Sehr große Ströme lassen sich deutlich verlustfreier mit
Magnetfeldmessung machen. Wird sehr oft verwendet. Ebenso in
Strommeßzangen u.s.w. Ausserdem ist die Messung darüber potentialfrei.
Da tut man sich speziell bei High-side Strommessungen mit kV leichter
:-)
Die Stromsensoren für den Industriebereich (wie die von z.B. LEM)
verwenden zumeist linear-Hall-Sensoren (ohne Werbung zu machen - aber
einfach mal bei Allegro, Maxim, Infineon, Micronas, ... nachschauen, die
haben alle solche Sensoren im Programm, teilweise auch statt mit
Analogausgang schon mit mit PWM/SPI/LIN/SENT und anderen Protokollen),
die entweder in dem Luftspalt eines Magnetkerns um einen Leiter sitzen
(schlecht für Gain/Linearität - Sättingungsverhalten) oder ohne
Magnetkern das Leiterfeld messen (schlecht für Offset, daher eher für
große Ströme/Abschaltschutz - das Feld zur Messung ist klein) arbeiten.
Im Auto und Consumerbereich z.B. bei der Batteriemessung kommen aber
nach wie vor sehr oft Shunts vor, die sind noch billiger und einfacher
in der Anwendung. Das Bild könnte sich aber auch hier bald ändern.