> Hochohmig bedeutet doch, dass nur sehr sehr wenig Strom durch diese
> Leitung fließt
Das stimmt zwar auch, ist aber lediglich ein Sonderfall. Allgemeiner
spricht man von hochohmig, wenn:
1) Eine große Spannungsänderung nur eine kleine Stromänderung
hervorruft,
2) Eine kleine Stromänderung eine hohe Spannungsänderung zur Folge hat.
Die Definition von groß und klein ist natürlich sehr schwamming, und ist
vom Anwendungsgebiet abhängig. Für einen "typischen
Schwachstromelektroniker" sind 10 Ohm recht klein, und 1 Mohm schon sehr
groß.
> Kann mir wer an dem Beispiel erklären wozu man diesen Hochohmig schaltet
Wenn etwas Licht auch den Fotoempfänger fällt, saugt der Kollektor einen
gewissen Kollektorstrom in sich hinein. Würde man jetzt (in Gedanken)
von außen verschiedene (positive) Spannungen an den Kollektor anlegen,
würde der Kollektorstrom sich dadurch kaum ändern. Der Kollektor ist
also hochohmig.
Nun wird der Kollektorstrom über einen Widerstand geleitet. Je
hochohmiger der Widerstand, um so höher wird der vom Kollektorstrom
hervorgerufene Spannungsabfall am Widerstand. Eine kleine
Lichtschwankung führt zu einer Schwankung des Kollektorstromes, welches
in eine große Spannungsschwankung am großen Kollektorwiderstand
umgesetzt wird. Die Empfindlichkeit des Empfängers hängt also von der
Größe des Widerstandes ab.
Dieser entstandene Ausgäng wird durch eine angeschlossene Folgestufe
belastet. Je hochohmiger die Folgestufe, um so weniger wird die
Empfindlichkeit des Empfängers reduziert.
> Was wäre wenn der
> Widerstand nicht da wäre ??
Das wäre der hochohmigste Widerstand, welcher überhaupt möglich wäre.
Der kleinste Kollektorstrom ruft einen theoretisch unendlich hohen
Spannungsabfall am Widerstand hervor. In der Realität kann die
Kollektorspannung hier aber nicht kleiner werden als ungefähr 0V. Daher
bleibt der Kollektor immer auf Low. Auch kann kein realer Kollektorstrom
mehr fließen, weil eben keine leitende Verbindung mehr vorhanden ist.
Hier stößt die Schaltungsfunktion an ihre Grenzen.