Dass eine Shell sich von der Firma Shell unterscheidet wisst ihr ja
sicherlich.
Ich benutze täglich eine Shell, weiß aber auch dass es bei
Shell-Tankstellen Benzin gibt (Diesel, Schmieröle und das
Esotherikprodukt mit 100% Oktan für die Experten erwähne ich mal nur am
Rande).
Ich werde einstweilen aber einen Bogen um Shell-Tankstellen machen.
Grund ist der "Tankwartservice".
Seit längerer Zeit bin ich (und ihr sicher auch) daran gewöhnt an der
Tankstelle auszusteigen und den Sprit eigenhändig einzufüllen, danach an
die Kasse tappen, zahlen, fertig.
Jetzt haben sich die Experten von Shell aber den Tankwartservice
einfallen lassen, der mir gestern erst so richtig aufgefallen ist, weil
ich bei Shell tanken "musste".
Ich fahre an die Säule, schon kommt für mich völlig unerwartet ein Herr
in Uniform angerannt, der fragt: was wollen Sie tanken bitte,
volltanken? Alles sehr freundlich also.
Dann aber noch:
Machen Sie mal die Motorhaube auf bitte, mal gucken ob Öl oder Wasser
fehlt etc.
Eben Service!
Leider empfinde ich sowas etwas aufdringlich, schneller als selber
machen geht es nicht, bequemer ist es auch nicht, denn obendrein muss
ich am Ende doch noch aussteigen, nämlich um an die Kasse zu tappen und
bezahlen. Eigentlich wollte ich nur tanken...
Mein Vorschlag an Shell: Macht an die Zapfsäule noch einen Knopf mit der
Aufschrift "Tankwart rufen" und lasst diejenigen, die sich selber helfen
können, in Ruhe tanken...
PS: Früher, als es noch richtigen Tankwartservice gab, da hat der
Tankwart noch die Quittung und das Wechselgeld zum Fahrer gebracht. ;-)
Ich tanke auch lieber selber. Nicht allein, weil man (vielleicht) bei
der Frage "voll tanken?" schneller "ja!" sagt als "ähh... bitte nur für
10€".
Bei der Shell tanke ich auch nur, wenn es nicht anders geht.
Dennoch darf man nicht vergessen, dass das auch Arbeitsplätze sind.
Vermutlich "unterbezahlt" - was auch immer das für einen Tankmann heißen
mag - aber dennoch ein Arbeitsplatz. Und nicht zu vergessen: es gibt
enorm viele Leute auf der Straße, die gerade mal wissen, wie man den
Schlüssel ins Zündschloss steckt. Oder die Pelztussi, die sich beim
öffnen des Tankschlosses gerne mal den frisch gefeilten Fingernagel
abbricht. Für solche Leute geradezu ideal.
Und in aller Not kann man immer noch freundlich sagen "danke, aber ich
mach das selbst". Die Leute werden einen das sicher nicht übel nehmen.
Also diesem Tankwart-Service stehe ich auch mit gemischten Gefühlen
gegenüber. Das haben die auch clever aufgezogen: Der Tankwart arbeitete
so oder so erstmal für mich, ohne dass ich ihn explizit darum gebeten
hatte. Vor dem Bezahlen wurde ich dann vom Tankwart darauf hingewiesen,
dass ich einen bestimmten Betrag x (eben die Kosten für diesen Service)
nur dann zahlen müsste, wenn ich mit dem Service zufrieden sei und die
Frage des Kassieres nach dem Service bejahe. Das ist so wie mit den
Schuhputz-Jungen und den Scheibenwasch-Pennern an roten Ampeln - die
setzen dich auch mit unaufgefordert durchgeführten Arbeiten unter
Zugzwang! Jemand, der auch nur halbwegs ein Menschenfreund und nicht
gerade bettelarm ist, wird diesen Service natürlich bezahlen - man ist
ja schließlich kein Knauser und der Tankwart versucht ja auch nur
verzweifelt, über die Runden zu kommen. Psychologisch auf den ersten
Blick wirklich sehr clever! Ob der Kunde aber beim nächsten mal wieder
bei Shell tankt, oder doch lieber 500 Meter weiter zu Aral fährt, wo er
in Ruhe gelassen wird und sich nicht mit Entscheidungen über ein
"Trinkgeld" quälen muss, haben die Marketing-Fuzzies wohl nicht
berücksichtigt.
