mass wrote:
> Danke schon mal für die antworten.
>
> Ein Konzept in Analog gibt es schon, aber da bei diesem Projekt nicht
> viel vorgegeben ist, habe ich die freie Wahl. Dachte es wäre vielleicht
> nicht schlecht, hier mal mit Digital rumzuspielen. Zumindest zu schauen,
> was gehen könnte. Hört sich ja auch toll an, man muß nur auf den Sensor
> und die Versorgung achten, den Rest muß man nicht schirmen... :D
>
> Im Analogbereich können wir sehr feine Unterschiede messen. Zum Regeln
> braucht man ja keinen Absolutwert. Habe mal was von 2mK (messen) gehört.
> Bin mir da nicht ganz sicher, aber es ist auf jeden Fall sehr viel
> genauer als 100mK!
>
> Da Temperaturen um die -100 und auch +300 gemessen werden sollen, sollte
> der Bereich recht groß sein. Notfalls könnte auch wie bei analog
> "reingezoomt" werden.
>
> Hat von euch schon mal jemand mit einem AD7711 gearbeitet - wie genau
> kann man damit messen?
>
> Gruß mass
Wie genau? Fehler zusammenrechnen: INL/DNL, FS-Drift, ZS-Drift,
Gain-Drift, Drift der Referenz / des Referenzwiderstands, Rauschen etc.
Fehler durch die Vorbeschaltung wie Multiplexer, Leitungen, OpAmps,
thermoelektrische EMF usw.
Sensor: PT100 (~60 Ohm @ -100 °C, ~212 Ohm @ 300 °C)
Der AD7711 hat 200 uA Stromquellen d.h. gemessen würden Spannungen zw.
~12 mV - 42.4 mV bei ~77 uV/°C -> max. mögliche Verstärkung 64 (VREF 2.5
V bzw. 128 bei VREF 5 V), RMS-Noise 0.25 uV -> 1.65 uV peak-to-peak ->
1.65 uV / 77 uV/°C -> besser als 1/46 °C ohne die restlichen Fehler
wird's nicht (ausser man hat sehr viel Zeit für die Messung).
Würde stattdessen der AD7794 eingesetzt wäre das Rauschen in der
Größenordnung von 3.3 mK beim AD7190 0.9 mK (jeweils bei einer
Einzelmessung ohne Nachbehandlung und ohne die restlichen Fehler).
Professionelle (und noch halbwegs bezahlbare) Geräte gibt's mit
absoluten Genauigkeiten im Bereich 0.1 mK.
Machbar sind (zur Kalibrierung) z.B. Genauigkeiten im Bereich von 5 uK
(ASL F900).