micrel lm2576

#1204663
Lesenswert?

Hallo

Ich hab ein Problemm mit dem LM2576 5.0wt von Micrel.
Ich hab ihn so angeschlossen wie im Datenblatt und es kommen auch 5V
raus aber wenn ich ihn belaste bricht die Spannung bei ca 250ma auf 2V 
zusammen. Ein LM2575 von National Semiconductors liefert in der gleichen 
Schaltung stabil 1A bei 5V. Diode ist eine SB 504 und Spulen hab ich 
schon mehrere getestet. Was mach ich falsch?
#1204883
Lesenswert?

Die Spule könnte etwas klein sein, die sieht nicht wirklich nach 3A aus. 
Da diese aber einen offenen Kern hat, dürfte sie nicht in die Sättigung 
gehen.

Hast du ein Oszilloskop? Falls ja, mess mal die Kurvenformen am Ausgang 
des 2576 mit wenig und mit viel Last. Dann sollte man sehen, weshalb die 
Spannung zusammenbricht.
#1205085
Lesenswert?

Bist Du sicher, daß das eine Speicherdrossel ist ? - Sieht mir mehr wie 
eine Entstördrossel aus. Diese sind für einen Schaltregler leider 
ungeeignet. Bei kleinen Strömen spielt das keine so große Rolle - bei 
größeren schon.

Nächste Frage: Ist es ein Low ESR Kondensator ?

Gruß, Marcus
#1205088
Lesenswert?

Marcus Müller wrote:
> Nächste Frage: Ist es ein Low ESR Kondensator ?

Selbst ohne Kondensator funktioniert der Stepdown Regler mehr oder 
weniger, da die in Reihe liegende Spule die Spannung (eigentlich eher 
den Strom) glättet. Es bleibt noch ein Ripple von etwa 0,3A (bei 
geratenen 15V Eingangsspannung) den der Kondensator abfangen muss. Das 
sollte jeder Elko schaffen.
Der LM2576 benötigt daher kein Low ESR Elko am Ausgang, das sagt auch 
das Datenblatt:
"Standard aluminum electrolytics are usually adequate, but low ESR types 
are recommended for low output ripple voltage and good stability."

Am Eingang sieht es dagegen anders aus, denn hier bekommt der Elko die 
volle PWM ab. Allerdings ist hier aber auch sehr viel mehr Ripple 
zulässig, wenn die restliche Schaltung damit klarkommt.
#1205148
Lesenswert?

#1205162
Lesenswert?

Die Schaltung ist etwas suboptimal: Die Diode sollte näher an den 2576.

Es sieht so aus, als wenn die Strombegrenzung zuschlägt, zumindest sackt 
gegen Ende des Zyklus die Spannung ziemlich ab. Allerdings begrenzt ein 
2576 meist irgendwo bei 4-7A. So sehr dürfte die Spule nicht in die 
Sättigung kommen. Desweiteren fließt der Strom ja auch in den Ausgang, 
er geht also nicht verloren.

Schalte mal 2 von den Spulen parallel (oder verwende eine andere Spule 
die mehr Strom verträgt). Ich halte es zwar für sehr unwarscheinlich 
dass die Spule in die Sättigung kommt, aber dann kann man es 
ausschließen.

Ansonsten überprüf mal die Schaltung ob da wirklich alles richtig 
verdrahtet ist.
Gast #1205163
Lesenswert?

Das Layout ist leider alles andere als Schaltregler tauglich.
Besonders Pin2 - Diode - Spule sollte möglichst kurz gehalten werden, 
genauso
wie die Feedback Leitung so kurz wie möglich sein sollte.
#1205172
Lesenswert?

Das ist nur das Testlayout. Ich hab die Diode mal weiter an den Regler 
gelötet, hat sich aber nichts geändert. Die Spulen auf dem Bild hab ich 
schon in allen erdenklichen Kombinationen zusammengelötet.
Je nach dem welche Spule ich verwende komm ich mit einigen auf 1A bei 
4,2V und bei anderen bricht die Spannung sofort auf 2,3V ein, bleibt 
dann aber bis 2A konstant. Bei über 2A bleiben noch 0V und der Regler 
Pfeift(macht er auch so)
#1205173
Lesenswert?

Alles soweit auseinander ist sicherlich nicht gut.

Gerade der lm2576 funktioniert eigentlich hervorragend mit minimalem 
Ripple. Ich habe davon schon rund 2.500 Stück verbaut. Das ist bei uns 
allerdings ein SMD Aufbau mit rd. 15x15mm incl. Kondensatoren und Spule.

220µH erscheint mir recht groß, wir liegen bei 3.3V / 1A bei 47µH, ich 
müßte den Wert aber mal im Datenblatt nachsehen.

Ich tippe nachwievor auf ein Problem mit den Spulen. Bei 3A muß die 
ganze Dimensonierung schon genau stimmen.

Gruß, Marcus
#1205211
Lesenswert?

Julian Asd wrote:
> Ich hab keine Ahnung warum,

Habe ich weiter oben geschrieben:
Der Elko am Eingang ist wichtiger als der am Ausgang, denn der Eingang 
wird nur während der Einschaltphase belastet und zwar mit dem vollen 
Strom.
Wenn da kein Elko ist, bricht die Spannung aufgrund der Induktivität der 
Zuleitung weg und das IC macht Mist.

PS: Eine ordentliche Spule solltest du dir trotzdem zulegen.
Gast #1206696
Lesenswert?

Also meiner Einschätzung nach sind die von dir verwendeten Drosseln alle 
ungeigent, schauen alle aus wie Enstördrosseln mit niedriger 
Sättigungsfestigkeit.
Such dir ein passende Speicherdrossel, vorerst am Besten eine die den 
doppelten Strom aushält den du am Ausgang ziehen willst. Induktivität 
kannst du ja berechnen, oder aus dem Datenblatt entnehmen.
Durhc auswählen der richtigen Drossel kannst du wahrscheinlich momentan 
recht exzessive Rippleströme eindämmen die zu starker ERwärmung im 
SChaltregler führen.
#1207079
Lesenswert?

Julian Asd wrote:
> Brauch ich unbedingt low ESR Kondensatoren und welche Spule ist gut für
> den Regler.

Bedrahtete Spulen (außer bei Ringkern) sind zunehmend am Aussterben.
Geeignet wäre z.B. die L-PISR 100µ von Reichelt. Diese kann 3A, was 
etwas grenzwertig ist, da der 2576 durchaus auch mal 5A liefern kann.

Eine Spule mit mehr Induktivität verkleinert den Stromripple, was 
kleinere Elkos am Ausgang erlaubt. Allerdings wird die Spule dann 
größer. Eine kleine Spule vergrößert den Stromripple, weshalb am Ausgang 
Low ESR Elkos sinnvoll sind.
Wenn der Spannungsripple am Ausgang nicht extrem kritisch ist, reichen 
aber meist normale Elkos (vor allem wenn man 2-3 parallel schaltet).

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren