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Forum: HF, Funk und Felder ZigBee Inintialisiationszeit


Autor: Pete Jork (redhead)
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Hallo,

Ich arbeite zurzeit mit ZigBee Modulen von Telegisis ext2. Da ich diese 
Module via Batterie betreibe und eine sehr lange Lebensdauer erreichen 
möchte hatte ich daran gedacht anstelle des sleep mode (Auch wenn es nur 
ein paar uA sind) das Modul ganz via Transistor auszuschalten.
Das Problem was jetzt auftritt ist, dass wenn ich was senden will, immer 
3 Sekunden warten muss bevor ich was senden kann, da sich das ZigBee 
Modul wieder am Netz anmelden muss. Wenn das Modul aus dem sleep mode 
kommt kann man direkt senden, ohne dass es sich initialisieren muss.

Meine Frage jetzt:

kann man durch setzen bestimmter Register die init Zeit verkürzen oder 
gar abschaffen.

Ich bin alle Register durchgegangen aber habe keins gefunden welches 
eine Änderung bringt...

Ich brauche das Modul nur, um ein Kanal zum Koordinator aufzubauen um 
ein Bild zu übertragen.

danke für jede Hilfe

Autor: Markus R. (Gast)
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Bist du dir ganz sicher, dass es wirklich nötig ist, das Modul via 
Transistor auszuschalten? Man bedenke auch, dass am Transistor eine 
gewisse Kollektor-Emitter Spannung abfällt.
Wenn deine Schaltung mit Batterien sehr lange (Monate, Jahre) betrieben 
werden muss, dann kann ich mir keinen Grund vorstellen, warum man nicht 
die 3 Sekunden bei jeder Bildübertragung warten kann.
Andernfalls würde ich den Sleep-Mode benutzen.

Gruß,
Markus

Autor: Christian R. (supachris)
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Betreibst du das ETRX2 als Router oder als EndDevice? Ich hab das in 
meiner Diplomarbeit auch benutzt, aber danach dann aufgegeben. Zu 
langsam, zu unflexibel, zuviel Strom, und dieses gemache mit dem 
Mesh-Netzwerk war einfach grausam. Das lief überhaupt nicht stabil bei 
uns. Den größten Reinfall gabs auf der Hannover-Messe als wir dort ein 
System vorstellen wollten, das mit den Modulen arbeitet. Durch die 
ganzen WLANs und BT-Handys war kein Arbeiten mehr möglich. Ständig haben 
die Module den Kontakt verloren, die Routen ewig lange wieder neu 
berechnet, Daten verschluckt oder konnten überhaupt keinen Koordinator 
finden. War einfach total peinlich.

Autor: Pete Jork (redhead)
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Naja die Spannung ist ja egal, da nur der Strom (Kapazität der Batteri 
sind ja A/h) von intresse ist und der wird durch den Transistor dann ja 
auf 0 A gezogen wenn an der Basis - Emitter 0 Volt anliegen.

Ich hatte gehoft durch ein Register die init zeit halt verkürzen zu 
können. Da das ganze System sonst zu träge wird...

Es soll halt nur sehr selten gesendet werden aber dann auch so schnell 
wie möglich.

aber danke für deine Antwort

Autor: Markus R. (maggus)
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Pete Jork wrote:
> Naja die Spannung ist ja egal, da nur der Strom (Kapazität der Batteri
> sind ja A/h) von intresse ist und der wird durch den Transistor dann ja
> auf 0 A gezogen wenn an der Basis - Emitter 0 Volt anliegen.

Mit dem Spannungsabfall am Transistor wollte ich sagen, dass das evtl. 
in einem 3,3V System zum Problem werden könnte. Bei einer 
Reihenschaltung von Transistor und ZigBee würden im eingeschalteten 
Zustand (Transistor schaltet durch) ja keine 3,3V mehr am ZigBee 
anliegen.

Autor: Pete Jork (redhead)
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jo das Problem hatte ich sogar schon, hab daher den Transistor vor den 
Spannungsstabi gesetzt und so gleich 2 Fliegen mit einer klappe 
geschlagen, da dieser auch 5 mA zieht.

