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Forum: Platinen Platine von Flußmittel säubern?


Autor: S. Pfiffig (pfiffikus)
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Hi
Eine simple Frage stellt sich mir. Wenn ihr SMD Platinen lötet und viel 
Flußmittel nehmt, wie bekommt ihr die Platine eigentlich wieder sauber? 
Mit einem Tuch kommt man wohl kaum zwischen die zahlreichen Bauteile? 
Wie geht das in akzeptabler Zeitspanne?

Autor: Schnapsnase (Gast)
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Zahnbürste und Alkohol. Funzt wunderbar.

Autor: Andreas (Gast)
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Isopro-Alkohol, Aceton, Brennspritus oder Fluxfrei(giftig), mit Pinsel 
oder Q-tip, Der Alkohol geht am besten, weil ungefährlich stinkt nicht. 
Flusfrei reinigt noch besser ist aber ungesund und stinkt.

Autor: Matthias R. (matsch)
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...oder einen ganz kurz abgeschnittenen Borstenpinsel (3mm -lange 
Borsten). - Ethanol

Autor: Gast (Gast)
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Leiterplatte in Isopropanol oder Alkohol baden, dabei mit einem festen 
Pinsel gut abbürsten, danach mit Pressluft abblasen, oder einfach 
trocknen lassen.

Autor: S. Pfiffig (pfiffikus)
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Danke für die vielen Tipps. Und wo bekommt man am besten das Zeugs?

Autor: Rülps (Gast)
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Alkohol beim Kiosk um die Ecke.

Autor: Winfried (Gast)
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Spiritus (=vergälltes Ethanol) bekommst du in jeder Drogerie oder im 
Baumarkt. Es gibt Sorten, die nicht so ekelig stinken, z.B. die teurere 
Sorte bei Schlecker. Auch die letzte Flasche vom DM-Markt, die ich 
gekauft habe, war ganz ok. Ansonsten kannst du natürlich auch in die 
Apotheke gehen und dir Isopropanol abfüllen lassen. Ist aber dann 
mindestens 4 mal so teuer.

Autor: Winfried (Gast)
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Nochwas: Manche Bauteile sind natürlich empfindlich für's säubern: 
Relais, Schalter, Taster, Piepser. Wenn da ein Gemisch von 
Lösemittel+Flußmittel reinzieht, können die kaputt sein. Manche sind 
fürs Waschen mit einer Schutzfolie geschützt, die man später abziehen 
kann.

Autor: Pemil (Gast)
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>Zahnbürste und Alkohol.

Wenn man die Zahnbürste etwa 2cm unterhalb des Kopfes mit einem 
Feuerzeug erwärmt, kann man sich den Winkel wie gewünscht "einstellen". 
SEHR vorteilhaft!

Autor: S. Pfiffig (pfiffikus)
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Ich werde dann erstmal mit Isopropanol und Pinsel probieren da ich eh 
gerade was bestellen muss. Mal schaun wie´s klappt. Verdunstet das 
Flußmittel dann mit dem Isopropanol oder wird es irgendwie chemisch 
aufgelöst?

Autor: Gast (Gast)
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das Flussmittel löst sich in dem Lösungsmittel. D.h. nach ein paar 
Anwendungen solltest du das Lösungsmittel erneuern.

Autor: Michael M. (Gast)
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> Verdunstet das Flußmittel dann mit dem Isopropanol oder wird es irgendwie > 
chemisch aufgelöst?

Leider nein. Wenn man das Flußmittel nur in wenig Isopropanol löst und 
dann wieder verdunsten läßt, bleibt das Flußmittel schön verteilt 
zurück. Man muß die Platine also etwas spülen oder in eine größere Menge 
eintauchen.
Isopropanol bekommt man übrigens auch in einigen Baumärkten. Von Aceton, 
das man auch gelegentlich in Baumärkten bekommt, würde ich eher abraten, 
denn es greift viele Kunststoffe an.

Servus
Michael

Autor: Matthias (Gast)
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Ich nehme Waschbenzin aus dem Baumarkt + Zahnbürste.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Leiterplattenreiniger gibt's übrigens mit fertig montiertem Pinsel
auch von Kontaktchemie.  Stinkt wie 'ne Mischung aus Isopropanol
und Benzin.

