Darauf hab ich gewartet: endlich hauen die bescheuerten evangelikalen
Heimschulverfechter freiwillig ab:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,617050,00.html
Haben Asyl in den USA beantragt, wo man ja seinen Kindern jeden Müll
erzählen kann und sie aus dem öffentlichen Leben fernhalten.
In dem Zusammenhang kann ich übrigens den Film Religulous der aktuell im
Kino läuft sehr empfehlen! Hier ist eine Kritik dazu:
http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,7550842,00.html
Unglaublich was es doch für Verrückte gibt. Am coolsten ist der Junge
von The Church of Cannabis aus Amsterdam!
Muss man da so einen riesen Ding draus machen? Dem amerikanische Credo
entspricht ihr System, das auch Unterricht zu Hause zulässt, dem
deutschen entspricht der Pflichtunterricht in einer Schule. Möge jeder
sich das ihn passende aussuchen.
Zur Asylnummer wird das doch nur deshalb, weil man auf normalem Weg
schlecht legal auf Dauer in die USA reinkommt.
Insofern sei uns(!) zu wünschen, dass es klappt, denn sonst geht der
Zirkus hierzulande noch jahrelang weiter, mit Schulbesuch per grüner
Minna usw.
Zuhause selber schulen ... muuaahh ... den moechte ich sehen. Kinder
haben genau ein Programm in ihrer Firmware programmiert : die Eltern um
den Finger zu wickeln. Ohne externe Autoritaet kommt man mit Schulen
nicht weit.
> Ohne externe Autoritaet kommt man mit Schulen> nicht weit.
Umgekehrt ist es richtig: In staatlichen Schulen werden die Kinder
versaut und von den pos. Erziehungserfolgen der Eltern entwöhnt.
@Humboldt,
"In staatlichen Schulen werden die Kinder
versaut und von den pos. Erziehungserfolgen der Eltern entwöhnt."
Ich vermute, Du hast noch keine eigenen Kinder in der Schule. Dann
wüßtest Du, daß viele der renitentesten Störer nicht mal von ihren
Eltern gebändigt werden könnnen. Teilweise geben diese Eltern ihren
Kindern sogar Recht.
Denken hilft ! ;)
Warum sollte man nicht zu Hause unterrichten dürfen ?
Tja warum habe ich wohl "unterrichten" hervorgehoben ???
Merke:
prüfen != unterrichten
Versetzung ins nächste Schuljahr nur nach Prüfung durch staatliche
Lehrer in staatlichen Schulen !
Bei 2-3 mal Nicht-Versetzung: und zurück auf die staatliche Schule !
Sorry wenn ich genervt bin - aber man muss nur mal kurz nachdenken schon
kommt man zu einfachen Lösungen die alle zufrieden stellen.
> Sagt wer ?
Einer, der hier mit gleichen Rechten und Pflichten diskutiert wie
'1234'.
> Ich vermute, Du hast noch keine eigenen Kinder in der Schule.
Ich gebe zu, dass ich verallgemeinert habe.
Das , was ich schrieb, habe ich mit meinen Kindern erlebt.
Überall da, wo Lehrer, die an staatlichen Schulen unterrichten, die
Möglichkeit haben ihre eigenen Kinder an nicht-staatlichen Schulen
unterzubringen, tun sie es auch.
Die Schulen sind ein Erziehungsinstrument.
Wer bestimmt was und wie gelehrt wird sichert damit das Fortbestehen der
durch Ihn erwünschten Ansichten, sichert also seine Interessen.
Das ist erst einmal unabhängig davon wer die Schulaufsicht im einzelnen
inne hat.
So sichern religiöse Schulbetreiber das fortbestehen ihrer Religion.
Die Antiautoritären verbreiten ihre Positionen und der Staat die Seinen.
Der Grund weshalb zunächst der preußische Staat die allgemein
Schulpflicht eingeführt hat, welche später auch die Nazis und die BRD
aber auch die DDR übernahmen, war nicht etwa wie postuliert die
Verbessung der Chancen des Einzelnen, sondern vielmehr war zunächst die
Erhöhung des Bildungsniveaus erforderlich um mit den Entwicklungen im
übrigen Europa Schritt halten zu können.
Gleichzeitig bot sie als gewünschten "Neben"effekt stets die Möglichkeit
die Menschen zu Hörigkeit zu erziehen.
Dabei war dieser zunächst oft auf Gewalt begründet(Kadavergehorsam),
aber auch deren Ersatz durch subtilere Methoden änderte an diesem
Grundsatz nichts.
Die Schulen in Deutschland produzieren erfolgreich ein willenloses
möglichst unaufsässiges Volk. Wer sich nicht einfügt wird ausgegrenzt
und gemobbt, nur die wenigsten Renitenten gehen gestärkt aus der Schule
ins Leben, wo ihnen die gleichen Sozialstrukturen und -muster stets aufs
Neue begegnen.
Menschen die daran zerbrechen, werden depressiv .... neigen zu
selbstzerstörerischem Handeln welches sie oft in unterschiedlichem Maße
auf ihre Umgebung ausdehnen.
Alles in Allem ist die Rolle der staatstragenden Schule nicht mit den
Grundsätzen individueller Freiheit zu vereinbaren, ebenso wenig wie alle
anderen Zwangsbeschulungen und Zwänge überhaupt.
@Winnie,
"So sichern religiöse Schulbetreiber das fortbestehen ihrer Religion."
Schon mal daran gedacht, daß auch Eltern und Sekten dieses Interesse
haben könnten? Deine Ansichten sind Wasser auf die Mühlen jedweder
Extremisten.
"...ebenso wenig wie alle anderen Zwangsbeschulungen und Zwänge
überhaupt."
Eltern üben bei Beschulungen keinen Zwang aus?
Eine Gesellschaft hat natuerlich einen Anspruch darauf, das die Leute
spuren. Sonst zerfaellt die Gesellschaft. Falls nun kritische Exponenten
der Gesellschaft eine neue Revoluzergeneration moechten... sollten sie
die Kinder in die normale Schule schicken. Ich war bei der letzten
Revolution, anno 1968 nicht dabei, kenne aber viele die dabei waren, und
diewelchen, die es durchgezogen haben und jetzt noch existieren sind
die, die nicht zu stark auf den Putz gehauen haben. Waehrend die
Extrem-Revoluzer sich zugedroehnt haben, haben die anderen studiert...
Bewunderer wrote:
> @Winnie,>> "So sichern religiöse Schulbetreiber das fortbestehen ihrer Religion.">> Schon mal daran gedacht, daß auch Eltern und Sekten dieses Interesse> haben könnten?
Ja , und das Rrecht dazu gewährt das Elternrecht lediglich greift das
staatliche Interesse hier im jur. durch.
Staatsrecht > Elternrecht
> Deine Ansichten sind Wasser auf die Mühlen jedweder> Extremisten.
Sollten sie(meine Ansichten) daher verboten werden?
Das wäre dann der bewährte Totalitrissmus.
Und diesen Vorwurf muss sich der dt. Staat seither in Sachen Schulrecht
gefallen lassen.
p.S. dein Angriffe auf meine Ansichten, sind ein voreilenden Gehorsam
aufzegendes Totschlagargument.
mithin scheinst Du genau dem erwünschtem Hauptprodukt diese staatlicheen
Schulbildung zu entsprechen. Und nur gern den Renitenten zu
wiedersprechen,wohl kaum einem Vorgesetzten oder gar einem Mächtigen.
du würdest ihnen gefallen und das willst du ja auch. Ich nicht.
ich habe den Anspruch bei mir zu bleiben und mich nicht jedem lüftchen
zu beugen, neben geschmeidigkeit, zählt auch selstsicherheit und stärke
im Leben. Dies aber gesteht der Staat nur den Seinen zu. Nicht jedoch
seinen Gegnern. Weshalb er sie bei (Schul)Zeiten zu brechen sucht.
>> "...ebenso wenig wie alle anderen Zwangsbeschulungen und Zwänge> überhaupt.">> Eltern üben bei Beschulungen keinen Zwang aus?
Hatte ich dies behauptet?
Eltern sind genauso fehlbar wie Instituionen und Menschen überhaupt,
mich eingeschlossen.
Was soll die schräge Diskussion?
Wenn du mich fragen willst ob ich gegen jedweden Zwang bin?
Nein. Aber ich bin dafür den Menschen, besonders aber den Kindern die
Möglichkeit zu geben sich selbst zu entwickeln und diese Entwicklung
begleitend zu unterstützen. Und eben nicht dafür, sie zu brechen, um
sie in ein genehmes Verhaltensmuster zu zwängen. Eben keine Marionetten
aus ihnen zu machen.
1234 wrote:
> Eine Gesellschaft hat natuerlich
?
> einen Anspruch darauf, das die Leute spuren.> Sonst zerfaellt die Gesellschaft.
wirklich ?
> Falls nun kritische Exponenten der Gesellschaft eine neue> Revoluzergeneration moechten... sollten sie die Kinder in die normale> Schule schicken. Ich war bei der letzten> Revolution, anno 1968 nicht dabei, kenne aber viele die dabei waren, und> die welchen, die es durchgezogen haben und jetzt noch existieren sind> die, die nicht zu stark auf den Putz gehauen haben. Waehrend die> Extrem-Revoluzer sich zugedroehnt haben, haben die anderen studiert...
aua.
> Deine Ansichten sind Wasser auf die Mühlen jedweder Extremisten.
Das ist erst einmal unabhängig davon wer die Schulaufsicht im einzelnen
inne hat.
nun löse dich vom einzelnen Fall.
Na klar mag ich die religösen Eiferer(egal welche) nicht. Aber wenn ich
denen ihre Haltung weiterzugeben untersage, dann tue ich das auch
gegenüber alle anderen, die nicht meiner Meinung sind. Aus dem Prinzip
heraus?
Ich bin dann gezwungen dogmatisch wie diese meine Ansichten zu
verteidigen und hemme die Entwicklung damit auf der gleichen Basis, wie
jene deren Ansichten ich verurteile.
Das ist nun gerade aber keine gute Basis für eine Erziehung zu Toleranz
und einer vorurteisfreie Weltanschaung, welche ich befürworte.
Wovon abgesehen ich "den Staat" als die größte und extremste
extremistische Gruppierung ansehe.
@Winnie,
"p.S. dein Angriffe auf meine Ansichten, sind ein _voreilenden Gehorsam
aufzegendes_ Totschlagargument.
mithin scheinst Du genau _dem erwünschtem Hauptprodukt diese
staatlicheen
Schulbildung_ zu entsprechen."
Endlich läßt Du die Katze aus dem Sack. Deine vermeintliche Liberalität,
Gewaltlosigkeit und ewiges Suhlen im "der Staat ist schuld an Allem" und
"ich bin einer der wenigen, der dieses durchschaut hat" ist nichts
anderes als der subtile Terrorismus Andersdenkende dann als manipulierte
Opfer des System zu diskreditieren.
Die Jakobiner der französischen Revolution hätten ihre helle Freude an
Dir.
Auch eine Welt voller Winnies würde Regeln für das Zusammenleben
benötigen, und ebenso Zwänge diese Regeln durchzusetzen.
Und damit wieder Super-Winnies erschaffen, die Dein Spiel wider von
vorne beginnen.
nun gut, wenn du dich selbst diskreditiert siehst...
Ich beabsichtigte lediglich, dir den Balken im eigenen Auge sichtbar zu
machen.
Aber so ist es halt, wem die Augen aufgehen der kann sich leicht
geblendet fühlen, ist halt nicht immer angenehm. Und man ruft dann halt
gerne:"Licht aus."
Wer früher die Augen mal ein wenig öffnet, dem bleibt diese unangenehme
Erfahrung erspart.
Danke übrigens für die Blumen : "Deine vermeintliche Liberalität,
Gewaltlosigkeit und ewiges Suhlen im "der Staat ist schuld an Allem"
Ja diese "Liberalität" wurde mir während meines Offizierstudiums in der
DDR von so einem Mitläufer (meinem Kommandeur) sogar mittels Bestrafung
auch schon vorgehalten, in deren Begründung. Gut das ich mir dieses
bewahren konnte. Wobei ich mich jedoch fern von den Scheinliberalen
Neokapitalisten sehe. Darauf lege ich Wert.
Mir jedoch Terrorismus gegen Andersdenkende zu unterstellen, betrachte
ich als Verkehrung der Tatsachen. Der ging noch immer vom Staate und
seinen Bütteln selbst aus. Siehe Rosa Luxemburg.
Ich bin weit davon entfernt den Staat zu unterdrücken, auch wenn ich ihn
als Hemmnis der Gesellschaft betrachte. Noch immer sind es die Gegner
"des Staates" welche von eben jenem unterdrückt und terroisiert werden.
Denn umgekehrt sind die Mittel und Möglichkeiten doch arg begrenzt.
Wovon abgesehen wirkliche Anarchisten gar nicht das Ziel haben Andere zu
unterdrücken oder gar zu terrorisieren, sie wollen sich lediglich nicht
unterdrücken lassen.
Wenn das allerdings schon einen Angriff auf die Grundfesten des Staates
darstellt, so ist es arm um ihn bestellt.
Bewunderer wrote:
> Auch eine Welt voller Winnies würde Regeln für das Zusammenleben> benötigen, und ebenso Zwänge diese Regeln durchzusetzen.>> Und damit wieder Super-Winnies erschaffen, die Dein Spiel wider von> vorne beginnen.
Danke der Ehre.
panta rei.
alles fließt.
;-)
@Winnie,
"Aber so ist es halt, wem die Augen aufgehen der kann sich leicht
geblendet fühlen, ist halt nicht immer angenehm. Und man ruft dann halt
gerne:"Licht aus."
Warum mußt Du Andersdenkende immer gleich als dumm hinstellen? Brauchst
Du das für Dein Überlegenheitsgefühl?
Nenne doch mal einen Staat, in dem Deine Utopie verwirklicht ist.
Alle großen Diktatoren und Menschenschlächter von Hitler, Stalin, Mao
über Pole Pot und Kim Jong Il etc. wollten immer nur das beste für Ihr
Volk und wähnten sich im Besitze der einzigen Wahrheit.
Die französiche Revolution ist ein gutes Beispiel, wie schnell
Gutmenschen zu Verbrechern werden können.
> Nenne doch mal einen Staat, in dem Deine Utopie verwirklicht ist.
Eine Utopie (aus altgriechisch οὐ- ou- „nicht-“ und τόπος tópos „Ort“;
vergleiche auch Ektopie und Atopie) ist eine Wunschvorstellung, die sich
dadurch auszeichnet, dass sie zwar denkbar und in vielen Fällen
wünschenswert, vor dem jeweiligen historisch-kulturellen Hintergrund
jedoch in vielen Fällen (noch) nicht oder nicht mehr realisierbar ist.
Also ist der Einwand doch nur eine Frechheit...
Jede Gesellschaft hat ein bestimmtes Modell, und die können durchaus
verschieden sein. Insbesondere was den Grad der Abwägung zwischen
erhofftem Schutz/Sicherheit und erhoffter Freiheit angeht. Was immer
wieder neu verhandelt werden muss und sich mit der Zeit den
gesellschaftlichen Veränderungen anpasst und leider auch mal ins Extreme
abgleitet.
Dass verschiedene Gesellschaften dabei zu verschiedenen Lösungen kommen
ist für sich allein nicht zu verurteilen. Es sind die Kosequenzen die
zählen. In jeder davon wird es eine Reihe von Leuten geben, die zu recht
oder zu unrecht damit unzufrieden sind. Amerikaner wundern sich über
deutsche Regelungswut und vor allem dass dies weitgehend akzeptiert
wird, und Deutschen geht es andersrum.
Wer so weit geht, den Staat grundsätzlich als extremsten Extremisten zu
verteufeln, der nimmt in Kauf, sich selbst in aggressiver Weise
verteidigen zu müssen, denn er kann das schlecht von anderen erwarten.
Ich habe Schwierigkeiten, mir auf dieser Weise eine leidlich stabile
friedliche Gesellschaft vorzustellen. Typischerweise führt der Ausfall
gesamtstaatlicher Ordnungsmacht zu regionalen teilweise überlappenden
strukturell staatsähnlichen aber eher diktatorischen Organisationen mit
hohem Gewaltpotential.
Bewunderer wrote:
> @Winnie,>> "Aber so ist es halt, wem die Augen aufgehen der kann sich leicht> geblendet fühlen, ist halt nicht immer angenehm. Und man ruft dann halt> gerne:"Licht aus.">> Warum mußt Du Andersdenkende immer gleich als dumm hinstellen? Brauchst> Du das für Dein Überlegenheitsgefühl?>
Ich hoffte nicht dieses zu tun,
Lehrerkind halt, prägung (auch gewaltsam). Vielleicht bin ich deshalb
jedem Zwang gegnüber so ablehnend.
>> Nenne doch mal einen Staat, in dem Deine Utopie verwirklicht ist.>
Das nenne ich mal ne merkwürdige Forderung.
Die abschaffung des Staates in einem Staat realisiert. Gratulation
>> Alle großen Diktatoren und Menschenschlächter von Hitler, Stalin, Mao> über Pole Pot und Kim Jong Il etc. wollten immer nur das beste für Ihr> Volk und wähnten sich im Besitze der einzigen Wahrheit.>
W.I.L. hat das schon als sinnlos erkannt. Mit Gewalt gehts nicht.
Ein Entwicklungsprozess ist unabdingbar und unaufhaltsam.
>> Die französiche Revolution ist ein gutes Beispiel, wie schnell> Gutmenschen zu Verbrechern werden können.>
Die Kopfabschlägernummer beleidigt mich zutiefst.
Halte ich es doch mit Ghandi.
Und die persönlichen Erfahrung der friedlichen Revolutin von 89 könnte
ich nie verraten.
Winfried J. wrote:
> Mir jedoch Terrorismus gegen Andersdenkende zu unterstellen, betrachte> ich als Verkehrung der Tatsachen. Der ging noch immer vom Staate und> seinen Bütteln selbst aus. Siehe Rosa Luxemburg.
Das kann von Staat ausgehen, muss es aber nicht. Für unsere Zeit in
rechtsstaatlichen Demokratien geht Ablehnung Andersdenkender eher nicht
vom Staat als Organisation aus, sondern von diversen Interessengruppen,
religiös oder nicht, und oft auch ganz schlicht von der Masse. Es ist
eher so, dass staatliche und rechtliche Strukturen bestimmten Formen der
Verurteilung Andersdenkender entgegenwirken.
Aufgrund des weit öffentlicheren Umgangs mit Konfliktthemen kann man das
in den USA deutlicher erkennen als hierzulande. Umgang mit Homosexuellen
beispielsweise geht weitgehend nicht von staatlichen Strukturen aus. Die
sind da vielleicht beteiligt, aber sowohl Initiative als auch
Entscheidung sind überwiegend Sache des Volkes, ggf. auch von Gerichten.
Mit der Todesstrafe ist das ähnlich, auch hier liegt die Entscheidung
nicht bei staatlicher Organisation.
Wenn man also die anarchistische Utopie konsequent weiterdenkt, dann
landet man m.E. beim Modell "jedem Einzelnen seinen eigenen Planeten und
fertig".
Winfried J. wrote:
> Halte ich es doch mit Ghandi.
Der hatte immerhin den Vorteil, dass die Briten ein Gewissen hatten.
Eine öffentliche Meinung und sowas wie moralische Vorstellungen. Nur
deshalb konnte das funktionieren und er wusste das und hat ebendies
gezielt ausgenutzt. Bei anderen Gegnern mit weniger Skrupel hätte das
nie funktioniert.
@AK
sicher hast du Recht mit vielen deiner Argumente. Aber auch du verkennst
die Gewalt welche direkt und indirekt (auch über die Schulen) vom Staat
gegen jeden Einzelnen gerichtet ausgeht.
Es heisst ja auch nicht zufällig "Staatsgewalt". Gewalt ist ein weiter
Begriff und schliesst die Durchsetzung von rechtlichen Rahmenbedingungen
mit ein. So hat der Begriff "Gewalt" auch positive Seiten. Das
Strafgesetzbuch beispielsweise ist eine Basis staatlicher Gewalt, die im
Grundsatz von sicherlich den meisten Menschen akzeptiert wird (bei der
staatlichen Finanzierung ist man sich darüber nicht so einig ;-).
Und genau dies ist hier der Fall. Die Durchsetzung bekannter rechtlicher
Rahmenbedingungen. Man kann nun drüber streiten wie sinnvoll und
zeitgemäss einzelne dieser rechtlichen Vorschriften sind. Im Fall der
schon erwähnten Homosexuellen hat sich die deutsche Gesellschaft von den
50ern bis heute ja auch drastisch gewandelt. Aber es gibt eben bestimmte
anerkannte Wege für solche Anpassungsprozesse. Das Recht einfach zu
ignorieren gehört nicht dazu. Auswandern hingegen schon, wenn man ein
passenderes System findet, und dort reinkommt.
Der rechtliche Weg wurde hier ja wohl beschritten und ist gescheitert.
Wie auch im dem oben verlinkten Text des BVerfG zugrunde liegenden Fall.
PS: Manchmal gehört dar Weg rechtliche Vorschriften einfach zu
ignorieren allerdings doch dazu. Die Gesetze von Staaten sind voll von
Gesetzen, die kein Schwein mehr berücksichtigt. Auch hier ist man bei
anderen, wie üblich den Amerikanern, mal wieder etwas besser im Bilde
als hierzulande, angesichts von allerlei bundesstaatlicher Vorschriften
über zulässige und unzulässige Stellungen beim Geschlechtsverkehr und
ähnlichem Unfug ;-). Aber da fehlt halt der Kläger und die Initiative
den Unfug abzuschaffen.
>Der rechtliche Weg wurde hier ja wohl beschritten und ist gescheitert.
Ja und es zeigt, dass man nicht daran denkt das Schulsystem in
Deutschland der Freiwilligkeit zu unterstellen, mithin bleibt es
Zwang/Gewalt mit allen Folgen, aber auch aus den von mir genannten
Gründen herraus.
Der Staat wünscht auf diesem gebiet keine eigenständigen Entwicklungen,
und die Extremisten werden vorgeschoben q.e.d.
Die wahren Gründe liegen aber wie so oft nur am stammtisch in der
Ablehnung des Fremden, in Wahrheit geht es um Machterhalt.
Kinder die nicht in Schulen erzogen werden sondern entsprechend
unkonntrollierten weil unkontrollierbaren Eltern- und Lehreransichten
sind halt ihrerseits auch schwer kontrollierbar. Dies hat nichts mit
allfälliger Paranoia zu tun, sondern mit banaler sachlicher Logik.
Dein Begriff des Machterhalts sagt sich nur dann leicht, wenn man den
"Staat" als mehr oder minder anonyme Masse selbsternannter Funktionäre
sieht ("die da oben"). Wenn man ihn als Gemengelage sich gegenseitig
bekämpfender Parteien, Institutionen und Lobbyisten sieht, dann fällt
das in dieser Form schwerer.
Denn dort ist zwar jeder auf seinen eigenen Machterhalt erpicht, so es
da was zu verteidigen gibt, aber hat allerhand Leute um sich herum, die
an genau diesem Stuhl sägen. Manchmal mit Erfolg.
Was für den Einzelfall dabei bedauerlich ist, das ist der typisch
deutsche Zeitrahmen von Anpassungsprozessen. Prägnantes Beispiel dafür
ist die Ladenschlussregelung. Eine triviale leicht anpassbare Sache, so
scheint es, hat es aber doch Jahrzehnte gedauert, vom Fallbeil 18:30 bis
heute (und der Prozess geht vermutlich weiter). Anlass des ersten
Schrittes dieser Veränderung war übrigens ein kleiner Einzelfall, eine
bestehende Ausnahmeregelung für die Stuttgarter Klett-Passage.
Diese deutsche Trägheit bringt es mit sich, dass die deutsche
Gesellschaft weitaus starrer wirkt als sie tatsächlich ist. Man sieht
das allerdings erst in grösserem Zeitrahmen, im alltäglichen Kleinklein
erkennt man das nicht.
Und so kann es durchaus sein, dass Einzelfälle wie der hier aufgeführte
Hausunterricht irgendwann zu einer Liberalisierung führt. Wenn sich die
Einstellung der Gesellschaft wandeln sollte. Wenn sich in der
Bevölkerkung genug Leute finden, die der Ansicht sind dass sich das
ändern muss, und dies wahrgenommen wird. Was ich in diesem Fall
allerdings nicht erwarte.
A. K. wrote:
> Dein Begriff des Machterhalts sagt sich nur dann leicht, wenn man den> "Staat" als mehr oder minder anonyme Masse selbsternannter Funktionäre> sieht ("die da oben"). Wenn man ihn als Gemengelage sich gegenseitig> bekämpfender Parteien, Institutionen und Lobbyisten sieht, dann fällt> das in dieser Form schwerer.>> Denn dort ist zwar jeder auf seinen eigenen Machterhalt erpicht, so es> da was zu verteidigen gibt, aber hat allerhand Leute um sich herum, die> an genau diesem Stuhl sägen. Manchmal mit Erfolg.>
Worin sie sich jedoch bis auf die Linke(welche nur begrenzt meine
sympatien haben, aus der Erfahrung eben herraus) einig sind , ist das
System nicht grundlegend anzutasten und das Staatsvolk, ihre
Scheinlegitimation, über eben diese "Legitimation" in Form einer per
Plebicit zu beschließenden Verfassung bestimmen zu lassen, noch diese
überhaupt öffentlich diskutieren zu lassen.
>> Und so kann es durchaus sein, dass Einzelfälle wie der hier aufgeführte> Hausunterricht irgendwann zu einer Liberalisierung führt. Wenn sich die> Einstellung der Gesellschaft wandeln sollte. Wenn sich in der> Bevölkerkung genug Leute finden, die der Ansicht sind dass sich das> ändern muss, und dies wahrgenommen wird. Was ich in diesem Fall> allerdings nicht erwarte.
Volle Zustimmung.
Winfried J. wrote:
> Scheinlegitimation, über eben diese "Legitimation" in Form einer per> Plebicit zu beschließenden Verwassung bestimmen zu lassen, noch diese> überhaupt öffentlich diskutieren zu lassen.
Ich kann mich noch gut an die Zeit direkt nach '89 erinnern. Da kam
exakt diese Frage auf. Das Grundgesetz war als Provisorium auf dem Weg
zu Friedensvertrag und von den Deutschen insgesamt beschlossender
Verfassung gebaut worden. Eine gewisse Starrheit war dabei beabsichtigt,
als Lehre auch aus Weimar. Und demokratische Werte traute man anno '48
den Deutschen aus gutem Grund nicht wirklich zu.
Viele waren um '90 daher der Ansicht, dass man dies nun vollenden möge.
auch um manche Torheiten zu beseitigen. Mir waren diese Gedanken nicht
fremd.
Allerdings wurde mir bald klar, wer denn da vorrangig die Finger drin
haben würde. Und wessen Positionen man darin hauptsächlich wiederfinden
würde. Und da war mir klar, dass ich mit dem bestehenden Grundgesetz
sicherlich besser dran wäre, als mit allem was in diesen Jahren
voraussichlich als neue Verfassung rauskommen würde.
Mit der EU sieht das insgesamt ähnlich aus wie im deutschen
Politikprozess. Jeder einzelne Schritt ist eine üble Quälerei und
meistens potthässlich, undemokratisch, uswusf. Trotzdem ist es
mindestens als politischer Institution (um jetzt nicht auch noch über
neoliberale Einflüsse diskutieren zu müssen) seit ihrer Gründung
insgesamt voran gegangen. Und wird es hoffentlich weiter gehen. Auf dem
Weg zu einer Diktatur sind wir da jedenfalls nicht, auch wenn die
aktuelle Situation sehr verbesserungsbedürftig ist.
@ Winfried J. (winne)
>Ja diese "Liberalität" wurde mir während meines Offizierstudiums in der>DDR von so einem Mitläufer (meinem Kommandeur) sogar mittels Bestrafung>auch schon vorgehalten, in deren Begründung. Gut das ich mir dieses
OK Winfried, wir haben verstanden. So ein traumatische Ereignis ist nun
mal sehr negativ prägendund erklärt deinen Beissreflex.
>sicher hast du Recht mit vielen deiner Argumente. Aber auch du verkennst>die Gewalt welche direkt und indirekt (auch über die Schulen) vom Staat>gegen jeden Einzelnen gerichtet ausgeht.
Du bist viel zu sehr geschädigt, um diese Frage halbwegs objektiv zu
beantworten. Lass es also.
Dass in Schulen immer eine gewisse Formierung nach der jeweils aktuellen
Staatform und Ideologie erfolgt ist doch nur logisch! Das gilt für ALLE
Schulen in der ganze Welt? Erziehen die Katholiken ihre Kinder
evangelisch? Oder die Moslems nach jüdischen Vorstellungen?
Das heisst aber noch LANGE NICHT, dass mit physischer wie psychischer
Gewalt das durchgedrückt wird ala Preussen & Co.
Und deine naive Vorstellung über die freie Entwicklung der Menschen
trifft bestenfalls auf eine SEHR kleine Gruppe der Gesellschaft zu,
deren Elternhaus materiell gesichert ist und sich auf hohem
Bildungsniveau befindet. Die grosse Masse braucht staatliche Führung, um
nicht vollständig ins Asoziale abzudriften. Klingt nicht schön, ist aber
so.
Einer von vielen Gründen für SchulPFLICHT. Und selbst damit verblödet
die Masse immer mehr :-(
Aber Homeschooling wird das Problem nicht ansatzweise lösen.
MFG
Falk
Falk Brunner wrote:
> @ Winfried J. (winne)>>>Ja diese "Liberalität" wurde mir während meines Offizierstudiums in der>>DDR von so einem Mitläufer (meinem Kommandeur) sogar mittels Bestrafung>>auch schon vorgehalten, in deren Begründung. Gut das ich mir dieses>> OK Winfried, wir haben verstanden. So ein traumatische Ereignis ist nun> mal sehr negativ prägendund erklärt deinen Beissreflex.>>>sicher hast du Recht mit vielen deiner Argumente. Aber auch du verkennst>>die Gewalt welche direkt und indirekt (auch über die Schulen) vom Staat>>gegen jeden Einzelnen gerichtet ausgeht.>> Du bist viel zu sehr geschädigt, um diese Frage halbwegs objektiv zu> beantworten. Lass es also.>
bis hierhin:
Ich habe ja auch nur meine Sicht dargestellt, und von niemanden
gefordert diese als allein seeligmachend zu übernehmen. Dazu bin ich mir
meiner eigenen Befangenheit viel zu bewusst.
>> Dass in Schulen immer eine gewisse Formierung nach der jeweils aktuellen> Staatform und Ideologie erfolgt ist doch nur logisch! Das gilt für ALLE> Schulen in der ganze Welt? Erziehen die Katholiken ihre Kinder> evangelisch? Oder die Moslems nach jüdischen Vorstellungen?>
Das hatte ich mit wenigen Worten vorangestellt.
>> Das heisst aber noch LANGE NICHT, dass mit physischer wie psychischer> Gewalt das durchgedrückt wird ala Preussen & Co.>
Leider noch immer viel zu oft, heute jedoch mit subtieleren, Methoden
und oft nicht weniger schlimmen Folgen für die Betroffenen.
>> Und deine naive Vorstellung über die freie Entwicklung der Menschen> trifft bestenfalls auf eine SEHR kleine Gruppe der Gesellschaft zu,> deren Elternhaus materiell gesichert ist und sich auf hohem> Bildungsniveau befindet. Die grosse Masse braucht staatliche Führung, um> nicht vollständig ins Asoziale abzudriften. Klingt nicht schön, ist aber> so.
Das klingt nicht nur unschön, sondern beweißt neben der gaußschen
Verteilung von Intelligenz, das die postullierten Ansprüche auf
Chancengleichheit durch fordern und fördern bis heute weder tatsächlich
angestrebt noch auch nur annähernd erreicht wurde.
im übrigen entspricht diese Argumentationslinie genau der
Diktatorischen: "Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt" das
kenne ich nur zu gut von meiner eigenen Mutter, der Lehrerin welche ich
nicht als Pädagogin bezeichnen möchte.
>> Einer von vielen Gründen für SchulPFLICHT. Und selbst damit verblödet> die Masse immer mehr :-(
Diese Argumentation verfehlt ihr Ziel nun völlig. Mehr vom gleichen
hilft eben nicht, sondern ist eher der Beweiß für die Gesetzmäßigkeit
des systematischen Versagens, des Schulsystems.
> Aber Homeschooling wird das Problem nicht ansatzweise lösen.
Das mag für die Zeit vor 1960 gegolten haben, in Zeiten von breitem
Zugang zum I-Net halte ich diese Ansicht jedoch für entgültig nicht mehr
haltbar, zumal man in Deutschland den Versuch schuldig bleibt, und Pisa
nun wirklich die Offenbarung für jeden selbst Denkenden brachte.
Dies nun ausgerechnet an ein paar religiösen Eiferern zu statuieren ist
billg, aber nicht rechtens.
Wobei ich da die letzte Messe als noch nicht gesungen sehe. Auch das BVG
musste schon vor dem EVG den Hut ziehen.
MFG
Winne
@Winnie,
"Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt" das kenne ich nur zu gut
von meiner eigenen Mutter, ..."
Ich gewinne immer mehr den Eindruck, daß Du versuchst, Deine
persönlichen Verletzungen in den Kontext staatlicher Unterdrückung zu
stellen.
Wenn Dir das bei deren Bewältigung hilft, meinetwegen.
Auch ich habe Höhen und Tiefen hinter mir. Bei deren Reflektion mußte
ich aber zu dem Schluß kommen, daß ich an den Tiefen nicht schuldlos
war.
Ich brauche daher kein Staatsversagen oder diffuse
Unterdrückungsmechanismen als Entschuldigung.
...
Benötige ich auch nicht.
Existiert aber unabhängig von meiner pers. Geschichte. Dies hält mich
nur an Aufklärungsarbeit zu leisten anstatt Amok zu laufen, wie es
andere Opfer tun, weil sie ihr persönliches Schiksal halt nich
bewältigen.
Wenn du das als meine Form der Selbsttherapie ansehen willst bin ich dir
auch nicht böse.
>Auch ich habe Höhen und Tiefen hinter mir. Bei deren Reflektion mußte>ich aber zu dem Schluß kommen, daß ich an den Tiefen nicht schuldlos>war.
Na siehst du, winne, jetzt hast dus mal wieder gekriegt:
Du bist selbst schuld
@ Winfried J. (winne)
>Ich habe ja auch nur meine Sicht dargestellt,
Ja? Das klingt in deinen Postings aber GANZ anders? Kreuzzug kommt dem
näher.
>> Das heisst aber noch LANGE NICHT, dass mit physischer wie psychischer>> Gewalt das durchgedrückt wird ala Preussen & Co.>Leider noch immer viel zu oft, heute jedoch mit subtieleren, Methoden
Ja.
>und oft nicht weniger schlimmen Folgen für die Betroffenen.
Kann man nicht mit einem Satz beantworten.
>> Bildungsniveau befindet. Die grosse Masse braucht staatliche Führung, um>> nicht vollständig ins Asoziale abzudriften. Klingt nicht schön, ist aber>> so.>Das klingt nicht nur unschön, sondern beweißt neben der gaußschen>Verteilung von Intelligenz, das die postullierten Ansprüche auf>Chancengleichheit durch fordern und fördern bis heute weder tatsächlich>angestrebt noch auch nur annähernd erreicht wurde.
Ach Käse. Schau dir mal die Bildung und Bildungsmöglichkeiten vor 50
Jahren und heute an. Studierendenzahlen, Frauenquote, 2. Bildungsweg
etc.!
>im übrigen entspricht diese Argumentationslinie genau der>Diktatorischen: "Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt"
Was heisst denn Gewalt? Wenn der Schaffner meinen Fahrschein sehen will,
sit das auch Gewalt?
> das>kenne ich nur zu gut von meiner eigenen Mutter, der Lehrerin welche ich>nicht als Pädagogin bezeichnen möchte.
Wurde schon kommentiert, dem ist nichts hinzuzufügen.
>> Einer von vielen Gründen für SchulPFLICHT. Und selbst damit verblödet>> die Masse immer mehr :-(>Diese Argumentation verfehlt ihr Ziel nun völlig. Mehr vom gleichen>hilft eben nicht, sondern ist eher der Beweiß für die Gesetzmäßigkeit>des systematischen Versagens, des Schulsystems.
Es ist ein Versagen der Gesellschaft und Ergebniss der
Massenmanipulation der Eliten.
>> Aber Homeschooling wird das Problem nicht ansatzweise lösen.>Das mag für die Zeit vor 1960 gegolten haben, in Zeiten von breitem>Zugang zum I-Net halte ich diese Ansicht jedoch für entgültig nicht mehr>haltbar,
Das Internet allein macht KEINE SEKUNDE schlau! Dazu bedarf es
WESENTLICHER Grundlagen des Selbststudiums. Denn einen Unbedarften ans
I-Net zu klemmen führt nur zum Surfen auf Chatrooms, Onlinespieleseiten
und Schmuddelkram.
> zumal man in Deutschland den Versuch schuldig bleibt,
Darauf kann ich gut verzichten.
> und Pisa nun wirklich die Offenbarung für jeden selbst Denkenden brachte.
Was weist du denn WIRKLICH über P.I.S.A. ? Kennst du die angewandten
Prüfverfahren? Und die ausgewählte Schülermenge?
>Dies nun ausgerechnet an ein paar religiösen Eiferern zu statuieren ist>billg, aber nicht rechtens.
Da wird nix statuiert, lediglich jahrzentelang bestehendes Recht
umgesetzt.
>Wobei ich da die letzte Messe als noch nicht gesungen sehe. Auch das BVG>musste schon vor dem EVG den Hut ziehen.
Amen ;-)
>Existiert aber unabhängig von meiner pers. Geschichte. Dies hält mich>nur an Aufklärungsarbeit zu leisten anstatt Amok zu laufen,
Oh Winfried, versuch die Kurve zu kriegen. Was du hier "leistest" ist
alles andere als Aufklärungsarbeit.
> wie es>andere Opfer tun, weil sie ihr persönliches Schiksal halt nich>bewältigen.
Jaja, Psychiologen würden dich jetzt in Null Komma Nix in Schublade F
einordnen. Und leider zu Recht. Denn du bist genau DAS, was du anderen
unfähigen Opfern vorwirfst. Ein unfähiges Opfer. Projektion nennt man
das, oder so ähnlich. Bin kein Psychiologe.
>Wenn du das als meine Form der Selbsttherapie ansehen willst bin ich dir>auch nicht böse.
Aber Andere vielleicht. Denn deine Selbsttherapie ist kontraproduktiv
für Mitlesend, die auf der Kippe stehen. Oder junge Leute, die das wirre
Geschreibsel schlicht irritiert und du auch fix in Schublade F landest.
Wenn du WIRKLCIH was bewegen willst, werde erstmal mit dir selber und
deinem Hass fertig. DANN kannst du VIELLEICHT halbwegs schachlich und
nüchtern die Dinge verändern.
MFG
Falk
Bewunderer bewunderer wrote:
>>Auch ich habe Höhen und Tiefen hinter mir. Bei deren Reflektion mußte>>ich aber zu dem Schluß kommen, daß ich an den Tiefen nicht schuldlos>>war.>> Na siehst du, winne, jetzt hast dus mal wieder gekriegt:>> *Du bist selbst schuld*
Das traf seiner Aussage nach für ihn zu.
Muß ich das jetzt auf mich projezieren?
Das hat sich ja noch nicht einmal der Bewunderer selbst getraut zu
verlangen.
Komische Welt, immer soll man sich nach unten anpassen. Verwirrt jetzt
ich bin.
Falk Brunner wrote:
> @ Winfried J. (winne)>>>Ich habe ja auch nur meine Sicht dargestellt,>> Ja? Das klingt in deinen Postings aber GANZ anders? Kreuzzug kommt dem> näher.>
Danke, man macht sich halt die Mühe.
>>>> Das heisst aber noch LANGE NICHT, dass mit physischer wie psychischer>>> Gewalt das durchgedrückt wird ala Preussen & Co.>>>Leider noch immer viel zu oft, heute jedoch mit subtieleren, Methoden>> Ja.>>>und oft nicht weniger schlimmen Folgen für die Betroffenen.>> Kann man nicht mit einem Satz beantworten.>
Du darfst auch gern zwei oder mehr verschwenden.
>>>> Bildungsniveau befindet. Die grosse Masse braucht staatliche Führung, um>>> nicht vollständig ins Asoziale abzudriften. Klingt nicht schön, ist aber>>> so.>>>Das klingt nicht nur unschön, sondern beweißt neben der gaußschen>>Verteilung von Intelligenz, das die postullierten Ansprüche auf>>Chancengleichheit durch fordern und fördern bis heute weder tatsächlich>>angestrebt noch auch nur annähernd erreicht wurde.>> Ach Käse. Schau dir mal die Bildung und Bildungsmöglichkeiten vor 50> Jahren und heute an. Studierendenzahlen, Frauenquote, 2. Bildungsweg> etc.!>
Masse <> ~Verhltniss <> Zusammenhang
>>>im übrigen entspricht diese Argumentationslinie genau der>>Diktatorischen: "Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt">> Was heisst denn Gewalt? Wenn der Schaffner meinen Fahrschein sehen will,> sit das auch Gewalt?>
Gehört der zur staatlichen Schulaufsicht? und bringt kinder gegen den
Willen der Eltern zur schule, in der sie als außenseiter gebrantmarkt
werden und deren lehrinhalte nicht den wünschen der Eltern entsprechen?
>
>> das
>>kenne ich nur zu gut von meiner eigenen Mutter, der Lehrerin welche ich>>nicht als Pädagogin bezeichnen möchte.>> Wurde schon kommentiert, dem ist nichts hinzuzufügen.>
dito
>>>> Einer von vielen Gründen für SchulPFLICHT. Und selbst damit verblödet>>> die Masse immer mehr :-(>>>Diese Argumentation verfehlt ihr Ziel nun völlig. Mehr vom gleichen>>hilft eben nicht, sondern ist eher der Beweiß für die Gesetzmäßigkeit>>des systematischen Versagens, des Schulsystems.>> Es ist ein Versagen der Gesellschaft und Ergebniss der> Massenmanipulation der Eliten.>
Aha?!
>>>> Aber Homeschooling wird das Problem nicht ansatzweise lösen.>>>Das mag für die Zeit vor 1960 gegolten haben, in Zeiten von breitem>>Zugang zum I-Net halte ich diese Ansicht jedoch für entgültig nicht mehr>>haltbar,>> Das Internet allein macht KEINE SEKUNDE schlau! Dazu bedarf es> WESENTLICHER Grundlagen des Selbststudiums. Denn einen Unbedarften ans> I-Net zu klemmen führt nur zum Surfen auf Chatrooms, Onlinespieleseiten> und Schmuddelkram.>
Allein wohl nicht aber es gibt doch tatsächlich Eltern und auch nicht
staatlich angestellte Lehrer. Letztere nicht zu knapp.
>> zumal man in Deutschland den Versuch schuldig bleibt,>> Darauf kann ich gut verzichten.>
sollte ja kein Zwang sein nur eine Option
>>> und Pisa nun wirklich die Offenbarung für jeden selbst Denkenden brachte.>> Was weist du denn WIRKLICH über P.I.S.A. ? Kennst du die angewandten> Prüfverfahren? Und die ausgewählte Schülermenge?>
Die geforderten Details wurden hinlänglich publiziert, und wer googeln
kann findet diese, so er will.
>>>Dies nun ausgerechnet an ein paar religiösen Eiferern zu statuieren ist>>billg, aber nicht rechtens.>> Da wird nix statuiert, lediglich jahrzentelang bestehendes Recht> umgesetzt.>
ja, und doch den es ist das erstemal das dies derart weit durchgefochten
wird. Weshalbes hier auch überhaupt diskutiert wird, denn sonnst hätte
kaum einer davon kenntnis genommen, die Presse schon dreimal nicht.
>>>Wobei ich da die letzte Messe als noch nicht gesungen sehe. Auch das BVG>>musste schon vor dem EVG den Hut ziehen.>> Amen ;-)
Eben.
