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Forum: Haus & Smart Home EIB - Verständnisfragen (Neueinsteiger)


Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Hallo,

ich bin kürzlich für das EIB/KNX-System "entflammt" und nun dabei, mich 
einzuarbeiten. Dabei habe ich einige Fragen, deren Antwort ich bisher 
nirgendwo in der gewünschten Deutlichkeit finden konnte. Vielleicht 
klappt es ja hier:

- EIB kann dezentral betrieben werden, d.h. ein Taster sendet direkt 
sein Telegramm über den Bus an einen Aktor. Bei der 
Programmierung/Konfiguration bringt man dem Sensor die Zieladresse des 
Aktors bei und dem Aktor, wie er auf einen bestimmten Befehl reagieren 
soll (entsprechend den Möglichkeiten seiner internen Applikation). 
Stimmt das?

- EIB könnte zentral über einen Server betrieben werden. Die Sensoren 
senden ihre Telegramme an einen Server und dieser daraufhin Telegramme 
an einen oder mehrere Aktoren. Damit spart man sich das Gefrickel mit 
EIB-Logikbausteinen, man kann wesentlich intelligenter und umfangreicher 
reagieren. Nachtei: bei einem Serverausfall geht garnix mehr, ansonsten 
evtl. verlängerte Lauf- bzw. Reaktionszeiten. Stimmt das?

- wenn ich an eine EIB-Installation eine RS232-Schnittstelle anschließe 
(z.B. Busch-Jaeger RS232 Modell 6186/20), dann "sprudelt" dort jedes 
Telegramm binär heraus, welches auf dem Bus gerade unterwegs ist, ohne 
irgend eine Filterung oder Vorverarbeitung. Die Verarbeitung muss 
komplett der angeschlossene PC machen?

Danke, das wars vorerst.
Frank

Autor: lumo (Gast)
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Hi Frank,

EIB ist immer Dezentral - heißt jeder EIB-Baustein hat seine eigene 
Logik.
Bei Licht ein/aus oder dimmen reicht ja die direkte Verbindung von 
Sensor und Aktor, da brauchst keinen Server höchstens zur Visualisierung 
bzw. Remote Steuererung welches parallell funktioniert. Verknüpft werden 
alle EIB Geräte Pinzipell über eine Gruppenadresse die auf die jeweilige 
Funktion gematcht wird: Beispiel Taster 1 (Sensor) sendet ein Telegram 
welches die Gruppenadresse 1/1/1 hat, Aktor 1 und 2 hören auf diese 
Gruppenadresse und reagieren mit EIN/AUS je nach Parametrierung sogar 
mit Zeitfunktionen. Es können auch Rückmeldeobjekte verknüpft werden 
welches für eine VISU oft benötigt werden.

Funktioniert im Prinzip bei jedem Aktor/Sensor so. Es können also 
Stetiglichtregelung, Einzelraumregelungen usw. realisiert werden. Wenn 
natürlich Logikfunktionen/Zeitfunktionen haben möchtest benötigst du 
entweder dementsprechend Bausteine oder einen Server. Es gibt hierfür 
auch ein freies Projekt wie LINKNX oder Kommerzielle Systeme von 
namhaften Herstellern. Wenn du mehr wissen möchtest schau mal bei 
www.freebus.org vorbei. Dort entweder im Forum oder im IRC Channel. Bei 
freebus gehts um EIB im Selbstbau.

Ich hoffe ich habe dir geholfen.

Gruß
lumo

Autor: lrlr (Gast)
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bei meiner entscheidung für ein bus-system war

ETS das K.O. kriterium gegen KNX/EIB

solage man ETS braucht, ist das ganze für private absolut ungeeignet


(scheinbar braucht man ETS auch bei dem FreeBus ??)

Autor: Viktor (Gast)
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Hallo

solage man ETS braucht, ist das ganze für private absolut ungeeignet


Hm kann ich nicht ganz nachvollziehen
Ich finde auch für Privat ist EIB eine gute Wahl
sciherlich sind die Anschafungskosten für ETS relativ hoch aber es lohnt 
sich.Desweiteren kann man sich das ganze ja auch gebraucht kaufen.

Autor: lrlr (Gast)
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>Anschafungskosten für ETS relativ

um die gehts mir garnicht..

das programm ist unter jeder kritik..

(unübersichtlicher gehts ja wohl nicht mehr...)

Autor: lumo (Gast)
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Hallo,

ja die ETS wird auch bei FREEBUS benötigt. Es wird aber an einer 
Alternative gearbeitet, was aber recht komplex ist. Wenn ich an LCN oder 
LON denke sind deren SETUP TOOLS auch nicht besser, und man darf nicht 
vergessen das auch größere Geräte wie EIB Alarmanlagen (natürlich mit 
dem jeweiligen Plugin) parametriert werden können. Wenn sich natürlich 
jemand mit JAVA auskennt könnte sich BASYS 2003 mal ansehen, einfach mal 
GOOGELN.