Autor: Ignorant (Gast)
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Im Ultraschallbad ca. 3 min bei 40°C, Leistung etwa 30 W/l,
etwa 100 ml Tickopur TR 14 pro l Wasser.
Tickopur ist im wesentlichen eine 10%-ige NaOH-Lösung und wird von 
Bandelin-Elektronik (Electronic?) hergestellt und vertrieben.
Nachspülen mit warmem Wasser.
Trocknen (lassen).
Beste Resultate, allerdings wird die Tickopur-Jauche nur in 5l-Kanistern
abgegeben.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Jörg Wunsch wrote:
> Leiterplattenreiniger gibt's übrigens mit fertig montiertem Pinsel
> auch von Kontaktchemie.  Stinkt wie 'ne Mischung aus Isopropanol
> und Benzin.

Das hab ich hier. Allerdings finde ich es vom Preis/Leistungsverhältnis 
nicht so gut wie einfacher Isopropylalkohol, bzw. 2 Propanol oder 
Isopropanol (und wie es noch genannt wird). Das gibts (sofern Fläschchen 
vorhanden) für günstig in der Apotheke.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Simon K. wrote:
> Das gibts (sofern Fläschchen
> vorhanden) für günstig in der Apotheke.

Schließen sich die Worte "Apotheke" und "günstig" nicht gegenseitig
aus? :-)

Im Ernst: so teuer finde ich die Sprühflasche da auch wieder nicht.
Ich habe bis jetzt jedenfalls noch keine komplett leer bekommen (im
Gegensatz zum Beispiel zu diesen ,,Druckluft''-Flaschen, die 1-fix-3
alle sind).  Dafür ist das Handling mit dem angebauten Pinsel irgendwie
einfacher als das Gemansche mit 2-Propanol und 'ner Zahnbürste (was
ich davor auch gemacht habe).  Zur Zahbürste greife ich jetzt nur
noch, wenn irgendwas so hartnäckig ist, dass man Aceton dafür braucht.

Autor: Vielleicht-Unwissender (Gast)
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Ich hab mal gelernt, dass eine Reinigung mit Alkohol die Lötaugen 
beschädigt.
Mir wurde beigebracht, dass durch die Verdunstungskälte Risse im Lötauge 
entstehen können und dadurch später kalte Lötstellen draus werden.

Autor: S. Pfiffig (pfiffikus)
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Gast wrote:
> das Flussmittel löst sich in dem Lösungsmittel. D.h. nach ein paar
> Anwendungen solltest du das Lösungsmittel erneuern.

Ich hab nu Isopropanol als Spray bestellt. Muss man dann wohl so viel 
nehmen bis es runter läuft, ansonsten würde es sich ja nur verteilen 
wenn ich es richtig sehe?

Autor: Andreas L. (andreasl)
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Vielleicht-Unwissender wrote:
> Ich hab mal gelernt, dass eine Reinigung mit Alkohol die Lötaugen
> beschädigt.
> Mir wurde beigebracht, dass durch die Verdunstungskälte Risse im Lötauge
> entstehen können und dadurch später kalte Lötstellen draus werden.

Ich reinigen/spüle seit Jahren mit Alkohol ohne Probleme. Nur wenn ich 
welchen Trinke bekomme ich Probleme mit dem Augen beim gucken. ;-)

Autor: Bensch (Gast)
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> Mir wurde beigebracht, dass durch die Verdunstungskälte Risse im Lötauge
> entstehen können und dadurch später kalte Lötstellen draus werden.

Bei Isopropanol ist das kein Thema, das verdunstet relativ langsam. 
Ausserdem sollte man's ja auch nicht auf der Platine verdunsten lassen, 
dann hat man die alte Sch... ja immer noch drauf. Also am besten mit 
Pressluft abblasen oder abtupfen.

Preis bei Abnahme in Fässern ca. 0,40€/l, vielleicht mal NICHT in der 
Apotheke nachfragen- es muss ja auch keine medizinische Reinheit haben.

Ansonsten gibt es auch wasserlösliche Flussmittel, die
wäscht man mit heissem Wasser ab und dann zum Trocknen in den 
(ausrangierten) Backofen bei 70°.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Jörg Wunsch wrote:
> Simon K. wrote:
>> Das gibts (sofern Fläschchen
>> vorhanden) für günstig in der Apotheke.
>
> Schließen sich die Worte "Apotheke" und "günstig" nicht gegenseitig
> aus? :-)

Wohl wahr ;) Aber Arzneimittel != Propanol.

