Ich muß mal die alten Vorlesungsskripten raussuchen.
Das Prinzip einer TWT ist ein Elektronenstrahl, der in einem langen
dünnen Glasrohr von der Kathode zur Anode fliegt, deutlich langsamer als
die Lichtgeschwindigkeit. Um das Glasrohr ist eine Wendelleitung (Helix)
gewickelt, auf der sich ein elektrisches Feld mit Lichtgeschwindigkeit
ausbreitet, immer der Wendel entlang, also eine größere Wegstrecke als
der Elektronenstrahl. Die Steigung der Wendel und die
Beschleunigungsspannung sind so gewählt, dass sich beide mit gleicher
Geschwindigkeit nebeneinander bewegen.
Dabei kommt es zu einer Wechselwirkung zwischen beiden, eine kleine
Mikrowellenleistung auf der Wendel moduliert den Gleichstrom des
Elektronenstrahls. Dabei erreicht man Verstärkungen von über 30 dB, aus
ein paar Milliwatt werden einige Watt.
Ich vermute, wenn beide gleich schnell wären, würde auch die Leistung
wie beim 3dB_Richtkoppler an beiden Enden gleich herauskommen, durch den
geringen Unterschied löscht es sich am Ende der Helix aus oder so
ähnlich.
Als Phononen/Photonen-Wechselwirkung könnte hier diese "optische"
Ausbreitung des Feldes auf der Wendel und die "akustische", jedenfalls
langsamere des Elektronenstrahls gemeint sein - wenn meine Erinnerung
überhaupt stimmt.