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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher AVR-Typ wofür?


Autor: John Schmitz (student)
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Hallo zusammen,

ich habe eine nicht ganz gewöhnliche Frage:

Habe mit den AVRs 128 / 256 angefangen zu programmieren, dabei den 
Gedanken verfolgt, wenn ich mich mit den grössten Typen beschäftige, 
habe ich die meisten Möglichkeiten.

Zwischenzeitlich habe ich die Vorzüge eines Tiny13 kennen gelernt.

Es würde mich nun interessieren, welche Typen bevorzugt Ihr und warum ?

Gibt es evtl. Typen, die für bestimmte Aufgaben besonders empfehlenswert 
sind ?

Bitte keine Antworten wie, lese die Spezifikationen der verschiedenen 
Typen durch durch, dann weißt Du's ... oder so ähnlich. Das mache ich 
gerne wenn ich im Lotto gewonnen habe ...!

Vielen Dank im voraus!

Autor: Oha (Gast)
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>Es würde mich nun interessieren, welche Typen bevorzugt Ihr und warum ?

Mega32, Mega324, Mega644, Tiny2313,...

>Gibt es evtl. Typen, die für bestimmte Aufgaben besonders empfehlenswert
>sind ?

Sicher, siehe unten.

>Bitte keine Antworten wie, lese die Spezifikationen der verschiedenen
>Typen durch durch, dann weißt Du's ... oder so ähnlich.

.... #### - abfahren

Autor: Ak Tronik (aktronik)
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>Das mache ich gerne wenn ich im Lotto gewonnen habe ...!

Wenn Du im Lotto gewinnst, mußt/willst Du das nicht mehr wissen!
Also immer ehrlich bleiben!

MfG
Ak Tronik

Autor: Peter Diener (pdiener) Benutzerseite
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Es kommt immer auf die Anwendung an.
Wie viel Platz ist auf der Platine, soll der Controller von Hand lötbar 
sein? Soll er in einem Sockel sein, damit er schnell gewechselt werden 
kann, dann besser ein DIP Gehäuse. Wieviele Pins werden benötigt? Welche 
Art von Interfaces braucht man (UART, SPI, CAN, USB, I2C...) und 
wieviele? Wie kompliziert ist die Aufgabe, die er erfüllen soll und wie 
schnell soll er sein? Welche Versorgungsspannung bekommt er, brauche ich 
einen lowvoltage-Typ? Möchte ich vielleicht Code aus anderen Projekten 
weiterverwenden, der nur auf einem speziellen Controller ohne große 
Änderungen läuft?

Wenn ich diese Fragen geklärt habe, gebe nicht selten noch etwas Reserve 
bei der Anzahl der Pins und dem Speicher drauf und nehme dann den 
billigsten, der diese Anforderungen erfüllt und leicht verfügbar ist in 
Deutschland (Das sind nicht alle).

Generell kann ich aber sagen, dass du als Anfänger schon sehr lange 
programmieren wirst, wenn du einen AtMega128 voll bekommen willst, 128kB 
Code sind extrem viel. Große Projekte mit viel Grafik auf LCD-Anzeigen 
können das aber schon manchmal brauchen.

Bisher hatte ich schon fast alles zwischen AtTiny11 und AtMega644 im 
Einsatz. Bald kommt auch noch ein Projekt mit Grafikdisplay und 
AtMega2561 dazu.

Grüße,

Peter

Autor: Stefan Noll (nollsen)
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hi,

der größte unterschied zwischen den megas und den tinys ist, dass die 
mega avrs einen harddwaremultiplikator haben. beim avr-gcc erzeugt der 
compilter bei den tinys funktionen, die die multiplikation dann 
softwaremäßig durchführen.
prinzipiell solltest du dir überlegen, wie viele aufgaben du mit dem 
mikrocontroller ausführen möchtest.
die tinys haben relativ wenige pins, und realtiv wenig speicher. wenn du 
als mehr als ein kommunikationsschnittstelle hast kannst du schon davon 
ausgehen einen mega zu verwenden.
je nachdem wie geschickt du programmierst kannst du einen mega8 für fast 
all deine projekte verwenden. es gibt wohl sogar eine webserver lösung 
mit dem mega8, aber schön ist das nicht zu programmierne. bei den megas 
solltest du dir vor augen führen, wenn du größere projekte realisieren 
möchtest, brauchst du einfach einen jtag debugger. jtag gibt es ab 
mega16. wenn du einen avr größer als den mega32 nimmst, dann kannst du 
(offiziell) nicht mehr den avr dragon als jtag nehmen sondern musst den 
jtagice benutzen. es gibt da zwar auch günstige schaltungen zum 
nachbauen, persönlich habe ich allerdings damit nicht die besten 
erfahrungen gemacht. ab den mega64 gibt es die ics nicht mehr im dip 
gehäuse, d.h. auf lochrasterplatinen wird das eher ein unangenehmes 
unterfangen.
auf die ganz großen avrs muss man dann nur noch zurückkommen, wenn man 
noch externe daten zu verarbeiten hat.

