Berechnung von (2002)^6

Gast #1188507
Lesenswert?

Hallo,

ich soll die ersten 4 Stellen von 2002^6 bestimmen.
Sinn der Sache ist es ja wohl nicht das Ganze in den Taschenrechner 
einzugeben.
(Habe ich schon gemacht, Ergebnis ist 6438).

Da sollte es ja wohl irgendeinen Trick geben.
Nur wo?
Persönliche Seite #1188555
Lesenswert?

Schon die binomischen Formeln versucht?

Die ersten Stellen sollten also mit denen von 32*2012 übereinstimmen, 
weil Vielfache von 1000 nix an den Ziffern drehen.

Zu begründen ist noch, daß man das Zeug in den ... vernachlässigen kann.

Johann
Persönliche Seite #1188570
Lesenswert?

Es geht noch besser wenn man nimmt
und weil binom (6, n) < 1000 ist. Damit gibt es von einem 
3er-Ziffernpaket kein Übertrag beim Potenzieren (genauso wie 1001^2 = 
1002001). Daher ist
weil

Weiterhin muss man noch überlegen, daß sich die 3er-Pakete nicht (zu 
stark) durch die Multiplikation mit 64 beeinflussen. Etwa ist 64*15 < 
1000, d.h. die ersten 4 Stellen werden dadurch nicht beeinflusst.

Johann
Persönliche Seite #1188591
Lesenswert?

Michael G. wrote:
> Da wird nicht zufaellig in nem Restklassenring mod n gerechnet?
Daraus erhält man keine Aussagen über die führenden Ziffern, bestenfalls 
über die niederwertigsten.

> So oder so: Versuch es mal hiermit:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Potenzieren

Ich hab mich immer gefragt, was daran "schnell" sein soll. Eine 
Multiplikation heisst ja auch nicht "schnell", nur weil man 12*17 mit 
der Schulmethode ausrechnet, anstatt 12 mal 17 aufzuaddieren... :o)

Johann
Gast #1188611
Lesenswert?

Die Zahlen sind so beschaffen, dass man das vollständige Ergebnis auch
leicht und ohne viel zu denken mit Papier und Bleistift ausrechnen kann:
1
2002⁶ = 2⁶·(1000+1)⁶
2
= 64·(1000⁶+6·1000⁵+15·1000⁴+20·1000³+15·1000²+6·1000+1)
3
= 64·10¹⁸+384·10¹⁵+960·10¹²+1280·10⁹+960·10⁶+384·10³+64
4
=   64000000000000000000
5
  +   384000000000000000
6
  +      960000000000000
7
  +        1280000000000
8
  +            960000000
9
  +               384000
10
  +                   64
11
=   64384961280960384064
#1188745
Lesenswert?

Steed wrote:
> Oje, Oje das ist Mathematik 6. oder 7. Klasse.

Und wo so oft, besteht das Problem darin, die entscheidende Idee zu 
haben. Hast du die nicht, ist es völlig egal auf welchem 
Schwiergkeitsgrad sich die dahintersteckende Mathe bewegt.
Der Threadopener hatte diese Idee nicht. Vielleicht hat er noch nie eine 
Anwendung der BF in dieser Form gesehen? Willst du ihm jetzt daraus 
einen Strick drehen?
Gast #1189775
Lesenswert?

>>Willst du ihm jetzt daraus einen Strick drehen?
>Ja, denn wenn er nur mit halben Ohr hingehört hätte, was man ihm
>versucht hat beizubringen, so wüsste er was zu tun ist. Wenn die Potenz
>nicht wäre könnte man sogar von Mathematik der 2. Klasse sprechen.

Dann poste doch mal Deine ultimative, 7te-Klasse Lösung...

Wir sind alle schon sehr gespannt


(einer aus der 5.Klasse)
Persönliche Seite #1189824
Lesenswert?

Johann L. wrote:

>> So oder so: Versuch es mal hiermit:
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Potenzieren
>
> Ich hab mich immer gefragt, was daran "schnell" sein soll.

"Bei der einfachen und langsamen Potenzierung von ac multipliziert man a 
(c − 1)-mal mit sich selbst. Beim „Square & Multiply“ werden lediglich 
log2(c) Schleifendurchläufe benötigt (log2(c) entspricht hierbei 
ungefähr der Länge der Zahl c in der Binärdarstellung)."

Davon abgesehen dass man gerade im Restklassenring mit deutlich 
kleineren Zahlen rechnet.
Persönliche Seite #1189865
Lesenswert?

Michael G. wrote:
> Johann L. wrote:
>
>>> So oder so: Versuch es mal hiermit:
>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Potenzieren
>>
>> Ich hab mich immer gefragt, was daran "schnell" sein soll.
>
> "Bei der einfachen und langsamen Potenzierung von ac multipliziert man a
> (c − 1)-mal mit sich selbst. Beim „Square & Multiply“ werden lediglich
> log2(c) Schleifendurchläufe benötigt (log2(c) entspricht hierbei
> ungefähr der Länge der Zahl c in der Binärdarstellung)."

Deshalb schrieb ich ja auch:
"Eine Multiplikation heisst ja auch nicht "schnell", nur weil man 12*17 
mit der Schulmethode ausrechnet, anstatt 12 mal 17 aufzuaddieren... :o)"

Die Schul-Multiplikation ist das 1-zu-1 Analogon zur "schnellen" 
Exponentiation.

Ich seh immer noch nicht, was daran schnell sein soll. Es ist die 
naheliehende Methode zum Potenzieren. Auf die Ideem einfach 
Aufmultiplizieren, kommt man doch ebensowenig, wie bei einer 
Multiplikation einfach Aufzuaddieren. Ausser zur Veranschaulichung oder 
für theoretische Betrachtungen, also wo die Berechnung nicht explizit 
ausgeführt wird.

Bei einer Multiplikation würd ich zB "schnell" sagen, wenn ausgefeilte 
Verfahren am Werk sind, wie zB Methode von Karatsuba oder 
Schönhage-Strassen:

   http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nhage-Strassen-Algorithmus
   http://de.wikipedia.org/wiki/Karatsuba-Algorithmus

Naja, es heisst wohl "schnell" weil es noch was langsameres gibt.

...aber das gibt's immer...
Gast #1190301
Lesenswert?

>Woe sähe die Aufgabe denn ohne Potenz aus?
vielleicht so?:
2002*2002*2002*2002*2002*2002

Wenn man die Aufgabe nun von Hand ausrechnet, dann weiss man auch wo der 
Trick liegt. Das ist ein typisches Problem aus der Informatik und findet 
z.B. bei RSA Verwendung. Es geht lediglich darum mit einem Minimum an 
Speicher- und Rechenkapzität auszukommen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren