Hallo,
ich zerbreche mir schon länger den Kopf, woher ich eine Indutivität mit
ca. 0.8 - 1 mH und einem Sättigungsstrom von mind. 20A herbekomme, bzw.
was für Kerne ich da nehmen soll. Ziel ist, dass die Induktivität klein
bleibt (was klein heisst, soll hier mal noch nicht mit einem Zahlenwert
angegeben werden).
Aufgrund des hohen Sättigungsstromes muss das wohl eine Spule mit
Luftspalt sein, oder aber ein Ringkern mit verteiltem Luftspalt. Was
kann man da noch nehmen? Gibts hier Tipps was man für Kernmaterial
verwenden soll, damit das Ganze möglichst klein wird?
Vielen Dank für Tipps
HildeK wrote:
> Würth electronic hat so Teile.> http://www.we-online.de/katalog/media/pdf/7447709001.pdf> L x B x H = 12mm x 12mm x 10mm
Hab mich schon über die Mini Spule gewundert: Das Teil hat 1µH...
Bei 20A dürfte es entweder auf viel Luftspalt hinauslaufen, oder auf
einen großen Eisenpulverkern.
Da du aber keine Frequenz angegeben hast: Für niedrige Frequenzen dürfte
ein Eisenkern auch ganz gut sein.
Hallo, danke für die Tipps soweit.
@Matthias Lipinsky (lippy): Danke, ganz gelungene Seite. Hab natürlich
gleich mal eine Induktivität berechnnen lassen, mit dem Resultat, dass
der Kern (http://www.ferroxcube.com/prod/assets/pm11493.pdf) knapp 2kg
schwer und doch eher nicht klein ist :(
@HildeK (Gast): Ich dachte schon: bin ich doof, dass ich sowas kompaktes
übersehen habe. Leider nicht, die Induktivität ist ca. 1000x zu klein.
@Benedikt K. (benedikt): Die Frequenz ist irgendwo so im Bereich 10 - 20
kHz, da sind glaube ich die Verluste von Eisen zu gross.
Muss ich doch auf Supraleiter zurückgreifen ;)? Oder ein Perpetuum
Mobile könnte ich ja im gleichen Aufwisch auch noch machen...
Hallo,
es gibt ja Kerne mit verteiltem Luftspalt (so ala MPP) und solche
El-Kerne, welchen man einen separaten Luftspalt spendiert. Wo liegen da
genau die unterschiede bzw. Vor- und Nachteile? Kennt da jemand eine
gute Seite die das erläutert?
So viel ich weiss ist bei diskret ausgeführtem Luftspalt die
Sättigungsgrenze schärfer. D.h. die Induktivität fällt sehr rasch ab,
während bei solchen Kernen mit verteiltem Luftspalt die Grenz
fliessender ist.
Für meine Anwendung: was würde sich da eher anbieten? Ich denke, dass
man bei denen mit diskretem Luftspalt einen Design-Freiheitsgrad mehr
hat und damit eher ein kompaktes Design erreichen kann. Oder irre ich
da?
"Muss ich doch auf Supraleiter zurückgreifen "
Ändert nichts an der Sache.
=> Die Sättigung findet im Magnetwerkstoff ( z.B. Eisen ) statt, nicht
im Draht.
@ Dominik (Gast)
>@HildeK (Gast): Ich dachte schon: bin ich doof, dass ich sowas kompaktes>übersehen habe. Leider nicht, die Induktivität ist ca. 1000x zu klein.
Nee - ich bin wohl doof. Ich entschuldige mich für die falsche Spur.
@Eddy Current (chrisi)
>> Die 200mJ sind Kinderkram.>Dachte dabei an den Druck in Form einer Spannungsspitze, mit der die>200mJ injiziert werden.
Welcher Druck? Und hohe Spannungen kann man auch mit wesentlich weniger
Strom und Induktivität erzeugen, macht jeder Sperrwandler so.
MfG
Falk
@Trafowickler: Man merkt, Du denkst in Deiner "Kern"-Kategorie. Denn
wäre es einfach, die Supraleitung herzustellen, käme man ohne Kern aus
und könnte die 1 mH als Luftspule mit dünnem Draht herstellen.
Gruß
Dieter
>>> Die 200mJ sind Kinderkram.>>>Dachte dabei an den Druck in Form einer Spannungsspitze, mit der die>>200mJ injiziert werden.>> Welcher Druck? Und hohe Spannungen kann man auch mit wesentlich weniger> Strom und Induktivität erzeugen, macht jeder Sperrwandler so.
Der Druck war die Verbildlichung der Spannung. Ob mein Körper 200mJ in
Wärme umsetzt oder 2mJ ist ein Unterschied. Und wenn ich 20A abklemme
und die erst mal der Meinung sind, dass mein Körper der Weg des
geringsten Widerstands sind, dann, ja dann sollte es besser nicht mein
Körper sein. Natürlich mag es in der Praxis so sein, dass man den
Kontakt eben nicht mit der blossen Hand unterbricht.
Hallo,
ich habe einige ähnliche Spulen in einem Frequenzumrichter für einen
Hochspannungstrafo verbaut, um die Zwischenkreisspannung stellen zu
können, mittels modifiziertem Buck-Konverter - 400µH, 4mm^2, 32A.
Der Draht ist auf zwölf gestapelte C-Kerne gewickelt, jeweils sechs
stück rücken an rücken - funktioniert super, ist recht kompakt,
~200x60x60
Grüße
Sascha
@Martin Schneider (Gast)
>Vielleicht als Größenordnung: ein Standardzündanlage am Motorrad liefert>zwischen 20 und 40mJ Funkenenergie...
Von anfassen war nicht die Rede. Wenn ich 10 Schritte ins Labor mache,
stehen dort Stossgeneratoren mit 1800J, ohne Milli!
DAS knallt!
MFG
Falk
Es geht noch einfacher:
Man nehme einen 10kg schweren Hammer und lasse diesen aus 10m Höhe auf
den Fuß fallen. Gemäß E=m*g*h erhält man rund 1kJ an Energie die
größtenteils eine Verformung beim Auftreffen verursacht.
Beim Mopped an die Zündung grabschen tut gewaltig weh, das zehnfache
würd ich jetzt nicht ausprobieren wollen. Sollte jedenfalls ein
passendes Freilaufglied vorhanden sein, denke ich mal...