Hallo,
ich möchte einen Funktionsgenerator von der Seite
http://www.dieelektronikerseite.de/index.htm
Unter: Schaltungen --> Projekte --> Funktionsgenerator
(der direkte Link scheint nicht zu funktionieren :-(
nachbauen. Diese Schaltung wird über die symmetrische Spannungsquelle
mit Strom versorgt.
Dazu habe ich folgende Frage/n:
- Da (siehe Link oben) wird eine Sicherung (100 mA) verwendet. Welche
Charakteristik muss denn diese Sicherung aufweisen? Flink, mittelträge
oder träge? Welche Sicherung erfüllt ihren Zweck und brennt nicht sofort
durch?
- Und nun zum Printtrafo: In der Beschreibung/Schaltplan steht
"Transformator 9V/min. 1,8VA"
Ich habe mir einen beim Reichelt bestellt (Art.-Nr.: EI 30/23 209) Die
Leistung dieses Printtrafos beträgt 2,8 VA, ABER nur 1,4 VA pro Ausgang
(2x9 Volt). Kann es sein, dass mein Printtrafo zu "schwach" ist?
- Und die letzte Frage: Um den Trafo mit der Steckdose zu verbinden,
liegt mir ein dreiadriges Kabel vor. Die Phase und der Nullleiter gehen
zum Trafo und was mache ich mit der dritten Ader - der Erdung? Wenn ich
meine Schaltung in einem metallischen Gehäuse unterbringe, dann einfach
mit dem Gehäuse verbinden, also erden...
Und falls das Gehäuse aus Plastik sein soll? Kann man dann einfach diese
dritte Ader (Erdung) "ignorieren" (z.B. mit Schrumpfschlauch isolieren,
bzw. "Wegknipsen")? ...
Danke!
> - Da (siehe Link oben) wird eine Sicherung (100 mA) verwendet. Welche>Charakteristik muss denn diese Sicherung aufweisen? Flink, mittelträge>oder träge? Welche Sicherung erfüllt ihren Zweck und brennt nicht sofort>durch?
Es wird jede gehen. Nimm eine flinke oder mittelträge.
>- Und nun zum Printtrafo: In der Beschreibung/Schaltplan steht>"Transformator 9V/min. 1,8VA"
Es steht im Schaltplan drin, dass jede 9V 100mA können sollten. Dies
passt auch locker zu der Schaltung. Das wären 1.8W für den ganzen Trafo.
Deiner sollte mit 2.8VA reichen.
>- Und die letzte Frage: Um den Trafo mit der Steckdose zu verbinden,>liegt mir ein dreiadriges Kabel vor. Die Phase und der Nullleiter gehen>zum Trafo und was mache ich mit der dritten Ader - der Erdung? Wenn ich>meine Schaltung in einem metallischen Gehäuse unterbringe, dann einfach>mit dem Gehäuse verbinden, also erden...
Richtig, auch die Schaltungsmasse. Diese dritte Ader ist übrigens
gelb-grün!
Bei einem Plastikgehäuse sollte aber auch all das Leitende geerdet sein,
was du berühren kannst. So z.B. der GND oder auch Gehäuseschrauben, die
innen metallisch blank sind.
Unter bestimmten Bedingungen kann das anders gewählt werden, wenn z.B.
der Trafo speziell dafür ausgerüstet ist. Ebenso müssen (große!)
Abstände der Netzseite zu der Sekundärseite eingehalten werden - und
noch vieles andere. Dein Leben und das deiner Mitmenschen kann davon
abhängen!
Dafür gibt es einschlägige Bestimmungen, die ich aber nicht parat habe.
Kann man beim VDE kaufen.
Aus deiner Fragestellung entnehme ich, dass du auf dem Gebiet wenig
Ahnung/Erfahrung hast, deshalb rate ich dir dringendst, einen Fachmann
hinzuzuziehen.
Der gezeigte Trafo hat nur 1,8 VA. Ein etwas größerer typ ist kein
Problem. Wenn der Trafo 2,8 VA hat, könnte man, wenn man nur eine
Wicklung nutzt etwa 2/3 der 2,8 VA also rund 1,8 vA entnehmen.
Bei der Sicherung ist es auch relativ egal ob Flink oder träge. Die
kleinen Trafos sind eigentlich kurzschlußfest, die Sicherung spricht nur
bei einem groben Schaden der Pirmärwicklung an.
Eine der Gleichrichter könnte man sparen wenn man die Spulen direkt
verbindet und das so macht wie üblich. Vor die Regler gehört
normalerweise auch noch ein kleiner Kondensator. Dafür sind 2200 µF
reichlich groß, da würden auch 470 µF schon reichen.
Der LM741 ist nicht gerade die beste Wahl aus Ausgangstreiber. Ein
NE5534 oder ähnliches wäre besser, und ist sogar Pinkompatibel.
>Welche Charakteristik muss denn>diese Sicherung aufweisen?
Die Sicherung kannst Du vergessen!
Ein 2,8VA Trafo nimmt unter 20mA
aus dem Netz auf und ist Kurzschluss-
fest. Den braucht man nicht absichern.
>Kann es sein, dass mein Printtrafo zu "schwach" ist?
Der reicht schon.
>was mache ich mit der dritten Ader - der Erdung?
Ich rate Dir dringend zu einem soliden Kunststoff-
gehäuse. Auch der Isolationsabstand zwischen
den 230V Anschlüssen und vor allem zwischen
Prim- und Sekundärseite des Primtrafos müssen
ausreichend groß sein (min 8mm).
Und hier noch eine guter Tipp.
230V AC können Ihre Gesundheit schädigen.
Fragen Sie Ihre Elektrofachkraft oder lassen
sie es.
// "... Richtig, auch die Schaltungsmasse... "
Wenn ich dann die Schaltungsmasse auf das Erdpotenzial lege, dann ist
mein "Funktionsgenerator" geerdet.
Nun will ich aber die Kennlinien von bestimmten Bauelementen an einem
Oscilloskop darstellen und das wird problematisch, da die beiden Geräte
(Frequenzgenerator und Oszilloskop eine gemeinsame Masse haben).
Wie kann ich dieses Problem lösen?
Ein NF-Übertrager 1:1?
Hallo Andre,
empfehlenswert für solche Projekte ist:
- kein Netzschalter, die Zuleitung auf kürzestem Weg zum Trafo
- keine Sicherung, der Trafo ist in diesem Fall Kurzschlußfest
- keinesfalls die Ausgangsmasse (GND) erden
Gruß Andreas
Unter normalen Bedingungen, auch bei Kurzschluß auf der Sekundärseite
wird die Sicherung nicht ansprechen. Die ist nur für den Fall, das der
Trafo einen Schaden an der Primärwindung kriegt. Da dann eventuell nur
noch ein Teil der Wicklung übrig ist, ist da eine Sicherung schon noch
sinnvoll, denn bis die 16 A Haussicherung anspricht, kann da schon
einiges schmelzen.
Den Schalter würde ich auch weglassen. Bei der geringen Leistung würde
ich sonst auch eher vorschlagen ein fertiges Steckernetzteil zu nehmen
und den Hifsabgriff in der Mitte per OP bereit zu stellen. Eine Spannung
von 12 V Gesamt sollten reichen.
eaehavelich (Gast) schrieb:
>- keinesfalls die Ausgangsmasse (GND) erden
Aber nur dann, wenn du die elektrische Sicherheit garantieren kannst!
Kannst du das bei dem Aufbau von Andre?
Ein Steckernetzteil ist hier die allerbeste Empfehlung.
Ulrich schrieb
""Eine der Gleichrichter könnte man sparen wenn man die Spulen direkt
verbindet und das so macht wie üblich.""
Das kann man so nicht stehen lassen. Bei Verwendung von 2 GLEICHEN
Festspannungszwergen kann man die beiden Sekundärspulenhälften NICHT
verbinden um einen der Gleichrichter zu sparen.
Die Schaltung genau ansehen.
Verwendet man EINE Brücke und eine mittelangezapfte Sekundärspule dann
braucht man 7809 und 7909. Man kann auch durch Kunstschaltung nur eine
Art von Zwerg fahren aber die symmetrische Lösung ist vorzuziehen.
Der Hinweis: ....das so macht wie üblich.....
hilft einem newcomer nicht
An HildeK
Ja, 100mA mittelträge würde ich auch nehmen und wenn der Trafo keine
"eingewickelte" Thermosicherung hat unbedingt eine Sicherung. Ich sah
auch schon abgeschmorte SteckerNTs. Da wurde wieder blauäugig
argumentiert dass der KS-fest sei.
Dass aber auch Isolationsfehler in der Primär den Helden abfackeln
können soweit KEINE Thermo eingewickelt ist wurde ignoriert. Ich sah
auch schon "dauergekurzschlusste" Thermos. Sicher ist sicher und der
Aufwand praktisch Null.
@HildeK: Amen.
Ein 9V~-Steckernetzteil hat jeder, der früher ein Modem hatte,
herumliegen und kann damit mit 2 Dioden und 2 Elkos eine symmetrische
Spannungsversorgung erzeugen, notfalls betriebt man die Schaltung mit
einfachen 12V und koppelt das Ausgangssignal über Elko aus. Die
Schaltung ist in beiden Fällen erdpotentialfrei, was für einen
Frequenzgenerator nur Vorteile hat.
Die billigen Trafos in den Steckernetzteilen haben dank
Zweikammerwicklung eine kleinere Kapazität zwischen Netzspannung und
Sekundärwicklung als "richtige" Trafos.
Fazit: Steckernetzteil. Billiger, besser, sicherer.
Buchautoren, die in aktuellen Bauvorschlägen Antik-Schrott wie den
LM741, der in der gezeigten Schaltung fast an die slew-rate-Grenze
gerät, verbauen, obwohl passendere OPs nicht mal teuerer sind, würde ich
sowieso nur begrenzt trauen...
Hallo noch mal,
ich bin noch wach ;-) und muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich
entschieden habe, etwas mehr Erfahrung auf diesem Gebiet zu sammeln und
sich erst dann mit dem Bau von Netzteilen zu beschäftigen...
Mein Steckernetzteil, welches ich bis jetzt benutzt habe, kann die
Ausgangsspannunng von 3 V bis 12 V liefern...
Und dieses Netztteil werde ich dann versuchen zu einer symmetrischen
Spannungsquelle umzufunktionieren...
Eine Schaltung, die ich dazu gefunden habe, ist die Folgende:
http://www.dieelektronikerseite.de/Lections/Symmetrische%20Spannungsversorgung.htm
Mal schauen was daraus wird...
Und vielen Dank für die freundliche Unterstützung!
Bei der symmetrischen Spannungsquelle kannst Du alles nach Ausgang OPV
weglassen für die Versorgung des Funktionsgenerators. Ansonsten müsste
in der Schaltung noch was verändert werden.
Hi Ich
Der 081 sollte den geringen Strom des 2206 samt 741 bringen und so kann
man indeed auf den Rest verzichten.
Dazu den Verdoppler nach Tom aus 9V Wechsel und fertig.
Oder 2x9.1V Z-Dioden an die 2200uF.