
Und die würde ich eher nicht für Einsteiger empfehlen.


Jeder Hersteller kocht sein eigenes Bezeichnungsüppchen und ähnliche
Bezeichnungen müssen noch lange nicht ähnliche Funktion bedeuten.
Manchmal unterscheiden sich völlig verschiedene IC nur durch einen
einzigen Buchstaben oder Ziffer.


Peter

Autor: Henning (Gast)
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@Fritz
habe das Buch AVR-Risc Mikrocontroller von Wolfgang Tampert. Das
enthälten im Prinzip die Datenblätter der Classic Serie in deutsch.
(natrülich + beispiele und erklärungen) das ganze hat seinen preis

naja die restlichen funktionen würde ich mir aus den datenblättern
suchen. arbeite im moment mit nem tiny12, wenn ich da was brauche gucke
ich in der pdf. schließlich sind die das so ziemlich letzte wort und
sehr gut verfasst.

da kann ich dann gleich ein wenig englisch übern :)

Autor: ...HanneS... (Gast)
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Hi...

@Fritz:
Wenn man bei ATMEL (oder deren deutscher Vertretung) Datenblätter in
deutsch (kostenlos) downloaden könnte, dann würde ich die gern nehmen.
Wenn sich aber nur wegen mir und ein paar anderen Englischunkundigen
ein anderer AVR-Fan die Arbeit des Übersetzens machen soll, dann
verzichte ich gerne (schlechtes Gewissen). Und von einem Buch halte ich
garnix, ehe es fertig ist, ist es veraltet, das habe ich am AVR-Buch
von Volpe gesehen, ist nur eine (teilweise recht fehlerhafte)
Übersetzung der Hilfedatei einer alten Version des AVR-Studio. Ich
betrachte den Kauf dieses Buches als Fehlinvestition bzw. Lehrgeld.

Und im Übrigen ist mir das englische Original eines Datenblattes immer
noch lieber als eine freie Übersetzung, bei der meist einige Dinge auf
der Strecke bleiben... - Auch wenn das (englisch) Lesen recht mühsam
ist, denn ich hatte vor über 40 Jahren in der Schule nur deutsch und
etwas russisch...

Bit- & Bytebruch...
...HanneS...

Autor: buz11 (Gast)
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Ich mag die 8051er , aber hätte ich mit AVR angefangen ,
wär ich nun wohl ein AVR - Fan ...

Für die 8051er gibt es in deutsch :
" Das Microcontroller Kochbuch MCS51 ( Assembler )"
Finde ich sehr gut .


Heutzutage ist zwar in der Elektronikwelt alles sehr schnell "alt" ,
aber man kann auch übertreiben ...
Was soll ein Supermegawahnsinnschip der mit 3% ausgelastet wird ?
Mit einem aktuellen 8051er gibt es fast nichts was nicht geht .

Autor: Martin Schöler (Gast)
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Hi!

Was ist eigentlich ein Bootloader in einem MC?

Haben viele ATmega-Chips eigentlich 4 Timer,
also 4 Quartze? Wenn nicht, was bedeutet der 16-bit
Timer und der 8-bit Timer? Ein ATmega64-Chip z.B.
hat nämlich 2 16-bit Timer und 2 8-bit Timer.
Wofür braucht ein Chip 4 Timer?

Martin

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Hallo Martin!

Timer ist nicht gleich Quarz. Man braucht, wenn überhaupt nur einen
Quarz, der gibt einen konstant genauen Takt vor. Wenn es nicht so genau
sein muss, reicht auch der interne Oszillator, der lässt sich auf 1,4
und 8MHz programmieren.

8bit Timer heisst einfach, das ist ein Zähler der von 0 bis 255 zählt
und dann wieder bei 0 anfängt. Getaktet wird er dabei vom Quarz oder
internen Oszillator, wobei man noch einen Vorteiler einstellen kann,
z.B. durch 64. Dann zählt der Timer bei 8MHz Takt mit 125kHz.
Der 16-bit Timer kann bis 65535 zählen.
Einen Timer kann man z.B. durch einen Pin takten.
Man kann dem Timer sagen, dass er bei jedem Takt mit einem bestimmten
Wert vergleichen soll, und dann etwas tun, z.B. wieder bei 0 starten,
einen Interrupt auslösen, einen Portpin umschalten oder den Hund
streicheln :-)

Der Chip braucht nicht die 4 Timer, der Programmierer braucht sie
eventuell.
Ich komme z.B. bei meinem Projekt mit 2 Timern aus, einer steuert das
ganze Zeitverhalten und der zweite dimmt die Displaybeleuchtung langsam
dunkel (mit der sog. PWM).

