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Forum: PC Hard- und Software inkrementales Backup machen


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

ich möchte gerne ganz einfach und unkompliziert meine Daten sichern. 
Dafür suche ich ein Tool, das Änderungen in bestimmten Ordnern oder 
Datei registriert und nur die Änderung sichert 
(Massenspeicher+Internet). Und zwar deshalb, weil man ja auch mal etwas 
"versauen" kann und man das alte Backup mit den zerstörten Daten zu 
ersetzt, nicht gerade hilfreich wäre.

Wichtig ist mir halt, dass es einfach funktioniert, am besten noch 
Betriebssystem-unabhängig. Also ungefähr so: USB-Sicherungsstick 
anstecken auf Weboberfläche die Ordner auswählen, die gesichert werden 
sollen und dann gehts los, wenn der Stick aufhört zu leuchten ist es 
fertig. Dann brauche ich später zum sichern nur den Stick zu einem 
beliebigen Zeitpunkt wieder anstecken und er ergänzt die Sicherung um 
den Unterschied des neuen vomn alten Zustand. Um die Daten wieder her zu 
stellen, wähle ich in der Weboberfläche das Sicherungsdatum und nach 
einem Mausklick sind alle diese Daten auf der Festplatte wieder so, wie 
sie zum jeweiligen Sicherungszeitpunkt waren.
Als kleine Zusatzoption wäre eine Internetsicherung nicht schlecht, also 
wenn die Daten auf dem Stick sind, werden sie noch zusätzlich auf einen 
Online-Speicher geladen.
Es soll halt auch nicht so teuer sein, da ich nicht so große 
Speicherkapazitäten brauche (8 GB werden noch lange reichen). Was würdet 
ihr da empfehlen?

Autor: Teplotaxl X. (t3plot4x1)
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Guck dir mal Backup für Faule aus der c't an.

Autor: HildeK (Gast)
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Falls du Win XP verwendest: An Bord ist BackItUp. Das kann 
Vollsicherungen sowie differntielle und inkrementelle Sicherungen, auch 
zeitgesteuert.
Einfach für einen Backup-Job einmalig die zu überwachenden Ordner 
angeben und das Ziel festlegen.
Internet als Ziel ist meines Wissens nicht eingebaut, aber mit einem 
relativen kleinen Skript z.B. in Python ist das Kopieren der Sicherung 
auf einen Webplatz möglich.

Autor: Olli R. (omr) Benutzerseite
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Linux: faubackup, Open Source
Windows: Personal Backup (http://personal-backup.rathlev-home.de/), 
Freeware

Autor: zwieblum (Gast)
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RSYNC für alle

Autor: Nico (Gast)
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Ich nutze mittlerweile sehr viel rdiff-backup für solche Fälle. Der 
letzte Stand ist da ganz einfach über das Filesystem zu erreichen. 
Vorherige über Kommandos. Es arbeitet also ein wenig wie CVS/RCS, indem 
es die letzte Version komplett vorhält, und dann die Änderungen 
speichert um auf die vorherigen Stadien zu kommen.

Autor: Skeptiker (Gast)
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Microsoft Synctoy! Ist genau das was du willst - und kostenlos.

Autor: zwieblum (Gast)
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... und wie der name schon sagt ein "toy" ...

Autor: Skeptiker (Gast)
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Lass dein dämliches Geblubber. Das Tool kommt zwar von MS, tut aber was 
es soll und ist kostenlos - Ende!

Autor: zwieblum (Gast)
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ui, ist da jemand jemand anderem auf den schwanz getreten?

aber dann sag' mal, wie macht denn synctoy incrementelle backups? na?

Autor: gast (Gast)
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ich kann backup empfehlen (ist bei XP schon installiert)
einfach eine Verknüpfung mit entsprechenden Parametern erstellen und los 
gehts
z. B.:
%windir%\system32\ntbackup.exe backup "@O:\BackUp_29_08_06\Backup.bks" 
/a /d "Satz am 31.05.2008 um 18:09 erstellt" /v:no /r:no /rs:no /hc:off 
/m incremental /j "Backup" /l:s /f "O:\BackUp_29_08_06\Backup.bkf"
in der Hilfe findest du dann alles zu den entsprechenden Schaltern

Autor: Skeptiker (Gast)
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Autor: HildeK (Gast)
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Mist - ich muss mich korrigieren. Ich schrieb vorgestern:
>Falls du Win XP verwendest: An Bord ist BackItUp.
Das ist bei Nero dabei und nicht bei Windows. Sorry.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Gemeint war wohl ntbackup.exe. Das gibt es bei den ernstgemeinten 
Windows-Versionen schon sehr lange, aber die mit XP mitgelieferte 
Version wurde gegenüber den älteren massiv verbessert. Früher taugte 
ntbackup nur zum Betrieb mit Bandlaufwerken - wer hat sowas noch?