>>>Existiert aber unabhängig von meiner pers. Geschichte. Dies hält mich>>nur an Aufklärungsarbeit zu leisten anstatt Amok zu laufen,>> Oh Winfried, versuch die Kurve zu kriegen. Was du hier "leistest" ist> alles andere als Aufklärungsarbeit.>>
Aha?
>>> wie es>>andere Opfer tun, weil sie ihr persönliches Schiksal halt nich>>bewältigen.>> Jaja, Psychiologen würden dich jetzt in Null Komma Nix in Schublade F> einordnen. Und leider zu Recht. Denn du bist genau DAS, was du anderen> unfähigen Opfern vorwirfst. Ein unfähiges Opfer. Projektion nennt man> das, oder so ähnlich. Bin kein Psychiologe.>
Nur die Schubladenpsychologen, gute eben nicht, ich weiß das.
>>>Wenn du das als meine Form der Selbsttherapie ansehen willst bin ich dir>>auch nicht böse.>> Aber Andere vielleicht. Denn deine Selbsttherapie ist kontraproduktiv> für Mitlesend, die auf der Kippe stehen. Oder junge Leute, die das wirre> Geschreibsel schlicht irritiert und du auch fix in Schublade F landest.
Ich nehme deine Auffasung zurkenntniss, teile sie jedoch nicht.
> Wenn du WIRKLCIH was bewegen willst, werde erstmal mit dir selber und> deinem Hass fertig.
welchen?
Verwechselst du hier Hartnäckigkeit und Geduld mit eventuel Sturheit und
Hass?
>DANN kannst du VIELLEICHT halbwegs schachlich und nüchtern die Dinge >verändern.
Warum schreist du?
> MFG> Falk
un oh
Vielleicht sollte ich jetzt erwähnen das ich gerade mein erstes Eigenes
Gewerbe(individuelle Befähigung ersetzt Meisterbrief) angmeldet habe,
und bestimmt nicht um gleich wieder zuzumachen. Darauf habe ich seit
über zehn Jahren hingarbeitet. Ihr dürft mir glauben ich weis was ich
will und was ich tue. Und ich finde mich ganz gut zurecht. Ich war schon
immer ein Stehaufmännchen. So schnell wie mich etwas umwirft, stehe ich
auch wieder auf den Beinen.
Bewunderer bewunderer wrote:
>>Das traf seiner Aussage nach für ihn zu.>>Muß ich das jetzt auf mich projezieren?>> Was glaubst du wohl, warum er dir das hier vor die Füße wirft?
keine Ahnung.
Verzweifelung? Wegen fehlender Argumente?
Frust, mangels Erfolges im Diskurs?
Ich weis nicht warum jemand so etwas tut. vielleicht verrät er es uns
ja.
Texte zu lesen verstehe ich wohl, Gedanken über große Entfernungen? Dann
wäre.....
Bewunderer wrote:
> @Bewunderer bewunderer,>> da Du es nicht verstehst, geh lieber wieder spielen.>> Oder willst Du hier jetzt den Agent provocateur geben?
Oh, das war wohl deine Rolle?
Bewunderer wrote:
> @Winnie,>> "Frust, mangels Erfolges im Diskurs?">> Gut, daß du nicht auch noch an Selbstüberschätzung leidest.
Und konkret? In welchem Punkt?
Interpunktion und Orthografie? Nun das tue ich nicht. ich weiss um meine
schwächen. Auch um diese.
Übrigens ich liebe meine Hybris und kultiviere sie so gern wie Andere
die Ihre.
Wer will noch ein wenig Sand auf den Kopf?
;-)))
Autor: Bewunderer (Gast) wrote:
> @Winnie,> "Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt" das kenne ich nur zu gut> von meiner eigenen Mutter, ..."> Ich gewinne immer mehr den Eindruck, daß Du versuchst, Deine> persönlichen Verletzungen in den Kontext staatlicher Unterdrückung zu> stellen.> Wenn Dir das bei deren Bewältigung hilft, meinetwegen.> Auch ich habe Höhen und Tiefen hinter mir. Bei deren Reflektion mußte> ich aber zu dem Schluß kommen, daß ich an den Tiefen nicht schuldlos> war.> Ich brauche daher kein Staatsversagen oder diffuse> Unterdrückungsmechanismen als Entschuldigung.
Das hast du schön und treffend ausgedrückt. Manche Leute glauben auch
sie seien die einzigen, die Grund zum klagen hätten. Aber dem ist nicht
so. Andere fressen es halt in sich hinein und ertragen die Belastungen
still und fast schon (un)heimlich. Habe es mir nie nehmen lassen deshalb
meine positive Einstellung dem Leben, der Gesellschaft und vor allem
auch dem Staat = "meinem Land" gegenüber aufzugeben. Als tendenziell
Linker der Hartz-Gesetze kritisiert, aber immer auch weiß, dass Hilfen
auch finanziert werden müssen, bin ich bei all dem Unmut über die
Ausgestaltung von H4 trotzdem (unter dem Strich) noch dankbar, dass es
solche Hilfen gibt, weil viele andere Länder ihre Bürger in finanzieller
Not gleich komplett im Stich lassen. Das gleiche gilt für das
Gesundheitswesen. Als Kritiker der Zwei-Klassen-Medizin bin ich bei
allem Unmut über vieles was man da mitbekommt unter dem Strich trotzdem
froh, dass wir ein so umfassendes Gesundheitssystem haben, um das uns
die USA beneidet. Ähnliches gilt für unsere demokratische
Bürgergesellschaft. Man kann Schäuble und Konsorten für ihren
Terror-Tick und ihren Verfolgungswahn immer kritisieren, aber ich
unterstelle selbst als jemand der die Linke gewählt hat auch einem
Schäuble nicht, dass er unseren freiheitlich-demokratischen Bundesstaat
zugrunde richten und in eine Diktatur verwandeln möchte. Mir gehen vor
allem Leute auch den Geist, die jeden der sich in der Politik engagiert
über einen Kamm scheren und als korrupten Staatsverbrecher darstellen,
völlig egal um was es geht und um welche Partei es sich handelt und dann
doch tatsächlich die Frechheit besitzen, mir entgegen zu halten, zur
Wahl gehen täten nur die Dummen, die dieses "System" stützen. Mir fällt
immer wieder eines auf, diese Sofa-Anarchen und Politikerhasser kennen
kaum eine Bundestagsdebatte (das kostet nämlich Zeit und Anstrengung
hier mal 3h am Stück zuzuhören) UND sie kennen auch kaum die daran
beteiligten Politiker. Als Linkswähler höre ich mir immer auch an was
Westerwelle zu sagen hat und überlege mir ob er in bestimmten Punkten
recht haben könnte (es gibt na klar auch vereinzelt Punkte wo ich
Westerwelles Argumente mal teile - nur in der Frage um die HRE ganz
bestimmt nicht!). Mich interessieren selbstverständlich auch die
Positionen einzelner Politiker aus unterschiedlichen Parteien zum Thema
Afghanistaneinsatz. Ich höre gerne auch einem Militär zu und überlege
mir warum er seine Position so einnimmt wie er es tut. Obama hat eine
phantastische Charaktereigenschaft, nämlich die, auch das Argument des
Gegners zuhörend und interessiert zu ertragen, ohne ihn gleich für dumm,
korrupt, naiv und was nicht noch alles zu bezichtigen (diese Art des
Zuhörens gab es zuletzt bei J.F.Kennedy). Menschen die ihre negative
Einstellung zum Leben ständig auf andere übertragen wollen und da Honig
für sich selber draus saugen, bewegen im Endeffekt rein gar nichts in
dieser Gesellschaft. Sie sind nur negativ. Obama zeigt uns auf wie es
auch anders, besser geht. Wir müssen uns BETEILIGEN und nicht nur
verurteilen. Wir müssen uns EINBRINGEN und nicht nur abseits stehen und
drauf schauen. Das alles ist schwer genug aber der einzige Weg
Veränderungen in Gang zu bringen. Die Probleme offen ansprechen und
engagiert, aber SACHLICH darüber reden. Foren sind heutzutage auch
Meinungsmacher, Multiplikatoren bezüglich bestimmter Themen und
Auffassungen. Wenn Schäuble mal wieder vom Leder zieht kommen schnell
über 500 Beiträge in Heise an einem Tag zusammen. Daran sieht man wie
die Themen der etablierten Politik von jungen Leuten aufgenommen wird.
Vor allem müssen wir mal eines lernen, nicht jedem Detail sofort eine
staatstragende Bedeutung zumessen und daran Prognosen für die nahe
Zukunft erstellen (die sowieso niemals so eintreffen, weil es immer auch
rechtzeitig eine Gegenbewegung in die andere Richtung gibt), die quasi
unausweichlich über uns hereinbrechen. Selbst die Nato hat erkannt, dass
mit Bomben allein der Afghanistankonflikt nicht zu bewältigen ist und
wird ihre Strategie neu ausrichten.
Auf den Winne bezogen möchte ich noch anfügen, in Bezug auf soziale
Themen stimme ich mit ihm in vielen überein. Da hat er ein feines Gespür
für die Lage oder Situation vieler Menschen. Umso bedauerlicher finde
ich manches von ihm zu anderen Themen viel zu undifferenziert und
dogmatisch ausgerichtet bis hin zur Schwarzseherei. Aber vermutlich ist
vieles davon auf seine Vita bei der NVA zurückzuführen, so dass Winne
auch meine teilweisen scharfen Formulierungen ihm gegenüber in
bestimmten Fällen nicht zu persönlich sehen sollte. Wir müssen und immer
wieder fragen, ob wir auch selber die Kraft haben unser Gesagtes auf den
Prüfstand zu stellen und nicht alles ist da immer druckreif. ;)
@Winnie,
"Und konkret? In welchem Punkt?"
Ich habe doch gesagt, daß Du nicht an Selbstüberschätzung leidest. Was
erwartest Du denn noch.
Du schienst sehr leicht manipulierbar zu sein, Bewunderer bewunderer
wirft Dir einige Sätze als Stöcken hin und Du springst gleich drüber.
Meine Aussage war, daß ich für meine Probleme nicht andere Leute oder
Umstände verantwortlich mache. Und die Erkenntnisse die man daraus
gewinnt, sind bedeutend schmerzhafter, als andere verantwortlich zu
machen.
Selbst für Deinen Diskussionsstil mußt Du ja Deine Mutter ("Lehrerkind")
bemühen.
@gast3
Diesen Versuch habe ich Anfang der neunziger vorrerst aufgegeben.
Und ich gebe zu, das Obama auch mich auch sehr beeindruckt.
Ich habe nur ein Problem mit der Überangepasstheit, welche im ach so
aufgeklärtem Westen in vielstärkerem Maße vorfinde als in der ehemaligen
DDR. Liebe Wessis verzeiht, ihr seid zu satt zum Einstehen für die
eigenen Rechte.
Mir ist ja vieles klar, von alle dem was hier diskutiert wurde, aber
Staatsanbeter grusen mich nunmal.
Ich verlange auch keine Revolution.
Ich will nur, dass man sich überlegt worüber man eigentlich so redet,
und was sich hinter all dem scheinbar so Offensichtlichem verbirgt.
Einfach ab und an mal hinter den Vorhang schauen.
Und ich schaue so ich nicht am Ackern bin jeden Tag mal 1-2 h NTV
etc.nicht am Stück nicht nur Börsenkurse aber halt auch
und nicht weil ich scharf aufs schnelle Geld bin.
Bundestagsdebatten habe ich früher viel geschaut, heute nur noch
spoardisch, da mir das System wirklich zu zermürbend für tatsächliche
Innovation erscheint.
Ich meine nicht neoliberale Tendenzen, die gedeien dort viel zu gut,
eher wirklich unserer bevölkerung dienender grundsätzlich neuer
Politikansätze, wenn schon ein Staat noch benötigt wird.
Dann wünsche ich einen Solchen mit umfassender direkter
Bürgerbeteiligung und nicht immer diesen indirekten Weg, der alles
verwässert und das interesse jeden Bürgers an irgendwelchen
Entscheidungen ermüdet bevor eine von ihnen gefällt wird.
tja,
und das unser Bildungssystem nun doch etwas überholt ist...
Außerdem wollte ich der plumpen These des Threaderöffners mal einige
Fakten entgegsetzen.
Danke für die rege Diskussion meiner Thesen und auch der Polemik.
"na dann ist ja alles Bestens für dich?"
Genau, aber das hat mit dieser Diskussion rein gar nichts zu tun.
Es liegt mehr daran, daß ich für mich mit mir trotz aller
Unzulänglichkeiten im Reinen bin.
Winfried J. wrote:
> Dann wünsche ich einen Solchen mit umfassender direkter> Bürgerbeteiligung und nicht immer diesen indirekten Weg, der alles> verwässert und das interesse jeden Bürgers an irgendwelchen> Entscheidungen ermüdet bevor eine von ihnen gefällt wird.
Keine Einwände an dieser Stelle. Dummerweise ist der Weg dorthin grad
für das schon skizzierte deutsche peu à peu Modell eher schwierig, denn
eine gelegentliche Beteiligung führt eher zum Plebiszit über die gesamte
Politik der letzten Monate als zu einer nüchternen Sachentscheidung.
Funktioniert nur, wenn es zur Gewohnheit wird.
Wobei man sich von einem schweizer Modell auch nicht zuviel erhoffen
sollte. Was dabei rauskommt ist nämlich nicht zwangsläufig progressiv,
sondern recht häufig sehr konservativ. Beim Frauenwahlrecht war
Deutschland um die 70 Jahre früher dabei als Helvetia, wenn man bis zum
letzten Zipfel an Asterix erinnernder Verweigerer rechnet - und dort
wurde es dann gegen die abstimmende (männliche) Bevölkerung
durchgesetzt.
Grad in dem hier thematisierten Fall wird eine direkte Volksbeteiligung
eher weniger Liberalität zeigen als das repräsentative Modell. Religiöse
Extremisten haben hierzulande einen eher schlechten Ruf.
A. K. wrote:
> Winfried J. wrote:>> Keine Einwände an dieser Stelle. Dummerweise ist der Weg dorthin grad> für das schon skizzierte deutsche peu à peu Modell eher schwierig, denn> eine gelegentliche Beteiligung führt eher zum Plebiszit über die gesamte> Politik der letzten Monate als zu einer nüchternen Sachentscheidung.> Funktioniert nur, wenn es zur Gewohnheit wird.>
sehe ich auch so.