Wie viel verwendest du von dem Spray? Meins fühlt sich schon relativ 
leer an, kann aber auch subjektive Ursachen haben.
Wie auch immer, manchmal kommt es vor, dass ich mit dem Spray das 
Flussmittel nur gut verteilt habe auf der Platine. Dann klebt die ganze 
Platine. Und dann brauch ich nochmal nen "paar Liter" aus der Dose, bis 
das alles heruntergespült ist.

Und noch was in dem Zug: Kann man den Alkohol/Das Spray wirklich 
großflächig verteilen? IC Gehäuse oder auch Gehäuse von 
Chip-Kondensatoren/-Widerständen sollten doch dicht sein, oder irre ich?

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Bensch wrote:
> Preis bei Abnahme in Fässern ca. 0,40€/l, vielleicht mal NICHT in der
> Apotheke nachfragen- es muss ja auch keine medizinische Reinheit haben.

Tatsächlich. Das wäre dann noch mal um einiges günstiger als in der 
Apotheke, da hast du Recht.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Simon K. wrote:

> Und noch was in dem Zug: Kann man den Alkohol/Das Spray wirklich
> großflächig verteilen? IC Gehäuse oder auch Gehäuse von
> Chip-Kondensatoren/-Widerständen sollten doch dicht sein, oder irre ich?

Ja, die sind dicht.  Lediglich mit Aceton bin ich immer etwas
vorsichtig: manche Polymere werden davon schneller angelöst als
von Alkoholen oder auch Benzin.  Das betrifft zwar weniger die
Gehäuse von Halbleitern, aber gerade bei Steckverbindern kann das
schon mal zuschlagen, und auch nicht alle Beschriftungen von
Bauteilen sind dagegen resistent.

Ansonsten ist das mit diesen Flaschen natürlich genauso wie mit
anderen Lösungsmitteln: wenn man das auf der Platine wieder eindunsten
lässt statt es runterzupusten oder zu wischen, dann ist der Dreck
hernach in voller Schönheit noch drauf. ;-)

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Jörg Wunsch wrote:
> Ansonsten ist das mit diesen Flaschen natürlich genauso wie mit
> anderen Lösungsmitteln: wenn man das auf der Platine wieder eindunsten
> lässt statt es runterzupusten oder zu wischen, dann ist der Dreck
> hernach in voller Schönheit noch drauf. ;-)

Ok, allerdings ist es immer so ein Problem mit einem Lappen zwischen die 
einzelnen SMD Bauteile, die üblicherweise ziemlich dicht gepackt sind zu 
kommen. Aber das mit der Druckluft könnte klappen. Das merk ich mir mal 
fürs nächste mal.

Autor: Bensch (Gast)
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> Und noch was in dem Zug: Kann man den Alkohol/Das Spray wirklich
> großflächig verteilen? IC Gehäuse oder auch Gehäuse von
> Chip-Kondensatoren/-Widerständen sollten doch dicht sein, oder irre ich?

Ja, die sind dicht.

Probleme machen eher Stecker, Induktivitäten und vor allem Potis- die 
ach so beliebten von PIHER sind das allerletzte. Da sollte man schon 
abgedichtete Typen verwenden, sind dann auch meist Keramik und kaum 
teurer.

Und richtig- Aceton hat da NICHTS zu suchen!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Bensch wrote:

> Und richtig- Aceton hat da NICHTS zu suchen!

Außer dass es natürlich nach wie vor das beste Lösungsmittel für
Kolophonium ist. ;-)

Autor: Winfried (Gast)
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40 Cent/pro Liter für Isopropanol muss völliger Unsinn sein! So billig 
gibt es keinen Energieträger mehr. Selbst Ethanol als Treibstoff, kostet 
vor Steuer noch über 1 Euro. Wenn man Isopropanol deutlich unter 2 Euro 
bekommt, hat man schon eine sehr gute Einkaufsquelle.

Kalte Lötstellen durch Verdunstungskälte? Das halte ich auch für groben 
Unfug. Dann würde jedes Kältespray keine Lötstellen mehr übriglassen, 
hingegen passiert auch da nichts. Ich würd eher sagen: Wer zu viel 
Alkohol trinkt, macht kalte Lötstellen...

Aceton: Davon würde ich auch die Finger lassen, löst zu viele 
Kunststoffe und Lacke auf.