ansonsten sollte noch gesagt werden dass es sehr viele unterschiedliche 
avr spezialtypen gibt. allerdings sind diese nicht unbedingt überall 
verfügbar. ich warte immer noch auf den mega32 usb avr :-)



mfg

Autor: Hannes Lux (Gast)
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Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass es Features gibt, die nur 
bei einzelnen Typen implementiert sind. Die PLL für Highspeed-PWM gibt 
es nunmal nur bei Tiny15, Tiny26 (und vermutlich auch deren Nachfolger) 
und der Tinyx5-Reihe, aber nicht bei den Megas. Die Megas sind also 
nicht in jedem Fall die bessere Wahl. Einen ultimativen Super-Duper-AVR 
(der alle Features enthält) gibt es also nicht, jeder Typ hat seine 
Vorzüge und seine Nachteile.

...

Autor: Oha (Gast)
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>Vielleicht sollte noch erwähnt werden,...

Das geht unter datenblatt studium, was explizit nicht gewuenscht wurde.

Autor: Hannes Lux (Gast)
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> Das geht unter datenblatt studium, was explizit nicht gewuenscht wurde.

Ja sicher, man kann doch aber trotzdem um die Ecke darauf hinweisen, 
dass die Datenblätter Wissenswertes zu bieten haben und dass die 
PC-übliche Auswahlstrategie (schneller, größer, teurer, das Beste ist 
gerade gut genug) beim AVR kontraproduktiv sein kann.

...

Autor: Malte __ (malte) Benutzerseite
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1. Für das Projekt benötigte I/O Pins zählen
2. Den benötigten Flash Speicher abschätzen
3. Abgeschätzten Flashspeicher verdoppeln
4. AVR aussuchen, welcher oben genannte Anforderungen erfüllt und es 
gegebenenfalls einen pinkompatiblen Ersatz mit nochmals doppelt so viel 
Flash gibt.

Aus meiner Hobbyerfahrung gilt für Punkt 2:
2 KB: Fast immer zu wenig
4 KB: Für kleine Projekte ok
8 KB: Reicht für einiges
16 KB: Reicht für sehr vieles, man programmiert schon einige Wochenenden 
bis die voll sind.
32 KB: Haben für mich bisher immer gereicht

Autor: Winfried (Gast)
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Bei den Tinys nehme ich gerne den Tiny45. Interessant daran ist: Wenn es 
billiger sein soll und man wenig Speicherplatz braucht, nimmt man den 
Tiny25, wenn es mehr sein soll, den Tiny85. Die Software läuft auf allen 
ohne Anpassungen. Man hat da also zusätzlich Spielraum, den man beim 
Tiny13 nicht hat. Zudem ist der Tiny 25/45/85 schon recht universell in 
seinen Möglichkeiten, wenn einem 5/6 IO-Pins reichen.

Autor: mr.chip (Gast)
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> as geht unter datenblatt studium, was explizit nicht gewuenscht wurde.

Das mit dem High-Speed-PWM war mir völlig neu. Solche interessante 
Details, die man schnell eben verpasst, wenn man nicht stundenlang durch 
die Feature-Listen blättert, sind durchaus sehr interessant für diesen 
Thread!

Autor: Hannes Lux (Gast)
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> Das mit dem High-Speed-PWM war mir völlig neu.

Der Tiny26 kann dank der PLL sogar mit 16MHz internem Takt arbeiten. ;-)
Habe ich aber noch nicht genutzt.

> stundenlang durch die Feature-Listen blättert

Nöö, mach' ich nichtmal. Ich befasse mich ja nicht erst seit drei Wochen 
mit AVRs. Ich schau, was der Handel zu akzeptablen Preisen zu bieten 
hat, dann schau ich ins zugehörige Datenblatt und entscheide, ob mich 
der jeweilige Typ interessiert oder nicht.

...

Autor: Oha (Gast)
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Die Features sind eher seltsam verteilt. Die Tinys haben abgesehen vom 
2313 kein UART, sondern den USI.
Um diese Detail herauszufinden, braucht man nicht Stunden, sondern muss 
nur je die fettgedruckte Zusammenfassung aufm Datenblatt betrachten. 
Sobald man mehr als eine Funktionalitaet benoetigt muss man dann genauer 
lesen, denn hin und wieder ueberlappen sich die Pins fuer eine gewisse 
Funktionalitaet, dh es sind nicht beide gleichzeitig erhaeltlich.

Autor: xeox (Gast)
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auch wenn keine datenblätter gewünscht sind, diese übersicht hat mir 
immer sehr geholfen ;)

http://atmel.com/dyn/products/param_table.asp?fami...

Autor: Hannes Lux (Gast)
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Mir (als Bastler) nützt diese Übersicht nichts, da sie nichts über die 
Verfügbarkeit im Handel aussagt. Es nützt mir nichts, mich mit Typen zu 
befassen, die dann nicht verfügbar sind.

...

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