Theorie zu TFT-Displays

#1195126
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Zum Thema TFT gibt es leider kaum brauchbare Infos im Netz.
Entweder ist das ganze sehr allgemein, oder es geht in die Richtung 
welcher TFT-TV am besten für das Heimkino ist.
Worauf du beim Kauf achten solltest ist eigentlich vor allem, dass das 
TFT außer RGB Daten, Sync und Betriebsspannung keine weiteren Signale 
benötigt. Ansonsten kann das ganze je nach TFT schnell aufwendig werden.
#1196953
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Ich komme mit deinem Begriff "Theorie" nicht ganz klar. Schliesslich 
willst du dir das TFT ja wohl nicht selber schnitzen. Sondern eines 
verwenden. Und das nennt man dann eher Praxis. Grundlagenbücher gibt es 
wohl zur Theorie. In der Praxis gibt es Datasheets und Application 
Notes. Wie die Ansteuerung der Dinger funktioniert steht da drin, dazu 
sind sie da.
#1197024
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Es gibt im Prinzip 2 Arten von TFTs.

1. ohne Intelligenz nur mit Treiberstufen.

Um die zu beherrschen, solltest Du schonmal ne Grafikkarte selber 
entwickelt haben.


2. mit eingebauten Controller.

Die haben dann schon fertige Zeichensätze und Grafikfunktionen intern, 
damit kann auch ein Anfänger was anfangen, kosten allerdings etwas mehr.
Und man kann sie auch mit einem 8-Bitter ansteuern, ohne daß der ächzt.


Peter
#1197039
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Peter Dannegger wrote:
> Es gibt im Prinzip 2 Arten von TFTs.
>
> 1. ohne Intelligenz nur mit Treiberstufen.
>
> Um die zu beherrschen, solltest Du schonmal ne Grafikkarte selber
> entwickelt haben.

Nicht wirklich. Als Autofahrer muss man auch nicht einen Motor selbst 
zusammenbauen um das Auto fahren zu können.
Da mittlerweile viel größere µC einen TFT Controller integriert haben, 
reicht  es, wenn man die Timingparamter richtig einstellt. Wenn man die 
Bedeutung von denen verstanden hat, ist es natürlich noch besser und 
wenn man dann noch weiß wie das TFT intern arbeitet, perfekt.

> 2. mit eingebauten Controller.
>
> Die haben dann schon fertige Zeichensätze und Grafikfunktionen intern,
> damit kann auch ein Anfänger was anfangen, kosten allerdings etwas mehr.
> Und man kann sie auch mit einem 8-Bitter ansteuern, ohne daß der ächzt.

Solche TFTs sind eher selten und dürften vermutlich vor allem in 
Anwendungen mit geringen Stückzahlen aber sehr kurzer Entwicklungszeit 
eingesetzt werden.
Es gibt aber etliche TFTs (vor allem im Bereich 320x240 und kleiner), 
die intern einen TFT Controller haben. Man kann den Bildspeicher per 
SPI, 8 oder 16Bit Bus beschreiben und danach zeigt das TFT das Bild an.
Zunehmend können viele TFT auch beides, also µC Interface oder RGB 
Interface.
OP #1197300
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Hallo zusammen,
also mit Theorie meinte ich:
-Wie geht der Bildaufbau von statten, so ähnlich wie beim Röhrenmonitor?
-Zusammenhänge hsync, vsync, PCLK, FCLK, LCLK, DE etc.

Natürlich sieht man das in den Diagrammen von den Datenplättern der 
Displayhersteller, aber ein Theoriebuch wäre halt toll gewesen.
Wenns ähnlich der Röhre ist, sollte ich ja einiges zu finden.

Ich soll mit einem LPC2468 ein TFT (10" XGA) ansteuern,
dies ist der Hintergrund von allem.

Gruß
Chris
#1197309
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Chris __ wrote:

> Natürlich sieht man das in den Diagrammen von den Datenplättern der
> Displayhersteller, aber ein Theoriebuch wäre halt toll gewesen.
> Wenns ähnlich der Röhre ist, sollte ich ja einiges zu finden.
>
> Ich soll mit einem LPC2468 ein TFT (10" XGA) ansteuern,
> dies ist der Hintergrund von allem.

Was Du suchst, nennt sich "Applicaton Note".
Such mal auf der Website des Controller-Herstellers sowie bei 
Herstellern von TFT.

Z.B. bei Sharp:
http://www.sharpsma.com/Page.aspx/americas/en/8cbb0ad8-b24a-41c7-8d13-2ddcec863c84/LCD_Reference_Information/
Dort gibt es u.a.:
LCD Interface Options
Digital LCD Interfaces
TFT LCD Interface Signals
#1197312
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Wenn du das LCD nicht vollständig zu Fuss ansteuern willst, sondern über 
ein Interface wie das von dir skizzierte, dann bist du in einem Bereich, 
der wesentlich vom Hersteller der in der LCD-Backplane integrierten ICs 
bestimmt wird.

Eigentlich könnte das jeder Hersteller also halten wie er will, aber die 
normative Kraft des Faktischen wird ihn meistens dazu bringen, das 
Interface so zu halten dass er nicht ganz allein dasteht. Weil es jemand 
geben muss, der das ansteuert, und der wird das Rad nicht neu erfinden 
wollen.

Bei Röhren gibt es übrigens allerlei recht verschiedene Interfaces: FBAS 
und Y/C in NTSC, PAL, Secam; Component Video, RGB mit und ohne sync, 
EGA, VGA, usw. Zwar wirst du dazu jeweils viel Papier und auch ein paar 
Standards finden, aber nur weil diese Interfaces üblicherweise zwischen 
getrennten Geräten verwendet werden, also beim Kunden universell 
interoperabel sein müssen. Das ist bei den mehr oder weniger parallelen 
Interfaces zwischen controller-freiem LCD und Grafik-Controller nicht 
der Fall.

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