>> Wobei man sich von einem schweizer Modell auch nicht zuviel erhoffen> sollte. Was dabei rauskommt ist nämlich nicht zwangsläufig progressiv,> sondern recht häufig sehr konservativ. Beim Frauenwahlrecht war> Deutschland um die 70 Jahre früher dabei als Helvetia, wenn man bis zum> letzten Zipfel an Asterix erinnernder Verweigerer rechnet - und dort> wurde es dann gegen die abstimmende (männliche) Bevölkerung> durchgesetzt.>
Es ist ja auch das älteste derartige modell, und die Schweiz war sehr
lange auch noch sehr isoliert
>> Grad in dem hier thematisierten Fall wird eine direkte Volksbeteiligung> eher weniger Liberalität zeigen als das repräsentative Modell. Religiöse> Extremisten haben hierzulande einen eher schlechten Ruf.
Ich wollte denen auch nicht das wort reden, ich sehe eher andere Gründe
für homeschooling.
Art. 6
...
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern
und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht
die staatliche Gemeinschaft.
...
Die staatliche Zwangs-Beschulung verstoesst eindeutig gegen das
Grundgesetz. Es ist richtig, dass heimunterrichtete Kinder geprueft
werden, das raeumt das Grundgesetz ein. Ueber die Erziehung zu wachen
heisst nicht, dass man Kinder in diesen doofen Anstalten gefangenhaelt
und die (V)erziehung staatlich vornimmt.
Da muessen nur ein paar (mehr) beim EU-Gerichtshof klagen, dann faellt
die Zwangs-Beschulung.
Art. 6
...
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern
und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht
die staatliche Gemeinschaft.
...
In der Praxis ist ja so, dass die Eltern die PFLICHT haben, die Kinder
materiell zu versorgen (Windeln, Nahrung, ...), aber der Staat sich das
RECHT herausnimmt, sie nach seinen Idealen zu praegen.
"Die staatliche Zwangs-Beschulung verstoesst eindeutig gegen das
Grundgesetz. "
Es ist schon interessant, wieviele ausgebildete Verfassungsrichter sich
hier tummeln.
Wie wäre den folgender Fall rechtlich zu sehen: mein Kind möchte nicht
mehr zur Schule gehen (egal ob Home oder sonstwas). Verstoße ich dann
gegen das Grundgeseetz, wenn ich es gegen seinen Willen weiterhin
ausbilden lasse? Immerhin verletze ich doch seine Menschenwürde und das
Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentwicklung.
>Verstoße ich dann>gegen das Grundgeseetz, wenn ich es gegen seinen Willen weiterhin>ausbilden lasse? Immerhin verletze ich doch seine Menschenwürde und das
Wenn es (das Kind) volljaehrig ist, dann ja.
Bis zur Volljaehrigkeit sind meistens viele "menschenunwuerdige"
Erziehungsmassnahmen noetig.
Menschenwuerde != antiautoritaere Erziehung
>Verstoße ich dann>gegen das Grundgeseetz, wenn ich es gegen seinen Willen weiterhin>ausbilden lasse?
In Berlin kannst du das schon mit dem 15.Lebensjahr des Kindes nicht
mehr durchsetzen. Da es seinen Aufenthalt dort ab diesem alter frei
wählen kann, selbste wenn es auf der strasse leben will.
Ob das klug ist? Es ist aber Gesetz.
Noch schlimmer ist es wenn sich geschiedene Eltern uneins sind. Der
staat hat dann bei seiner bewertung das Kindeswohl als kriterium
herzunehmen.
Ich zitiere mal aus der Begründung des Sorgerechts entscheids meine
Kinder betreffend. "Der KV ist berufstätig er kan daher nicht für seine
Kinder sorgen." das hatte ich zuvor selbst für die Kindesmutter getan,
und nicht nur mit Geld sondern mit Haushaltführung und Organisation der
Kinderbetreung, da sie die Kinder während meiner Abwesenheit nicht mal
zum Kindergarten brachte.
.....
@FF
>Bis zur Volljaehrigkeit sind meistens viele "menschenunwuerdige">Erziehungsmassnahmen noetig.
oops als da wären ?
windeln? oder was meinst du konkret?
ansonsten hast du das mit dem GG sehr gut herausgelesen.
Frankfurter wrote:
> Die staatliche Zwangs-Beschulung verstoesst eindeutig gegen das> Grundgesetz.
Was von den dafür zuständigen Richtern anders gesehen wird. Siehe
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20060531_2bvr169304.html
wie bereits angeführt. Die Abwägung der hierfür in Frage kommenden
Artikel wird dort natürlich eigens aufgeführt.
> Da muessen nur ein paar (mehr) beim EU-Gerichtshof klagen, dann faellt> die Zwangs-Beschulung.
Wobei es nicht entscheidend ist, wieviele dort klagen. Ein Fall reicht.
Und dann sicherlich nicht aufgrund eines Verstosses gegen das
Grundgesetz, dann für dessen Einhaltung ist der EU Gerichtshof nicht
zuständig.
Allerdings sehe ich die Aussichten dafür rabenschwarz, angesichts der
Charta der Grundrechte der Europäischen Union, Artikel 14 Absatz 3: "Die
Freiheit zur Gründung von Lehranstalten unter Achtung der demokratischen
Grundsätze sowie das Recht der Eltern, die Erziehung und den Unterricht
ihrer Kinder entsprechend ihren eigenen religiösen, weltanschaulichen
und erzieherischen Überzeugungen sicherzustellen, werden nach den
einzelstaatlichen Gesetzen geachtet, welche ihre Ausübung regeln.".
Soll heissen: Es ist nicht Sache der EU sondern des Grundgesetzes - und
das wurde bereits geklärt.
@Winnie,
"Ich zitiere mal aus der Begründung des Sorgerechts entscheids meine
Kinder betreffend."
Und wieder ist Deine persönliche Geschichte in den Kontext staatlicher
Unterdrückung gestellt.
@Fankfurter,
"Bis zur Volljaehrigkeit sind meistens viele "menschenunwuerdige"
Erziehungsmassnahmen noetig."
Dann dürfte also jegliche Erziehung eines nicht volljährigen Kindes, die
nicht die uneingeschränkte Genehmigung durch eben dieses Kind genießt,
menschenunwürdig und somit verfassungswidrig sein!
Na hoffentlich werde ich nicht angeklagt, wenn ich ein kleines Kind
gegen seine Willen daran hindere, über die vielbefahrene Straße zu
laufen.
Bewunderer wrote:
> @Winnie,>> "Ich zitiere mal aus der Begründung des Sorgerechts entscheids meine> Kinder betreffend.">> Und wieder ist Deine persönliche Geschichte in den Kontext staatlicher> Unterdrückung gestellt.>>
Ja natürlich prägen die pers. erfahrungen am stärksten. Was denn sonnst?
Was bitte bewertest du denn höher als deine persönliche Erfahrung?
Hörensagen?
Den Willen Anderer?
besitzt du keinen Eigenen.
oder wertest deisen geringer als den der Anderen?
.... dann wundern mich deine Einstellungen hier nicht mehr wirklich,
"Der Untertan" halt wie er im im Gleichnamigen Buche beschrieben steht.
>> @Fankfurter,>> "Bis zur Volljaehrigkeit sind meistens viele "menschenunwuerdige"> Erziehungsmassnahmen noetig.">> Dann dürfte also jegliche Erziehung eines nicht volljährigen Kindes, die> nicht die uneingeschränkte Genehmigung durch eben dieses Kind genießt,> menschenunwürdig und somit verfassungswidrig sein!>> Na hoffentlich werde ich nicht angeklagt, wenn ich ein kleines Kind> gegen seine Willen daran hindere, über die vielbefahrene Straße zu> laufen.
Du Verallgemeinerst unzulässig und falsch.
Muss man in der Auseinandersetzung unbedingt persönlich werden und jede
abweichende Ansicht wahlweise als Extremismus oder Untertanengeist
verspotten?
Man kann sich die Argumente auch ganz sachlich um die Ohren hauen.
A. K. wrote:
> Frankfurter wrote:>>> Die staatliche Zwangs-Beschulung verstoesst eindeutig gegen das>> Grundgesetz.>> Was von den dafür zuständigen Richtern anders gesehen wird. Siehe> http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20060531_2bvr169304.html> wie bereits angeführt. Die Abwägung der hierfür in Frage kommenden> Artikel wird dort natürlich eigens aufgeführt.>
Jedoch nicht in der Wichtung welche das GG vornimmt gewertet.
BVG schließt Anfechtung aus, d.h. es verweigert Revision. ein höheres
Gericht muss her.
>>> Da muessen nur ein paar (mehr) beim EU-Gerichtshof klagen, dann faellt>> die Zwangs-Beschulung.>> Wobei es nicht entscheidend ist, wieviele dort klagen. Ein Fall reicht.>
richtig
> Und dann sicherlich nicht aufgrund eines Verstosses gegen das> Grundgesetz, dann für dessen Einhaltung ist der EU Gerichtshof nicht> zuständig.>> Allerdings sehe ich die Aussichten dafür rabenschwarz, angesichts der> Charta der Grundrechte der Europäischen Union, Artikel 14 Absatz 3: "Die> Freiheit zur Gründung von Lehranstalten unter Achtung der demokratischen> Grundsätze sowie das Recht der Eltern, die Erziehung und den Unterricht> ihrer Kinder entsprechend ihren eigenen religiösen, weltanschaulichen> und erzieherischen Überzeugungen sicherzustellen, werden nach den> einzelstaatlichen Gesetzen geachtet, welche ihre Ausübung regeln.".>> Soll heissen: Es ist nicht Sache der EU sondern des Grundgesetzes - und> das wurde bereits geklärt.
Das mag ein ein Hindernis darstellen, ob es jedoch hinreichend ist ist
fraglich.
Da die Elternrechte nicht ausschließlich staatlicher Garantien bedürfen
sondern zu gleich die Rechte der Kinder betreffen und wiederum
Kinderrechte zugleich Bestandteil der Menschenrechte sind, müssen die
Eltern namens der Kinder auf Einhaltung der Menschenrechte der Kinder
klagen.
Menschenrechtsklagen darf wieder kein Gericht abweisen.
Außerdem ist es auch unzulässig wenn ein Gericht formale Fehler begeht,
eine Klage abzuweisen, welche sich gegen einen Solchen richtet.
Des Gleichen sind weitere Verfassungsklagen nicht unzulässig, wenn sie
sich gegen die nicht rechtskonforme Wichtung in einer Güterabwägung des
BVG richten.
Einziges Hindernis für den Erfolg einer Klage vor dem BVG ist die Dauer
der formalen Hürden welche ein solcher Prozessmarathon darstellt, da
dieser i.d.R. länger als eine Schulausbildung währt.
Und meines Wissens sind Verbandsklagen nicht zulässig sind, sondern nur
solche in eigener Sache, wozu der zu beklagende Fall überhaupt erst
einmal eingetreten sein muß. Eine vorbeugende Klage ist ebenfalls
unzulässig.
Insofern ist erstaunlich das die Kläger überhaupt soweit vordringen
konnten, bevor der Verfahrensgegenstand überholt war. Hier wollte der
Staat offenbar einen Präzedenzfall schaffen. Da dies gerade leicht und
in der Öffentlichkeit akzeptabel erschien.
Andere Verfahren dauern üblicherweise länger.
MfG
Winne
@Winnie,
""Der Untertan" halt wie er im im Gleichnamigen Buche beschrieben
steht."
Und schon wieder werden wir beleidigend! Wie verträgt sich das denn mit
Deiner ach so liberalen Einstellung?
Alle die sich Deiner Meinung nicht unterwerfen sind thumbe,
obrigkeitshörige und fehlgeleitete Menschen?
Mit dieser Einstellung entsprichst Du genau dem Kommandeur in Deiner
Offiziersausbildung.
A. K. wrote:
> Muss man in der Auseinandersetzung unbedingt persönlich werden und jede> abweichende Ansicht wahlweise als Extremismus oder Untertanengeist> verspotten?>> Man kann sich die Argumente auch ganz sachlich um die Ohren hauen.
kann man.
Tue ich auch.
Ich spiegele meinen Gegenüber.
Du hast mir zum Beispiel nur sachliche Argumente geliefert, welchen ich
hoffe ebenso sachlich zu begegenen.
Ob meine Richtige sind, dass hoffe ich zwar bin aber zu befangen das
selbst zu bewerten.
Bewunderer meinte mir Jakobinertum unterstellen zu müssen,
soll ich ihm jetzt den Kopf abschlagen?
@Winnie,
"Bewunderer meinte mir Jakobinertum unterstellen zu müssen,..."
Da verwechselst Du wieder Ursache und Wirkung. Bevor ich Dich in die
Nähe der Jakobiner gerückt habe, hast Du mir wieder Dein anscheinend
einziges Argument gegenüber anderen Meinungen vom vorauseilenden
Gehorsam vorgeworfen.
Falls es Dir entfallen sein sollte, kannst Du Dir gerne Dein Posting
"Autor: Winfried J. (winne), Datum: 04.04.2009 12:32"
noch einmal durchlesen.
Du bist genau der Gutmensch, vor dem ich Angst habe, wenn er zu Macht
und Einfluß gelangt.
>Allerdings sehe ich die Aussichten dafür rabenschwarz, angesichts der>Charta der Grundrechte der Europäischen Union, Artikel 14 Absatz 3: "Die>Freiheit zur Gründung von Lehranstalten unter Achtung der demokratischen>Grundsätze sowie das Recht der Eltern, die Erziehung und den Unterricht>ihrer Kinder entsprechend ihren eigenen religiösen, weltanschaulichen>und erzieherischen Überzeugungen sicherzustellen, werden nach den>einzelstaatlichen Gesetzen geachtet, welche ihre Ausübung regeln.".
Jetzt noch. Europa ist auf dem Weg sich anzugleichen und zu vereinigen.
Die nationale Eigenheiten werden immer geringer, das EU-Recht immer
groesser ...
Aber es ist doch schon gaengige Praxis dass deutsche Heimunterrichter
ins benachbarte europ. Ausland auswandern, z.B. Oesterrich oder der
deutschsprachige Teil Belgiens.
Hinsichtlich Heimunterricht herrschen grosse Differenzen innerhalb der
EU.
Ich vermute nur, dass irgendwann eine Einigung diesbezueglich kommen
wird.
Ich war mal auf einen Kongress des "Netzwerk Bildungsfreiheit". 2
interessante Punkte habe ich mitgenommen: 1. Deutschland hat die
haertesten Auflagen zur Zwangsbeschulung (neben Finnland). 2.
Christliche Fundamentalisten waren dort in der Minderheit. Es gibt sehr
viele Gruppierungen (z.B. Montessori) die dagegen (hart) ankaempfen.
Da ich keine eigenene Kinder habe, habe ich das nicht mehr weiter
verfolgt.
@winni
>>Bis zur Volljaehrigkeit sind meistens viele "menschenunwuerdige">>Erziehungsmassnahmen noetig.>oops als da wären ?
So Dinge, wie 'Festhalten wenn das Kind ueber die Strasse will', oder
'Konsum von Suessigkeiten drosseln',
Dinge halt, von denen ein Kind nicht weiss dass sie schaedlich sind und
es automatisch als Einschraenkung seiner Freiheit empfindet.
>windeln? oder was meinst du konkret?
Na die Arbeit beim Kinderaufziehen: Keine ruhige Nacht, staendige
Fuersorge, 24 Stunden-Betreuung, nicht so schoene Arbeit (Windeln)...
Auf einen Punkt moechte ich nochmal hinweisen:
>Am Fall besonders pikant ist die im Artikel nur in einem Nebensatz>erwähnte Tatsache, daß der Familenvater selber Lehrer ist.
Also, jemand der andere Kinder unterrichten darf, darf seine eigenen
NICHT unterrichten. Man wird ja diesem Vater schwerlich Extremismus oder
paedagogische Unfaehigkeit unterstellen koennen.
Fuer mich ist das ein klarer Beweis dass das System zwanghaft und
autoritaer ist.
Winfried J. wrote:
> BVG schließt Anfechtung aus, d.h. es verweigert Revision. ein höheres> Gericht muss her.
Die Berliner Verkehrsbetriebe und das Bundesversorgungsgesetz haben
wenig damit zu tun ;-). Du meinst vermutlich das
Bundesverfassungsgericht, kurz BVerfG.
> Menschenrechtsklagen darf wieder kein Gericht abweisen.
Yep. Aber dazu müsste man dann beweisen, dass das Grundgesetz oder seine
gängige Auslegung der Menschenwürde widerspricht.
Ich hatte hier allerdings auf Frankfurters Haltung reagiert, nach der
die Schulpflicht dem Grundgesetz widerspricht. Was eine andere
Fragestellung ist.
> Außerdem ist es auch unzulässig wenn ein Gericht formale Fehler begeht,> eine Klage abzuweisen, welche sich gegen einen Solchen richtet.
Allerdings steht m.E. aufgrund der schon erwähnten Subsidiarität in der
Sachfrage jenseits des BVerfG nur noch Gott als höhere Instanz, und auch
der nur wenn man dran glaubt. Irgendwann ist jede Rechtshierarchie am
Ende.
Daher kann man allenfalls noch versuchen, dass BVerfG gegen das BVerfG
in Stellung zu bringen, indem man nicht in der Sache sondern über das
Verfahren klagt, aber die Aussichten...
> Des Gleichen sind weitere Verfassungsklagen nicht unzulässig, wenn sie> sich gegen die nicht rechtskonforme Wichtung in einer Güterabwägung des> BVG richten.
Sicher. Aber das hat erst dann irgendeine Aussicht, wenn sich Recht oder
Gesellschaft gewandelt haben. Ansonsten wird diese Klage sehr
wahrscheinlich mit Hinweis auf das bestehende Urteil zeitsparend gleich
am Anfang des Verfahrens abgewiesen.
> Einziges Hindernis für den Erfolg einer Klage vor dem BVG ist die Dauer> der formalen Hürden welche ein solcher Prozessmarathon darstellt, da> dieser i.d.R. länger als eine Schulausbildung währt.
Weiteres Hindernis ist wie schon skizziert der Umstand, das viele Klagen
vor dem BVerfG garnicht bis zu einer formellen Verhandlung vor einem der
vollständigen Senate kommen. So hat auch in dem verlinkten Fall nicht
der Senat entschieden, sondern eine Kammer des Senats. Was ein Licht
darauf wirft, wie die Richter die Aussichten eingeschätzt haben.
Frankfurter wrote:
> Aber es ist doch schon gaengige Praxis dass deutsche Heimunterrichter> ins benachbarte europ. Ausland auswandern, z.B. Oesterrich oder der> deutschsprachige Teil Belgiens.
Warum auch nicht. Das ändert zunächst nichts an der rechtlichen
Bewertung innerhalb Deutschlands. Und solange es eine winzige Minderheit
bleibt wird das auch nicht zu gesellschaftlichem Druck führen.
Andere gehen, weil ihnen Steinbrücks Weltanschaung nicht passt ;-). Da
allerdings ist der Druck in Richtung Rechtsangleichung deutlicher
spürbar, wovon die Schweizer grad ein Lied singen können.
Übrigens ist die EU erklärtermassen keine Institution zur Angleichung
aller Lebensumstände und Gesellschaftsmodelle. Der angesproche Artikel
der EU Grundrechtscharta deutet darauf hin, dass in dieser Frage eine
kurz und mittelfristige Rechtsangleichung unwahrscheinlich ist. Jeder
Staat hat da so seine Tücken, die er gerne verteidigt.
>Übrigens ist die EU erklärtermassen keine Institution zur Angleichung>aller Lebensumstände und Gesellschaftsmodelle. Der angesproche Artikel>der EU Grundrechtscharta deutet darauf hin, dass in dieser Frage eine>kurz und mittelfristige Rechtsangleichung unwahrscheinlich ist. Jeder>Staat hat da so seine Tücken, die er gerne verteidigt.
Naja, schaumer mal.
Ich habe mir die Vortraege des Professor Karl Albrecht Schachtschneider
(emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Rechts- und
Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg
in Nürnberg) bei youtube angeschaut (speziell Vertrag von Lissabon).
Er meinte schon, dass die Angleichung geplant ist. Habe leider keine
Quellenangabe, auch will ich mir die 10 Vortraege nicht mehr reinziehen.
Genau wird das niemand wissen, wie sich das entwickeln wird.
Aber das ist jetzt ein total anderes Thema.
>Und solange es eine winzige Minderheit>bleibt wird das auch nicht zu gesellschaftlichem Druck führen.
Vielleicht hat diese winzige Minderheit exponentielles Wachstum?! Dann
wird sie zum gesellschaftlichem Druck. Viele Umstuerze haben mit solchen
Winzigkeiten angefangen. Nur die Wachstumsrate ist entscheidend.
Bewunderer wrote:
> @Winnie,>> "Bewunderer meinte mir Jakobinertum unterstellen zu müssen,...">> Da verwechselst Du wieder Ursache und Wirkung. Bevor ich Dich in die> Nähe der Jakobiner gerückt habe, hast Du mir wieder Dein anscheinend> einziges Argument gegenüber anderen Meinungen vom vorauseilenden> Gehorsam vorgeworfen.>
Den Untertanengeist vermute ich bei dir noch immer und das bekenne ich
mehr nicht.
Ebenso habe ich verschiedene Optionen als denkbare Ursachen deine
verhaltens aufgezeigt und mögliche Schlußfolgerungen benannt, nicht sie
als Wahrheit ausgewiesen. "?" soll das anzeigen.
Du tust dies bezüglich meiner Person wiederholt ebenso, einschließlich
in die Zukunft weisenden Verhaltens. Das ist ein Vorgriff, der wenn er
auf das Strafrecht ausgedehnt würde zu Totalitarismus führte, wovor ich
entschieden warnen möchte.
Und ja, ich sehe dich als opfer deiner Erziehung, wie mich hier
Verschiedene als Opfer meiner Vita sehen.
Und doch ich handle frei und selbsbestimmt, jedoch nicht frei von
Einflüssen welche ich erfahren habe.
Außerdem hatte ich gegen dein Argument in der Sache polemisiert, nicht
dir etwas unterstellt.
Auch du kannst das noch nachlesen.
>> Falls es Dir entfallen sein sollte, kannst Du Dir gerne Dein Posting> "Autor: Winfried J. (winne), Datum: 04.04.2009 12:32"> noch einmal durchlesen.>
So vergesslich bin ich noch nicht.
>> Du bist genau der Gutmensch, vor dem ich Angst habe, wenn er zu Macht> und Einfluß gelangt.
Das musst du nicht. Es drängt mich nicht zur Macht, du darfst beruhigt
schlafen.
zitat Kaa:
"vertraueeeeee miiiiiir" ;-)
Ich bin schon 2mal in eine Partei eingetreten im Glauben mithelfen zu
dürfen. Beide male bin ich nach kurzer Zeit wieder ausgetreten, weil mir
jedesmal das Machtgerangel zuwieder war und die Sacharbeit zu kurz kam.
Nein zur Macht drängt es mich nun wirklich nichtmehr, eher von ihr fort.
Frankfurter wrote:
> Er meinte schon, dass die Angleichung geplant ist.
Ok, das wird spannend. Das ist nämlich ein Minenfeld sondergleichen,
nicht zuletzt weil man allzu leicht in die nationalen Identitäten
reinsticht.
Immerhin könnte man dabei auch auf die Idee kommen, konfessionell
gebundene oder damit assoziierte Schulen (Chancengleichheit?) oder
konfessionelle Begleiterscheinungen wie bayrische Kruzifixe in Frage zu
stellen. Vom deutschen Religionsunterricht ganz zu schweigen (versuch
mal, den einem Amerikaner erklären).
Ich bin nicht hinreichend darüber informiert, welche diesbezüglichen
Leichen die Nachbarn im Keller haben, denke aber, dass sich da genug
finden wird.
Also wer da reinsticht macht sich wenig Freunde.
Ich finde, diese Debatte geht genau so an der Realität vorbei, wie der
Stein des Anstoßes zu diesem Thread.
Man muß sich einfach mal folgendes klar machen:
- Man lebt nur einmal und Fehler, die an einem Kind gemacht werden, sind
nur zu oft irreversibel. (Das folgt daraus, daß in der Kindheit
Gehirnstrukturen gebildet werden, die für den Rest des Lebens fest
sind.)
- Ein Kind kann mangels Erfahrung oft nicht beurteilen, was für es gut
ist, und was nicht.
- Es gibt nur zu viele Eltern, die das auch nicht können, oder die durch
äußere Verhältnisse - z.B. materielle - daran gehindert sind, ihren
Kindern das zu geben (im immateiellen Sinn!), was sie selbst für
notwendig halten. (Wie bitte soll ein Durchschnittsbürger Geld
verdienen und gleichzeitig zu Hause einen Schulbetrieb für seine
Kinder bestreiten?)
Daraus folgt, daß für die Erziehung der Kinder das Maximum an
gesellschaftlich verfügbarer Weisheit investiert werden muß. Jeder
vermeidbare Fehler ist ein Verbrechen an der nächsten Generation.
Leider gewährleistet unser derzeitiges Erziehungssysten das absolut
nicht. Es kann z.B. nicht sein, daß Kindergärtner(in) ein einfacher
Lehrberuf ist. Ebensowenig kann es sein, daß die Schule die bei den
Kleinen vorhandene Neugier und den von Natur aus vorhandenen
Lernwillen innerhalb kürzester Zeit so gründlich frustriert und kaputt
macht, daß ihnen anschließend nur noch mit Druck das Nötigste irgenwie
eingetrichtert werden kann, oder der ganze Laden in völliger Anarchie
versinkt.
Das Resultat sind dann eben irgend wann mal Extremfälle, wie Robert
Steinhäuser, oder Tim Kretschmer. Aber das einzige, was dem Mainstream
dazu einfällt, ist weitere Verschärfung der Repression, mit der aber
letztlich nichts besser wird und schon garnicht die Ursachen behoben
werden.
Kinder wollen naturgegeben die Welt erkunden und die ehemaligen Kinder
haben verdammt nochmal die Pflicht, sie dabei nach Kräften zu
unterstützen.
@winne: Mir scheint, du weißt mittlerweile recht gut, was du nicht
willst. Aber leider ist das kein tragfähiger Ansatz, denn dazu muß man
wissen, was man erreichen will. Ich kann dich zwar ganz gut verstehen -
mir ging es auch lange genug so -, aber das hilft nichts.
@Bewunderer: Ich wundere mich immer wieder, was du alles als
beleidigend empfindest. Wenn Winne bei dir Untertanengeist
konstatiert, bist du eingeschnappt. Andererseits behauptest du, mit dir
"im reinen" zu sein. Mir scheint, du glaubst selbst nicht so recht daran
und tust deswegen alles mögliche, die kognitiven Dissonanzen die
kritische Geister bei dir hervorrufen, mit allerlei Pfaffentricks aus
der Welt zu schaffen.
@ A. K. (prx)
>Man kann sich die Argumente auch ganz sachlich um die Ohren hauen.
Nein, Winfried kann das nicht (mehr). Einem Richter würde man
Befangenheit vorwerfen und ihn aus dem Prozess entfernen.
@ Winfried J. (winne)
>Und doch ich handle frei und selbsbestimmt, jedoch nicht frei von>Einflüssen welche ich erfahren habe.
Kleiner Widerspruch in sich. Ausserdem, wie sagte Schopenhauer so schön?
"Der Mensch kann tuen was er will, er kann aber nicht wollen was er
will."
MFG
Falk
>Also, jemand der andere Kinder unterrichten darf, darf seine eigenen
NICHT unterrichten. Man wird ja diesem Vater schwerlich Extremismus oder
paedagogische Unfaehigkeit unterstellen koennen.
Wie schon gesagt, es funktioniert nicht. Dein Kind hat immer einen Grund
etwas nicht zu muessen. ... die Schwester muss auch nicht...Mutti sagte
doch... usw. Eine externe Person hat es viel einfacher als Autoritaet
anerkannt zu werden.
Uhu Uhuhu wrote:
> - Man lebt nur einmal und Fehler, die an einem Kind gemacht werden, sind> nur zu oft irreversibel. (Das folgt daraus, daß in der Kindheit> Gehirnstrukturen gebildet werden, die für den Rest des Lebens fest> sind.)
Bei Beurteilung dieser Frage ist die deutsche Vergangenheit
ausnahmsweise mal nützlich. Wenn man nämlich Leute kennt, deren
relevante Kindheit und Jugend komplett in die Nazizeit fiel und die in
dieser Zeit auch massiv dementsprechend beeinflusst wurden. Und man sie
gut genug kennt, um die These einer dadurch endgültig festgelegten
Prägung des Verhaltens und der persönlichen Urteile in Frage zu stellen.
Natürlich gibt es das, was du da skizzierst, auf biologischer Ebene.
Aber was ich in Frage stelle ist, dass sich das in der Praxis so steif
und vorhersehbar auswirkt.
Im Übrigen haben sich die Religionen schon seit langem an dieser These
versucht, nur um feststellen zu müssen, dass stark konfessionell
getrimmte Bildung keinerlei Gewähr bietet.
A. K. wrote:
> Natürlich gibt es das, was du da skizzierst, auf biologischer Ebene.> Aber was ich in Frage stelle ist, dass sich das in der Praxis so steif> und vorhersehbar auswirkt.
Ich meinte damit wesentlich elementarere Dinge, als Meinungen und
Ansichten.
Ein absolutes Extrembeispiel: Einem Kleinkind wird die Kommunikation
verweigert. Es lernt nicht richtig sprechen und wird später selbst bei
größter Anstrengung niemals die Sprachkompetenz erreichen, die es
spielend erlangt hätte, wäre es "artgerecht" behandelt worden.
Oder das Beispiel - ich hatte es oben genannt - Lernwille. Der ist von
Natur aus da. Wenn er kaputt gemacht wird, egal aus welchen Motiven,
dann wars das. Man kann natürlich dann versuchen fremdgesteuert doch
noch was zu erreichen, aber das ergibt jede Menge Reibung und bindet
Energieen für Dinge, die eigentlich von selbst gehen könnten.
