Xbee & Bluetoothmodul an AVR

Gast #1218380
Hallo zusammen.

Ich würde gern ein Bluetoothmodul und ein Xbee Modul an einen AVR 
anschließen. Beide Module stellen nur UART der Außenwelt zur Verfügung. 
Bin ich jetzt gezwungen eine Hardware und eine Software UART zu nutzen, 
oder gibt es auch andere Möglichkeiten. Wenn ich eine S & H UART nutzen 
will, was sollte man besonders beachten bzw. wo könnten Probleme 
auftreten. Z.B. beide Module empfangen was?!

LG Max
Gast #1218401
Nene... Das ist getrennt. Also im Optimalfall wären 2 getrennte Uarts ne 
feine Sache.

Sprich ich möchte über das Bluetooth Daten verschicken und empfangen und 
"parallel" dazu Daten verschicken und empfangen vom Xbee.
Persönliche Seite #1218406
Max wrote:
> Ich würde gern ein Bluetoothmodul und ein Xbee Modul an einen AVR
> anschließen. Beide Module stellen nur UART der Außenwelt zur Verfügung.
> Bin ich jetzt gezwungen eine Hardware und eine Software UART zu nutzen,
> oder gibt es auch andere Möglichkeiten. Wenn ich eine S & H UART nutzen
> will, was sollte man besonders beachten bzw. wo könnten Probleme
> auftreten. Z.B. beide Module empfangen was?!

Wenn beide UARTs über Interrupts laufen, sollte es keine Probleme geben. 
Auch Vollduplex für beide UARTs ist machbar, hängt nur von deinem Code 
ab.
Gast #1218575
Ah ok... joa hatte ich auch schon dran gedacht. Allerdings sind die ja 
doch schon recht groß für mein Projekt. Will versuchen ein möglichst 
kostensparendes Modul zu bauen. Nicht weil ich geizig bin, sondern weil 
ich es auf das nötigste beschränken will. Aber der ATMega164 ist schon 
ein feines Ding... :)
Gast #1218585
Bedenke:
Durch die Verwendung eines SW-UARTs bürdest Du dir selbst (unnötige) 
Schmerzen und Einschränkungen bei der Produktentwicklung auf. Es ist 
möglich - keine Frage. Antun würde ich es mir indes nicht!
Bei einer Kleinserie oder gar einem Einzelstück spielt der Mehrpreis 
keine Rolle, selbst bei einer Großserie würde kein vernünftiger 
Entwickler solche Unwägbaarkeiten (z.B. für Weiterentwicklungen der SW) 
eingehen.
Gast #1218591
Ok... da hast du wohl recht. Ich glaube, ich werde auch den oben 
genannten Atmega nehmen. Alles andere würde glaube ich auch mein 
Diplomthema sprengen. Ist schon arbeit genug mich in Zigbee einzulesen! 
;-)
Persönliche Seite #1218749
Harald wrote:
> Bei einer Kleinserie oder gar einem Einzelstück spielt der Mehrpreis
> keine Rolle,

Einverstanden.

> selbst bei einer Großserie würde kein vernünftiger
> Entwickler solche Unwägbaarkeiten (z.B. für Weiterentwicklungen der SW)
> eingehen.

Oh doch. Ich weiß auch nicht, an welcher Stelle man da irgendwelche 
Unwägbarkeiten eingeht, da die benötigte Rechenleistung und die 
benötigte Hardware klar bestimmbar sind. Was spricht dagegen, wenn man 
einen Timer-Block und eventuell noch einen Interrupt fähigen Pin zur 
Verfügung hat? Die Anforderungen an den Controller müssen sowieso im 
Voraus klar sein.

@Max: So schwer ist ein zweiter Software-UART nicht, zumal du in der 
Codesammlung sehr guten Code findest für AVR-Controller. Ich habe selber 
auch schon einen Hardware und einen Software-UART gleichzeitig bei einem 
ATmega8 in Betrieb gehabt, oder bei einem MSP430 einen Hardware-UART, 
einen Software-UART (jeweils vollduplex) und noch einen dritten 
halbduplex UART.

Für eine Diplomarbeit ist es meines Erachtens jedoch egal, das würde an 
der Bewertung des Gesamtsystems nichts ändern (so zumindest meine 
Erfahrung).
Gast #1218946
Gut ich denke ich werde erstmal die Variante mit dem großen AVR machen. 
So bekomm ich wenigstens schon mal recht zügig was zu laufen und testen. 
Muss ja auch erstmal Erfahrung sammeln. Und je nachdem werde ich dann 
das ganze System verkleinern... Aber lieben Danke für die coole Hilfe! 
:-)
Gast #1218949
Also mir ist das recht, soll jeder so machen wie er meint.

Meiner(!!!) Meinung(!!!) nach hat allein aus EMV-Gesichtspunkten die 
SW-UART nichs in größeren Serien verloren, der HW-UART ist hier der 
Vorzug zu geben. (Falls jemand nicht weiß, was EMV mit der UART zu tun 
hat, siehe Datenblatt: Asynchronous Data Recovery).
Mit Unwägbarkeiten meine ich insbesondere Latenzen und 
Interrupt-Prioritätsverschiebungen aufgrund von ungeplanten 
Erweiterungen. Aber wie schon gesagt, es gibt halt unterschiedliche 
Ansprüche und Designziele.

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