Ozonator spinnt

OP #1202409
ich habe einen Ozonator mit Luftpumpe für Aquarium.

Dabei wird von 220V aus über einen Hochspannungstrafo
ein gepulstes Hochspannungssignal erzeugt
und an eine Art Zylinderkondensator angelegt. Das Problem
ist nun, daß im Gegensatz zum Betrieb vor ein paar Monaten
nun fast kein Ozon mehr zu entstehen scheint.

Mir ist nicht klar, woran das Problem liegt.
Anfangs ging es ja.

Mit einem 100 MOhm-Tastkopf sehe ich periodische
7.5-10kV Spikes alle ca. 6ms, die auch 5kV ins Negative
reichen zwischen Innen- und Außenfläche des Kondensators.

Ist das Signal womöglich zu klein oder kann es sein,
daß der Kondensator innen oxidiert ist?

Hat vielleicht mal jemand so ein Teil zerlegt und
kann Näheres sagen, woran es klemmen kann?

Matthias
OP #1202846
Hallo Andreas.
Danke für den Hinweis auf die Reinigung.

Das China-Gerät lief bisher gerade mal 3 Stunden
seit ich es neu hatte. Stand dann lang im Keller.

Der Zylinderkondensator sieht leider wenig
reinigungsfreundlich aus. Ich komme nur an
die Außenseite der äußeren Elektrode und
an die Innenseite der inneren Elektrode heran.
Die Funkenüberschläge passieren wohl dazwischen.

Von den beiden Blechen scheint das innere aus
blankem Cu zu bestehen. Das oxidiert ja leicht.
Vorne und hinten wurde eine Kappe aus Plastik
aufgesteckt und mit Silikon verklebt. Es sieht
nicht so aus, als ob das leicht abgezogen werden
könnte.

Ist Dein Teil denn leicht zerlegbar?
Was hast Du denn zum Reinigen genommen?

Könnte ich vielleicht eine Art Reinigungsflüssigkeit
durchblasen, um das Oxid da zu beseitigen?

Luft geht jedenfalls jede Menge durch wie ich an
den vielen Blasen am Stein im Wasserglas sehen kann.

Matthias
#1202959
Matthias W. wrote:
> Der Zylinderkondensator sieht leider wenig
> reinigungsfreundlich aus. Ich komme nur an
> die Außenseite der äußeren Elektrode und
> an die Innenseite der inneren Elektrode heran.
> Die Funkenüberschläge passieren wohl dazwischen.

Hmm, dann hast Du Pech.

Ich kann beide Zylinder trennen, komme also an alle 4 Oberflächen dran.

Aluminium-Wolle (die Black & Becker Pads für die B&D Mouse) nehme ich.


>
> Von den beiden Blechen scheint das innere aus
> blankem Cu zu bestehen. Das oxidiert ja leicht.
> Vorne und hinten wurde eine Kappe aus Plastik
> aufgesteckt und mit Silikon verklebt. Es sieht
> nicht so aus, als ob das leicht abgezogen werden
> könnte.
>
> Ist Dein Teil denn leicht zerlegbar?
> Was hast Du denn zum Reinigen genommen?

s.o.

>
> Könnte ich vielleicht eine Art Reinigungsflüssigkeit
> durchblasen, um das Oxid da zu beseitigen?
>

Sicher. Mußt halt mal schauen was für Cu funktioniert ohne zu agressiv 
zu sein und Dein Bauteil zerstört. Wird dann aber schon etwas 
ordentliche Chemie sein.
OP #1203016
Hallo Andreas,

vielen Dank für den Hinweis auf die Aluwolle.

Ich kann ja mal versuchen, ob es gelingt die
Plastikteile trotz des Silikons zu trennen.

Hast Du mal die Spannungspulse bei Deinem
Ozonator angesehen? Liegen die in derselben
Größenordung, wenn Du einen P6015 dran hältst?

Dann kann es ja wirklich nur noch der Zylinderteil
sein.

Matthias
Gast #1205203
Denke, zum Abtöten von diversen 'schwarzen Tieren' .... eventuell mögen 
Fische 'schwaztierbefreite Gewässer' ;)
Ozon ist recht ungesund, denke mir deshalb eine desinfizierende Wirkung.
OP #1205277
Andrew Taylor wrote:
> Matthias W. wrote:
>> Der Zylinderkondensator sieht leider wenig
>> reinigungsfreundlich aus.
>
> Hmm, dann hast Du Pech.

sieht leider so aus. Falls es denn wirklich
daran liegt. Sind die Dinger so empfindlich,
daß sie noch nicht mal ein Jahr ohne Benutzung
im Keller überleben? Oder hat doch der Generator
zu wenig Pulse oder Spannung?

> Ich kann beide Zylinder trennen, komme also an alle 4 Oberflächen dran.
> Aluminium-Wolle (die Black & Becker Pads für die B&D Mouse) nehme ich.

Normalerweise müsste bei diesen Geräten
zwischen den Metallflächen noch ein Dielektrikum
sein. Ist bei Dir da nichts zwischen den blanken
Metallflächen zu sehen?

Bei billigen Geräten kann es Mica sein,
ist wohl Glimmer.

> Mußt halt mal schauen was für Cu funktioniert ohne zu agressiv
> zu sein und Dein Bauteil zerstört. Wird dann aber schon etwas
> ordentliche Chemie sein.

Chemie ist nicht so mein Ding. Wenn es diese
Metallteile einzeln billig zu kaufen gäbe würde
ich es mal damit versuchen.

Matthias

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