Autor: zwieblum (Gast)
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@ Skeptiker: das ist aber kein inkrementelles backup, das ist abgleich 
einer kopie in 5 verschiedenen varianten, also ein bessers copy. das 
nutzt rein gar nichts, wenn die vorletzt version gefragt ist.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Rufus t. Firefly wrote:
> ntbackup nur zum Betrieb mit Bandlaufwerken - wer hat sowas noch?

ICH :-) Mit TAR macht das wunderbare Backups. Und zwar ganz echte 
inkrementelle Backups.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Ich kann Dir rsync nur ans Herz legen :-)

Ich mache genau das, was Du auch möchtest, allerdings mit zwei 
400GB-USB-Festplatten im Wechsel.
Bei rsync gibt es Optionen zu einem inkrementellen Backup: bei mir 
werden die alten Daten der Dateien, die geändert wurden, in einem Ordner 
YYYY-MM-DD gespeichert, während im Ordner "complete" das aktuelle 
komplette Backup zu finden ist, das natürlich immer nur um die letzten 
Änderungen ergänzt wird.

Das Ganze funktioniert natürlich auch übers Netzwerk, so dass ich mir 
von allen Rechnern die Daten auf diese USB-Platte ziehen kann. Die 
Ordnerstruktur ist dann also folgende:

/Platte
--- /Rechnername1
------ /complete
------ /2009-03-10
------ /2009-03-05
------ /XXXX-XX-XX usw.
--- /Rechnername1
------ /complete
------ /2009-03-10
------ /2009-03-05
------ /XXXX-XX-XX usw.
usw.

Chris D.

Autor: Skeptiker (Gast)
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Okay, Synctoy kann nur die letzte Version wiederherstellen.
Aber wie oft braucht Otto Normaluser die vorhergehenden Versionen? Der 
macht normalerweise keine Backups bis zum ersten Chrash und dann ist das 
Geschrei groß, wenn auf einmal alle Urlaubsfotos und MP3 weg sind.
Mit Synctoy lassen sich Sicherungen auf einen Klick einrichten. Bei der 
Methode "Sync" werden auch nur die Veränderungen nachgezogen (geändert, 
gelöscht, umbenannt usw.), was schon mal vieeel Zeit spart gegenüber der 
Holzhammermethode "Alles löschen und neu kopieren".

Und es ist kostenlos. Danke Microsoft!
:-)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Was ist ein "Chrash"?

Die Sicherung mit der Möglichkeit, auch vor- und vor-vor-Versionen zu 
rekonstruieren, ist sehr praktisch. Was macht der "synctoy" verwendene 
"Otto Normaluser", wenn er feststellt, daß er sich vor dem letzten 
Backup einen unangenehmen Virus eingefangen hat, der just alle 
Excel-Dateien zerstört?

Daß man "Otto Normaluser" auch ein inkrementelles Backup verständlich 
machen kann, zeigt TimeMachine unter OS X.

Autor: Sven Woehlbier (woehlb)
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@Chris D.:

Hallo Chris! Verwendest Du das cygwin-rsync? Wie sehen denn bei Dir die 
Aufrufe von rsync für ein komplettes und ein inkrementelles Backup aus? 
Ich wußte gar nicht, daß man mit rsync auch gezielt komplette Backups 
erstellen kann.

Autor: zwieblum (Gast)
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> Und es ist kostenlos. Danke Microsoft!
LOL wieder mal ein tool von m$ das sooo toll ist, bis man wirklich 
darauf angewiesen ist ...

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Nur als Idee:
Ich mache auf den eigentlichen Arbeitsrechnern nicht regelmäßige 
Backups.
Nur gelegentlich kopiere ich alle nicht-Systemverzeichnisse mit scp auf 
einen anderen Rechner in ein tar-Archiv.

Das ist als Sicherung natürlich zuwenig, aber:
Ich habe ALLE relevanten Dateien in einem Versionssystem (bei mir svn).
Das sind nicht nur Quelltexte, sondern alle Briefe an das Finanzamt,
Gewinn- und Verlustrechnungen, Adressen, Telefonnummern, Termine, 
Notizen,
Konfigurationsdateien für den EMACS, ...

Also wirklich alles, was irgendwie von Belang ist und erhalten bleiben 
soll.

Damit kann ich leicht von einem Rechner zum anderen wechseln und habe
überall den gleichen Inhalt.

Regelmäßige Sicherungen mache ich natürlich von dem einen Rechner, der
die SVN-Daten hält (und zwar mehrstufig: teilweise mit tar auf Band,
teilweise übers Netz auf andere Rechner).

