Stromrichtung bei Lokomotiven

Gast #1203239
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Hallo!

Habe da mal eine frage. Um bei einer Lokomotive herauszufinden ob diese 
fährt oder elektrisch bremst, würde ja ein Stromwandler in der 
Oberstromleitung nach dem Stromabnehmer dies anhand des vorzeichen 
verraten nicht?

Sprich fährt die Lokomotive ist die Stromrichtung vom Netz zur 
Lokomtovie positiv und Bremst die Lokomotive elektrisch fliesset Strom 
von der Lokomtovie ins Netz sprich Stromrichtung ist negativ.

Lieg ich da richtig?
#1203276
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Jürg wrote:
> Sprich fährt die Lokomotive ist die Stromrichtung vom Netz zur
> Lokomtovie positiv und Bremst die Lokomotive elektrisch fliesset Strom
> von der Lokomtovie ins Netz sprich Stromrichtung ist negativ.
Wenn die Oberleitung Gleichstrom führt (also z.B. bei Straßenbahnen), 
ja...

Bei der Bahn-üblichen Wechselspannung ist der Strom immer abwechselnd 
positiv und negativ.
Gast #1203280
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>Es ist vermutlich einfacher mit einem Beschleunigungsmesser
festezustellen ob gerade gebremst wird.

Eben genau nicht. Das wird dann eher aufwendig. Es kann langsamer oder 
schneller werden, ohne dass irgend ein Strom fliesst...

Aber mit einem magnetischen Strommesser sollte man dabei sein. die 
Isolation von 20kV sollre auch kein zu grosses Hinternis sin.
Gast #1203486
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50 Hz / 3 Phasen ergibt nun mal 16,6666666666666666666666666666 Hz  :)


Nee, ist Scherz. ^^

Zitat:

"Aufgrund der beherrschbaren Technologie im Transformatorenbau hatte 
sich eine Frequenz von 50 Hz in den europäischen Netzen durchgesetzt. 
Durch die an den Kollektoren entstehenden Lichtbögen gelang es jedoch 
nicht, Motoren im erforderlichem Leistungsbereich mit einer Frequenz von 
50 Hz zu betreiben. Daher entstanden Bahnstromnetze mit 25 Hz und 16 2/3 
Hz. Um rotierende synchrone Umformer zur Erzeugung verwenden zu können, 
kam man auf die Teilerfaktoren 2 bzw. 3. Der Einsatz von modernen 
asynchronen Umformern bei einem exakten Teilungsverhältnis erwies sich 
bei hohen Leistungen allerdings als problematisch, so dass die 
Zielfrequenz vieler Netze inzwischen auf 16,7 Hz geändert wurde, wobei 
162/3 Hz innerhalb der Toleranz liegt."
#1203500
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Achja und übrigens:
Wie sehr die Frequenz schwankt, kann ich nicht sagen aber die Spannung 
kann schon mal auf bis zu 12kV einbrechen, laut Voltmeter am 
Führerstand. Manchmal steigt sie auch auf bis zu 16kV. Besonders 
problematisch ist diese hohe Spannung bei den 1x42ern, die ich recht 
häufig fahre. Dort lässt sich dann die letzte Fahrstufe nicht schalten.
Gast #1203531
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Seit ca. 1980 ( erste Versuche noch früher ) gibt's 
Strassen-/Stadt-/Vollbahnen mit Bremsrückspeisung.

- Beispiel Bundesbahn Lok BR 120 ( AC 15 kV ):

5,6 MW Fahrleistung, 3,3 MW generatorische Bremsleistung.

Rückspeisepotential auf der Strecke Nürnberg-München/zurück mit Güterzug 
angeblich über 10% ?


- Beispiel DC ( 750 V ): Strassen-/Stadbahnen Hannover,
Rhein-Ruhr

Rückspeisung je nach Verhältnissen bis 20 %, jedoch stark 
unterschiedlich je nach Betriebsverhältniseen ( weil Unterwerke in der 
Regel ungesteuerte Gleichrichterbrücken haben und Einspeiseabschnitte 
ca. 1 km gross sind ).

---

Alle neuen Baureihen nutzen Bremsrückspeisung.

---

Die Vollbahnfrequenz von 16,7 Hz erklärt sich wie folgt:
Als vor ca. 100 Jahren die elektrischen Parameter für den Bahnstrom 
festgelegt wurden, wählte man in mehreren Ländern diesen Kompromiss, 
weil:

Nur Wechselspannung liess sich bereits damals verlustarm auf die Motoren 
anpassen, => Transformator mit Anzapfungen, ca. 25 Fahrstufen inkl. 
Feldschwächung.
Damalige Einphasen-Reihenschlusskollektormotoren feuerten bei 50 Hz 
einfach zu stark =>

Ergo wählte man 50/3 Hz, um mit Einankerumformern arbeiten zu können.

Heute gibt's ( ausser den Bahngeneratoren ) nur noch statische Umformer, 
daher konnte man auf 16,7 Hz aufrunden.