> Im Übrigen haben sich die Religionen schon seit langem an dieser These> versucht, nur um festellen zu müssen, dass stark konfessionell getrimmte> Bildung keinerlei Gewähr bietet.
Es gibt - zum Glück - kein Religionsgen, dessen Regulation man durch
Erziehung beeinflussen könnte.
Das Streßsystem im Gehirn kann im Gegensatz dazu sehr wohl durch äußere
Einflüsse sehr dauerhaft Beeinflüßt werden.
Uhu Uhuhu wrote:
> Kinder wollen naturgegeben die Welt erkunden und die ehemaligen Kinder> haben verdammt nochmal die Pflicht, sie dabei nach Kräften zu> unterstützen.
So weit so einfach. Das wird wohl jeder unterschreiben.
Schwierig wird es indes bei der Frage, ob man den Kindern Gutes tut,
wenn man sie streng entsprechend dem eigenen Weltbild formt und
insbesondere fremde Einflüsse von ihnen fernhält.
Anders als in den Naturwissenschaften ist die Beantwortung dieser Frage
weniger von nachweislichen Fakten und viel von individuellen mehr oder
weniger sachlich unbegründeten Meinungen geprägt.
Und so sind eben manche der Ansicht, dass jeder Kontakt mit den eigenen
Ansichten zuwiederlaufenden Dingen zu vermeiden sei. Und andere denken,
dass sie gerade dadurch später besser mit der Welt klar kommen. Wer
diese Diskussion gern weniger religiös angehaucht mag, der kann sich ja
an die stets neu aufflammende Diskussion um gewaltreiche Computerspiele
halten.
Und deshalb gibt es keine abschliessende allgemeingültige Wahrheit
hierzu, und eben deshalb wird das immer ein Streit sein, nie Konsens.
Der Konflikt geht nämlich mitten durch's Individuum. Der eine hat nichts
gegen Sexualkundeunterricht, lehnt aber die Gewaltspiele ab. Der andere
sieht das exakt andersrum.
Falk Brunner wrote:
> @ A. K. (prx)>>>Man kann sich die Argumente auch ganz sachlich um die Ohren hauen.>> Nein, Winfried kann das nicht (mehr).
Ohne die Klammern ist es richtiger. Das liegt aber daran, dass ich
persönlich involviert bin, nicht jedoch an meiner Argumentation.
> Einem Richter würde man Befangenheit vorwerfen und ihn aus dem Prozess
entfernen.
Zu Recht unter den obigen Bedingungen. Niemand kann in eigener Sache
richten.
Aber ich hätte als Partei das Recht mich pers. zu äußern.
Von keinen anderen Anspruch mache ich hier Gebrauch.
;-)
>> @ Winfried J. (winne)>>>Und doch ich handle frei und selbsbestimmt, jedoch nicht frei von>>Einflüssen welche ich erfahren habe.>> Kleiner Widerspruch in sich. Ausserdem, wie sagte Schopenhauer so schön?>> "Der Mensch kann tuen was er will, er kann aber nicht wollen was er> will.">
"Gott gab uns den freien Willen."
lol
Natürlich gab er ihn uns nicht. Und er(der freie Wille) existiert auch
eher als Postulat, denn in der Realität, so blöd bin ich nun wirklich
nicht.
> MFG> Falk
un oh
Uhu Uhuhu wrote:
> Ein absolutes Extrembeispiel: Einem Kleinkind wird die Kommunikation> verweigert. Es lernt nicht richtig sprechen und wird später selbst bei> größter Anstrengung niemals die Sprachkompetenz erreichen, die es> spielend erlangt hätte, wäre es "artgerecht" behandelt worden.
Auf dieser Ebene - keine Frage. Aber das spricht die Qualität des
Bildungssystems im Allgemeinen an und hat praktisch nichts mehr mit der
urprünglichen Frage des Hausunterrichts zu tun, erst recht nicht
aufgrund lebensanschaulicher Inkompatibilität.
>@winne: Mir scheint, du weißt mittlerweile recht gut, was du nicht>willst. Aber leider ist das kein tragfähiger Ansatz, denn dazu muß man>wissen, was man erreichen will. Ich kann dich zwar ganz gut verstehen ->mir ging es auch lange genug so -, aber das hilft nichts.
Schade das mehr meine person interresiert als meine Ansichten und
Haltungen aber gut dazu gebe ich nun doch och ein abschließendes
Statement.
Ich wünsche mir das tun zu können was ich vermag,
Meine Kraft nicht zu vergeuden mit Unvermeidbarem,
und die Weißheit beides von einander Unterscheiden zu können.
Und danach handle ich. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
A. K. wrote:
> Schwierig wird es indes bei der Frage, ob man den Kindern Gutes tut,> wenn man sie streng entsprechend dem eigenen Weltbild formt und> insbesondere fremde Einflüsse von ihnen fernhält.
Finde ich nicht. Niemand hat das Recht, Kindern eine bestimmte Weltsicht
aufzuzwingen.
Daraus folgt unmittelbar, daß Heimunterricht völlig indiskutabel ist.
Was gebraucht wird ist echte Meinungsvielfalt, damit Kinder sich
orientieren können, was es alles gibt um dann ihre eigenen Schlüsse
daraus zu ziehen - genau das wird aber mit Heimunterricht verhindert.
Aber weil auf diese Weise schlecht willfährige Untertanen produziert
werden, ist das bei unseren Bildungsideologen eine ziemlich verhaßte
Vorstellung...
> Anders als in den Naturwissenschaften ist die Beantwortung dieser Frage> weniger von nachweislichen Fakten und viel von individuellen mehr oder> weniger sachlich unbegründeten Meinungen geprägt.
Na ja, ich würde Humanethologie durchaus zu den Naturwissenschaften
zählen, ebenso die Psychoanalyse (im Sinne Freuds) und die
Hirnforschung. Alle zusammen können eine Menge sehr nützlicher
Erkenntnisse liefern.
> Und so sind eben manche der Ansicht, dass jeder Kontakt mit den eigenen> Ansichten zuwiederlaufenden Dingen zu vermeiden sei.
Tja und das ist die Wurzel nicht allen, aber doch sehr vielen Übels...
> Und andere denken, dass sie gerade dadurch später besser mit der Welt> klar kommen.
Ich meine, die künftigen ehemaligen Kinder sollen das für sich selbst
entscheiden. Wir heutigen ehemaligen Kinder haben ihnen die Mittel dazu
zu geben.
> Wer diese Diskussion gern weniger religiös angehaucht mag, der kann sich> ja an die stets neu aufflammende Diskussion um gewaltreiche> Computerspiele halten.
Diese Debatte hat mit der Religösen die Spekulativität gemeinsam.
Winfried J. wrote:
> Schade das mehr meine person interresiert als meine Ansichten und> Haltungen aber gut dazu gebe ich nun doch och ein abschließendes> Statement.
Hm. Finde ich eigentlich nicht, denn die Ansichten, die du hier
vertreten hast, sind offensichtlich untrennbar mit deiner Biographie
verbunden.
Uhu Uhuhu wrote:
> Was gebraucht wird ist echte Meinungsvielfalt, damit Kinder sich> orientieren können, was es alles gibt um dann ihre eigenen Schlüsse> daraus zu ziehen.
Yep. Wobei ich mangels eigener Kinder nicht allzu sehr über die heutige
Situation urteilen kann. Hab aber den Eindruck, dass die individuelle
Situation oft stärkeren Einfluss hat als das System. Wenn man mit dem
Lehrer nicht klar kommt ist das oft genug wichtiger als jeder Lehrplan.
Das System ist da nur beteiligt, weil man ungeeignete Lehrer hierzulande
schlecht los wird.
Aus meiner persönlichen Erfahrung (ist schon ein bischen her) kann ich
jedenfalls hinsichlich Vielfalt und auch Förderung nicht meckern. Aus
der aktuellen Erfahrung in der Verwandschaft dahingehend auch nicht. Was
mir eher auffällt ist das im Vergleich massiv höhere Gewaltpotential
heute. Ist aber ein anderes Thema.
> Aber weil auf diese Weise schlecht willfährige Untertanen produziert> werden
Damit wird das leider wieder bös polemisch. Bloss weil das System dem
Ideal nicht entspricht ist es deshalb kein System zur Produktion von
"Untertanen". Ebenso könnte die andere Seite es als System zur
Produktion anarchischer Terroristen bezeichnen. So kommen wir nicht
weiter.
> Na ja, ich würde Humanethologie durchaus zu den Naturwissenschaften> zählen, ebenso die Psychoanalyse (im Sinne Freuds) und die> Hirnforschung.
Neurologie ok. Humanethologie sagt mir als Begriff nichts. Aber
Freud'sche Psychoanalyse als Naturwissenschaft? Oha! Ich sehe darin eher
eine Art psychologisch verbrämter Ersatzreligion. Ein paar nützliche
Gedanken drin (das Schweinefleischtabu der Moslems ergab wohl auch mal
einen Sinn) und sehr sehr viel frei erfundener Stuss drum herum.
> Die Debatte hat mit der Religösen die Spekulativität gemeinsam.
Eben. Und interessanterweise ist es nicht selten so, dass die gleichen
Personen in einer Frage liberal argumentieren und in der anderen
repressiv.
@Uhu,
"Wenn Winne bei dir Untertanengeist konstatiert, bist du eingeschnappt."
Es ist mein gutes Recht mich dagegen zu verwahren. Ich befinde mich
nicht in der Daueropferrolle.
"...die kognitiven Dissonanzen die kritische Geister bei dir
hervorrufen, mit allerlei Pfaffentricks aus der Welt zu schaffen."
Wenn Du mit meiner Aussage, daß ich an meinen Tiefen nicht schuldlos
war, und daher kein Staatsversagen oder diffuse
Unterdrückungsmechanismen als Entschuldigung benötige, nicht zurecht
kommst, dann ist das Dein Problem.
Übrigens versuchst Du jetzt die Diskussion wieder auf ein anderes
Themengebiet zu lenken, oder was haben Pfaffen damit zu tun?
Anderen an seinem Unglück die Schuld geben, ist ein Zeichen von
Dummheit, sich selbst die Schuld geben, ist der erste Schritt zur
Einsicht; weder anderen noch sich selbst die Schuld geben, ist ein
Zeichen von Weisheit
Epiktet, (um 50 n. Chr. - 138), griechischer Stoiker und Philosoph,
Sklave, nach Neros Tod freigelassen
Nein Winnie, ich unterstelle Dir damit keine Dummheit!
A. K. wrote:
> Yep. Wobei ich mangels eigener Kinder nicht allzu sehr über die heutige> Situation urteilen kann. Hab aber den Eindruck, dass die individuelle> Situation oft stärkeren Einfluss hat als das System. Wenn man mit dem> Lehrer nicht klar kommt ist das oft genug wichtiger als jeder Lehrplan.> Das System ist da nur beteiligt, weil man ungeeignete Lehrer hierzulande> schlecht los wird.
Das halt ich für eine zu optimistische Einschätzung. Selbst fähige
Pädagogen haben in der Schule derart wenig Gestaltungsspielraum, daß sie
nur sehr wenig Möglichkeiten haben.
Das Schulsystem ist auf ungeeignete Lehrer zugeschnitten.
>> Aber weil auf diese Weise schlecht willfährige Untertanen produziert>> werden>> Damit wird das leider wieder bös polemisch.
Das sehe ich nicht so. Unser Schulsystem ist traditionell darauf
ausgelegt, den freien Geist nicht zu fördern. Es gibt zwar graduelle
Unterschiede, aber für Haupt- und Realschulen muß man es wohl einfach
konstatieren.
>> Na ja, ich würde Humanethologie durchaus zu den Naturwissenschaften>> zählen, ebenso die Psychoanalyse (im Sinne Freuds) und die>> Hirnforschung.>> Neurologie ok. Humanethologie sagt mir als Begriff nichts. Aber> Freud'sche Psychoanalyse als Naturwissenschaft? Oha!
Das ist ungefähr so, als würdest du den Geophysikern die
Naturwissenschaftlichkeit absprechen, weil sie nur mit Hilfe
tomographischer Verfahren Erkenntnisse über das Erdinnere unterhalb
10.000 m gewinnen können.
Die Freud'sche Psychoanalyse macht nichts anderes mit ihrer Methode der
freien Assoziation. Sie fördert ein Bild des Unbewußten zu Tage.
http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Assoziation
Verblüffend ist übrigens, daß die Hirnforschung in letzter Zeit immer
mehr Erkenntnisse gewinnt, die Freuds tomographische Ansicht voll
bestätigen.
> Ich sehe darin eher eine Art psycholigisch verbrämter Ersatzreligion.
Da hast du leider nur zu oft Recht - deswegen beziehe ich mich
ausdrücklich auf Sigmund Freud und nicht auf die vielen "Abkömmlinge",
wie Adler, C.G. Jung...
> Ein paar nützliche> Gedanken drin (das Schweinefleischtabu der Moslems ergab wohl auch mal> einen Sinn) und sehr sehr viel frei erfundener Stuss drum herum.
Gutes Stichwort - ich hatte mich hier mal zum Thema geäußert:
Beitrag "Re: Was wurde eigentlich aus dem Rinderwansinn"
Bewunderer wrote:
> Anderen an seinem Unglück die Schuld geben, ist ein Zeichen von> Dummheit, sich selbst die Schuld geben, ist der erste Schritt zur> Einsicht;
wenn man dort stehen bleibt, wird mann zum daueropfer.
> weder anderen noch sich selbst die Schuld geben, ist ein> Zeichen von Weisheit> Epiktet, (um 50 n. Chr. - 138), griechischer Stoiker und Philosoph,> Sklave, nach Neros Tod freigelassen>
Na das seh ich dann mal kein bisschen anders.
> Nein Winnie, ich unterstelle Dir damit keine Dummheit!
Das beruhigt mich aber.
Wenigstens in diesen Punkten scheinen wir einig.
Was mich aber viel mehr freut, ist das ich diesem unseeligen Thread eine
deutliche Wendung geben konnte.
Und das ist auch dir und allen anderen die sich hier Beteiligten zu
verdanken.
Uhu Uhuhu wrote:
>> Damit wird das leider wieder bös polemisch.>> Das sehe ich nicht so. Unser Schulsystem ist traditionell darauf> ausgelegt, den freien Geist nicht zu fördern. Es gibt zwar graduelle> Unterschiede, aber für Haupt- und Realschulen muß man es wohl einfach> konstatieren.
Aus einer mangelnden oder nicht ausreichenden Förderung explizit eine
Erziehung zu Untertanen (also zur Akzeptanz der Unterdrückung) zu
machen, exakt dies bezeichne ich als Polemik. Es gibt da nämlich noch
was dazwischen. Die berühmte und dicht bevölkerte Grauzone zwischen
Schwarz und Weiss.
jetz muss ich hier mal meinen ersten Beitrag in diesem thrad zitiern.
