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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Erdung Gehäuseteile


Autor: varusschlacht (Gast)
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Hallo,

mit welchen Querschnitt muß ich Gehäuseteile erden, wenn die Zuleitung 
zu diesem Gerät 5G6² ist und die Vorsucherungen 32A haben.

Bitte eine fachkundige Antwort oder einen Hinweis auf 
VDE-Vorschriften... und bitte keine Belehrungen.

LG

Autor: Route_66 (Gast)
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Funktionserde, HF-Erde, Potentialausgleich oder Schutzleiterverbindung 
???

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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VDE verlangt 'ausreichenden Querschnitt'; Türgelenke gelten nicht als 
Erdung.

Hintergrund: Die Erdung soll ja vor Gefahr durch Erdschlüsse (heißes 
Kabel patscht ans Blech) schützen. Das ist gewährleistet, wenn:
- ein FI verbaut ist, der abschaltet
- wenn die Vorsicherung durch den Kurzschluss abschaltet.

Damit die Vorsicherung aber eine Chance zum Abschalten hat, muss der 
Anschlusswert auch fließen. Wenn du da nun mit 32A reingehst und dann 
mit 1,5qmm erdest, raucht im Ernstfall nur der Erdleiter ab und die 
Gefahr besteht weiterhin.

Autor: Route_66 (Gast)
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DIN VDE 0100-540:2007-06
Errichten von Niederspannungsanlagen-Teil 5-54: Auswahl und Errichtung 
elektrischer Betriebsmittel - Erdungsanlagen, Schutzleiter und 
Schutzpotentialausgleichsleiter

VDE 0113-1:2007-06
Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen - Teil 
1: Allgemeine Anforderungen
Abschnitt 8.2 Schutzleitersystem

VDE 0700-1:2007-02
Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke 
- Teil 1: Allgemeine Anforderungen
Abschnitt 27 Schutzleiteranschluss

Es könnten noch 'zig andere Normen gennant werden, je nachdem wo die 
ominösen "Gehäuseteile" anzutreffen sind.

Autor: eaehavelich (Gast)
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Hallo,

6mm², wie die Zuleitung.

Andreas

Autor: Gast (Gast)
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Die VDE0113 (ich gehe mal davon aus, dass bei einer Zuleitung mit 5x6mm² 
es sich um eine Maschine handelt) besagt unter Punkt 8.2.1:

"Alle Teile des Schutzleitersystems müssen so ausgelegt sein, dass sie 
in der Lage sind, den höchsten thermischen und mechanischen 
Beanspruchungen durch Erdschlussströme standzuhalten, die in dem 
jeweiligen Teil des Schutzleitersystems fließen könnten."

und weiter unter Punkt 8.2.2:

"Der Querschnitt von Schutzleitern muss in Übereinstimmung mit den 
Anforderungen von IEC6034-5-54,543 oder IEC 60439-1, 7.4.3.1.7 bestimmt 
werden, je nachdem, was zutrifft. Diese Anforderung ist in den meisten 
Fällen erfüllt, wenn das Verhältnis zwischen den Querschnitten der 
Außenleiter, die zu diesem Teil der Ausrüstung gehören und der 
zugehörigen Schutzleiter mit Tabelle 1 übereinstimmt."

In Tabelle 1 findet man dann: Querschnitt der Außenleiter <16mm² , dann 
PE-Leiterquerschnitt = Außenleiterquerschnitt.

Kurz gesagt: gleicher Querschnitt wie Außenleiter in der Zuleitung, dann 
kannst du nichts verkehrt machen.

Autor: varusschlacht (Gast)
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hab ich befürchtet...vielen Dank

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Und noch ein Tip aus der Praxis: Nimm den nächsthöheren 
Leiterquerschnitt. Hier wären es 10 mm2

Das kostet jetzt fast nix mehr. Erspart Dir aber gerade bei Tür und 
sonstigen Bewegungen den Austausch (wenn im Lauf der Zeit durch Bewegung 
ein Teil der fein/feinstdrähtigen Leiter wegbricht). Das ist nämlich 
auch mit sehr guter Entlastung oft ein Ärgernis.

Und der nachträgliche Tausch kostet erheblich mehr. Wenn's noch während 
der Gewärleistung passiert, ist's Dein Geld/das Deiner Firma.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Für Türen empfehlen sich auch flache breite Erdungsbänder. Wenn man die 
parallel zum Scharnier aufschlägt, reduzieren sich die Zugkräfte 
innerhalb des Geflechts beim Biegen mehr, als es bei runden Geflechten 
('normales' flexibles Kabel) der Fall währe.

Autor: varusschlacht (Gast)
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Also bei handelt es sich um ein 19''-Gehäuse. Somit keine bewegten 
Teile.

Autor: Gast (Gast)
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Moment...19"-Gehäuse?? Beschreib doch mal was das Teil darstellen soll 
und ob es noch mit anderen Teilen verbunden ist.

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