Alle neuen Baureihen nutzen Bremsrückspeisung.
Persönliche Seite #1203589
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Also ich kann sagen das die Talent - Züge der Öbb Strom in die 
Oberleitung zurückspeisen,
wenns jemand kennt: Von Bregenz nach Bludenz Strohmaufnahme : 260 kW/h
                                             Stromabgabe: 180kW/h
Bin schon vorne im Führerhäuschen mitgefahren, und da kann man das halt 
am Display ablesen, wer die Strecke kennt weiß, dass es vom Unterland 
ins Oberland geht, d.h. vielleicht einige hundert Höhenmeter.
#1203923
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Lukas B. wrote:
> Also ich kann sagen das die Talent - Züge der Öbb Strom in die
> Oberleitung zurückspeisen,
> wenns jemand kennt: Von Bregenz nach Bludenz Strohmaufnahme : 260 kW/h
>                                              Stromabgabe: 180kW/h
> Bin schon vorne im Führerhäuschen mitgefahren, und da kann man das halt
> am Display ablesen, wer die Strecke kennt weiß, dass es vom Unterland
> ins Oberland geht, d.h. vielleicht einige hundert Höhenmeter.

Wenn das Rückspeisen funktioniert, was ja nicht immer der Fall ist. Am 
besten wäre, die "Störung Quittieren"-Taste mit Kleber festzkleben.
#1204570
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Oliver wrote:
>>Montiere Stromwandler und Spannungswander
>>und lasse mit diese Werte über einen Messwertumformer Wirkleistung
>>auswerten.
>
> Warum guggts du nicht einfach auf das Display im Führerstand?
> Anscheinend weiß die Elektronik in der Lok, wann sie bremmst, und wann
> nicht. Das ist erheblich ungefährlicher.
>
> Oliver

Aber die Frage ist. wozu sollte der Lokführer das wissen? Wenn er selbst 
fährt, wird er wohl wissen, dass er in der E-Bremsstellung ist und wenn 
er mit AFB fährt ist es ihm ziemlich egal ob da per E-Bremse oder per 
Druckluft gebremst wird.
Wenn dann noch die LZB dazukommt, wird gar nicht mehr auf irgendwas 
geachtet, sondern dann wird die Zeitung rausgeholt oder man spielt mit 
dem Beimann Karten.
#1204809
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Thomas E. wrote:
> Achja und übrigens:
> Wie sehr die Frequenz schwankt, kann ich nicht sagen aber die Spannung
> kann schon mal auf bis zu 12kV einbrechen, laut Voltmeter am
> Führerstand. Manchmal steigt sie auch auf bis zu 16kV. Besonders
> problematisch ist diese hohe Spannung bei den 1x42ern, die ich recht
> häufig fahre. Dort lässt sich dann die letzte Fahrstufe nicht schalten.

Sei doch froh, immerhin muß man die schönen Gerätschaften auch ein 
bisschen schonen. Gibt ja sonst eh fast nur mehr Dreck, siehe Taurus mit 
den hinichen "Einführungsisolatoren", oder solche Glaskobeln wie den 
Talent un d konsorten. Am schlimmsten ist der ICE, bei dem 
Drecksklumpert muß man bei den Preussen sogar noch extra zahlen. Dafür 
pfeift er recht unangenehm und die Bremsen stinken relativ schnell.

Da lob ich mir die guten 42er und 44er. Nur letztes jahr war ich 
enttäuscht ob der ÖBB: Im Folder für "Nostalgiefahrten" stand die 1044er 
drin :-(

Nur damit ned der Eindruck entsteht, ich hätt generell gegen Triebwägen 
was: Die älteren Modelle 4030 etc. sehen ganz gut aus, nur mag ich 
dieses Moderne Graffel ned (dabei bin ich noch ned amal 30).

LG, IWan

(Irgendwas relativ modernes hab ich amal in Wien West gesehn, mit blauem 
Anstrich, das war des einzige Moderne was ma bis jetzt gfallen hat. Ich 
habs fotografiert, aber das Foto hab ich nimma. Hat bissl ähnlich wie a 
1014er ausgschaut, nur monströser und schnittiger.)
#1204815
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Hi Ivan!

Ich stimme dir voll und ganz zu!

Ich hatte mal eine 1042.0xx, die hatte zwar schon eine E-Bremse, aber 
dazu musste man über den Fahrtrichtungsschalter über "V" hinausgehen in 
die Stellung "E-Bremse". Erst dann konnte man über den Fahrschalter die 
E-Bremse aufsteuern. Hat natürlich damals kein Lokführer gemacht. Ich 
persönlich hab was gegen die 44er, vor allem die niedrigen Nummern. 
Diese halten die eingestellte Geschwindigkeit meist nicht und gehen um 
10km/h drüber, um dann voll die E-Bremse aufzusteuern. Gibt nen schönen 
Ruck! ;-)

Aber eigentlich bin ich ja von der anderen Sparte. Die großen schwarzen 
Rußkübeln sind eigentlich mein Reich.

lg

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