Die Rechner werden dadurch weitgehend austauschbar, ich habe im Notfall
auch Zugriff auf ältere Versionen und letztlich mehrere Stufen
Absicherung vor einem Totalverlust. Gelegentlich lege ich auch mal ein
Band außer Haus bei Bekannten ab; kann ja auch mal alles abbrennen...

Autor: der peterle (Gast)
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unison wäre auch eine Idee.
http://www.cis.upenn.edu/~bcpierce/unison/

Autor: Olli R. (omr) Benutzerseite
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Personal Backup (http://personal-backup.rathlev-home.de/

Hier an der Uni entwickelt, Freeware.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Sven Woehlbier wrote:
> @Chris D.:
>
> Hallo Chris! Verwendest Du das cygwin-rsync? Wie sehen denn bei Dir die
> Aufrufe von rsync für ein komplettes und ein inkrementelles Backup aus?
> Ich wußte gar nicht, daß man mit rsync auch gezielt komplette Backups
> erstellen kann.

Oh ja - das ist wieder eines der genialen kleinen Helferlein unter Unix 
:-)
Ich habe das hier unter Linux laufen, aber mit cygwin-rsync sollte das 
genauso gehen (habe ich schonmal ähnlich unter Windows für einen Kunden 
verwendet).

Natürlich habe ich rsync in einem Tcl-Skript verwurstet, das mir das 
Ganze automatisiert (Verschlüsselte Platte einbinden, ssh-Verbindungen 
zu den anderen Rechnern usw.).

Der wichtige Abschnitt sieht z.B. so aus:
set OPTIONS "--force --ignore-errors --delete --delete-excluded $SSH \
             --include-from=$INCLUDE --exclude-from=$EXCLUDE --backup \
             --backup-dir=$INCREMENTPATH -a"
if {[catch {eval "exec /usr/bin/rsync $OPTIONS $HOST:$BACKUPDIR \
     $ARCHIVEROOT/$HOST/$CURRENT"} rsyncres]} \
{
  puts "  Rückmeldung von rsync: $rsyncres\n"
}

$INCREMENTPATH erzeuge ich vorher aus dem aktuellen Datum und
               dem aktuell zu sichernden Rechner
$INCLUDE sind die einzubeziehenden Verzeichnisse/Dateien
$EXCLUDE sollte dann klar sein ...
$CURRENT ist wie oben gezeigt einfach "current", also das Verzeichnis
         für das neue komplette Backup
$BACKUPDIR ist das "Wurzelsicherungsverzeichnis" des zu sichernden 
Rechners

Findet rsync in current nichts, macht es natürlich ein komplettes 
Backup, da sich für rsync seit der "letzten" Sicherung alles geändert 
hat ;-)
Komplettbackup und inkrementelles Backup unterscheiden sich insofern 
nicht.

Chris D.

P.S.: Die Manpage von rsync ist wirklich sehr ausführlich, mit vielen 
Beispielen - kann ich nur empfehlen.

Autor: Sven Woehlbier (woehlb)
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@Chris D.

Hallo Chris!

Vielen Dank für Deine Antwort, ich werde mir Dein Scriptauszug mal näher 
ansehen. Allerdings ist die Unterscheidung zwischen kompletten und 
inkrementellen Backup, dann doch so wie ich es kenne. Ist das 
Backupverzeichnis leer, wird ein komplettes Backup ansonsten ein 
inkrementelles Backup gefahren.

Danke!
Sven

Autor: zwieblum (Gast)
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würd' mal sagen "jein". wenn du zuerst vom letzten backup eine kopie mit 
hardlinks anlegst - etwa so:

cp -al <letztes_backup> $current

und dann rsync w.o. machst, dann hast du 2 vollbackups, die etwa den 
platz von 1 vollbackup + 1 incremantelles + kopie der 
verzeichnisstruktur belegen. setzt natürlich voraus, dass du am 
backupmedium hardlinks setzten kannst. praktisch ist's dann auch, wenn 
du das filesystem des backup-lw mit wesentlich mehr inodes versehen hast 
hast als üblich :-)

Autor: Galenus ein Reisender (Gast)
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Hallo Olli R.,
das funktioniert gut. Aber warum versucht er eine Internet verbindung 
aufzubauen. Ich hab einen Stand alone PC und will d: nach e: zu 
backupen?
Er hat 2,19 GB an Daten zu backupen. Aber wie lange braucht er für das 
Backup. Warum kan man nicht ssgen einfach  D: nach E: und das jeden Tag 
und wenn der pc runterfährt die geänderten Dateien. Oh macht nur 
Windows, was ist mit Linux, Unix, AS400, OS390, Z10,Z10BC ...

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