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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik max. Zeit im LMP3


Autor: Gast (Gast)
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Hallo!

Ich habe mal eine Frage zum MSP430. Wie lange kann dieser im LMP3 
"arbeiten", ohne aufgeweckt zu werden? Ich habe in der Literaur eine 
Angabe von min. 0,5 Hz --> max. 2 Sek. gelesen. Ist das korrekt? Ist das 
ganze anhängig von der Verwendung des Quarz-Oszillators bzw. VLO? Es 
geht um den MSP430F2274.

Ich danke euch!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Was ist "die Literatur"? Wenn Du übrigens nach LPM3 googeln würdest, 
hättest Du mehr Trefferchancen, da TI den auch so nennt.

Autor: Gast (Gast)
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Ist mir schon klar, dass LMP3 die geläufige MSP430 Bezeichnung ist... 
Die Angabe habe ich aus: "Das große MSP430 Praxisbuch". Ganz allgemein: 
Muss er aufgeweckt werden, um sich zu synchronisieren?

Autor: ... (Gast)
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achtung, muss nicht stimmen, aber

...ich denke mich daran zu erinnern, das der MSP aus dem LPM3 nur durch 
den watchdog aufwachen kann...

der hat eine interne RC-clock... dh. du kannst die auslösezeit nur durch 
den vorteiler des wdt manipulieren...

Autor: Gast (Gast)
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Ich meine, aus dem LMP3 kommt man durch einen vom Basic Timer1 
ausgelösten Interupt raus, oder?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Ist mir schon klar, dass LMP3 die geläufige MSP430 Bezeichnung ist...

Offensichtlich nicht, es heißt LPM3.

Im LPM3 ist beim 'F1xx nur noch ACLK aktiv, d.h. der externe Oszillator 
(LF)XT1 (i.d.R. ein Uhrenquarz).

Den LPM3 kann der Prozessor durch einen Interrupt verlassen; die 
Peripherie, die diesen Interrupt auslöst, muss auch mit ACLK versorgt 
werden, da sowohl DCO als auch etwaig daraus abgeleitete SMCLK inaktiv 
sind. Der DCO braucht zum Aufwachen 6 µs (steht so im user's guide).

Selbsttätiges Aufwachen lässt sich also mit einem Timer (Timer_A oder 
Timer_B) bewerkstelligen, der mit ACLK versorgt wird. ACLK kann aus 
LFXT1CLK mit einem Vorteiler von 8 gespeist werden (also 4 kHz), der 
Timer selbst wiederum hat einen eigenen Vorteiler von maximal 8, also 
500 Hz. Der Timer läuft nach 2^16 Takten über, das dauert bei 500 Hz 
Takt etwas über 130 Sekunden.

Soll der Prozessor sich zyklisch selbst aus LPM3 aufwecken, so können 
dazwischen nur wenig mehr als zwei Minuten verstreichen.
(Sicherlich könnte man versuchen, LFXT1 mit geringerem Takt als 32 kHz 
zu versorgen, dann lässt sich die Weckperiode entsprechend verlängern).

Wenn aber der Prozessor mit einem externen Ereignis aufgeweckt wird, 
kann er beliebig lange im LPM3 bleiben.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Selbsttätiges Aufwachen lässt sich also mit einem Timer (Timer_A oder
>Timer_B) bewerkstelligen,...
Oder mit dem Watchdog.

>Ist das ganze anhängig von der Verwendung des Quarz-Oszillators bzw. VLO?
Da der VLO schön langsam ist (um 10kHz), bekommt man (wenn ich mich 
jetzt nicht auf die schnelle verrechnet habe) folgende maximale 
Intervalle:
Mit Watchdog mit Counter 32768 = ~3,2Sek
Mit TimerA/B mit Teiler 8 und Überlauf bei 0xFFFF = ~52,4Sek

Wenn du einen noch langsameren Quarz verwenden würdest, würden die 
Zeiten natürlich noch weiter steigen.

Autor: Torsten (Gast)
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Ist doch kein Problem, wenn der MSP430 regelmässig aus dem LPM3 
aufwacht, z.B. durch den Timer-Overflow-Interrupt des TimersA.
Damit kannst Du gleich einen Zähler hochzählen lassen, der die Unix-Zeit 
darstellt.
Anschliessend geht der MSP430 sofort wieder in den LPM3-Mode und braucht 
damit nur Strom im Mikroampere-Bereich (so um die 5 Mikroampere)

Autor: Gast (Gast)
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Vielen Dank für die Erklärungen!

@ rufus: Bist du dir sicher dass ACLK und Timer selbst einen Vorteiler 
von max. 8 haben? Ich kann im DB lediglich eine Angabe für den ACLK 
finden (DIVAx = Divider for ACLK). Wie gesagt, es geht um den 
MSP430F2274.

Datenblatt: http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/msp430f2274.pdf

Grüße

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>kann im DB lediglich eine Angabe für den ACLK finden...
Schau lieber in den User Guide für F2xx.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ich bezog mich auf eine ältere Variante, 'F1xx (1611).

Der hat im Basic Clock Module eine Vorteiler, mit dem ACLK aus 
LFXT1CLK erzeugt wird:

  BCSCTL1, DIVAx

Den Vorteiler für das Taktsignal von Timer_A sollte aber jede 
Timer_A-Variante haben:

  TACTL, IDx

Neuere Varianten können mehr, so hat z.B. der Timer_A im 'F5xx noch 
einen zusätzlichen Eingangsteiler:

  TAEX0, IDEXx

mit dem nochmal durch Werte von 1..8 geteilt werden kann.


Einen VLO hat die 'F1xx-Reihe nicht, der ist mit dem neueren Clock-Modul 
der von Dir verwendeten Reihe dazugekommen.

Ja, die neueren MSP430-Varianten sind teilweise äußerst interessant; 
ich werde mich in absehbarer Zeit eingehend mit dem "Dickschiff", dem 
'F5438, auseinandersetzen dürfen.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Ich bezog mich auf eine ältere Variante, 'F1xx (1611).
>Der hat im Basic Clock Module eine Vorteiler, mit dem ACLK aus
>LFXT1CLK erzeugt wird:
Hat der F2xx doch auch.

Autor: Gast (Gast)
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Danke für den Hinweis auf das User Guide... Jetzt ist einiges klarer 
geworden! Ich danke euch allen! Grüße

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