Hmm Christian, mit dieser sicht hab ich das noch gar nicht betrachtet, 
da bis jetzt alles reibungslos geklappt hat. ZigBee hat ja mein ich auch 
den Vorteil, dass es sich die Frequenzbänder selber sucht und so 
automatisch einen freien Kanal wählt. Ich benutze das Modul aber auch 
nur als Enddevice mit direkter Verbindung zum Koordinator also ohne 
Router.

Autor: Markus R. (maggus)
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Hab gerade mal das Datenblatt des Moduls grob überflogen, darin steht, 
dass das Modul im Sleep-Modus weniger als 1uA benötigt. Irgendwie kann 
ich mir keine Anwendung vorstellen, bei der dieser Strom nicht 
vernachlässigbar klein ist. Was hast du denn damit vor? Eine 
Funkfernbedienung? Mit einem Akku der Kapazität 1000mAh lässt sich das 
Modul (theoretisch natürlich) über 100 Jahre im Sleep-Modus betreiben. 
Oder hab ich mich jetzt total verrechnet?

Welche Spannung verwendest du denn in deinem System? Bei einer Spannung 
!= 3,3V frisst ein Regler (wie du ihn ja scheinbar hast) natürlich 
dauernd Strom, wenn er nicht per Transistor getrennt wird. Vielleicht 
lässt sich dafür aber eine andere Lösung finden.

Gruß,
Markus

Autor: Pete Jork (redhead)
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Das Projekt umfasst:
-einen uC als Steuerelement PIC18 VCC 2.0V - 5.0V @ 400uA
-eine Kamera VCC 3.0V - 3.6V PowerDown Modus ~ 0A
-Ultraschalsensor SRF02 VCC 5.0V @ 4mA
-ZigBee EXT2 VCC 2.8V - 3.6V @ 2uA im Sleepmode

alle Module sind mit einer seriellen Verbindung an den uC angeschlossen.

Ja das stimmt das der Sleepmodus so wenig Strom verbraucht, aber der 
Spannungsstabi muss dann ja die ganze Zeit an bleiben und der verbraucht 
dann gleich mal 5 mA LM1086. Ich hatte da auch überlegt den dann ganz 
weg zu lassen und die Batterie dann direkt anzuschließen. Das Problem 
ist nur, dass ich noch ein Ultraschallsensor angeschlossen habe der 5V 
benötigt SRF02 welcher auch schon 4 mA zieht und so nicht um einen 
Spannungsstabi rumkomme. Hatte daran gedacht folgende Batterien zu 
nehmen:
http://uk.farnell.com/varta/v4020/battery-industri...
davon dann 4 in reihe um 6 V mit 16,5 Ah zu bekommen. Mit der Zeit wird 
dann die Spannung auf 4V absinken.

Ohne Spannungsstabi würde das ganze dann für 137 Tage reichen bei 5 mA 
Gesamtstrom.

Ne Zehnerdiode fällt glaub ich auch raus da diese auch einen bestimmten 
Strom in Sperrrichtung brauchen.

Würde das gehen 2 Batterien einzusetzen einen Kreis allein für den 
Ultraschallsensor mit Varta Batterien und der 2 Kreis für den Rest mit 
einer Li-Io Batterie und dem gleichen Massepotential quasi wie im 
angefügten Bild? Oder machen sich die beiden Batterien gegenseitig plat?

Vielen Dank noch mal für die Hilfe

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich würde einen LiIon-/LiPoly-Akku nehmen.  Den PIC kannst du damit
direkt betreiben.  Die 3,3-V-Komponenten betreibst du über einen
Lowdrop-Regler mit shutdown, das vom PIC gesteuert wird.  Für das
5-V-Teil nimmst du einen kleinen Step-Up-Regler, entweder mit einem
IC, oder eventuell mit einer PWM vom PIC aus (falls der sowas kann,
habe das bislang nur mit einem AVR gemacht).

Das hilft dir natürlich nicht mit deinem ursprünglichen Problem
weiter, aber da kann ich dir nicht helfen, da ich die Module nicht
kenne.  ZigBee selbst kann als Protokoll ein `direct join', bei dem
die Verbindung vom Endgerät zum Koordinator dadurch hergestellt wird,
dass der Koordinator die MAC-Adresse des Gerätes bereits kennt.  Das
spart die umständliche Association-Prozedur, stattdessen macht das
Endgerät einen orphan scan, um wieder auf sich aufmerksam zu machen.
Ob das aber deine Module können, musst du selbst rausfinden.

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