Dort hatte ich es sehr wohl als nebeneffekt beschrieben, wenn auch
erwünschten.
> Gleichzeitig bot sie als gewünschten "Neben"effekt stets die Möglichkeit> die Menschen zu Hörigkeit zu erziehen.
A. K. wrote:
> Aus einer mangelnden oder nicht ausreichenden Förderung explizit eine> Erziehung zu Untertanen (also zur Akzeptanz der Unterdrückung) zu> machen, exakt dies bezeichne ich als Polemik. Es gibt da nämlich noch> was dazwischen. Die berühmte Grauzone zwischen Schwarz und Weiss.
Es handelt sich nicht nur um mangelnde oder nicht ausreichende
Förderung. Durch die starren Lehrpläne sind diese Defizite vorgegeben
und wenn ich mir die Hochschulreform ansehe, muß ich leider feststellen,
daß das Prinzip jetzt auch dort eingezogen wurde, wo früher noch
Freiräume bestanden.
Es wurden also Zwischentöne entfernt, statt sie zu verbreiten und genau
daraus leite ich auch mein - zugegebenermaßen vernichtendes - Urteil ab.
Bewunderer wrote:
> "...die kognitiven Dissonanzen die kritische Geister bei dir> hervorrufen, mit allerlei Pfaffentricks aus der Welt zu schaffen."> ...> Übrigens versuchst Du jetzt die Diskussion wieder auf ein anderes> Themengebiet zu lenken, oder was haben Pfaffen damit zu tun?http://www.avenz.de/definition/pfaffentrick.htm
@ Uhu Uhuhu (uhu)
>> wenn man sie streng entsprechend dem eigenen Weltbild formt und>> insbesondere fremde Einflüsse von ihnen fernhält.>Finde ich nicht. Niemand hat das Recht, Kindern eine bestimmte Weltsicht>aufzuzwingen.
Was für eine Utopie!
>Daraus folgt unmittelbar, daß Heimunterricht völlig indiskutabel ist.
???
So ziemlich JEDE Eltern prägen ihre Kinder nach IRHEN, wie auch immer
gearteten Ansichten. Die einen (wenigen) mit relativ offner Art und
minimalen Zwang und Randbedingunen, um dem Kind frei Entfaltung zu
ermöglichen und SEINEN individuellen Weg zu gehen.
Die anderen "preussisch" straff ohne Wahlmöglichkeiten.
Rate mal welche Variante in der Praxis öfter vorkommt . . .
>Was gebraucht wird ist echte Meinungsvielfalt, damit Kinder sich>orientieren können, was es alles gibt um dann ihre eigenen Schlüsse>daraus zu ziehen - genau das wird aber mit Heimunterricht verhindert.
Wohl war. Da ist dann metale und soziale Isolation. Was das für Menschen
wie Gesellschaften zu Folge hat kann man in der Geschichte immer wieder
erkennen.
Aber weil auf diese Weise schlecht willfährige Untertanen produziert
werden, ist das bei unseren Bildungsideologen eine ziemlich verhaßte
Vorstellung...
>zählen, ebenso die Psychoanalyse (im Sinne Freuds) und die
;-) Naja, der gute Sigmund hat vielleicht ein paar wichtige,
grundlegende Dinge für die Psychiologie geschaffen, aber stellenweise zu
viel gekokst ;-)
>Tja und das ist die Wurzel nicht allen, aber doch sehr vielen Übels...
Isolation und Engstirnigkeit. Genau.
>Ich meine, die künftigen ehemaligen Kinder sollen das für sich selbst>entscheiden.
Auf welcher Basis? Um sowas WIRKLICH entscheiden zu können braucht man
vor allem Lebenserfahrung.
>Das halt ich für eine zu optimistische Einschätzung. Selbst fähige>Pädagogen haben in der Schule derart wenig Gestaltungsspielraum, daß sie>nur sehr wenig Möglichkeiten haben.
Wohl leider nur allzu wahr!
>Das Schulsystem ist auf ungeeignete Lehrer zugeschnitten.
Es ist von oben gesteuerte Dressur und Verblödung! Fähige und aktive
Pädagogen werden isoliert und ausgebremst!
MFG
Falk
Wenn es sich tatsächlich nicht um ungewollte Eingriffe in die Freiheit
der
Persönlichkeitsrechte handelte, so könnte mann die leidige Debatte
beenden, in dem man deren Ursachen behebt, und Wahlfreihit herstellt.
Das Gegenteil wird mit diesem BVG_Urteil vorgenommen.
Es zementiert den Verfassungsbruch und die Menschenrechtsbeschränkung.
Und dies soll auch klargestellt publiziert und akzeptiert werden.
Sonst würde es unter den Teppich gekehrt zu all den anderen
Leidigkeiten, wo man sich keine zustimmung erhoffen kann.
Ein Schauprozess halt.
...
ja .... "ich bin paranoid".
Mag es glauben wer will, ich teile dies Auffassung nicht.
Ich sehe was was "du" nicht siehst.
Jetzt schickt mir schon die netten kräftigen Herren mit den netten
Jäckchen.
;-)
Falk Brunner wrote:
>>zählen, ebenso die Psychoanalyse (im Sinne Freuds) und die>> ;-) Naja, der gute Sigmund hat vielleicht ein paar wichtige,> grundlegende Dinge für die Psychiologie geschaffen, aber stellenweise zu> viel gekokst ;-)
Zitat:
Bei der in der Öffentlichkeit häufig anzutreffenden Gleichsetzung von
Psychologie und Psychoanalyse handelt es sich um einen populären Irrtum.
Er hatte mit der Psychologie nichts zu schaffen
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie#Verh.C3.A4ltnis_zur_Psychotherapie_und_Psychoanalyse#Verh.C3.A4ltnis_zur_Psychotherapie_und_Psychoanalyse>>Ich meine, die künftigen ehemaligen Kinder sollen das für sich selbst>>entscheiden.>> Auf welcher Basis? Um sowas WIRKLICH entscheiden zu können braucht man> vor allem Lebenserfahrung.
Lebenserfahrung kann man weder lehren, noch verordnen. Man kann ihnen
nur die Möglichkeiten verschaffen, möglichst viel davon möglichst früh
zu sammeln.
Falk Brunner wrote:
> ........>> Es ist von oben gesteuerte Dressur und Verblödung! Fähige und aktive> Pädagogen werden isoliert und ausgebremst!>> MFG> Falk
Das glaube ich sofort und unbesehen, und damit sie nicht wiederkommen
werden sie gleich in die Wüste geschickt.
MfG Winne
@Uhu: Hat Falk auch nicht behauptet. Der Satz direkt danach: "Jedoch
spielen psychoanalytische Konzepte in der Entwicklungspsychologie,
pädagogischen Psychologie sowie der klinischen Psychologie eine Rolle".
Ob Freud sich selbst als Psychologe sah ist dafür unerheblich. So ist
Noam Chomsky auch kein Informatiker, aber darin wohl ebenso bedeutend
wie in seinem angestammten Fach Linguistik.
A. K. wrote:
> @Uhu: Hat Falk ja auch nicht behauptet. Der Satz direkt danach sagt:> "Jedoch spielen psychoanalytische Konzepte in der> Entwicklungspsychologie, pädagogischen Psychologie sowie der klinischen> Psychologie eine Rolle".>> Ob Freud sich selbst als Psychologe sah ist dafür unerheblich. So ist> Noam Chomsky auch kein Informatiker, aber darin mindestens so bekannt> wie in seinem angestammten Fach Linguistik.
Na ja, er hat die Psychoanalyse begründet und die Psychologie hat sich
bei ihm bedient.
Deswegen hat er aber nicht "paar wichtige, grundlegende Dinge für die
Psychiologie geschaffen".
Bewunderer wrote:
> Anderen an seinem Unglück die Schuld geben, ist ein Zeichen von> Dummheit,
Nein, ist es nicht. Es ist ein Zeichen von Unreife, nicht von
Dummheit.
> sich selbst die Schuld geben, ist der erste Schritt zur> Einsicht; weder anderen noch sich selbst die Schuld geben, ist ein> Zeichen von Weisheit> Epiktet, (um 50 n. Chr. - 138), griechischer Stoiker und Philosoph,> Sklave, nach Neros Tod freigelassen
Woher stammt denn dieses Zitat? Ist es überhaupt authentisch?
>"Nein, ist es nicht. Es ist ein Zeichen von Unreife, nicht von> Dummheit."
Da Epiktet vermutlich altgriechisch sprach, bin ich auf die evtl.
unzulängliche deutsche Übersetzung angewiesen.
>"Woher stammt denn dieses Zitat?"
Dieses Zitat habe ich mir einmal vor längerer Zeit aufgeschrieben.
>"Ist es überhaupt authentisch?"
Ist das von Relevanz? Ich denke der Inhalt zählt. Falls diese Frage
wichtig für Dich ist, kannst Du evtl. in folgender Bücherliste suchen
http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&keywords=Epiktet&index=blended
Bewunderer wrote:
>>"Ist es überhaupt authentisch?">> Ist das von Relevanz?
Na ja, es soll Leute geben, die saugen sich bei Bedarf tolle Zitate aus
den Fingern. Wenn dann so ein Quatsch, wie diese "Dummheit" einem
einigermaßten namhaften Philosophen zu geschrieben wird, dann wäre das
eine Möglichkeit, oder eben auch eine falsche Übersetzung...
Auf jeden Fall habe ich das Zitat mit der Dummheit auf dem Web gefunden
- es muß also irgendwo in dieser Form verbreitet worden sein.
Also wenn ich ein Zitat erfinden würde, müßte ich mich u.U. schwer
zusammen nehmen, keine solche Fußangel einzubauen ;-)
> Ich denke der Inhalt zählt.
Ja eben. Der ist zumindest grob entstellt.
Zu diesem Punkt ist zweierlei festzustellen:
Erstens ist die Schulpflicht nicht nur eine Verpflichtung der
Schüler/Eltern, sondern auch eine Verpflichtung des Staats, vernünftigen
Unterricht zu bieten.
Genau wie beim Gewaltmonopol kommt der Staat dieser Pflicht im
zunehmendem Maße nicht mehr nach - Stichpunkt Rütli-Schule.
Jeglicher Heimunterricht ist besser als Unterricht an einer solchen
Problemschule, wo die Schüler statt Goethe und Newton nur Abziehen und
Vergewaltigung kennenlernen.
Also lieber Staat - mach erst einmal deine Hausaufgaben, bevor Du zu uns
kommst!
Zum anderen ist es absolut unerhört, daß sich unsere
Vertreter/Bediensteten erlauben, unsere Willensentscheidungen
hintenanzustellen.
Wenn ich höre, daß Eltern die Pässe entzogen sind weil sie aufgrund der
Unzufriedenheit mit dem Schulsystem das Land verlassen wollten - ja wo
bleibt da der Unterschied zur DDR?
Auch da wollten irgendwelche Ideologen die Menschen nicht aus ihrem
"Beglückungsbereich" lassen.
In wissenschaftlichen Fachjournalen sieht man die "Schule zuhaus"
durchaus nicht negativ - wenn die Eltern die nötige Qualifikation
aufweisen.
Bei Nachweis einer solchen Qualifikation und regelmäßiger Überwachung
sehe ich überhaupt kein Problem mit dem Unterricht zu hause, speziell in
unseren Zeiten.
>Bei Nachweis einer solchen Qualifikation und regelmäßiger Überwachung>sehe ich überhaupt kein Problem mit dem Unterricht zu hause, speziell in>unseren Zeiten.
Das duerfte allen Verantwortlichen klar sein.
Das Problem ist ein anderes:
1
Es besteht ein oeffentliches Interesse, dass keine Parallelgesellschaften entstehen.
Und oeffentliches Interesse hat immer vorrang vor Individualinteresse,
damit kann man die Eltern-Rechte des GG aushebeln.
Das ist das Hauptargument gegen Hausunterricht und gegen den freien
Willen der Eltern.
Weiss nur nicht wie andere Staaten z.B. Daenemark wo es gar keinen
Schulzwang gibt, mit dieser Gefahr der Parallelgesellschaften umgehen.
Frankfurter wrote:
>>Bei Nachweis einer solchen Qualifikation und regelmäßiger Überwachung>>sehe ich überhaupt kein Problem mit dem Unterricht zu hause, speziell in>>unseren Zeiten.>> Das duerfte allen Verantwortlichen klar sein.> Das Problem ist ein anderes:
1
> Es besteht ein oeffentliches Interesse, dass keine Parallelgesellschaften entstehen.
> Und oeffentliches Interesse hat immer vorrang vor Individualinteresse,> damit kann man die Eltern-Rechte des GG aushebeln.>> Das ist das Hauptargument gegen Hausunterricht und gegen den freien> Willen der Eltern.
so it is
> Weiss nur nicht wie andere Staaten z.B. Daenemark wo es gar keinen> Schulzwang gibt, mit dieser Gefahr der Parallelgesellschaften umgehen.
Sie fürchten sie nicht. Weshalb diese dort auch keine Macht gewinnen.
Wenn man seine Gegner fürchtet, so gibt man ihnen Macht.
d.H.
Die Parallelgesellschaftshysterie ist es also, welche eben jenen
Parallelgesellschaften mehr Macht verleiht als sie defakto besitzen.
Gleichzeitig stärkt die vom Staat verbreite Angst eben jenen Staat,
indem sie schlicht polarisiert.
Das ist das ganze Kalkül hinter diesem "oeffentliches Interesse",
welches eigentlich ein staatliches Interesse darstellt.
Es ist wie so oft eine üble Masche um die Staatsmacht zu sichern. Der
Kessel brodelt. Schnell ein paar Sündenböcke hineinwerfen, dass ja
nichts überschäumt.
>Die Parallelgesellschaftshysterie ist es also, welche eben jenen>Parallelgesellschaften mehr Macht verleiht als sie defakto besitzen.
Erstaunlich stelle ich fest, dass eine Gruppierung, die das Potential
fuer Parallelgesellschaft hat, sehr tolerant geduldet wird.
In Frankfurt-Hausen wurde gegen den Willen der Bevoelkerung der Bau
einer Moschee geduldet.
Noch schlimmer in Köln-Ehrenfeld. Ich vermisse das Argument der
Parallelgeselschaft und hoere nur Dinge wie "kulturelle Bereicherung".
Frankfurter wrote:
"kulturelle Bereicherung".
Na ja, der Hintergrund ist der, daß die heilige katholische Kirche
insgeheim die Mullahs beneidet, weil die ungestört durch eine Aufklärung
fröhlich weiter Ehebrecher steinigen und nach Gutdünken Hände abhacken
dürfen.
Die Kurie erhofft sich davon mehr Freiräume in Richtung Mittelalter für
sich selbst...