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Vergessen:

Der Bootloader ist ein kleines Programm, mit dem du dein Programm über
die serielle Schnittstelle in den MC laden kannst.

Sonst macht man das über einen speziellen Anschluss mit einen einfachen
Programmieradapter. Wenn du in deiner Schaltung nicht sowieso eine
serielle Schnittstelle brauchst ist die normale Programmierung über den
Programmieradapter einfacher, man braucht nur eine Steckerleiste
einlöten und an ein paar Ports anschliessen.

Autor: Martin Schöler (Gast)
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Wie ungenau ist eigentlich ungefähr der interne Timer
relativ zum Quartz?
Wenn man ihn als Uhr betrachten würde, liefe er vielleicht
pro Tag eine Sekunde falsch?

Martin

Autor: Henning (Gast)
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der timer läuft so genau, wie dein Prozessortakt. also beim quarz so
genau wie dieses.

Autor: Martin Schöler (Gast)
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Hi !

Ich meine natürlich, wenn ich keinen Quartz an den Mikrocontroller
anschliesse und ihn einen Tag laufen lasse.
Daneben lasse ich einen mit Quartz einen Tag laufen.
Beide zählen die Sekunden. Wie ungenau ist der Mikrocontroller
ohne Quartz? Wann fängt die Ungenauigkeit an? Wenn er eine Minute
zählt, oder einen Tag oder ein Jahr?

Mein erstes Programm soll nämlich Zeitabstände innerhalb einer
Minute messen können. Ab welcher Zeitdauer brauche ich einen Quartz?

Eine andere Frage:
Ich habe noch nicht vollständig verstanden, warum ein Mikrocontroller
mehrere Timer benötigt. Ein Computer hat doch auch nur einen Timer,
aus dem man softwaremäßig mehrere Timer erstellen kann, indem man
die Startzeiten in verschiedenen Variablen abspeichert. Die
vergangenen Sekunden sind dann immer [ timer - variable ].
Sind die mehreren Timer also NUR für Interrupts da und also nur
dafür geeignet, die CPU auszulasten, weil man ohne Interrupts
die vergangene Zeit ständig mit der erwarteten Zeit vergleichen
muss, zu der der Interrupt bei mehreren Timern auslösen würde?
Das wäre natürlich eine gute Idee, weil der Stromverbrauch dadurch
geringer wird.

Martin Schöler

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Bei manchen Anwendungen braucht man mehr Timer, weil einer macht
interrupts, ein anderer auch aber viel öfter, und ein dritter zählt
Ereignisse mit. Oder man braucht PWM, dafür geht auch schon ein Timer
drauf.

Sieh es so: falls du einen zweiten brauchst, sei froh dass du noch
welche übrig hast.
Bei den AVR haben die Timer z.T. verschiedene Eigenschaften, z.B. läuft
im Power_save Mode nur mehr ein Timer, und der muss von einen externen
Quarz gesteuert werden (alles andere ist ausgeschaltet wie CPU Takt und
die anderen Timer).

Autor: ...HanneS... (Gast)
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Auch ein PC hat mehrere Timer, die meisten sind aber schon von
spezieller Hardware (bzw. deren Treibersoft) in Beschlag genommen (HDD,
FDD, EGA/VGA usw...). Selbst die Zeitscheibe von
Multitasking-Betriebssystemen hängt mit Sicherheit an einem
Timer-Interrupt.

Was die Genauigkeit der internen RC-Oszillatoren der AVRs angeht, so
ist das von Typ zu Typ unterschiedlich. Schau mal bei ATMEL nach den
Appnotes, da ist ein interessanter Beitrag über die Kalibration der
internen RC-Oszillatoren dabei. Da kannst Antwort auf deine Frage
finden... Aber eines vorweg: Die Oszillatoren sind nicht besonders
temperaturstabil, wobei die moderneren (Calibrationsversion 3.x und
höher) schon etwas besser als die älteren Versionen sind.

Aber tröste dich, auch externe Quarze haben eine gewisse
Temperaturabhängigkeit. Externe Quarzoszillatoren sollen wohl
temperaturkompensiert sein (mal im Datenblatt nachsehen...).