Autor: Bensch (Gast)
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> Außer dass es natürlich nach wie vor das beste Lösungsmittel für
Kolophonium ist. ;-)

Klar, auch für alles andere, giftig ist es auch und für Kollophonium 
geht jeder Alohol (kein Schreibfehler..)- also trotzdem Finger weg.

> 40 Cent/pro Liter für Isopropanol muss völliger Unsinn sein!

Schon möglich, den Preis hab ich von einem Grossabnehmer, ich krieg das 
Zeug von ihm literweise umsonst- warum sollte ich da zweifeln.... :-)

Autor: Michael (Gast)
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Das mit dem Iso kommt schon hin. Es kommt aber sicher auch auf die Menge 
an, die man abnimmt. In meiner Unternehmung, in der ich arbeite 
bekommen, wir 200l-Fässer Isoprop für (laut Einkauf, da bin ich aber 
nicht drin) rund 50 Euro (natürlich ohne Mehrwertsteuer). Ist irgendwie 
noch preiswerter als 40 cent/l. OK, alleine der Betrieb in dem ich bin, 
verballert in der Woche auch mal eben 5-6 Fässer davon, ich will gar 
nicht wissen was der Hauptbetrieb da so verballert, der locker 5 mal 
größer ist.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Bensch wrote:

(Aceton)
>> Außer dass es natürlich nach wie vor das beste Lösungsmittel für
>> Kolophonium ist. ;-)

> Klar, auch für alles andere, giftig ist es auch

Die übliche Leier.  Der MAK-Wert für Ethanol beträgt 500 ml/m³
bzw. 960 mg/m³.  Für Aceton sind es auch 500 ml/m³, jedoch auf
Grund der anderen Dichte 1200 mg/m³.  (Für 2-Propanol ist der
Wert übrigens 200 ml/m³ bzw. 500 mg/m³, also noch geringer.)

Warum nun willst du statt der Verwendung von Aceton lieber Ethanol
oder 2-Propanol (Isopropnol) ,,auf Grund der Giftigkeit'' empfehlen?

> und für Kollophonium
> geht jeder Alohol

Aceton löst es jedoch deutlich besser als Alkohole.  Die Folge ist
also, dass man davon letztlich weniger benutzen muss.

Was bei Aceton in der Tat wichtig im Umgang ist, ist seine extreme
Fettlösefähigkeit.  Dadurch entfettet es die Haut deutlich schneller,
als Alkohole das tun, einen Hautkontakt sollte man daher meiden.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Klar, auch für alles andere, giftig ist es auch

> Was bei Aceton in der Tat wichtig im Umgang ist, ist seine extreme
> Fettlösefähigkeit.  Dadurch entfettet es die Haut deutlich schneller,
> als Alkohole das tun, einen Hautkontakt sollte man daher meiden.


Wenn ich dran denke, wieviel ich schon in Aceton rumgepanscht hab, 
müsste ich eigentlich schon mindestens 9 mal tot und komplett entfettet 
sein :-)

Klar sollte man mit Chemikalien immer einen gewissen respektvollen 
Umgang pflegen. Verlangt ja auch keiner, dass man das Zeugs trinken 
soll. Und das man Nase, Augen und Schleimhäute schützen soll, dürfte 
auch klar sein. Mit einer frischen Wunde in die Flüssigkeit reingreifen 
ist auch nicht so toll. Aber man muss bei vielen Chemikalien auch nicht 
übertreiben. Immerhin ist Acteon der Hauptbestandteil von ganz schnödem 
Nagellackentferner.

Die Dosis macht das Gift! Du kannst dich auch mit Kochsalz umbringen.

Autor: Cheffe (Gast)
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Zum Thema Chemikalien trinken... Vor kurzem kam mal im Fernsehen der 
Film "Barfuß" - Sinngemäßes Zitat:

<Leiterin Irrenanstalt>:  Sind Sie denn total blöd den Putzwagen einfach 
auf dem Flur stehen zu lassen!?!!
<Till Schweiger>: Was' daran denn bitte schlimm?
<Leiterin Irrenanstalt>: Einer der Patienten hat die komplette Flasche 
Domestos ausgetrunken!!!