Gruß
Lumo

Autor: marais (Gast)
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Die ETS3 ist eigentlich kein schlechtes Programm. Dass man den Preis als 
Privatanwender zu hoch findet, kann ich nachvollziehen. Dass man EIB 
aber ablehnt, weil die ETS irgendwie unübersichtlich sei, begreife ich 
nicht.
Ich hatte mit der ETS 1.2 gewisse Startschwierigkeiten, aber nach 2 
Tagen ging es. Die ETS3 finde ich eigentlich ganz gelungen. Den grossen 
Softwareergonomiepreis gibt es dafür nicht, aber nach einem Wochenende 
solltest Du damit gut zurechtkommen.

Autor: Joerg Diebold (joergdiebold)
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Hallo zusammen.

Da es hier ja um die Meinunng geht kurz noch mein Input

Meiner Meinung nach ist der Preis der ETS gerechtfertigt (denke man 
bekommt diese schon auf Messen und ähnlichem für ca. 500 Euronen)
Über das Desgin und die Ergonomie kann man streiten aber der Spass muss 
ja auch noch für den Elektriker stimmen - Beta Tests alla Microschrott 
beim Endanwender funktionieren hier einfach nicht. Ausserdem gibt es im 
Idernett einen Haufen Usergroups und Hilfe - alles in allem also recht 
gelungen.

Autor: Helge H. (Gast)
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Hallo Frank,

Deinen Fragen sind zwar schon etwas älter, aber da ich hier bisher keine 
einzige komplette Antwort gelesen habe, dachte ich, dass ich dir Deine 
vorangegangenen Fragen einmal beantworte:

> 1. EIB kann dezentral betrieben werden, d.h. ein Taster sendet direkt
> sein Telegramm über den Bus an einen Aktor. Bei der
> Programmierung/Konfiguration bringt man dem Sensor die Zieladresse des
> Aktors bei und dem Aktor, wie er auf einen bestimmten Befehl reagieren
> soll (entsprechend den Möglichkeiten seiner internen Applikation).
> Stimmt das?

Antwort: Ja. Jeder Sensor "weiß" mit welchem Aktor er verbunden ist und 
andersrum. Ein zentraler Rechner wird NICHT benötigt!

> 2. EIB könnte zentral über einen Server betrieben werden. Die Sensoren
> senden ihre Telegramme an einen Server und dieser daraufhin Telegramme
> an einen oder mehrere Aktoren. Damit spart man sich das Gefrickel mit
> EIB-Logikbausteinen, man kann wesentlich intelligenter und umfangreicher
> reagieren. Nachtei: bei einem Serverausfall geht garnix mehr, ansonsten
> evtl. verlängerte Lauf- bzw. Reaktionszeiten. Stimmt das?

Antwort: Das könnte man so machen, wäre aber ... naja ... bescheuert ^^ 
Man kann einen Rechner auch zusätzlich in den Bus hängen, um 
Schaltzustände, Temperaturwerte oder Schaltungen an sich zu 
visualisieren, um dem Anwender die Benutzung zu vereinfachen, OHNE das 
dieser Visualisierungsrechner notwendig wäre (man könnte ihn dann auch 
Nachts abschalten und trotzdem würde noch alles funktionieren).

> 3. wenn ich an eine EIB-Installation eine RS232-Schnittstelle anschließe
> (z.B. Busch-Jaeger RS232 Modell 6186/20), dann "sprudelt" dort jedes
> Telegramm binär heraus, welches auf dem Bus gerade unterwegs ist, ohne
> irgend eine Filterung oder Vorverarbeitung. Die Verarbeitung muss
> komplett der angeschlossene PC machen?

Antwort: Wenn Die Schnittstelle an einer zentralen Stelle im Bus 
(Begriff: "Hauptlinie") eingesetzt wird, so laufen dort ALLE Telegramme 
des Buses auf! Allerdings können diese ohne die ETS und ohne die 
zugehörige Projektdatei, bzw. Datenbank nicht interpretiert werden (es 
gibt zwar Zusatzsoftware für solche Aufgaben, aber kostentechnisch 
fernab von gut und böse ^^). Die Daten sind also vor Fremdprogrammierung 
"gesichert".

Ich hoffe, dass dir das (auch wenn schon lange her) trotzdem noch weiter 
geholfen hat.

P.S.
Die kleine pro- und contra-Diskussion gegenüber der ETS sollte 
hoffentlich ein Scherz sein. Die knappen 1000€ die man als Firma pro 
erworbene Lizenz zahlt ist absolut null und nichtig. Für einen 
Privatanwender ist die natürlich nicht tragbar, wenn es nur ums 
Eigenheim geht, kann ich absolut verstehen, aber letzten Endes kostet 
die vorgefertigte Grundprogrammierung eines Einfamilienhauses über eine 
Automatisierungsfirma noch nicht einmal 500€ ... viel weniger!

Wie auch immer ... schönen Tag noch ^^

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