Der einzige Vorteil den ich durch diesen Service habe, ist der, dass
ich in der Grippe-Saison nicht den Zapfhahn mit den ganzen Bazillen
anfassen muss. Am meisten nervt an der Tankstelle aber immer noch die
Warterei auf die vor einem tankenden Kunden. Die Zapfsäule wird ja
leider nicht nur beim Tanken blockiert. Der vor mir Tankende muss
nämlich erst mal in der Schlange an der Kasse stehen, dann am besten
noch mit drei Anläufen per Karte zahlen und dann wieder zum Auto
zurückkommen und wegfahren.
Das erinnert mich an die USA. Dort wird das in einigen Statten auch
gemacht. Ich weis dass die das in New Jersey machen... In anderen aber
nicht... Hat mich auch genervt.
In Brasilien ist dass auch normal dass man da einfach sitzenbleibt und
dem einen 10er/20er gibts zum bisl tanken...
Also weder bei mir, noch bei meinem Vater hätte der Tankwart ne
Chance... ^^
Bei mir geht der Deckel nur durch ziehen an einem "geheimen Griff"
(Lantis) auf, und bei meinem Vater (Focus) braucht man nen Schlüssel ;-)
Aber ich glaube, den Service probiere ich doch mal aus ^^
HAHA :-D
In Österreich gibts das bei einigen Tankstellen seit immer schon. Die
helfen dann immer den komplett überforderten Tankdeppen. Mich stört das
überhaupt nicht. Den überforderten wird geholfen und die anderen können
die ja abweisen.
Wenn ihr die Tankwarte mal richtig testen wollt, sagt denen sie sollen
das Abblendlicht auswechseln :-D Bei einigen Modellen werden die so
richtig Spaß dran haben.
> bitte nur für 10€".
Mal rechnen:
Derzeitiger Preis: 0.97 € pro Liter
Für 10 €: 10,3 l
Achja: In D ist das ja nicht so billig.
Die sind ja schon wieder auf so netten Preisen von 1,20 € pro l
Bei 10 € sind das dann: 8,3 l
Ist doch nett :-)
Mein Rekord bisher: 0,87 € pro Liter!!!
Im Grenzgebiet zu Österreich zu wohnen kann schon toll sein :-D
>In Brasilien ist dass auch normal>In Österreich gibts das bei einigen Tankstellen
Hinzu kommt aus Mexiko, Costa Rica, Madeira, Argentinien, USA, ...
Wobei ich sagen muss, dass mir das im Urlaub überhaupt nichts ausmacht.
Hier in heimischen Gefilden - wie schon erwähnt - mach ich es lieber
selber. Warum? Keine Ahnung!
Es ist halt auch sehr schwierig, den passenden Mittelweg zu finden. Den
Mittelweg zwischen Service und "den Kunden in Ruhe lassen". Im Geschäft
schaue ich mich auch erstmal lieber allein um. Und wenn ich dann eine
Beratung brauche, DANN "darf" mich ein Verkäufer ansprechen - und nicht
schon 1,5 sek. nach betreten des Ladens.
> bitte nur für 10€".>>Und wie weit kommst Du mit 2 Liter Benzin?
Für 10 Euronen fahrt ich mind. eine Woche zur Arbeit und zurück. Je nach
dem, was nebenbei noch für Fahrten anfallen.
Mäuserich wrote:
>> Es ist halt auch sehr schwierig, den passenden Mittelweg zu finden. Den> Mittelweg zwischen Service und "den Kunden in Ruhe lassen". Im Geschäft> schaue ich mich auch erstmal lieber allein um. Und wenn ich dann eine> Beratung brauche, DANN "darf" mich ein Verkäufer ansprechen - und nicht> schon 1,5 sek. nach betreten des Ladens.
woher soll der das ahnen ?
erinnert mich an meine mutter.
kommt in laden A, verkäuferin dezent im hintergrund, sagt nur guten tag.
kommentar "wie unfreundlich, fragt nichtmal ob sie helfen kann"
10 minuten später, laden B, verkäuferin steht sofort gewehr bei fuss
"guten tag, wie kann ich ihnen helfen" kommentar "wie aufdringlich"
seuftz
mir reicht das wenn ein aufmerksamer verkäufer in der nähe ist, und man
den nicht suchen muss, dann hab ich auch kein problem damit den
anzusprechen.
was service angeht stehen nur 2 läden bei mir hoch im kurs, mein
örtlicher kleiner werkzeugladen und globetrotter in frankfurt.
bei globetrotter muss man sich dran gewöhnen das man dort geduzt wird,
aber ich bin dem einfach so begegnet, das ich die auch gleich
zurückgedutzt habe, so is das doch sehr entspanntes einkaufen.
zudem erfüllen die wirklich jeden wunsch, sind allgemein
kundenorientiert wie man so schön sagt, sehr kompetent und haben ahnung
von dem was sie verkaufen - echt selten heute.