;-)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Ich benutze immer das bereits erwaehnte Kontakt LR und dann schrubb ich 
die Platine noch mit ner Zahnbuerste und Isopropanol ab ;) Zum Schluss 
muss man evt. noch die Rueckstaende vom Propanol entfernen und et 
voila... sauber (=

Autor: S. Pfiffig (pfiffikus)
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Ich habe es inzwischen mit Spray Isopropanol getestet. Habe noch Pinsel 
genommen um es zusätzlich zu lösen und in die Ecken zu gelangen. Ging im 
Grunde ganz gut. Nur an einigen schwer zugänglichen Stellen war am 
Schluß noch etwas Flussmittel.

Autor: karli (Gast)
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Ich habe schon einges versucht...Isopropanol, Flussmittelentferner in 
der Flasche. Funktioniert ganz gut, nur hinterlässt es bei mir Flecken 
auf der Leiterplatte. Kann es sein, dass diese Mittel Epoxy angreifen? 
Ich verwenden FR4 Paltinen von Bungard. Hat jemand Tipps für mich? Die 
Platinen sehen nach der Behandlung nicht sehr schön aus.

schöne Grüße

Autor: Georg A. (Gast)
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> Flecken auf der Leiterplatte

Was für Flecken? Weisse Stellen kommen daher, dass das Flussmittel nicht 
vollständig abgewaschen wurde und das Lösungsmittel zuviel Wasser 
enthielt (zB. billiger Spiritus). Passiert selbst mit dem 
Kontaktchemie-Zeug, wenn man nicht per Pressluft sondern mit Atemluft 
nachpustet.

Autor: Sebastian ... (zahlenfreak)
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Mal ne andere Frage:
Gibt es einen ernsthaften (technischen) Grund sich das alles anzutun, 
oder gehts hier nur darum, dass die Platine schön aussieht (was auch 
seinen Reiz hat)?
Hab so einen "Flussmitteldispenser"-Stift vom Reichelt der weiße Flecken 
hinterlässt. Schaut zwar nicht schön aus, aber so lange es keinen 
anderen Grund gibt das Zeug wegzumachen würde ichs einfach dranlassen.

Sebastian

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Man munkelt, dass das Flussmittel das Kupfer angreift. Dafür tut man es 
ja auch auf die Platine, damit die hauchdünne Oxidschicht weggeätzt 
wird. Wenn es drauf bleibt, tut es weiter seinen Job.

Autor: Sebastian ... (zahlenfreak)
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Hmmm, danke. Dann werd ich's in Zukunft wohl auch entfernen.

Autor: Bensch (Gast)
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Das "weisse Zeug" ist eingetrocknetes Flussmittel. Wenn's stört, einfach 
nochmal waschen, evtl. auch nur mit ner Zahnbürste abbürsten, geht meist 
einfach weg.

Ja, Flussmittel greift Kupfer an, aber nur im aktivierten Zustand, also 
bei über 200°. Was anderes sind die offensichtlich auch unter 
Elektronikbastlern beliebten Klempnerflussmittel aus dem Baumarkt, die 
fressen alles weg- sogar Kupfer....

Autor: karli (Gast)
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Ich habe hier mal ein Photo von den "Flecken" die ich meine.

schöne Grüße

Autor: Ollz (Gast)
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> Ich habe hier mal ein Photo von den "Flecken" die ich meine.

Da klebt ja richtig Schmodder auf der Platine. Sauber ist die sowieso 
nicht. Die hellen Flecken könnten die wenigen Stellen sein, an denen der 
Schmodder runtergegengen ist und du die normale Platinenfarbe siehst.

Photolack nicht abgewaschen? Mit Klempnerlötfett gelötet? In 
Brennspiritus oder Benzin von der Tanke gebadet?  Muttis 
Nagellackentfernen?

Autor: Michael_ (Gast)
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Photolack auf der Epoxy-Seite!

Autor: Anton T. (sk8er)
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auch wenn der Thread nicht mehr ganz aktuell ist, scheint aber ein 
trotzdem wiederkehrendes Thema zu sein

Hier mal meine Mixtur, angelehnt an "Kontakt LR"

100g Isopropylalkohol
50g Spiritus
40g Feinbenzin
(10g Dimethoxymethan)

das ganze Zusammenrühren, kann in dichtschließenden 
Kunstoff/Metallflaschen gut aufbewahrt werden.  Und hat bei mir immer 
alles gut und schnell runterbekommen. Eigentlich sollte alles im 
Farbenhandel,... günstig zu bekommen sein, einzig beim Dimethoxymethan 
gibts ab und an Probleme.

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