Stromversorgung VDE-gerecht?

Gast #1218843
Ich grüße euch!
Habe mir eine kleine Steuerung gebaut, die hauptsächlich einige 
Verbraucher per Triac schaltet. Nun geht es um die Stromversorgung für 
den Lastkreis. Alle Verbraucher sollen über die Steuerung versorgt 
werden. Ich muss nun das Kabel der Stromversorgung (230V-Netz) irgendwie 
mit der Platine verbinden, sodass ca. 10A problemlos fließen können. Ich 
könnte es per Lötpads auf die Platine löten, per Schraubklemmen 
anschließen usw. Wie macht man sowas VDE-gerecht und sicher? Habe zwar 
ein Buch zur VDE100, finde da irgendwie nur Sachen zum FI, 
Kablequerschnitten usw.
Kennt ihr euch da aus?
Viele Grüße aus NRW!
Die VDE-0100-Reihe ist eine Errichternorm, keine Normung für 
Geräte/Maschinenhersteller.

Du willst das "Gerät" wohl nicht gewerblich vermarkten, sondern dir nur 
sicher sein?

Geht wohl nicht nur um die Stromversorgung (Netzzuleitung), sondern auch 
um die Netzabgänge für die Verbraucher. Für schnellen Anschlußkomfort 
(und Fehlersuche) bieten sich Käfigzugfederklemmen für Printmontage an - 
die können sich i.d.R. nicht durch Vibrationen, viel/wenig Anzugsmoment 
oder Temp.-Schwankung lockern.
Anreihbare Schraubklemmen zum Einlöten. Gibt es als Einklemmschrauben 
wie Lüsterklemmen oder als Fahrstuhlklemmen. Es empfiehlt sich, die 
Fahrstuhlklemmen zu verwenden, da diese den Draht besser halten:
2pol: http://www.reichelt.de/?ARTICLE=36617
3pol: http://www.reichelt.de/?ARTICLE=36618
4pol: http://www.reichelt.de/?ARTICLE=36619
Sind für 13A gut.
Die Kabel müssen sowieso separat zugentlastet werden. Und Gehäuseerdung 
wie auch korrekte Absicherung nicht vergessen.

Gruß
Jadeclaw.
Gast
Hallo Tim

Das direkte Anlöten von
Leitungen auf Platinen ist
NICHT VDE gerecht!

Die Klemmen die Jadeclaw Dinosaur
vorschlägt, aber auch nicht. Der Isolierabstand
zwischen den Klemmen ist zu gering.

Ich empfehle dir die Klemmen WAGO 236-601.
Gibt es auch bei Reichelt. Das RM ist
hierbei ausreichende 10mm. Zwischen den
Pads und den Leiterbahnen müssen ca. 8mm
Isolierabstand liegen. Auf einen Spleißschutz
kannst du bei diesen Klemmen auch verzichten.

Auf keinen Fall darfst du den Schutzleiter (PE)
als Leiterbahn auf der Platine mitführen.
Dies währe ein unzulässige Reduzierung des
Querschnitts.

Leiterbahnen für 10A müssen bei einer
üblichen Kupferauflage von 35µm eine
Breite von 5mm haben (besser mehr).
Die 8mm gelten afaik zwischen der 230V und einer frei zugänglichen 
Niederspannungsseite, falls diese nicht mit dem Schutzleiter verbunden 
ist.
Falls die Sekundärseite mit dem Schutzleiter verbunden ist, reduziert 
sich der Abstand auf glaube ich 5mm. Zumindest steht das so in einer PDF 
von einem Leiterplattenhersteller die ich irgendwo mal runtergeladen 
habe.
Vom Abstand zwischen den 230V Leiterbahnen untereinander stand was von 
3mm.
Kann das zufällig jemand bestätigen?
Gast
Sorry, aber das ist alles Glaskugellesen, was hier bisher gepostet 
wurde...
Die DIN EN 61010-1:2001 ist einzige Quelle die darüber Auskunft geben 
kann.

Unter Punkt 6.7.1.2 Kriechstrecken findet man die Aussage:
"Für beschichtete Leiterplatten, deren Beschichtung den Anforderungen 
vom Typ A nach IEC 60664-3 entspricht, sind die Werte für den 
Verschmutzungsgrad 1 anwendbar."
D.H. für Leiterplatten mit Lötstopplack.

Weiter heißt es unter 6.7.2 Netzstromkreise:
"Luftstrecken und Kriechstrecken müssen den Angaben in Tabelle 4 
entsprechen."

Die Tabelle habe ich mal angehangen.
Angehängte Dateien:
3mm. Das ist mit Klemmen im 5mm-Raster realisierbar. Ich habe hier ein 
Schaltnetzteil von Touch Electronics gerade vor mir liegen, da liegt 
zwischen Phase und Null ziemlich genau 3mm Minimalabstand. (Gewaschene 
Platine mit Lötstoppmaske.) Zwischen Primär- und ungeerdeter 
Sekundärseite werden 8mm an der engsten Stelle eingehalten. Die Kabel 
sind allerdings mit Aderendhülsen versehen und dierekt in die 
Leiterplatte eingelötet, dafür aber an Schalter und Kaltgerätebuchse 
gesteckt. Netzteil hat im übrigen TÜV und CSA-Siegel, CSA-Siegel ist 
definitiv echt.

Gruß
Jadeclaw.

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