>>DANN "darf" mich ein Verkäufer ansprechen>woher soll der das ahnen ?
Ja, sorry. Ist nicht ganz offensichtlich, dass das "darf" ein Scherz
sein sollte.
Ich war vor etwa 2 Monaten einmal bei einer Shell und hatte den
"Tankwartservice" ohne das ich davor was davon gehört hatte... Nachdem
ich angesprochen wurde ob er für mich volltanken sollte hab ich natülich
auch "na klar" gesagt, denn ich tanke immer voll. Als nächstes kam die
Frage "Super?" und ich sagte "Ne, Diesel." So weit auch kein Problem
(bis auf das auf dem Tankdeckel ein dicker Diesel-Aufkleber drauf ist.
Ich bin schon mal in die Tankstelle gegangen. Heute komme ich endlich
mal wieder dazu meine Spesenabrechnungen zu machen und was stelle ich da
fest? Zum einen haben die Säcke (meine verzeihe mir den Ausdruck) 1€
Tankwartservice berechnet und zum anderen hat der Vollpfosten natürlich
auch das teure "V-Power Diesel" in den Tank gekippt, das war eine
Unverschämtheit und garantiert mein letzter Besuch an einer
Muschel-Tankstelle... Möge Ihnen der Ölfilm die Lungen benetzen...
>Oder die Pelztussi, die sich beim>öffnen des Tankschlosses gerne mal den frisch gefeilten Fingernagel>abbricht. Für solche Leute geradezu ideal.
Ich dachte, die kauft dann einfach ein neues Auto, wenn der Tank leer
ist...
Mäuserich schrieb:
> Dennoch darf man nicht vergessen, dass das auch Arbeitsplätze sind.> Vermutlich "unterbezahlt" - was auch immer das für einen Tankmann heißen> mag - aber dennoch ein Arbeitsplatz.
Falsch !!! des sind 1 Eurojobber schau mal bei der stellen suche der
AGRGE
Ohne die würde es das nicht geben des ist Pure Abzokke nicht mehr und
nicht weniger die Firmen machen den Reibach und unser eins zahlt dafür
Steuern.
Wenn die leute im Offentlichen Dienst eingesetzt werden würden gäb es in
der Hinsicht keine Probs aber so schon und das hat mit
wiedereingliderung und so nichts zu tun.
Ich habe seit längerem nicht mehr bei Shell getankt, heute wieder mal.
Da kam der Tankwart service und fragte, ob es etwas sein darf, sehr
freundlich usw. Dann sagte ich, ja ich bräuchte ein neues
Scheinwerferlicht, dann wollte er mir die teuerste anbieten, darauf
wollte ich die nicht und wollte mir das woander besorgen. Als ich an der
Kasse stand da darf ich auch noch 1€ für so einen Service bezahlen?!
Wenn es schon ein Service gibt, dann kostenlos damit es zufriedene
Kunden gibt,und nicht wo man da noch was zahlen muß! Reine abzocke!!!
Ich hatte bei der Shell mit Tankwartservice vom Tankwart eine Karte
bekommen, mit der konnte ich dann an der Kasse 1 € für den Service
bezahlen, wenn ich zufrieden war (bis dahin war auch alles in Ordnung,
nur dass der Tankwart den Tankdeckel nicht mehr drauf bekam...).
Die böse Überraschung kam erst später: Da die Shell außerdem eine Aktion
hatte, V-Power zum Preis von Super anzubieten und ich vom Tankwart
gefragt wurde, ob ich es testen wollte, dachte ich mir: Bringt zwar
vermutlich nichts, aber wenn's das gleiche kostet, dann rein damit.
Eine Woche später war die Lambdasonde defekt. Vermutete Ursache von
Bosch: Schlechte Kraftstoffzusätze im Benzin. Wenn ich auch nicht 100%ig
sicher bin, dass da ein Zusammenhang besteht, war das auf jeden Fall das
letzte Mal, dass ich V-Power ausprobiert habe...
Matthias Lipinsky schrieb:
>>Oder die Pelztussi, die sich beim>>öffnen des Tankschlosses gerne mal den frisch gefeilten Fingernagel>>abbricht. Für solche Leute geradezu ideal.>> Ich dachte, die kauft dann einfach ein neues Auto, wenn der Tank leer> ist...
Nein, die guckt erst mal unter die Haube, wenn die Karre stehen bleibt.
