Hallo,
zum Ausprobieren und Spielen will ich eine Phasenanschnittssteuerung
basteln.
Ich bin mir der Gefahr, die von 230 V ausgeht, voll bewusst. Mein
Arbeitsplatz ist durch Trenntrafos und Isolation geschützt.
Weil meine Steuerung später einfach nur in einem gewissen Rhytmus
blinken soll (ohne dass ein Mensch auch nur in die Nähe kommt), brauche
ich auch keine galvanische Trennung.
Ich habe die Schaltung wie im Anhang zu sehen aufgebaut.
Hat alles gut funktioniert (Die Zündsignale für den Triac habe ich
testweise auf die halbe Amplitude gesetzt), bis ich die Glühbirne an den
Ausgang angeschlossen und "Leitung A" verbunden habe. (Die hatte vorher
für die ersten Tests ausgelassen.)
Kleines Bruzeln, größere Rauchwolke. Jetzt habe ich zwei halbe Tiny2313.
Ich frage mich aber, warum. Das Beinchen an INT0 am Sockel ist leicht
angeschwärzt, scheinbar hat es da gebruzelt. Dort ist auch der Prozessor
auseinander gebrochen.
Woran mag das liegen?
Ich weiß, in der Application Note zum Zero Cross Detector war auch noch
ein 1M-Widerstand zwischen N und GND des Prozessors, auf den habe ich
verzichtet, damit ich den Triac auch zünden kann.
(Wer mir nicht helfen mag, brauch es nicht zu tun. Den bitte ich aber,
einfach nichts zu schreiben.)
>Woran mag das liegen?
Ein Triac wird zwischen GATE und A1 angesteuert. Das ist, in deinem
Schaltplan der untere Anschluss.
Also passiert folgendes, sobald die Glühlampe an den unteren beiden
Anschlüssen ist:
Über dem Triac liegen 230V. Da aber der A1 nicht an GND von µC liegt,
bekommt der volle 230V...
Ev. geht etwas über den Triac schief, das muss ich mir aber genauer
ansehen noch ..
Schnellschuss: Was hast du für R2 genommen? Übliche 1/4W-Widerstände
oder SMD Widerstände sind oft nur 100-200 V spannungsfest und schlagen
ev. über in dieser Schaltung (Spitzenspannung 325V).
DAs es erst nach Anschluss der Lampe schiefging, kann je nach
vorhandenen Induktivitäten etc. auch durch Schaltspitzen verursacht
worden sein.
Für eine Blinkschaltung würde ICH die Nullspannung auf der Sekundärseite
des Trafos messen (soooo verschoben ist das nicht, unkritisch bei fast
rein ohmschen Glühbirnen) und das Triac mittels Optokoppler zünden.
Gruß,
Christian
>Ein Triac wird zwischen GATE und A1 angesteuert. Das ist, in deinem>Schaltplan der untere Anschluss.>Also passiert folgendes, sobald die Glühlampe an den unteren beiden>Anschlüssen ist:>Über dem Triac liegen 230V. Da aber der A1 nicht an GND von µC liegt,>bekommt der volle 230V...
Das kam mir auch seltsam vor, darum schrieb ich auch, ich muss mir das
nochmal ansehen. Der Triac gehört aber in die andere Leitung, ja.
Gruß,
Christian
Mh, ja, den Triac hat es wohl auch zerschossen, habe den gerade mal
durchgemessen, hat in alle Richtungen so ca 60 Ohm.
Aber wie hätte ich den sonst verbauen sollen?
A1 an den unteren Eingang (der auch an Trafo 2 und 4 angeschlossen ist)
und A2 Richtung Glühbirne?
Ja, Danke.
Den "Trick" mit den Optotriacs habe ich auch in diversen Application
Notes gesehen.
Aber wie schon geschrieben, ich dachte eigentlich, ich käme auch ohne
aus...;-)
Ich sehe schon, warums dann wohl gekracht hat. Scheinbar habe ich beim
Aufbau stumpf den Triac in die falsche Leitung gesetzt.
Dann müsste es doch aber wie angehängt funktionieren, oder?
Vor das GATE des Triacs gehört auf alle Fälle ein Widerstand. Der 1M ist
ja nur zur Strombegrenzung bei der Nulldurchgangserkennung.
Und kleiner Tip: An jedes Pinpaar der µC für die Betriebsspannung gehört
ein 100nF Kondensator. So nahe wie möglich dran.
Stimmt, ich werde da 470 Ohm einsetzen (gibt bei 5 V etwas mehr als 10
mA, reicht nach DB zum Durchschalten).
Den 100nf werde ich auch hinzufügen, aber das Fehlen hat ja mit dem
Durchbrennen nichts zu tun...