Hallo.
Ich habe eben eine Op-Schaltung aufgebaut, hierbei stellen sich mir noch
einige Fragen.
Zur Schaltung:
2 invertierende OpV-Stufen in Reihe geschaltet (um am Ausgang wieder
positives Vorzeichen zu bekommen, da am Eingang eine DC-quelle als
Signalquelle dient)--> Verstärkung der Einzelstufen soll sich
multiplizieren, nun das funktioniert soweit ganz gut.
Um die Schaltung zu testen, habe ich verschiedene Eingangswerte
vorgegeben und die Ausgangsspannung aufgenommen, alles in Excel
übertragen und mir Uout in Abhängigkeit von Uin als Graph dargestellt.
Zwar sieht es recht linear aus, jedoch schwankt die Verstärkung doch in
gewissen Bereichen.
Eigentlich sollte diese bei etwa 12 liegen, schwankt jedoch mit
steigender Uin (5mV...1V) von 7 bis 13.
Was könnte ich tun, um über den obigen Uin-Bereich eine möglichst
konstantere Verstärkung zu erhalten?
Hoffe jemand weiß Rat....
Habe hier leider keine Möglichkeit eine Schaltung einzuscannen..
Jede Stufe besteht aber aus dem OpV, ein R am inv.Eingang und ein R als
Gegenkopplung und das ganze zweimal hintereinander.
Das mit der nicht invertierenden Schaltung habe ich schon probiert, hat
aber gar nicht funktioniert, konnte mir nicht wirklich erklären warum.
Der OP ging immer in Sättigung, auch bei 0V am Eingang.
> Habe hier leider keine Möglichkeit eine Schaltung einzuscannen..
Foto? Handy?
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.
Welche OP-Amps, welche Versorgungsspannung, welche Verstärkung?
> Das mit der nicht invertierenden Schaltung habe ich schon probiert...> Der OP ging immer in Sättigung, auch bei 0V am Eingang.
Welche OP-Amps, welche Versorgungsspannung, welche Verstärkung?
Ich tippe mal ganz einfach, dass du aus dem Gleichtaktbereich kommst.
Mit dieser Vermutung liege ich zu gut 75% richtig.
Theo,
also lt. Schaltplan kannst Du Verstärkungen zw. 10 und ca. 15
einstellen. Das "ca." wegen der höheren Toleranz des Potis.
Kann es sein, dass Du vor allem Abweichungen bei sehr kleinen
Eingangsspannungen hast? Falls das so ist, kämen mehrere
Ungenauigkeitsquellen in Betracht, eine wichtige davon ist der Offset
der OPs. Dies lässt sich feststellen, wenn man die Eingangsspannung auf
Null setzt und dann mit einem hinreichend genauen Voltmeter die
Ausgangsspannung misst.
Gruß
Dieter
> Eigentlich sollte diese bei etwa 12 liegen, schwankt jedoch mit> steigender Uin (5mV...1V) von 7 bis 13.
Bei welchen Eingangsspannungen stellst du die "Schwankung" fest?
wollte nur noch berichten, das nun die Schaltung besser funzt.
Habe folgende Änderung vorgenommen.
1.Änderung:
An den beiden Eingängen der Stufen Kondensatoren zur Masse, 1.Stufe
100nF-2.Stufe 10nF; parallel zur symmetrischen Versorgungsspannung 10nF.
2.Änderung
Verändern der Widerstandsverhältnisse, in der ersten Stufe das 10fache
der Werte und in der zweiten Stufe auch um einige Faktoren grössere
Werte.
Meiner Meinung nach, bringt die letzte Änderung am meisten den
gewünschten Erfolg. Scheinbar waren die Ströme durch die niedrigen
Widerstandsverhältnisse dem "OPV-wirken" nicht gerade zuträglich und
eher grenzwertig.
Bei den eingesetzten Kondensatoren, bin ich mir noch nicht sicher, ob
diese an der stabileren Übertragung beteiligt waren, ein herausziehen
aus der Schaltung und erneutes Einsetzen, zeigte keine Änderung.
Danke für die schnellen zahlreichen Hinweise....
@ theo
>1.Änderung:>An den beiden Eingängen der Stufen Kondensatoren zur Masse, 1.Stufe>100nF-2.Stufe 10nF; parallel zur symmetrischen Versorgungsspannung 10nF.
also die C's (direkt) an die Eingänge (invertierende) würde ich eher
sein lassen, sonst bekommt das Ding erst recht eine gewisse
Schwingneigung (je nach Fall). Eher sind ein paar pF (10 oder 20pF)
parallel zum Rückkopplungs-R hilfreich, wenn das Ding wirklich schwingen
sollte).
10n zur Versorgung ist schon recht klein - mach mal 100n Kerko + 10µ
Elko jeweils für + und - gegen Masse.
Hast Du einen Oszi? Dann hänge den mal an beide Ausgänge. Ich möchte
schon fast wetten, daß die Schaltung (leicht) schwingt in der
Ausgangsschaltung.
Und - auch mal das Messgerät kritisch unter die Lupe nehmen - zeigen
zwei Meßbereiche den gleichen Wert an (abgesehen von der
unterschiedlichen Genauigkeit um eine Stelle). Sind die Batterien nicht
schon zu weit runter? Manche fangen schon mit Meß-Datenmüll an, wenn die
Batterie-Low-Anzeige noch gar nicht erscheint.
Ach ja: bei Ui bis zu 1V, und Verstärkung=12, könnte es durchaus sein,
daß die OPV's langsam an die Grenze bei Vcc=15V kommen. Ich glaube, bei
den 074ern sollte man einen Sicherheitsabstand von 4V zur
betriebsspannung einhalten (die haben ja interne R's in der Endstufe,
was interne spannungsabfälle verursacht). Aber das sollte erst bei
höherer Aussteuerung auftreten. Wenn die Ua unter 10V bleibt, sollte man
trotz niederohmiger R-Beschaltung noch einigermaßen gut liegen. Darunter
sollte es linear bleiben.