Spule mit ca. 1mH und hohem Sättigungsstrom gesucht

Gast #1219392
Hallo,

ich zerbreche mir schon länger den Kopf, woher ich eine Indutivität mit 
ca. 0.8 - 1 mH und einem Sättigungsstrom von mind. 20A herbekomme, bzw. 
was für Kerne ich da nehmen soll. Ziel ist, dass die Induktivität klein 
bleibt (was klein heisst, soll hier mal noch nicht mit einem Zahlenwert 
angegeben werden).
Aufgrund des hohen Sättigungsstromes muss das wohl eine Spule mit 
Luftspalt sein, oder aber ein Ringkern mit verteiltem Luftspalt. Was 
kann man da noch nehmen? Gibts hier Tipps was man für Kernmaterial 
verwenden soll, damit das Ganze möglichst klein wird?

Vielen Dank für Tipps
#1219405
HildeK wrote:
> Würth electronic hat so Teile.
> http://www.we-online.de/katalog/media/pdf/7447709001.pdf
> L x B x H = 12mm x 12mm x 10mm

Hab mich schon über die Mini Spule gewundert: Das Teil hat 1µH...
Bei 20A dürfte es entweder auf viel Luftspalt hinauslaufen, oder auf 
einen großen Eisenpulverkern.

Da du aber keine Frequenz angegeben hast: Für niedrige Frequenzen dürfte 
ein Eisenkern auch ganz gut sein.
Gast #1219427
Hallo, danke für die Tipps soweit.

@Matthias Lipinsky (lippy): Danke, ganz gelungene Seite. Hab natürlich 
gleich mal eine Induktivität berechnnen lassen, mit dem Resultat, dass 
der Kern (http://www.ferroxcube.com/prod/assets/pm11493.pdf) knapp 2kg 
schwer und doch eher nicht klein ist :(

@HildeK (Gast): Ich dachte schon: bin ich doof, dass ich sowas kompaktes 
übersehen habe. Leider nicht, die Induktivität ist ca. 1000x zu klein.

@Benedikt K. (benedikt): Die Frequenz ist irgendwo so im Bereich 10 - 20 
kHz, da sind glaube ich die Verluste von Eisen zu gross.

Muss ich doch auf Supraleiter zurückgreifen ;)? Oder ein Perpetuum 
Mobile könnte ich ja im gleichen Aufwisch auch noch machen...
Gast #1219966
Hallo,

es gibt ja Kerne mit verteiltem Luftspalt (so ala MPP) und solche 
El-Kerne, welchen man einen separaten Luftspalt spendiert. Wo liegen da 
genau die unterschiede bzw. Vor- und Nachteile? Kennt da jemand eine 
gute Seite die das erläutert?
So viel ich weiss ist bei diskret ausgeführtem Luftspalt die 
Sättigungsgrenze schärfer. D.h. die Induktivität fällt sehr rasch ab, 
während bei solchen Kernen mit verteiltem Luftspalt die Grenz 
fliessender ist.
Für meine Anwendung: was würde sich da eher anbieten? Ich denke, dass 
man bei denen mit diskretem Luftspalt einen Design-Freiheitsgrad mehr 
hat und damit eher ein kompaktes Design erreichen kann. Oder irre ich 
da?
Gast #1221863
"Muss ich doch auf Supraleiter zurückgreifen "

Ändert nichts an der Sache.

=> Die Sättigung findet im Magnetwerkstoff ( z.B. Eisen ) statt, nicht 
im Draht.
Gast #1221874
@ Dominik (Gast)
>@HildeK (Gast): Ich dachte schon: bin ich doof, dass ich sowas kompaktes
>übersehen habe. Leider nicht, die Induktivität ist ca. 1000x zu klein.
Nee - ich bin wohl doof. Ich entschuldige mich für die falsche Spur.
#1222214
@Eddy Current (chrisi)

>> Die 200mJ sind Kinderkram.

>Dachte dabei an den Druck in Form einer Spannungsspitze, mit der die
>200mJ injiziert werden.

Welcher Druck? Und hohe Spannungen kann man auch mit wesentlich weniger 
Strom und Induktivität erzeugen, macht jeder Sperrwandler so.

MfG
Falk
#1223151
>>> Die 200mJ sind Kinderkram.
>
>>Dachte dabei an den Druck in Form einer Spannungsspitze, mit der die
>>200mJ injiziert werden.
>
> Welcher Druck? Und hohe Spannungen kann man auch mit wesentlich weniger
> Strom und Induktivität erzeugen, macht jeder Sperrwandler so.

Der Druck war die Verbildlichung der Spannung. Ob mein Körper 200mJ in 
Wärme umsetzt oder 2mJ ist ein Unterschied. Und wenn ich 20A abklemme 
und die erst mal der Meinung sind, dass mein Körper der Weg des 
geringsten Widerstands sind, dann, ja dann sollte es besser nicht mein 
Körper sein. Natürlich mag es in der Praxis so sein, dass man den 
Kontakt eben nicht mit der blossen Hand unterbricht.
Gast #1223279
Hallo,

ich habe einige ähnliche Spulen in einem Frequenzumrichter für einen 
Hochspannungstrafo verbaut, um die Zwischenkreisspannung stellen zu 
können, mittels modifiziertem Buck-Konverter - 400µH, 4mm^2, 32A.
Der Draht ist auf zwölf gestapelte C-Kerne gewickelt, jeweils sechs 
stück rücken an rücken - funktioniert super, ist recht kompakt, 
~200x60x60

Grüße
Sascha
#1223833
@Martin Schneider (Gast)

>Vielleicht als Größenordnung: ein Standardzündanlage am Motorrad liefert
>zwischen 20 und 40mJ Funkenenergie...

Von anfassen war nicht die Rede. Wenn ich 10 Schritte ins Labor mache, 
stehen dort Stossgeneratoren mit 1800J, ohne Milli!
DAS knallt!

MFG
Falk

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