Bit- & Bytebruch...
...HanneS...

Autor: Martin Schöler (Gast)
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Hallo!

Ich bin jetzt dabei, mir meinen eigenen Brenner-Schaltplan
zusammenzustellen.
Nach dem Tutorial auf dieser Seite benötige ich:

R1       Widerstand 10k
C1       Keramikkondensator 47p
C2       Keramik- oder Folienkondensator 100n

         Stiftleiste 6-polig

         Mikrocontroller ATmega8 oder AT90S4433
         kann auf http://shop.mikrocontroller.net/ bestellt werden

         Quarzoszillator 4MHz



Nun habe ich auf www.reichelt.de geguckt und habe mehrere Teile
gefunden. Sind diese Produkte alle verwendbar, oder habe ich
bei der Auswahl einen Fehler gemacht?

1)
1/4W 10K  Kohleschichtwiderstand 1/4W, 5%, 10 K-Ohm (0.10 Euro)

2)
KERKO 47P  KERAMIK-KONDENSATOR (0.04 Euro)

3)
KERKO 100N  KERAMIK-KONDENSATOR  (Scheibenkondensator) (0.07 Euro)
oder
SIBATIT 100N  KERAMIK-C (Sibabit) (0.23 Euro)
oder
MKS-2 100N  Wima Folien-Kondensator, Rm 5mm, 100nF (0.07 Euro)
Kann ich mich für einen von diesen 3 Kondensatoren per Zufall
entscheiden?

4)
LU 2,5 MSF 6  Stiftleiste, gerade, RM 2,5, 6-polig (0.26 Euro)
Bild: http://www.reichelt.de/bilder/web/C140/LW25MSF.jpg
oder
LU 2,5 MS 6  Stiftleiste, gerade, RM 2,5, anreihbar, 6-polig (0.28
Euro)
Bild: http://www.reichelt.de/bilder/web/C140/LW25MS.jpg
Diese beiden Stiftleisten sehen SEHR unterschiedlich aus.
Deshalb habe ich ein Bild mit angegeben. Ich weiß echt nicht,
welche ich nehmen kann. Sie sind beide 6 polig. Kann ich etwa
irgend eine nehmen?


ATMEGA 8-16 TQ  ATMega AVR-RISC-Controller, TQFP-32 (3.70 Euro)
oder
ATMEGA 8-16 DIP  ATMega AVR-RISC-Controller, DIL-28 (4.25 Euro)
Eigentlich suche ich ja einen normalen ATMEGA 8 Mikrocontroller,
aber es wird nur einer mit DIP und einer mit TQ angeboten.
Kann man sie für die Schaltung nehmen, oder brauche ich unbedingt
den ATMEGA 8 ohne DIP und TQ? Was bedeutet eigentlich DIP und TQ?

OSZI 4,194304  Quarzoszillator, 4,194304 MHz (1.90 Euro)
Ich habe leider keinen Quarzoszillator mit 4 MHZ gefunden.
Ist die Abweichung mit 4,194304 nicht ratsam, oder gehört genau
dieser in die Schaltung und es wurde in den Angaben nur gerundet?

Danke für eure Mühe!
Martin Schöler

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Hallo Martin!

Beim Widerstand kannst du nicht viel falsch machen.

Der 100nF sollte ein keramischer Typ sein oder einer wo Low-ESR
dabeisteht.

Die Stiftleiste richtet sich nach deinem Programmieradapter,
normalerweise ist der vom 2.Bild der richtige. Wo nimmst du den
Programmieradapter her? Der vom Shop ist nämlich 10 polig.

Beim Gehäuse solltest du den DIP nehmen, der TQFP wird dich nicht
glücklich machen, weil der ist sehr klein.

Kauf dir auch eine passende Fassung für den Mega8, das sind schmale
28 polige Fassungen. Der Conrad hat die nicht, dem seine 28-polige
Fassung ist viel zu breit. Du kannst stattdessen 2 14polige nehmen,
achte drauf, dass sie anreihbar sind, dann kannst du sie hintereinander
einbauen und das passt dann.
Nimm wenns geht gedrehte Präzisionsfassungen, die sind etwas teurer
aber besser.

Brauchst du für eine bestimmte Schaltung 4MHZ? Sonst, wenn du eh selber
programmierst, nimm 8MHz.