Meinetwegen ein Porsche. Die nächste Porsche - Fahrerin kommt dazu:
"Schau'n Sie mal, ich muss den Motor verloren haben!" "Macht doch
nichts, schau'n Sie mal hinten rein, da haben sie einen Ersatzmotor."
das mit dem Tankwartservice ist doch aber schon eine alte Nummer! gibts
bei uns seit nem guten Jahr, seitdem tanke ich nicht mehr bei shell!
Bei uns hier frägt der Typ immer nach Diesel oder super, greift dann
aber zu V-Power bzw. V-Power Diesel - das kostet dann je nach Luftdruck
und Windrichtung bis zu 10ct mehr als das Normalbenzin bzw. der
"normale" Diesel!
das macht für mich schon einen sehr organisierten Eindruck!
Das dreisteste war bisher: Ich war auf dem Weg zu einem
Vorstellungsgespräch, ca. 200 km Fahrt vor mir. Eigentlich wollte ich
vorher noch den Ölstand kontrollieren, hatte das aber nicht geschafft.
Mit weißem Hemd wollte ich dann aber nicht in die Motorhaube langen.
Da fragt mich der Tankwart, ob er den Ölstand überprüfen soll. Nagut,
denke ich, spart mir Arbeit. Von wegen, der Typ meint, es würden 2 Liter
Öl fehlen. Ich konnte das nicht glauben, habe es mir zeigen
lassen...tatsächlich, der Ölstab zeigt deutlich zu wenig an. Während der
Typ Öl holt, prüfe ich nochmal nach...und siehe da, es ist genug Öl
drin. Das Schlitzohr hat den Ölmessstab einfach nicht tief genug
reingesteckt, und damit sah das aus, als wäre der Ölstand zu niedrig.
Dass es einen Schaden geben kann, wenn der mir noch 2 Liter reinkippt,
hat er genau gewußt. Na, das hat rote Ohren gegeben!
Die Geschichte habe ich einem Freund erzählt. Der hat dann gesagt, dass
der "Tankwart" Provision für verkaufte Flüssigkeiten
(Kühlwasser/Motoröl) bekommt.
Ist das bei allen Shell-Tankstellen in Deutschland so, dass es einen
Tankwart gibt?
Wiso kriegt der nur 400€? Arbeitet der nur 50%?
In der Schweiz habe ich noch keinen Tankwart an der Shell Tanke gesehen.
Rofl. Mir ist nur mal aufgefallen, dass die ein Trinkgeld an der Kasse
abgeben müssen. Dass wird dann wahrscheinlich direkt auf die Aktionäre
von Shell ausgeschüttet.
Mich hat bisher noch keiner von denen belästigt. Ich tanke aber auch nur
im Notfall bei Shell.
Vinzent H. schrieb:
> Ist das bei allen Shell-Tankstellen in Deutschland so, dass es einen> Tankwart gibt?> Wiso kriegt der nur 400€? Arbeitet der nur 50%?
Och - ich hab' da schon mal eine Verkäuferin kennen gelernt, die auf
400€ - Basis arbeitet. Dürfte nicht die einzige sein, die die Agentur
für Arbeit an so einen armen Mineralölkonzern verkauft hat (weiß auch
gar nicht so genau, ob's Shell war - schaut doch mal nach, wenn ihr mal
am Autobahnanschluss Gilching - West tankt, gleich neben Mc Donalds.
<:-) Is aber eh' wurscht, die nagen doch alle am Hungertuch bei den
Dumpingpreisen, für die sie ihren Sprit verschleudern müssen. <:-) Die
steht aber nur hinter der Theke, kann sich also keine Provision
dazuverdienen, indem sie den Leuten Öl verkauft, das sie nicht brauchen.
<:-)
Hans-Ulrich R schrieb:
> Das Schlitzohr hat den Ölmessstab einfach nicht tief genug> reingesteckt, und damit sah das aus, als wäre der Ölstand zu niedrig.> Dass es einen Schaden geben kann, wenn der mir noch 2 Liter reinkippt,> hat er genau gewußt. Na, das hat rote Ohren gegeben!>> Die Geschichte habe ich einem Freund erzählt. Der hat dann gesagt, dass> der "Tankwart" Provision für verkaufte Flüssigkeiten> (Kühlwasser/Motoröl) bekommt.
Die Werkstatt, die dir die Maschine dann wieder gängig gemacht hätte,
hätte das auch nicht umsonst gemacht. <:-)
Hans-Ulrich R schrieb:
> Ich war auf dem Weg zu einem> Vorstellungsgespräch, ca. 200 km Fahrt vor mir.
Also mal ganz abgesehen davon, dass du deinen neuen Job dann mit
Sicherheit hättest vergessen können.