Wenn du keine geregelte 5V Versorgung hast, brauchst auch noch einen
Spannunngsregler 7805, dem solltest du aber nochmal 100nF am Eingang
und Ausgang spendieren.

Autor: Ratber (Gast)
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"welcher Mikrocontroller ist der beste ?"



Naja,da könnte ich gegenfragen:

Für Wen ?
Wann ?
Für welche Aufgabe ?

tu ich aber nicht.

Für mich ist das ein AVR.

......Im Moment.

aber ich habe auch keine Hemmungen nen PIC oder Mototolla zu nutzen
wenn es mir dienlich erscheint oder ich das Gesuchte schon Fertig
irgendwo finde.

Schließlich habe ich auch keine Multimeter und andere Messgeräte nur
einer Firma bei mir. ;)


Wenn du aber fragen würdes welcher der beste Einsteigercontroller ist
dann könnte ich ,nur aus meiner jetzigen Sicht (Nicht schlagen),sagen
"nen Mega 8"

Den bekommt man für 3-4 Euro,er hat genug Speicher,genügend Ports zum
Anfang,etliche nützliche Funktionen und Hardware
(Serielle,Twi,Hardwaremultiplizierer usw.)schon Onboard,ist relativ
schnell und Unkompliziert.
Wennb man sich nicht sicher ist und die Größe zum Einstieg nicht
kritisch ist dann würde ich aber eher zum Mega 16 im DIP 40 Gehäuse
raten (Wenne Fit bist dann auch gerne TQFP-Gehäuse dann sparste wieder
Platz).Der kostet nur nen Euro mehr und bietet noch mehr
Platz,Ports,Speicher und Funktionen zum Experimentieren.

Natürlich gibt es von anderen Herstellern ebensogute Controller mit
ähnlichen Eigenschasften aber ich kann dir ,wie viele andere hier,nur
das mit ruhigem Gewissen empfehlen was ich auch selber oft nutze ;)

Aber ich sehe ja schon das du schon auf dem Weg bist ne Entscheidung zu
fällen.

Zum Experimentieren wäre ein Steckbrett oder Neudeutsch "Breadboard"
nicht übel.
Damit Arbeitet/Experimentiert es sich gleich viel besser.
Ich hab auch diverse Modelle hier.(Alte und neue)
Kostet zwar etwas aber Zeitersparnis und Handling sind schon Prima.


Die C-control hatte ich auch mal aber gegen nen M8 mit 16 Mhz und den
ganzen Implementationen ist das nen Furz (Sorry aber du wirst ja selber
sehen ).

Wenne mit Basic Arbeiten willst dann Empfehle ich zb. Bascom-AVR.

Kannst ja mal deine CC1 Projekte umsetzen und staunen wie einfach es
damit geht.

LCD-Ansteuerung ?

"LCD X"  Mehr nicht (Gibt auch String usw.)
Kein Rattenschwanz am Ende des Listungs.

I2C ?

I2Cwrite x,y (Adresse,Wert)   mehr nicht
Keine Lahme Softemulation oder Asemblerteile im Code.



Ok ,ich schweife ab gg

Egal ob de nun AVR oder PIC nimmst.

Alles besser als die CC1 (Preis,Leistung,Handling)


Viel Spaß ;)

Autor: Ratber (Gast)
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Nochwas vergessen bevor gleich einer anfängt zu weinen.

Es gibt natürlich noch andere Sprachen.

Logischerweise Assembler,Fast-AVR Basic,diverse C Compiler usw.

Ws man da nimmt ist reine Geschmackssache.

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Nein eine Glaubensfrage! Wegen dem "besten" Compiler oder Sprache
wurden sicher schon Kriege geführt :-)


LG, Fritz "der immer Basisvorwiderstände vergisst weil er von
Assembler Kopfweh bekommt und dem dauernd die SMD-Dioden wegrollen"
Ganter

Autor: Martin Schöler (Gast)
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Wo gibt es eigentlich bei Reichelt den Programmieradapter,
der nach dem Tutorial auf der Seite
http://www.mikrocontroller.net/tutorial/equipment.htm
benötigt wird? Wie wird er dort benannt?

Auf http://shop.mikrocontroller.net
habe ich ihn auch nicht gefunden.

Autor: Bjoern (Gast)
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bau dir den Programmieradapter einfach selbst... das ist echt nicht
schwer.

Autor: Martin Schöler (Gast)
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OK, werd ich versuchen...
Danke für die Hilfe von euch allen!
Martin

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